Gefangen im goldenen Harem

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Zusammenfassung

Ein Junge namens Hush wird aus seinem Zuhause entführt und in den kaiserlichen Harem verschleppt, um dort als Sexsklave zu dienen. Doch das Leben hinter den prunkvollen, glamourösen Mauern des Harems ist nicht das, was es zu sein scheint. Der Harem ist ein gefährlicher Ort, beherrscht von politischer Intrige und gnadenlosem Wettbewerb. Dort trifft Hush auf andere Jungen, die ihm alle zum Verwechseln ähnlich sehen und die nur zu einem einzigen Zweck zusammengebracht wurden: um zu befriedigen. Im Harem entscheidet Befriedigung über Leben und Tod. Hier ist Sex kein Zeitvertreib. Im Harem ist Sex dein einziges Mittel zum Überleben.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
12
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Das Klirren von Ketten.

Die Fesseln saßen eng um unsere Handgelenke.

Wir waren zu fünft auf engstem Raum eingepfercht. Ich kenne diese Jungs nicht, aber ich kenne ihre Geschichten. Es muss dieselbe sein wie meine. Mitten in der Nacht kamen die dunklen Gestalten und nahmen sie einfach mit.

„Wisst ihr, wo wir hingebracht werden?“, fragt einer der Jungen.

Er wirkt verzweifelt. Er ist auf seine Art hübsch und erinnert mich irgendwie an meinen älteren Bruder. Er sieht mir sogar ziemlich ähnlich. Mein Bruder hat allerdings nicht solche Augen. Mein Bruder hat vor nichts Angst. Dieser Junge hier scheint sich vor seinem eigenen Schatten zu fürchten, und in diesem dunklen Karren gibt es verdammt viele Schatten.

„Nein“, sagt ein anderer Junge.

Der Junge wird wieder still, aber er hält es nicht lange aus. „Mein Name ist Polo.“

„Ahmed“, sagt der Junge, der ihm am nächsten sitzt. „Ich würde dir ja die Hand geben, aber...“

Ahmed starrt auf die Schellen, die an schweren, starken Ketten hängen. Er versucht so gut es geht, gezwungen zu lächeln. Er hat ein schönes Lächeln. Strahlend weiße Zähne. Wir alle haben sehr weiße Zähne. Und wir alle haben ovale Gesichter. Ich lehne meinen Kopf gegen die harten Gitterstäbe.

„Ich bin Syed, und das ist mein Bruder Ramzi.“

Die beiden Brüder sehen sich auch nicht ähnlicher als der Rest von uns. Syed ist eher klein und schmächtig. Ramzi dagegen sieht aus wie ein Soldat. Ich kann den Blick eine ganze Weile nicht von ihm lassen. Er ist wunderschön. Wie er da am Wagen lehnt, hat etwas Edles. Er ist stark, muskulös und gibt sich so, als stünde er über der ganzen Situation. Wir sehen uns zwar alle ähnlich, aber er ist mit Abstand der Beste von uns. Er ist definitiv der Schönste.

Er bemerkt meinen Blick. „Was starrst du so?“

Seine Augen fixieren mich direkt. Ich antworte nicht, sondern schaue schnell weg in die Dunkelheit.

„Lass ihn in Ruhe, Ramzi“, sagt Syed.

Ramzi nickt und tut, was sein Bruder sagt. Aber jetzt scheinen die anderen Jungs neugierig auf mich zu sein. Ich bin der Einzige, der sich noch nicht vorgestellt hat.

„Wie heißt du?“, fragt Polo mich.

Keine Antwort.

Ahmed seufzt leise. „Ich glaube, er kann nicht sprechen.“

„Vielleicht hat er auch nur Angst“, meint Polo. „Es gibt keinen Grund, Angst zu haben.“

Er versucht mich zu trösten, aber ich bin kein Kind mehr. Ich bin ein junger Mann. Ich weiß genau, dass wir in der Scheiße stecken. Die Männer kamen mitten in der Nacht wie Soldaten. Es waren so viele. Sie sind in mein Zuhause gestürmt. Meine Familie hat versucht, sie aufzuhalten, aber niemand hatte eine Chance.

„Glaubst du das wirklich?“, fragt Ramzi Polo. „Denkst du echt, alles wird gut? Du hast doch keine blasse Ahnung, wo die Reise hingeht, oder?“

Sie sind Fremde. Wir alle waren uns fremd, außer Ramzi und sein Bruder Syed. Die Anspannung im Wagen, sogar zwischen den Brüdern, macht mir eine Heidenangst. Eine einzelne Träne läuft Syed über das Gesicht. Ich glaube, er weiß, wohin man uns bringt. Ich denke, beide Brüder wissen es. Aber sie reagieren verschieden. Während Syed emotional wirkt, scheint Ramzi die bittere Wahrheit eher zu akzeptieren.

„Wisst ihr zwei, wo wir hinfahren?“

„Schaut uns doch an. Haben wir nicht alle gewisse Ähnlichkeiten?“, fragt Ramzi. „Wir könnten alle Brüder sein. Unsere großen Augen. Unser Körperbau. Unsere Hauttöne sind fast identisch.“

Er hat recht. Das war mir schon vorher aufgefallen. Unsere Haut reicht von gelblich-braun bis zu einem warmen Bronzeton. Keiner ist heller, keiner dunkler. Und wir alle haben tiefschwarze Haare, die uns kurz über dem Gesicht geschnitten wurden.

Sein Bruder führt den Gedanken zu Ende: „Es sind vor allem unsere Augen. Er will uns wegen unserer Augen.“

Wir hatten alle haselnussbraune Augen. Das war mir bisher gar nicht so bewusst gewesen. Ein tiefes Haselnussbraun, in dem verschiedene Nuancen von Grün, Bernstein und sogar Blau mitschwangen. Selbst hier in der Dunkelheit, ohne direktes Licht, erkennt man dieses gemeinsame Merkmal.

