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Schattenmonster

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Zusammenfassung

Mein erstes Buch, als ich noch 14 Jahre alt war. Es liegt schon eine Ewigkeit zurück. Exposé-Titel: Schattenmonster Verfasser: Artur Zander Genre: Psychologischer Horror/Mystery/Gothic Fiction Sprachvariante: Deutsch Exposé: Die Schwestern Mara und Lina ziehen nach dem Tod ihrer Eltern in ein altes Haus im abgelegenen Dorf Elpidos, um einen Neuanfang zu wagen. Aber bald wird offensichtlich: Der Ort hat ein düsteres Geheimnis. Eine jahrhundertealte Präsenz – das sogenannte Schattenmonster – hat das Dorf durchdrungen. Es ergreift Besitz von Körpern, beeinflusst Träume und speist sich aus Schuld, Schmerz und Angst. Während Lina allmählich von dem Wesen gefesselt wird, sieht sich Mara mit ihrer eigenen Vergangenheit und den Geheimnissen des Hauses konfrontiert. Sie finden sich in einer Zwischenwelt aus Dunkelheit und Symbolik wieder – auf der Suche nach einem alten Ritual, das das Monster vielleicht vertreiben kann. Aber der Preis ist beträchtlich.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
7
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

Kapitel 1 – Der Anfang

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1 – Der Anfang

Kapitel 2 – Räume, die in Erinnerung bleiben

Kapitel 3 – Geflüster unter der Tür

Kapitel 4 – Morgenlicht

Kapitel 5 – Der Laden

Kapitel 6 – Der Bauernhof

Kapitel 7 – Zwei Wege

Kapitel 8 – Das Geflüster im Holz

Kapitel 9 – Wenn die Nacht redet

Kapitel 10 – Was sich dahinter verbirgt

Kapitel 11 – Nachtgeflüster

Kapitel 12 – Hautzeichen

Kapitel 13 – Der Verbleibende

Kapitel 14 – Der darunterliegende Gang

Kapitel 15 – Das Flüstern im Nebel

Kapitel 16 – weiter in die Tiefe

Kapitel 17 – Der Ruf

Kapitel 18 – Die Offenbarung

Kapitel 19 – Nachklang

Kapitel 20 – Die Wahrheit bei Elpidos

Kapitel 21 – Die Fassade bröckelt

Kapitel 22 – Spiegelritus

Kapitel 23 – Lina erwacht

Kapitel 24 – Kein Entkommen

Kapitel 25 – Der Rückweg ins Licht

Kapitel 26 – Die Rückkehr

Kapitel 27 – Licht des Morgens

Kapitel 1 – Der Anfang

Die Nacht war sternenlos. Kein Geräusch, kein Hauch, keine Bewegung – alles war tot. Ein schwarzer Kreis hing über den Hügeln – schärfer als der Mond, dunkler als jede Wolke und so vollkommen rund, dass er unwirklich erschien. Still stand er am Himmel wie ein Auge ohne Wimpern. Es wusste niemand, wann er erschienen war. Aber alle fühlten: Etwas hatte angefangen, das keiner Sprache bekannt war.

Der Nebel schlich sich heran.

Er lag schwer auf der Straße, kroch aus den Gräben und hielt sich an die Mauern fest wie kalter Atem. Der Asphalt unter ihren Füßen war rissig und von Flechten und Moos überwuchert, als wäre er von der Zeit längst vergessen worden. Die Straßenlaternen ragten schief in den Nebel, aber sie strahlten nicht mehr.

Elpidos war vor ihnen – oder das, was davon übrig geblieben war.

Die ersten Gebäude standen ohne Geräusch und ohne Blick auf die Hänge. Die Dächer sind eingestürzt, die Fenster vernagelt oder es ist alles leer. Gärten, die sich in Wildnis verwandelt hatten; Zäune, die zur Hälfte im Erdreich verschwunden waren. Ein Ort, der nicht verlassen war, sondern allmählich verfiel.

Inmitten der zahlreichen leeren Hütten schimmerten vereinzelt Lichter. Ein warmes, schwaches Flackern hinter dicken Vorhängen, als ob jemand Kerzen bewacht statt Strom. Die wenigen Bewohner, die hier verweilten, suchten Schutz. Vor der Welt da draußen – oder voreinander.

