Kapitel 1
Nun ist es soweit. Das erste Kapitel meines neuen Buchs hier auf Inkitt erscheint. Die ersten 10 Kapitel sind geschrieben und es werden in den nächsten Wochen hoffentlich noch mehr. Angedacht ist eine Veröffentlichung Sonntags und eine Mittwochs.
Manche werden nun denken: Warum schreibt sie nicht erstmal ihre anderen Bücher weiter? Wenn das so leicht wäre. Leider kann ich das nicht so richtig steuern. Nun kamen mir Ideen für die Fortsetzung von Cinderella und so geht es hier erstmal weiter. Aber ich hoffe natürlich, dass ich auch bei den anderen Büchern demnächst weitere Kapitel schreiben und veröffentlichen kann.
Wie immer sind das hier keine fertig durchlektorierten Kapitel. Ich sehe Inkitt eher als eine Art Arbeitsplattform. Wenn die Bücher dann wirklich in die (bezahlte) Veröffentlichung kommen, dann werden diese nochmal überarbeitet.
Nun wünsche ich euch magische Unterhaltung mit Blanche und Sebastian!
Bereit?“, frage ich Ina, meine Freundin, die in ihrem wunderschönen Brautkleid vor mir steht.
„Bereit!“, sagt sie mit dem Brustton der Überzeugung. In diesem Moment erklingen die ersten Töne der Orgel, und gemeinsam mit Ina blicke ich in den Himmel. Dieser Tag wird perfekt – das weiß ich einfach. Und Ina hat es so sehr verdient. Mein Herz schlägt schnell, zu schnell. Wenn ich ehrlich bin, habe ich es nicht so mit Hochzeiten. Die letzte, auf der ich war, liegt lange zurück – ich war ein kleines Mädchen, als mein Vater meine Stiefmutter heiratete. Jeder, der meine Geschichte kennt, weiß, dass das kein gutes Ende genommen hat. Kein Wunder also, dass mich das Thema ein bisschen traumatisiert. Aber das muss Ina ja nicht wissen.
Es reicht schon, dass meine sieben (Herzens-)Brüder mir beinahe verboten hätten, dieses Fest überhaupt zu besuchen. Natürlich – zu meinem Schutz, wie sie sagen. Aber ich habe mich durchgesetzt. Das hat Kraft gekostet, doch ich werde das hier durchstehen. Mehr noch: Ich will es genießen.
Unser kleiner Trupp setzt sich in Bewegung. Vornedraus läuft Salma – das Mädchen, mit dem alles begonnen hat. Sie ist der Grund, warum die Brüder von Schwannstett überhaupt Ina als Kindermädchen eingestellt haben. Die beiden sind unzertrennlich. In kindlichem Überschwang schleudert Salma schon in den ersten zwei Reihen alle Blüten aus ihrem Körbchen. Ich muss lächeln. Sie scheint sich daran nicht zu stören, ganz im Gegenteil – sie macht den Mittelgang zu ihrer Bühne und legt eine kleine Tanzdarbietung hin, die ihresgleichen sucht. Ina gefällt das. Sie steht ohnehin nicht gern im Mittelpunkt.
Sebastian und Christian führen sie zum Altar, wo Jakob, der Bräutigam, bereits auf sie wartet. Wir nehmen auf unseren Plätzen Platz. Salma klettert auf meinen Schoß und drückt mir einen schmatzenden Kuss auf die Wange. Leises Lachen erfüllt die Kirche. Dann beginnt die Zeremonie.
Mit all den Tricks und Techniken, die ich mir im Laufe der Jahre angeeignet habe, versuche ich, mich abzulenken – um nicht auf jedes Wort zu achten, das mich an meine eigene Vergangenheit erinnert. Doch es hilft nicht. Meine Hände beginnen zu schwitzen, mein Herz stolpert. Ich spüre Sebastians Blick auf mir. Meine Finger zittern.
Verdammt.
Ich atme tief und bewusst ein und aus. Ich darf hier keine Panikattacke bekommen. Nicht jetzt. Nicht ohne meine Brüder, die mir sonst helfen könnten. Und schon gar nicht mit so vielen Medizinern um mich herum. Ich rufe mir ins Gedächtnis, wie so eine Attacke abläuft: Sie wird sich für eine kurz Zeit immer schlimmer und dann langsam besser. Mehr passiert nicht. Ich überstehe das.
Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass Sebastian kurz davor ist, zu mir zu kommen. Ich darf diese Hochzeit nicht crashen – nicht mit meinen Befindlichkeiten. Das wäre nicht fair.
„Ihr beide dürft euch jetzt küssen!“, höre ich den Pastor sagen. Ich atme auf – endlich. Luft. Es ist überstanden.
Salma hat sich auf meinem Schoß umgedreht. Sie schaut mir einen Moment lang intensiv ins Gesicht. Dann legt sie mir die Ärmchen um den Hals, klammert sich an mich, so fest, dass mir fast der Atem stockt. Ihre Augen beginnen zu glitzern – und in diesem Glanz erkenne ich mich selbst. In meiner Schönheit, die mir einst fast zum Verhängnis wurde. Ich beiße mir auf die Lippe, schmecke Blut. Der metallische Geschmack bringt mich wieder zu mir selbst zurück.
„So ist es gut“, flüstert Salma leise und lächelt mich an.
Die Orgel setzt erneut ein. Jakob und Ina drehen sich um, die Gäste jubeln, und Salma schnappt sich meine Hand. Sie zieht mich nach oben. Meine Knie sind weich.









Guten Morgen liebe Freya und alle zusammen. ☺️
So kann der Morgen gerne immer beginnen😉. Dieses Kapitel lädt direkt zum Träumen ein und man will mehr. Ich freue mich sehr auf den Rest. Allen einen schönen Start in die Woche.
ein wunderschöner Auftakt in eine bestimmt super spannende Geschichte. Ich habe erst jetzt gesehen, dass es weiter geht 🥰
So neues Buch Teil 2...Neues Glück🖤