„Wer ist ‚er‘?“, fragt Polo.

Ahmed hakt sofort nach: „Du weißt, wer uns geholt hat?“

Syed dreht sich weg. Es ist ihm sichtlich unangenehm. Die beiden Brüder wissen definitiv Bescheid, und es ist klar, dass sie Angst haben, es auszusprechen. Ramzi scheint jedoch der Tapferere von beiden zu sein. Er öffnet den Mund, und mit einem Zittern kommt die Wahrheit ans Licht.

„Der Gottkönig“, erklärt Ramzi. „Man sagt, er blutet nicht. Man sagt, er stirbt nicht. Jeder weiß, dass er die Söhne raubt, wenn er ein Land erobert. Sein Imperium kommt mit der Mondsichel. Sie brennen alles nieder, sie töten und plündern. Und wenn sie fertig sind, nehmen sie Jungs wie uns mit, weil wir genau sein Fall sind.“

„Sein Fall wofür?“

„Wir sind jetzt Sklaven“, antwortet Ramzi. „Und nicht irgendwelche.“

Wieder das Klirren der Ketten. Es erinnert uns an die Eisen an unseren Füßen und Händen. An die dreckigen Lumpen, die man uns zum Anziehen gegeben hat. An die lange Reise, die kein Ende zu nehmen scheint. Das hier war Sklaverei. Polo und Ahmed schienen all die Zeichen ignoriert zu haben, bis Ramzi es laut aussprach. Vielleicht wollten sie einfach nicht wahrhaben, worin sie da gelandet waren.

Ahmed ist groß. Er hat von uns allen die längsten Beine, die einmal quer durch den Wagen reichen. Doch selbst er scheint jetzt ganz klein zu werden und kauert sich zusammen bei dem Gedanken daran, was der Gottkönig von uns will.

„Du machst ihnen Angst“, sagt Syed zu seinem Bruder.

„Sie haben ein Recht auf die Wahrheit“, entgegnet Ramzi.

„Wir wollen es wissen. Sagt es uns...“, verlangt Polo.

Er spricht für uns alle. Ahmed bleibt jedoch still. Ich glaube nicht, dass er es wissen will. Mir reicht es eigentlich auch schon, aber Polo scheint ein neugieriger Typ zu sein. Er denkt selbstständig, was vielleicht gar nicht so schlecht ist. Ich sage kein Wort. Ich verschränke nur die Arme und frage mich, ob Ramzi es merken würde, wenn ich ihn noch ein bisschen länger anschaue. Bei all dem Elend war er wenigstens ein schöner Anblick. Ich konnte die Form seiner Lippen betrachten oder wie seine Augen einen Tick mehr Grünanteil hatten als unsere. Ramzi bemerkt wieder, dass ich ihn anstarrre. Diesmal weicht er nicht aus und wird auch nicht sauer. Er starrt direkt zurück.

„Ich habe gehört, dass er krank ist. Er und seine Leute haben die perversesten Fetische, und er braucht bestimmte Jungs mit haselnussbraunen Augen, um sie zu befriedigen.“

„Das sind doch nur Ammenmärchen, die uns unsere Eltern erzählt haben, damit wir brav sind“, wiegelt Syed ab.

Ich frage mich, ob Syed das eher für sich selbst sagt als für uns. Sein Lächeln wirkt erzwungen, so wie bei jemandem, der kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht.

Bei Ahmed bricht es jetzt heraus. Im nächsten Moment kriegt er einen regelrechten Anfall aus Tränen, Panik und Wut. Er schlägt gegen die Wände und schreit, dass man ihn hier rauslassen soll. Der Karren hält nicht an. Er wird nicht einmal langsamer. Ahmeds Ausbruch durchbricht nur kurz die Stille. Es ist einfach nur traurig mitanzusehen.

„Um dich schlagen und schreien bringt nichts“, sagt Ramzi zu ihm.

Es ist eine sehr menschliche Reaktion. Ein Teil von mir will genau dasselbe tun wie Ahmed. Ich will treten und schreien. Ich will toben und durchdrehen. Aber ich tue es nicht. Ich versuche nur, die Haut unter meinen Fesseln zu reiben. Ich rücke meine Ketten zurecht und versuche, ein bisschen Trost zu finden, indem ich Ramzis schönen Körper betrachte.

„Was für Fetische?“, fragt Polo.

Polo ist besessen von Details. Ich kann in seinen Augen sehen, wie sehr ihn das beschäftigt. Wahrscheinlich dachte er, er würde bald eine junge Frau heiraten. Er war in dem Alter. Er war hübsch. Sicher sind ihm in seiner Stadt die Mädchen hinterhergelaufen. Das ist ihm wohl zu Kopf gestiegen. Was er nicht erwartet hatte, war, dass er wegen seines Aussehens eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit bekommen würde.

„Das sind nur Geschichten“, versichert ihm Syed.

„Was für Fetische kamen in den Geschichten vor?“, bohrt Polo nach. „Ich muss es wissen...“

„In einer Geschichte heißt es, du sitzt in einem Raum und er zieht dich komplett nackt aus. Dann bringt er seine 100 Generäle herein, und du musst es jedem von ihnen blasen, bis sie kommen“, sagt Ramzi knallhart.

Ahmed dreht völlig durch. Polo schwankt gefährlich. Ich sehe sofort, dass ihm gleich speiübel wird.

„Nur Geschichten“, wiederholt Syed.