Lina, die sechzehn Jahre alt war, zog den Kragen ihrer Jacke hoch, obwohl die Temperaturen angenehm waren. Der Nebel war feucht und schien beinahe lebendig zu sein. Ihre Schritte hallten zwischen den Hauswänden gedämpft wider, aber manchmal hörte sie einen zweiten Schritt – immer dann, wenn sie anhielt.

Mara, achtzehn, ging neben ihr, stumm und mit dem schweren Rucksack auf dem Rücken. Der Schlüssel zum geerbten Anwesen ist eingesteckt, die Adresse in der Hand. Kein Ortsschild wies auf den Namen Elpidos hin – sie wussten nur, dass sie am richtigen Ort waren, weil der Anwalt gesagt hatte: „Sie werden es erkennen, wenn Sie dort ankommen.“ Es existiert kein anderer Ort wie diesen.

Mit dem Vorankommen ins Dorf nahm die Nebeldichte zu. Der Weg wand sich einen Hang hinauf – zwischen Bäumen, deren Äste wie Hände über dem Pfad hingen. Und dann war es da, vor ihnen:

Das Gebäude

Weitläufig. Drei Stockwerke, wenn man den ausgebauten Dachboden mitzählt. Das Bauwerk war aus dunklem Stein gefertigt, wirkte alt und stammte vielleicht aus der Spätgründerzeit. Es handelte sich um ein Haus mit Geschichte, das zu viele Fenster und zu wenige Antworten hatte. Die Dachziegel hatten einen moosgrünen Farbton und wiesen an einigen Stellen Risse auf. Ein steinerner Balkon ragte aus der Fassade hervor, wie ein Kiefer ohne Lippen.

Die Fenster glichen Augen – geschlossen, aber dennoch schien etwas durch sie hindurchzusehen.

Die Eingangstür war aus einem dunklen, schweren Holz gefertigt, das sich wie Knochen gespalten hatte. Der Türknauf aus kaltem Metall, gestaltet wie eine Klaue. Über dem Eingangsbereich wuchs dick wie Seile Efeu, als würde die Natur versuchen, das Haus zurückzuhalten.

Lina schaute sich das Haus genau an. Obwohl sie ein merkwürdiges Gefühl hatte, hielt sie es geheim. Sie äußerte: „Das Haus ist riesig, aber sehr alt.“

„Offenbar“, entgegnete Mara. Vom langen Schweigen war ihre Stimme rau. „Es wurde uns von Onkel Gregor vererbt.“

Lina: „Hat er an diesem Ort gewohnt?“

Mara: „Ja, es ist möglich. Vielleicht hat er diesen Ort auch nur als Freizeithaus genutzt, um abzuschalten. Wer weiß? Aber jetzt ist es unser neues Zuhause.“

Ein Windstoß blies über den Hügel. Die Haustür bewegte sich leicht – ein Knarren, als hätte sie willkommen geheißen. Oder in Kenntnis gesetzt.

Lina flüsterte: „Sie ist offen.“

Mara, die Tür betrachtend, dachte sich ziemlich, dass es schon eine robuste Tür sei. Sie äußerte gegenüber ihrer Schwester: „Oder sie wurden von jemandem nie geschlossen.“

Die Schwestern kamen näher. In der Nähe betrachtet, wirkte das Gebäude noch bedrückender. Das Mauerwerk wies Unebenheiten, dunkle Flecken und Kratzer auf. Die Fenster im Obergeschoss waren von innen zugenagelt. Seltsame Steinornamente zierten die Fassade: Kreise, Spiralen und halb verwitterte Symbole, die an alte Kulturen erinnerten.

„Sieht aus wie etwas aus einer antiken Markt“, murmelte Lina.

„Oder wie etwas, das man besser vergessen hätte“, erwiderte Mara.

Sie gingen über die Türschwelle.

Der Nebel hielt sich draußen auf.

Doch die Dunkelheit hatte sich bereits eingestellt.

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author

Neugier ist geweckt.

6 Monate

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