Neue Liste erstellen
Mit deinen Freunden teilen
Lesbarkeit anpassen

Koffein, Chaos & Herzschläge

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Mia ist Assistenzärztin, chronisch übermüdet, und immer busy. Zwischen Zwölfstundenschichten, Nachtdiensten und der verzweifelten Suche nach dem richtigen Karriereweg vergisst sie Geburtstage, ignoriert WhatsApp-Nachrichten, und lebt gefühlt nur noch im Krankenhaus. Als sie erneut das Geburtstagsessen ihrer besten Freundin verpasst, beschließt sie: Es muss sich etwas ändern. Ihre Lösung? Ein monatlicher Podcast – gedacht als Life-Update für Familie und Freunde, damit sie wenigstens halbwegs mitbekommen, was in ihrem chaotischen Leben passiert. Was als private Sprachnachricht beginnt, wird unerwartet zum Hit. Plötzlich hören ihr Tausende zu – Menschen, die sich in ihren ehrlichen Geschichten über absurde Patientenfälle, katastrophale Dates und die Suche nach Balance wiederfinden. Zwischen einem Design-Studenten, der nur über Fashion redet, einem Fitness-Influencer, der sie fast umbringt, und einem charmanten Fuckboy, der sie ghostet, stolpert Mia durch ein Jahr voller Dating-Chaos. Und dann ist da noch Alex, ein IT Student, mit dem Mia einfach gerne redet, lacht und Zeit verbringt. Während Mia nach der großen Liebe sucht, merkt sie nicht, dass diese längst neben ihr sitzt. Eine Geschichte über Burnout und Selbstfürsorge, über Freundschaft und langsames Verlieben – und darüber, dass manchmal die beste Love Story die ist, die man gar nicht kommen sieht.

Genre:
Romance
Autor:
Karoline
Status:
vor 9 Monaten
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1: Hallihallo meine Lieben - Take 1

EPISODE 1: In der ich erkläre, warum ich mit mir selbst rede

Aufgenommen am 8. Januar 2026, 21:34 Uhr


[Geräusch von Rascheln, dann ein langes Ausatmen]

Okay. Okay, wie macht man das? Einfach... reden?

[Pause]

Hallihallo meine Lieben!

[Längere Pause]

Oh Gott, das klang weird. Das klang SO weird. Wer sagt denn “Hallihallo”? Ich klinge wie eine Instagram-Influencerin, die versucht, Detox-Tee zu verkaufen.

[Noch eine Pause, dann ein Lachen]

Okay, nochmal. Diesmal ohne dass ich klinge, als würde ich gleich eine Meditation anleiten.

[Räuspern]

Hallihallo meine Lieben! Ok, das Hallihallo klang noch immer ein bisschen weird, but I think it's gonnat stick. Erstmal: Frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht in 2026, ohne zu viel Kater und mit genug guten Vorsätzen, die spätestens am dritten Januar wieder über Bord geworfen wurden. Keine Sorge, ich urteile nicht – mein Vorsatz “mehr schlafen” ist bereits gescheitert, denn hier sitze ich um halb zehn abends und rede in mein Handy, anstatt endlich ins Bett zu gehen.

[Seufzen]

Aber bevor ich dazu komme, WARUM ich das mache – ich weiß, dass ich euch allen noch eine Antwort schuldig bin. Mama, deine drei WhatsApps mit liebevollen Erkundigungen, Rezeptideen und Entspannungstipps. Emma, deine Sprachnachricht über diesen Typen von der Arbeit, der dich gefragt hat, ob du Single bist – und ja, ich WILL alle Details hören, aber ich bin einfach noch nicht dazu gekommen. Luna, deine sechzehn Nachrichten über... ich glaube, es ging um einen neuen Podcast? Oder war es eine Netflix-Serie? Tut mir leid, ich habe nur die ersten drei gelesen und dann hat mich der Piepser ins nächste Patientenzimmer gerufen.

[Pause]

Und genau das ist das Problem. Ich bekomme eure Nachrichten. Ich SEHE sie. Mein Handy ist voll mit ungelesenen Messages, roten Punkten und dem nagenden Gefühl, dass ich die schlechteste Freundin, Schwester und Tochter der Welt bin. Aber zwischen den zwölfstündigen Schichten, den Nachtdiensten, dem Versuch, nicht im Stehen einzuschlafen, und dem gelegentlichen “Oh Gott, habe ich heute schon gegessen?“-Moment... komme ich einfach nicht dazu, zu antworten.

Und dann dachte ich: Was wäre, wenn ich das anders mache?