Ramzi schüttelt den Kopf. „Sie sollten vorbereitet sein, Syed. Das ist erst der Anfang. In anderen Geschichten lassen dich seine 100 Generäle anpissen. In wieder anderen kacken sie dich voll.“

Polo reicht es jetzt endgültig mit der Fragerei. Er dreht sich um und kotzt nur Zentimeter von mir entfernt alles aus. Syed und Ahmed zucken angewidert zusammen. Aber sie haben es sich selbst zuzuschreiben, weil sie darüber geredet haben. Ramzi hält sich nur den Mund zu und hofft wohl, nicht auch noch loszulegen. Der Wagen hält immer noch nicht. Wir würden Stunden oder sogar Tage mit diesem Erbrochenen weiterfahren müssen.

Stunden vergehen, bevor das Gespräch wieder in Gang kommt. Vielleicht, weil wir unser Gehirn ausgetrickst haben und glauben, Polos Kotze würde nicht mehr riechen. Vielleicht ist es uns auch einfach egal geworden. Ahmed scheint derjenige zu sein, der am heftigsten reagiert.

Ahmed schüttelt den Kopf. „Ich würde lieber sterben.“

Es kommt aus dem Nichts, aber in diesem Moment nehme ich es Ahmed ab. Stell dir vor, du gehst als freier Mann ins Bett und wachst als Sklave auf. Die anderen tun so, als würde er übertreiben, aber sie reagieren seltsam auf Ahmeds Worte.

„Ich habe gehört, dass viele der alten Jungs des Gottkönigs tot sind“, antwortet Ramzi. „Deshalb braucht er neue. Er hatte seine alten Jungs satt und hat sie alle umgebracht. Sie haben ihn wohl nicht so befriedigt, wie sie sollten.“

„Nur Geschichten“, sagt Syed erneut.

„Du weißt es besser, Syed“, erwidert Ramzi. „Die Alpträume sind real.“

„Sklaven eines Imperiums...“, stellt Polo fest.

Ramzi schüttelt den Kopf. „Nicht nur Sklaven. Wir sind seine Sexsklaven.“

In diesem Moment lache ich. Ich weiß nicht genau, warum.

„Findest du das lustig?“, fragt Ramzi.

Sein Bruder wirft ihm einen harten Blick zu. „Ramzi, sei nett zu ihm.“

~

Als der Karren anhält, werden die Türen aufgerissen. Schwarze Männer, dunkel wie Teer, holen Ahmed als Ersten raus. Er wehrt sich gegen sie, und ich kann draußen Schläge hören. Ich bin der Nächste nach Ahmed. Ich glaube, sie haben ihn getötet, denn ich sehe ihn nirgends, aber der Boden unter meinen Füßen ist frisch mit seinem Blut befleckt.

Die schwarzen Männer wirken auf mich nicht wie Soldaten... Sie tragen lange weiße Gewänder und haben ein seltsames Puder im Gesicht, das ihre dunkle Haut noch schwärzer wirken lässt.

Ich schaffe es, auf die Beine zu kommen. Hinter der Tür erblicke ich etwas, das wie der Anfang eines riesigen Palastes aussieht. Es scheint eher ein gewaltiger Komplex als nur ein einzelnes Gebäude zu sein. Es gibt eine Ansammlung flacher Bauten mit weiten Innenhöfen, Galerien und Gängen. Überall sind wunderschöne Bäume, Gärten und Brunnen. Die Gebäude waren von diesen Höfen umschlossen. Ich werde nach draußen getrieben. Ich habe die Sonne so lange nicht gesehen. So verdammt lange. Ich sacke auf die Knie und werde wieder hochgezerrt, nur um vor einem Mann zu stehen. Mein Hals ist trocken. Meine Augen tränen. Ich habe Todesangst.

„Sei stark“, sagt Polo zu mir.

Er steht direkt hinter mir. Sie lösen die Ketten an unseren Beinen, damit wir gehen können. Ich bin erschrocken, als ich Syed nicht sehe. Mir wird klar, dass wir uns auf einer Art großen Brücke befinden.

„SYED, NEIN!“

Erschrocken höre ich Ramzis Stimme. Es kommt völlig unvermittelt. Plötzlich sehe ich, wie Syed einem der Wächter ins Gesicht tritt, sobald seine Fußfesseln ab sind. Ich schaue mich um und frage mich, wo er hinwill, doch dann sehe ich den Ausdruck in Syeds Augen.

Diese aufgestaute Spannung, die er verborgen hatte, bricht nun hervor, genau wie die Ringe an seinen Knöcheln. Er rennt los, so schnell er kann.

Und dann springt er über das Brückengeländer.

„Oh mein Gott“, sagt Polo.

Er bekreuzigt sich. Er ist Christ, genau wie ich. Unsere Aufseher gehen an den Rand und lassen uns auch schauen, was passiert ist. Tief unten wurde Syed von spitzen Felsen aufgespießt. Auch ich bekreuzige mich bei dem Anblick. Ich will weinen, aber ich tue es nicht. Ich sehe nur zu Ramzi rüber. Er zeigt keine Emotionen. Er schüttelt in diesem Moment nur den Kopf und beißt sich auf die Lippe, als er seinen Bruder dort unten liegen sieht.

Jetzt sind wir nur noch zu dritt.

Polo, Ramzi und ich.

„Weitergehen“, befehlen uns die dunklen Gestalten.

Wir haben keine Zeit, um Syed zu trauern. Ich hatte ihn auch ein wenig kennengelernt. Ich frage mich, ob Polo oder sogar Ramzi daran denken, es ihm gleichzutun. Polo wirkte im Wagen so angewidert, dass ihm schlecht wurde. Ramzi schien am besten zu wissen, was uns bevorsteht.

