Erinnerungen an Split
Seit hunderten von Jahren
dies Pflaster hier beschritten,
sind übers Meer gefahren,
zu Pferd hier durchgeritten.
Der Sandstein weich gewaschen,
von Stürmen, Salz und Sohlen;
Vergang’nes zu erhaschen,
zurück ist’s nie zu holen.
Das ist ein dichter, warmer Ort,
fühl mich geborgen in den Gassen
und würd‘ so gern noch einmal dort
mit dir mich einfach treiben lassen.
Amphitheater, weißt du’s noch?
Berghang dahinter abgebrannt,
seh‘ noch dies Licht, weiß, wie es roch,
war’n uns noch neu, noch kaum bekannt.
Des nachts, da saßen wir im Garten,
wenn’s endlich mild war, Kerzenschein,
teilten Gespräche aller Arten
und Zigaretten und den Wein.
Du kamst allabendlich
Und auch an manchen Tagen,
erwartet hab‘ ich dich
mit großem Wohlbehagen.
Wir hatten reiche Stunden
In dieser alten Stadt
Und liebten unumwunden,
was man im andern hat.