Also habe ich mir für 2026 etwas vorgenommen – neben “mehr schlafen”, was, wie gesagt, bereits gescheitert ist. Mein neuer Vorsatz ist: Monthly Life Updates. Einmal im Monat nehme ich auf, was in meinem chaotischen Leben so passiert ist, schicke es euch allen, und voilà – ihr seid wieder Teil meines Lebens. Ohne dass ich sechzehn verschiedene Gespräche führen muss, bei denen ich sowieso nur dieselbe Geschichte wiederholen würde.

Klingt nach einem Plan, oder? Oder klingt es nach Verzweiflung? Vermutlich beides.

[Lachen]

Aber hey, ich probiere es aus. Also: Willkommen zu meinem ersten Monthly Life Update. Episode eins: In der ich erkläre, warum ich mit mir selbst rede.


JANUAR 2026: NEUES JAHR, NEUES CHAOS

Also, für alle, die nicht genau wissen, wo ich gerade stehe – beruflich und so: Ich bin jetzt seit sechs Monaten Assistenzärztin im St. Elisabeth Krankenhaus. Sechs Monate! Das fühlt sich gleichzeitig an wie eine Ewigkeit und wie gestern.

Im Moment bin ich noch in der Basisausbildung, was im Grunde bedeutet, dass ich durch verschiedene Abteilungen rotiere und versuche herauszufinden, was mir eigentlich gefällt. Oder besser gesagt: was ich mir langfristig antun möchte.

Ich war in der Chirurgie und es hat mir richtig gut gefallen, aber es sind halt schon sehr viele Stunden im OP bis man überhaupt irgendwas kann und ich weiß nicht, ob für mich eine work-work- Balance auf Dauer, also lebenslang, in Frage kommt. Dann war ich in der Notaufnahme – spannend, aber auch absolut chaotisch, und ich glaube, mein Nervenkostüm ist dafür nicht stabil genug. Bei so ziemlich jedem Notfall hatte ich den Drang nach Hilfe zu rufen und weniger, als würde ich zur Hilfe gehören, wenn ihr wisst was ich meine. Aktuell bin ich in der Inneren Medizin, und... ich weiß nicht. Es ist okay? Ich versuche noch herauszufinden, ob “okay” genug ist, oder ob ich noch irgendwo meine wahre Berufung finde.

Vielleicht in der Dermatologie, wo ich niemanden reanimieren muss und trotzdem als Ärztin durchgehe. Klingt verlockend, ehrlich. Oder vielleicht doch lieber in die Psychiatrie. Oder in die Gynäkologie. Wir werden sehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

[Pause]

Aber genug über meine existenzielle Berufskrise. Lasst mich euch von meinem absoluten Highlight der letzten Woche erzählen.

Also, letzten Donnerstag – oder war es Mittwoch? Die Tage verschwimmen – kam ein Patient in die Notaufnahme. Mittfünfzig, ziemlich nervös, und er sagte, er hätte “etwas verschluckt.”

Ich dachte: Okay, vielleicht ein Stück Essen, das feststeckt. Passiert. Wir machen eine Untersuchung, alles gut.

Aber nein.

Dieser Mann – ich nenne ihn Herr Müller, weil ich natürlich seinen echten Namen nicht verraten kann – hatte sich auf YouTube ein Video angeschaut. Über... Biohacking. Oder Lebensverlängerung. Oder irgendwas in die Richtung. Und in diesem Video wurde behauptet, dass man durch das Schlucken von kleinen Magneten seine “Energie” verbessern kann.

Magneten.

MAGNETEN.

Und er hat es GEMACHT. Er hat tatsächlich Magneten geschluckt. Nicht einen, nicht zwei, sondern einfach fünf, FÜNF Mangetet. Und dann – Überraschung! – sind sie in seinem Magen zusammengekommen und haben sich aneinander geheftet. Mit einem Teil seines Magengewebes dazwischen.

[Pause für dramatischen Effekt]

Ich habe ihn angeschaut und gefragt: “Herr Müller, haben Sie das Video zu Ende geschaut?”

Er: “Nein, warum?”

Ich: “Weil da vermutlich stand, dass man das NICHT machen sollte.”

Er: “Oh.”

Oh. OH.

Wir mussten ihn in die Chirurgie schicken, die Magnete entfernen lassen, und ich musste danach eine Stunde lang Aufklärungsarbeit über “Dinge, die man nicht auf YouTube lernen sollte” leisten. An dieser Stelle wäre wahrscheinlich auch die Aufklärung über "Dinge, die man nicht schucken sollte" sinnvoll gewesen, aber naja, Magnete wären mir wahrscheinlich bei einem erwachsenen Menschen für diese Liste eh normalerweise nicht eingefallen.