Polo schaut zu Ramzi. „Es tut mir leid.“

Ich öffne den Mund und flüstere ihm dasselbe zu, aber so leise, dass Ramzi mich kaum bemerkt. Er dreht sich jedoch zu Polo um, und sein Blick ist fest.

„Er war jetzt ein Mann“, erklärt Ramzi Polo. „Er hat seinen Weg gewählt...“

Es ist eine seltsame Sichtweise. Dass Syed sich umgebracht hat, machte jedoch eines klar: Dass er die Geschichten als Ammenmärchen abgetan hatte, war nur sein Versuch gewesen, uns zu trösten. Tief im Inneren wusste Syed, dass es die Wahrheit war. Irgendwie wussten die Brüder genau, was hier abging. Ich fragte mich nur, woher. Woher wussten sie, was uns erwartete?

„Ruhe“, sagen die schwarzen Männer.

~

Ich werde von Polo und Ramzi getrennt.

Ich weiß nicht genau, warum. Man führt mich durch ein riesiges Tor. So ein gewaltiges Bauwerk habe ich noch nie gesehen. Das Tor scheint eher für einen Titanen gemacht zu sein.

Vielleicht war das hier wirklich ein Gottkönig.

Ich bekreuzige mich erneut. Ich darf an so etwas nicht denken. Es gibt nur einen Gott.

Die Wucht des Steintors zeigt, wie mächtig dieses Imperium ist. Der zentrale Bogen führt in einen hohen, gewölbten Durchgang. Oben am Bauwerk prangen fremdartige Schriftzeichen. Ich kann sie nicht lesen. Auf jeder Seite der Halle befinden sich Räume, die wohl für die Wachen bestimmt sind.

Hinter dem Haupttor liegt ein riesiger Innenhof. Der Hof ist wie ein Park voller Pfauen und Gazellen. Während wir gehen, bemerke ich fremde Gestalten, die mich anstarren, mich mustern... meinen Körper beobachten. Die Fremden tragen seltsame Kleider. Bestickte Gewänder, ähnlich wie der Mann, den ich vorhin gesehen hatte. Solche Kleider hatte ich noch nie gesehen. Es fällt mir schwer, den Kopf gesenkt zu halten. Eigentlich sollte ich Angst haben, aber die Schönheit dieses Ortes haut mich einfach um. Es gibt riesige Gemächer, hohe Türme, gewaltige Tore und Unterkünfte.

Schließlich werde ich in einen Raum geworfen, und die schwarzen Wachen verschwinden.

„Das ist ein Neuer“, sagt eine Stimme.

Ich blicke auf und sehe einen Jungen. Er ist der hübscheste Junge, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Er ist riesig, hat weiße Zähne, hellbraune Haut, haselnussbraune Augen und dunkles Haar. Sein schlanker Körper ist völlig nackt, bis auf eine goldene Kette um seinen Hals. Mir fällt die Größe seines Schwanzes auf. Er ist verdammt lang. Er entspringt einem perfekt trainierten Bauch und unterstreicht seine stattliche Figur; schlaff ist er fast 25 Zentimeter lang.

„Wie heißt du?“, fragt eine andere Stimme.

Ich antworte nicht. Ich denke gerade noch, der erste Junge sei der schönste Mensch der Welt, bis der zweite Junge auf mich zukommt. Er hat volle Lippen. Seine Augen sind haselnussbraun. Seine Haut ist gebräunt und sein Körper sieht aus, als hätte ein Künstler jahrzehntelang daran gefeilt.

Zuerst glaube ich an einen Traum. Wo bin ich hier? Wer sind diese wunderschönen Jungs?

Der erste Junge... der Nackte, seufzt und verschränkt die Arme. „Ist er stumm?“

Der zweite Junge schüttelt den Kopf. „Du machst ihm Angst, Basil.“

„Ich hab doch gar nichts gemacht“, erwidert Basil.

„Zieh dir was an, Basil“, sagt der zweite Junge zu ihm.

„Warum? Ich trage doch nie was.“

„Draußen tragen die Leute normalerweise Kleidung“, erklärt der zweite Junge. „Oder bist du schon so lange ein Sklave, dass du vergessen hast, wie es in der echten Welt läuft? Du verschreckst ihn.“

Basil seufzt widerwillig, wirft mir einen genervten Blick zu und dreht sich um, um wegzugehen. Er ist so groß und drahtig. Als er sich umdreht, sehe ich seinen perfekten Arsch. Er wirkt fast so, als würde er durch Gottes Willen in Form gehalten. Ich kann den Blick nicht von ihm lassen, bis der zweite Junge mit den haselnussbraunen Augen seine Hand an mein Gesicht legt.

„Ich heiße Manuel“, sagt er mir. „Und du?“

Manuel scheint zu hoffen, dass ich mein Schweigen breche, aber als ich es nicht tue, sieht er zu Basil rüber. Der ist endlich zurückgekommen, hat aber nur eine Art Schal um die Hüften gewickelt. Der Stoff hilft kaum dabei, die Anakonda zu verdecken, die er seinen Penis nennt. Er lehnt sich gegen die Wand und dehnt seinen muskulösen Körper und seine breiten Schultern. Er muss wohl denken, dass er den schönsten Körper der Welt hat – und ich muss zugeben, er könnte höchstens mit Manuel konkurrieren.

Basil schaut an seinem Schal und dem Schwanz, der darunter hervorlugt, herunter. „Was? Ich bedecke alle wichtigen Teile. Ich bin nicht schuld daran, dass er stumm ist.“

Manuel seufzt und lenkt meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. „Wie ist dein Name, du Stiller?“

Keine Antwort.

„Warum nennen wir ihn nicht Hush?“, fragt Basil. „Er ist süß. Er sieht aus wie der Welpe, den der Sultan mir gekauft hat. Erinnerst du dich an den?“

„Du bist keine Hilfe, Basil.“

„Du offensichtlich auch nicht. Er sagt ja nichts. Die anderen warten schon. Außerdem braucht er ein Bad, er stinkt. Was, wenn der Sultan zu Besuch kommt?“

Manuel nickt. „Ist es okay, wenn wir dich Hush nennen? Bis du dich traust, uns deinen Namen zu sagen?“

Ich starre Manuel an.

Ich nicke.

Manuel lächelt zurück. Sein Gesicht ist so schön, wie man es sonst nur aus Träumen kennt. „Nimm meine Hand, Hush.“

Ich rühre mich nicht.

Basil lacht. „Siehst du... ich hab’s dir ja gesagt. Es lag nicht an mir. Er scheint dich auch nicht zu mögen.“

Manuel seufzt leise. „Wir tun dir nichts, Hush. Nimm meine Hand. Bitte...“

~

Wir betreten einen Raum. Es kommt mir vor, als würde ich in ein Gemälde hineinspazieren. Überall sind nackte Männer. Sie scheinen sich in einem Badebereich auszuruhen. Hektisch sehe ich mich nach Ramzi oder Polo um. Ich kann sie hier nicht entdecken. Ich frage mich, ob sie es lebend herausgeschafft haben.

„Ein Neuer!“, verkündet Manuel der Menge.

Es sind etwa zwei Dutzend von ihnen da. Es sind alles Männer. Nein, eigentlich sind es alles Jungen. Junge Burschen in meinem Alter, und sie alle haben eines gemeinsam: die haselnussbraunen Augen. Es sind die perfektesten Jungen, die ich je gesehen habe. Überall sind sie. Einige Männer genießen eine Tasse Kaffee. Andere rauchen Wasserpfeife.

Eine erotische Stimmung erfüllt den Raum, obwohl niemand Sex hat. Manche der Männer laufen so frei herum wie Basil. Ihre besten Stücke sind teilweise genauso groß wie seines. Andere haben kurvigere Arschbacken. Einige sind muskulöser gebaut als Basil. Manche sind dunkelhäutig, andere gebräunt wie Manuel, und manche sind sehr blass mit einem sanften Rosa auf der Haut.

„Lasst ihn uns mal ansehen“, sagt eine Stimme.

Ein Junge kommt auf mich zu. Er ist schwarz und hat dunkle Haut. Er trägt einen Kopfschmuck und ist, bis auf seine Brust, voll bekleidet. Er gehört definitiv zu den muskulöseren Typen. Sein Auftreten scheint auch den anderen Mut zu machen, näher zu kommen. Plötzlich bin ich von all diesen attraktiven Jungen umzingelt.

Basil verschränkt die Arme. „Die Eunuchen haben ihn gerade erst abgeliefert. Sie haben nicht gesagt, wer er ist.“

Der Junge, der die Gruppe anführt, atmet tief ein. „Seine Haare sind verfilzt. Er stinkt nach Fisch.“

„Wir wissen nicht, woher er kommt, Alexios“, sagt Manuel.

„Hast du ihn gefragt?“

Manuel wirft dem Jungen einen harten Blick zu. „Was glaubst du wohl? Er antwortet auf keine meiner Fragen. Basil meint, wir sollten ihn Hush nennen.“

Der Anführer, Alexios, mustert mich genau. Sein Blick verrät mir, dass er nicht besonders beeindruckt ist. Ich weiß nicht, wer er ist. Aber so wie er dasteht, hält er sich wohl für jemanden ganz Besonderen. Vielleicht ist er das auch. Die anderen respektieren ihn jedenfalls. Wenn ich Alexios so ansehe, verstehe ich auch, warum. Er hat markante Gesichtszüge und eine dunkle Haut. Seine Kieferpartie ist scharf geschnitten. Sein muskulöser Oberkörper wirkt wie aus bronzefarbenem Stahl gemeißelt.

„Wir wollten ihn gerade baden, Alexios“, erklärt Basil. Er klingt dabei seltsam unterwürfig, als würde er auf ein Lob warten.

„Nicht nötig. Solange ich hier bin, interessiert sich der Sultan sowieso für keinen anderen.“

Alexios rümpft die Nase und geht weg. Ich erhasche einen Blick auf sein wahres Ich, während einige andere ihm schnell hinterhertrotten. Sie scheinen nicht sonderlich begeistert über meine Ankunft zu sein. Sie versuchen auch nicht, mich zum Reden zu bringen, so wie Manuel es tut.

Ich stehe vor einem Badebecken.

„Wegen Alexios tut es mir leid“, erklärt Manuel. „Er ist der Lieblingsjunge des Sultans. Das ist er schon eine ganze Weile. Der Sultan schenkt ihm oft schöne Dinge. Er hat hier das Sagen. Er ist eben der Favorit.“

Die Art, wie sie über Alexios reden, lässt fast vermuten, dass sie Angst vor ihm haben. Ich erinnere mich daran, wie die Leute hinter ihm herliefen und ihm in den Arsch krochen. Sie hatten definitiv Angst. Ich fragte mich, wie viel Macht der Lieblingsjunge in einem Harem wirklich haben konnte. So oder so war er ein Sklave. Und nun war ich auch einer. Wir waren alle Sklaven.

„Er ist ziemlich eingebildet, besonders seit Constantine von hier geflohen ist.“

Geflohen? Es war also möglich, zu entkommen...

Meine Augen werden weit.

„Der Name sagt dir wohl was, oder?“, fragt Basil mich.

Ich schüttle den Kopf. Der Name Constantine bedeutet mir nichts, aber der Gedanke an die Flucht schon. Es war also machbar. Man konnte an den Toren des Palastes vorbeikommen.