Aber wisst ihr was? Das war auch irgendwie... lustig. In einem verzweifelten “Ich kann nicht glauben, dass das mein Job ist”-Art von lustig. Und Herr Müller geht es gut. Das ist eigentlich auch ein Hauptgrund, wieso es jetzt lustig ist - weil es eben gut ausgegangen ist. Herr Müller hat mir beim Verlassen sogar versprochen, nie wieder medizinische Ratschläge von YouTube zu befolgen.

Ich glaube ihm nicht, aber hey, man kann hoffen.


MEINE ZIELE FÜR 2026 (oder: Dinge, die ich mir vornehme und vermutlich nicht einhalte)

Okay, also abgesehen davon, dass ich versuche, euch mit diesen monatlichen Updates auf dem Laufenden zu halten – und ehrlich, ich hoffe, das zählt schon als Erfolg –, habe ich mir für dieses Jahr ein paar Dinge vorgenommen.

Erstens: Mehr Zeit für mich. Ich weiß, das klingt wie aus einem Self-Help-Buch, aber ich meine es ernst. Letztes Jahr war ich so caught up in der Arbeit, dass ich vergessen habe, dass ich auch noch ein Leben außerhalb des Krankenhauses habe. Oder haben sollte. Theoretisch.

Zweitens: Mehr Ausgleich finden. Und damit meine ich nicht “nach einer Zwölfstundenschicht auf der Couch zusammenbrechen und Netflix schauen, bis ich einschlafe” – obwohl das auch okay ist. Ich meine etwas... Aktives. Vielleicht Sport? Oder ein Hobby? Oder wenigstens mal rausgehen, wenn es hell ist.

Und drittens – und das ist der große: Ich will neue Sachen ausprobieren. Aus meiner Bubble rauskommen. Ich habe das Gefühl, dass mein Leben gerade aus einer Endlosschleife von Arbeit-Couch-Schlafen besteht. Und das kann doch nicht alles sein, oder?

Also ja. Dieses Jahr wird das Jahr, in dem ich... mehr lebe. Oder zumindest versuche, mehr zu leben.

[Lachen]

Wir werden sehen, wie das läuft.


[Pause, Geräusch von Trinken]

Also, das war jetzt mein erstes Life Update, und ich muss sagen, es ist eigentlich ganz nett, mit euch auf diese Art und Weise zu tratschen – auch wenn ich jetzt tatsächlich nur auf meiner Couch sitze, mit Kuschelsocken und Kakao bewaffnet, und in mein Handy rede.

[Lachen]

Ich würde sagen, wir sehen meine Monthly Life Updates wie so eine Test-Membership: Die ersten drei Monate habt ihr jetzt quasi gratis abonniert und werdet diese Life-Update-Membership für die nächsten drei Monate nicht los. Aber wenn ihr es total blöd findet, könnt ihr es euch schneller anhören oder zum Putzen oder Einschlafen nutzen – oder es natürlich absetzen. Denn anders als bei Medikamenten müsst ihr für das Absetzen nicht die Ärztin eures Vertrauens konsultieren.

[Kleiner Lacher]

Anyways, ich hab’ euch lieb und hoffe, dass ihr die Idee mit den Lebens-Updates lustig findet und mir dadurch die unbeantworteten WhatsApp-Nachrichten nachseht.

Schlaft gut oder habt noch einen schönen Tag, je nachdem, wann ihr euch das anhört.

Bis zum nächsten Mal!

Eure übermüdete, kaffeeabhängige Assistenzärztin,

Mia.

[Ende der Aufnahme]



Mia drückte auf “Stopp” und starrte auf ihr Handy. Die Aufnahme war 12 Minuten und 43 Sekunden lang. War das zu lang? Zu kurz? Zu... weird?

Sie scrollte durch ihre Kontakte und wählte die Gruppe “Familie + Chaos” aus – Mama, Papa, Emma, Luna und noch ein paar enge Freunde. Ihre Finger schwebten über dem “Senden”-Button.

Das ist verrückt, dachte sie. Das ist absolut verrückt. Niemand will 13 Minuten lang meiner Stimme zuhören.

Aber dann dachte sie an Lunas unbeantwortete Nachrichten. An Emmas Sprachnachricht, die sie immer noch nicht angehört hatte. An ihre Mutter, die sich beschwert hatte, dass sie “von ihrem Leben nichts mehr mitbekommt.”

Sie drückte auf “Senden.”