„Constantine Palatina. Er gehörte auch zum Harem. Ich kann es kaum erwarten, bis Constantine zurückkommt und Alexios zeigt, wo es langgeht. Constantine ist der Beste von uns allen. Sicher hast du den Namen schon mal gehört. Er ist der jüngste Sohn des alten Kaisers Konstantin vom Byzantinischen Reich. Frag mich nicht, was er an einem Ort wie diesem verloren hatte. Na ja, das Byzantinische Reich gibt es ja nicht mehr. Die Osmanen haben das auch übernommen.“

Ich antworte nicht.

Manuel lächelt. „Constantine wird zurückkommen, um uns alle zu retten.“

Ich ziehe die Augenbrauen hoch.

„Constantine war der Einzige, dem die Flucht gelungen ist. Er hat seinen Liebhaber mitgenommen und sie sind abgehauen. Er hat versprochen, dass er uns eines Tages holen wird.“

Basil seufzt. „Der kommt nicht zurück. Er ist irgendwo frisch verliebt. Warum sollte er für uns zurückkehren? Nicht mal Constantine kann den Osmanen zweimal entkommen.“

„Weißt du überhaupt, wo du bist?“, fragt Manuel mich.

Ich schüttle den Kopf.

Basil lacht. „Er hat keinen blassen Schimmer.“

Manuel seufzt. „Du bist im Osmanischen Reich.“

Osmanen. Ich wusste genau, wer sie waren, auch wenn ich Manuel nur verständnislos anstarrte. Das Osmanische Reich war wie eine dunkle Wolke. Es war ein zerstörerisches Weltreich, das die Erde in Finsternis stürzte, während es sie eroberte. Der Sultan war der König dieses Reiches. Er herrschte über alles. Ich erinnere mich an den Tag, als sie an unsere Küsten kamen. Sie verwandelten das ewige Blau mit ihren Flaggen in Rot. Ich weiß noch genau, wie sie mich holten.

Manuel fährt fort: „Mein Name ist Manuel und das ist Basil. Du wurdest verschleppt. Du bist ein Sklave des Sultans und arbeitest jetzt im Harem.“

Basil fügt sofort hinzu, während er seine Kleidung ablegt: „Ich hasse dieses Wort. Sklave. Wir sind eher so was wie Unterhaltungskünstler...“

Ich zittere. Der Gedanke macht mir Angst. Basil scheint es zu gefallen. Er tut so, als wäre dieses Leben gar nicht so übel.

Dass Basil so locker mit seiner Nacktheit umgeht, macht mich nervös.

Manuel verschränkt die Arme. „Du verstehst immer noch nicht, warum du hier bist, oder?“

Ich schüttle den Kopf.

Basil lächelt. „Das wird er schon noch lernen.“

Basil sagt das so dahin, als wäre es nichts. Er zeigt keinerlei Gefühle. Es scheint ihn nicht einmal zu berühren. Vielleicht hat er sich schon vor langer Zeit damit abgefunden.

„Im Osmanischen Reich werden fremde Mächte unterworfen und eingegliedert. Damit sich kein Erbe ansammelt und der Adel nicht zu mächtig wird, muss jedes Gebiet einen Jungen hierher schicken. Um zu den ‚Geliebten‘ zu gehören.“

„Wir sind die Geliebten. Das ist nur eine schicke Umschreibung dafür, dass wir uns vom Sultan ficken lassen. Ohne Gummi. So oft er will“, sagt Basil direkt.

Manuel ignoriert Basil. Er sieht mich fest an. „Wer bist du, Hush? Traust du dich jetzt, uns deinen Namen zu sagen?“

Ich starre ihn nur... ausdruckslos an.

„Er wird es uns nicht verraten“, antwortet Basil.

Manuel seufzt. „Ich schätze, das spielt jetzt auch keine Rolle mehr. Wir sind jetzt nur noch aus einem einzigen Grund hier. Wir müssen dem Gottkönig zu Diensten sein.“

Basil und Manuel ziehen mir das Hemd aus. Als sie versuchen, mir die Hose auszuziehen, wehre ich mich. Ein paar der anderen Jungen schauen immer noch zu. Einer spielt auf einer Art Harfe. Er hört auf zu spielen, als Manuel nach meiner Hose greift, um sie wegzuziehen. Dieser Bereich besteht aus mehreren Räumen, die miteinander verbunden sind. Während Manuel mich hindurchführt, erklärt er mir die Räume: das Heißbad, das Warmbad, der Zwischenraum und das Kaltbad. Einige dieser Räume haben prächtige, glanzvolle Bäder mit Säulen, die so hoch sind, dass sie fast verschwinden. In den Liegebereichen räkeln sich wunderschöne nackte Männer.

Überall liegen kostbare Dinge herum: Seidentücher, Schmuckkästchen, Seifendosen, große Spiegel, Hennaschalen und Parfümflaschen.

„Du hast keine Wahl. Es ist wichtig, sauber zu sein. Reinheit ist für den Sultan das A und O. Schon beim kleinsten bisschen Dreck würde er dich bestrafen.“

Basil lächelt. „Gewöhn dich lieber dran.“

Ich nicke.

Manuel nimmt mir das Hemd ab. Basil zieht mir die Hose aus.

Das Waschen beginnt. Ich kann nicht leugnen, dass es mich antörnt, wie die zwei Männer mich bedienen. Manuel fängt an, meine Vorderseite mit Seifenschaum einzureiben. Basil massiert ihn mir in den Rücken. Manuel lässt mich dabei nicht aus den Augen. Er schrubbt mich ordentlich ab.

„Hast du Angst?“, fragt Manuel mich.

Ich nicke.

„Würdest du dich besser fühlen, wenn ich dich küssen würde?“, fragt er weiter.

Ich antworte nicht. Basil lacht.

„Wer macht ihm hier jetzt Angst?“, fragt Basil Manuel.

Manuel seufzt. „Das will ich gar nicht. Ich erinnere mich nur daran, wie viel Angst ich selbst am Anfang hatte. Mir hat es damals geholfen, mich daran zu gewöhnen, angefasst zu werden – auch wenn ich das früher gar nicht wollte. Bevor die Beamten kamen. Die sind nämlich bei weitem nicht so hübsch wie die Jungs hier drin. Es ist besser, erst mal mit uns zu üben, bevor diese alten, fetten, ekligen Kerle hier aufkreuzen.“

Diese Jungs machten keine Scherze. Sie waren Sexsklaven. Plötzlich taten sie mir einfach nur leid. Ich hatte zwar schon von Harems gehört, aber ich wusste nicht, dass es einen für politische Gefangene gab, um die eroberten Länder in Schach zu halten. Ich kannte nur den Harem, den der Sultan zur Zeugung seiner Erben nutzte.

„Die sind alle widerlich. Und du musst es ihnen recht machen. Du musst tun, was immer sie sagen. Du bläst ihre hässlichen rosa Schwänze. Du lässt dir ihre hässlichen rosa Schwänze hinten reinschieben“, seufzt Basil tief. „Es ist das Letzte...“

„Es hilft wirklich, zu üben. Glaub mir“, sagt Manuel. „Als ich neu war, hat Constantine mir geholfen.“

Basil nickt. „Mir hat er auch geholfen. Constantine ist der Beste.“

„Wir können es dir zeigen. Aber nur, wenn du willst“, bietet Manuel an.

Ich zögere und bin mir unsicher, was Manuels Angebot genau bedeutet. In diesem Moment beugt sich Basil vor und fängt an, Manuel zu küssen. Die zwei perfekten Jungen stecken sich vor meinen Augen die Zungen in den Hals. Basil krallt sich in Manuels Arsch und Manuel macht dasselbe bei ihm. Mein Schwanz wird hart, während ich ihnen dabei zusehe. Es war völlig normal für Jungs in meinem Alter, Dinge mit anderen Jungs auszuprobieren. Früher oder später wurden sie jedoch zur Heirat gezwungen und mussten ihre jugendlichen Spielereien vergessen. Bei diesen Jungs war das jedoch anders. Sie konnten ewig weiter experimentieren.

„Willst du mitmachen?“, fragt Basil.

Ich schüttle den Kopf.

„Zwing ihn nicht. Wir zeigen es ihm einfach“, sagt Manuel.

In diesem Augenblick lächelt Basil und geht auf die Knie. Innerhalb von Sekunden holt er Manuels Schwanz heraus und nimmt ihn in den Mund. Ich beobachte voller Schock und Staunen, wie Basil mitten im Bad Manuels Cock bläst. Was noch seltsamer ist: Die anderen Jungen im Raum scheinen gar nicht mitzubekommen oder sich nicht dafür zu interessieren, was Manuel und Basil da treiben.

Manuel lehnt sich gegen den Beckenrand zurück. Er stößt seinen kräftigen, harten, muskulösen Oberkörper rhythmisch vor, während er tief in Basils Kehle eindringt. Er fängt an, seinen Mund leidenschaftlich zu ficken. Beim Zuschauen merke ich, wie mein eigener Schwanz immer härter wird. Lusttropfen beginnen aus meiner Eichel zu rinnen.

Niemand scheint zu bemerken, wie Manuel sich an den Seiten der Wanne festkrallt.

Niemand bemerkt, wie Basil Manuel einen tiefen Deepthroat gibt.

Außer mir scheint es niemanden zu kümmern, als Manuel ein tiefes Stöhnen ausstößt: „Wo soll ich hinmachen?“

Basil lächelt und lässt Manuels Schwanz nur für eine Sekunde los. „Ich schlucke.“

Und genau in diesem Moment passiert es! Manuel stößt seinen Cock tief in Basils Rachen. Ich sehe, wie auf Manuels Schwanz all die Adern hervortreten. Basil saugt weiter, bis sein Mund vor Sperma überläuft. Das Sperma tropft über sein perfektes Gesicht... an seinem perfekten Kinn hinunter. So viel Sperma habe ich noch nie gesehen. Ich bin so schockiert darüber, dass ich am ganzen Körper zittere.

Manuel und Basil schauen mich beide an und lachen, als sie fertig sind. Ich merke erst etwas zu spät, warum sie lachen. Mein eigener Schwanz pulsiert jetzt und lässt Sperma an meinem Oberschenkel herunterlaufen. Es sind keine Lusttropfen mehr. Ich hatte einen richtigen Orgasmus, nur weil ich den beiden Jungs zugesehen habe.

Manuel lächelt. „Keine Sorge, Hush. Du wirst dich daran gewöhnen. Es ist fast Zeit für das Abendessen. Ich nehme an, du willst nicht nackt hingehen. Du kannst dir was von mir leihen.“

„Die Neuen bleiben nackt, bis sie Geschenke bekommen, Manuel. Du kennst die Regeln“, wirft Basil ein.

Manuel sieht mich lange an. „Wir brechen sie einfach. Nur dieses eine Mal.“

~

Der Tisch, an dem ich sitze, ist voller Jungen. Lauter bildschöne Jungen. Als ich mit Manuel näher komme, werde ich aufgehalten. Es ist dieser Typ, der sich Alexios nennt. Er stellt sich uns direkt in den Weg und zeigt auf den Boden.