Die Datei wurde hochgeladen. Drei Sekunden. Fünf. Zehn.

Gesendet.

Mia legte das Handy weg, nahm einen Schluck von ihrem mittlerweile lauwarmen Kakao, und lehnte sich zurück auf ihre Couch.

“Okay”, murmelte sie zu sich selbst. “Das war jetzt also mein Leben. Ich rede in mein Handy und hoffe, dass meine Familie mich nicht für komplett durchgeknallt hält.”

Ihr Handy vibrierte. Einmal. Zweimal.

Sie griff danach.

Luna: OMG ICH LIEBE DAS!!! Bitte mehr davon! Und ja, du bist immer noch eine schreckliche Freundin, aber das macht es besser ❤️😂

Emma: Okay das ist witzig. Aber wir müssen reden – ich MUSS dir von diesem Typen erzählen!!!

Mama: Liebes, das ist so süß! Papa sagt, du klingst müde. Schläfst du genug?

Mia lachte. Natürlich.

Sie tippte schnell zurück:

Mia: Mama, ich bin Ärztin. “Genug schlafen” ist ein Mythos.

Sie legte das Handy wieder weg, kuschelte sich in ihre Decke, und schloss die Augen.

Vielleicht war das doch keine so blöde Idee.

Lass Karoline wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
Ich liebe es

0

Ich liebe es

Lustig

0

Lustig

Pikant

0

Pikant

Spannend

0

Spannend

Emotional

0

Emotional

Tiefgründig

0

Tiefgründig

Herzerwärmend

0

Herzerwärmend

Schockierend

0

Schockierend

Gutes Schreiben

0

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

0

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

0

Toller Charakter

Starker Dialog

0

Starker Dialog

Weitere Empfehlungen

Charly's Weihnachten

T.M: Ich kann es gar nicht anders sagen also ich liebe diese Geschichte einfach. Sie hat für mich einfach alles was es braucht. Sie hat mich einfach mitgenommen auf eine echt schöne Reise. Danke❤️

Jetzt lesen
Be my Dude

Petra : Eine wunderschöne und süße Liebesgeschichte!Die Handlung und die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und ich konnte mich beim Lesen wunderbar entspannen. Eine Wohlfühl-Geschichte! Einfach die Gedanken abschalten und anfangen zu lesen.Dieses Buch bekommt vo...

Jetzt lesen
In Sneakers ins neue Leben

Tanja : Eine wirklich wunderschöne Geschichte. Sehr schön geschrieben mit Gefühl. Man konnte sich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen. Lia hat mir sehr gut gefallen,wie sie sich verändert hat im lauf der Geschichte,selbstbewusster geworden ist und sich gegen Joachim und seine Familie durch gesetzt h...

Jetzt lesen
Die abgewiesene Delta

wegner1962: Die Geschichte ist sehr spannend und fesselnd.

Jetzt lesen
Grimveil Gamma - Im Schleier der Schatten

Amy: Ich mochte Kirrok schon im letzten Teil, seinen Zynismus, der ihn oft in die Klemme bringt, aber auch so herrlich sympathisch macht 🥰😅😍 es ist sooo mitreißend und spannend geschrieben, dass sie Zeilen verfliegen und man am Ende angekommen ist. Hervorragende Unterhaltung, ich freue mich schon auf ...

Jetzt lesen
Der Wolf in mir

kuesterinfo: Toll geschriebene Geschichte, super Charaktere und spannende Abschnitte. Bin gespannt wie es weiter geht!!!

Jetzt lesen
Icebreaker

Stephanie J.: Im Großen und Ganzen gefällt es mir sehr gut. Teilweise ein wenig vorhersehbar,

Jetzt lesen
Schlummernde Wölfin

sk8erhasi: Ich mag keine Geschichten, die am Anfang sich endlos ziehen und dann der spannende Teil grad mal ein Kapitel ist. Wo ist der zweite Teil? Es sind noch so viele offene Fragen. Was ist mit ihrem Vater, was mit dem bösen Alpha usw. Ansich ist das Buch echt gut geschrieben, aber irgendwie unvollständig...

Jetzt lesen
Chroniken der Werwölfe Band 1 Der Gefährte

lilaparker: Ich fand das Buch sehr interessant, süchtig machend nach mehr. Vor allem die Wendungen, wenn man dachte, alles wäre gut, haben mir sehr gut gefallen. Außerdem war es sehr schön, dass es viele verschiedene Personen mit verschiedenen Charaktereigenschaften gab. Manchmal gab es ab und zu ein kleiner Re...

Jetzt lesen