„Die Neuen sitzen dort drüben...“, verkündet Alexios. „Im Schweinepferch.“

Ich drehe mich um und schaue dorthin, wo er hinzeigt. Dort sitzt nur ein anderer Junge. Ich erkenne das Gesicht sofort. Polo! Er ist einer der Jungen, mit denen ich hergebracht wurde.

„Ist das wirklich nötig?“, fragt Manuel Alexios.

„Er muss seinen Platz kennen. Ich bin hier oben. Und er ist da unten...“, sagt Alexios. „Und zwar nackt.“

In diesem Moment fängt Alexios an, mir die Kleider, die Manuel mir gegeben hat, vom Leib zu reißen! Ich versuche, mich zu wehren, aber die anderen Jungen machen sofort mit. Sie zerren, reißen und zerfetzen die Kleidung an meinem Körper. Jedes Mal, wenn ich mich wehre, schlagen sie mir gegen den Kopf.

Ein hämisches Gelächter erfüllt den Raum. Manuel sieht zwar so aus, als wäre er nicht einverstanden, aber er unternimmt nichts, um mich zu verteidigen. Ich werde wie ein Stück Dreck herumgeschubst und schließlich zu Polo rübergestoßen. Ich bemerke, dass Polo völlig nackt ist. Er trägt eine Leine um den Hals. Ich weiß nicht, wo Polo die ganze Zeit war, aber er sieht nicht so aus, als hätte man ihn gewaschen wie mich. Es ist offensichtlich, dass seine Begrüßung bei weitem nicht so herzlich war wie die von Manuel.

Als ich in das kleine rechteckige Gehege geworfen werde, sehe ich Polo an. Mir bleibt der Mund offen stehen, als ich sein Gesicht sehe.

„Dir geht’s gut. Gott sei Dank. Das hier haben sie mit mir gemacht...“

Polos Arme bluten. Sein Gesicht sieht aus, als hätte man ihn mit irgendetwas verbrannt. Ich frage mich, wer das war. Das Reich? Der Sultan?

„Alexios“, sagt Polo. „Er hat mir Säure ins Gesicht geschüttet. Er meinte, ich wäre zu hübsch.“

Ich schnappe nach Luft.

Ich blicke zu Alexios hinüber. Er sitzt am Tisch und scheint völlig unbeschwert zu sein. Kein Wunder, dass alle so eine Heidenangst vor ihm haben. Kein Wunder, dass die Jungen in diesem Raum genau das taten, was er sagte. Er war skrupellos genug, jemandem Säure ins Gesicht zu schütten, nur weil er zu gut aussah.

Polo redet weiter: „Ich konnte das Schlimmste abwehren, aber meine Arme bluten jetzt. Aber genug von mir. Ich bin froh, dass es dir gut geht. Ich dachte, sie hätten dich umgebracht. Oder noch schlimmer, dass du dir selbst das Leben genommen hast“, sagt Polo zu mir. „Kannst du glauben, wie perfekt diese Jungs alle sind?“

Ich schaue zu den Jungen hinüber.

Nachdem ich gesehen habe, was sie Polo angetan haben, weiß ich nicht recht, was ich fühlen soll. Ihre Körper waren makellos, als würden sie ständig trainieren. Wir würden auch so werden, wenn wir lange genug hier blieben. Ich frage mich, wie schrecklich dieser Ort wirklich sein konnte, wenn man einer dieser Jungen war. Manche von ihnen sahen aus wie Adlige. Die Halskette, die Basil trägt, sieht so wertvoll aus, dass man damit ganze Dörfer ernähren könnte. Ich kann nicht aufhören, sie anzustarren. Sie sind so wunderschön.

Der Raum ist erfüllt von angeregten Gesprächen, aber wir sind offensichtlich noch zu neu, um dazuzugehören. Alexios erlaubt Manuel nicht, mir einen Teller zu bringen. Er lässt ihn lediglich ein paar Essensreste bringen, die schon halb aufgegessen sind. Ich rühre nichts an, sondern schiebe es Polo zu, der sich dankbar darauf stürzt.

„Sieht so aus, als wären nur noch wir beide übrig“, sagt Polo zu mir. „Ramzi hat sich wahrscheinlich umgebracht, nachdem sein Bruder es getan hat. Echt schade. Er schien viel über diesen Ort zu wissen. Hier scheint es verschiedene Ränge zu geben.“

„Ramzi...“, sage ich.

Polos Mund klappt auf. „Hast du gerade wirklich gesprochen?“

„Ramzi...“

Polo ist völlig von den Socken. „Du kannst also doch reden?“

Meine Stimme ist brüchig. Sie ist ganz schwach, aber ich deute auf die Tür. „Nein, Polo. Ramzi kommt da gerade zur Tür herein...“

In diesem Moment betritt Ramzi den Raum. Aber er ist nicht nackt und gedemütigt wie Polo und ich. Als er die Leute im Harem des Sultans sieht, geht er nicht zum Tisch im Schweinepferch. Er setzt sich an das andere Ende der Tafel, direkt gegenüber von Alexios. Die anderen sind ebenfalls schockiert, als er hereinspaziert. Niemand schlägt ihn. Niemand lacht ihn aus. Niemand versucht, ihm die Kleider vom Leib zu reißen. Es herrscht ein deutlicher Respekt vor ihm. Ich bin in diesem Moment völlig verwirrt.

Ramzi nimmt am Tisch Platz. Ich kann sehen, dass es Alexios und ein paar anderen gegen den Strich geht, dass er da ist. Das überrascht mich nicht. Was mich jedoch wundert, ist der Respekt, den sie ihm entgegenbringen.

Sie nennen ihn auch nicht Ramzi.

„Constantine ist also doch zurückgekehrt...“, stellt Alexios fest.