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Lines We Kept Hidden

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Zusammenfassung

Genevieve Cater ist laut, quirlig und tollpatschig. Für ihre Eltern ist sie damit vor allem eins: zu viel. Wenn es nach ihnen ginge, würde sie lächeln, still sein und nur sprechen, wenn man sie dazu auffordert. Caleb Whitmore ist Quarterback der Chicago Bears und Frauenmagnet auf Abruf. Er liebt Frauen. Was er noch mehr liebt: keine Bindung. Evie weiß das. Schließlich kennt sie ihn, seit sie im Sandkasten Burgen gebaut und sich gegenseitig mit Sand beworfen haben. Beste Freunde, wenn man es so nennen will. Nur hat ihr Herz diesen Deal nie unterschrieben. Seit sie sechzehn sind, gibt es eine Linie zwischen ihnen. Damals, als sie sich fast geküsst hätten. Seitdem gilt eine Regel: Freundschaft bleibt Freundschaft. Jahre später reichen ein paar Tequila-Shots, um dieses Versprechen zu brechen. Und plötzlich sieht Caleb Dinge, die vorher nie da waren — oder vielleicht schon immer da waren und er einfach nicht hingesehen hat. Blöd nur, dass alte Versprechen schneller zurückkommen, als einem lieb ist. Und meistens genau dann, wenn es gerade anfängt, gefährlich schön zu werden.

Genre:
Romance
Autor:
Tara Voss
Status:
In Arbeit
Kapitel:
23
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

1. Tequila und Herz

Evie



Der Bass dröhnt so tief in meiner Brust, dass ich das Gefühl habe, mein Herz tanzt mit. Die Luft ist dick, heiß, klebrig – voll mit Schweiß, Parfüm, verschüttetem Tequila und diesem süß-sauren Geruch, der sich in jede Pore frisst. Der Club ist so voll, dass ich mich durch die Leute schieben muss wie durch warmen Pudding. Skylar hängt an meinem Arm, ihre kleine Hand klammert sich fest, als wäre ich ihr einziger Halt in diesem Wahnsinn.


Wir wollen nur raus. Nur zwei Minuten. Nur zwei Minuten Luft, die nicht nach Körper riecht.

Als wir endlich durch die schwere Tür stolpern, schlägt uns die kühle Sommernacht entgegen wie eine Umarmung. Der Wind vom See weht mir die Haare ins Gesicht, und ich sauge die frische Luft ein, als hätte ich seit Stunden vergessen, wie Atmen geht. Meine High Heels klackern unsicher über das Kopfsteinpflaster – und natürlich stolpere ich über eine hochstehende Platte. Mein Knöchel knickt um, ich rudere mit den Armen wie ein betrunkener Flamingo, und Skylar packt mich blitzschnell am Handgelenk.


„Evie, ich schwöre, die letzten Tequila-Shots waren für den Arsch", kichert sie hinter mir.

Ich drehe mich um, immer noch leicht schwankend, und starre sie mit großen Augen an. „Du hast gerade ‚Arsch' gesagt. Sky! Du hast ‚Arsch' gesagt!"


Sie wird knallrot, hält sich die Hand vor den Mund, aber kichert trotzdem mit. „Ich hab ‚Arsch' gesagt? Oh nein, meine Mutter würde mich mit dem Kochlöffel verhauen."


Ich pruste los, halte mir den Bauch. „Deine Mutter würde dir einen Vortrag halten, während sie dir den Mund mit Seife auswäscht. Und ich würde daneben stehen und klatschen wie verrückt."

Sky schüttelt den Kopf, holt ihr Handy raus und tippt auf dem Bildschirm herum. „Lass uns nach Hause gehen."


„Laaaangweilerin", brülle ich. Die Leute um uns herum drehen sich um, ein paar grinsen. „Einmal hast du Kinderfrei und dann willst du..." Ich werfe einen Blick auf ihren Bildschirm. „Um zwei Uhr gehen."


Skylar ist ein Jahr jünger als ich, aber sie hat schon Zoe – dieses kleine Mädchen mit den blonden Löckchen und den schönsten blauen Augen, die ich je gesehen habe. Der Vater? Ein Arschloch, das sich vor zwei Jahren verpisst hat. Skylar stemmt alles allein, aber sie hat ihre Eltern und ihre kleine Schwester, die immer einspringen. Trotzdem, sie ist die Vernünftige. Immer.


„Ich gehe um zehn schlafen", sagt sie und steckt das Handy weg.


„Wir sind keine Rentner", erinnere ich sie. „Und außerdem siehst du nicht, wie die Typen uns mustern?" Ich winke einer Gruppe Jungs zu, die ein paar Meter weiter stehen. Zwei von ihnen grinsen sofort zurück, heben ihre Bierflaschen wie zum Toast.


Skylar wirkt peinlich berührt. „Sowas will ich nicht."


„Sowas?" Ich grinse breit. „Die gucken doch nur. Die wollen uns doch nicht gleich vögeln. Oder... na ja, vielleicht doch, aber erst nach dem dritten Drink."


„Evie!" Sie schlägt mir leicht gegen den Arm, aber sie lacht dabei.


Und dann höre ich diese Stimme.


„Gen."


Mein Herz macht einen Salto. Mein ganzer Körper kribbelt, als hätte jemand Strom angestellt. Denn nur eine Person in diesem ganzen Universum nennt mich Gen. Gen wenn ich zu viel bin, Gen wenn ich übertreibe, Gen wenn ich wieder außer Kontrolle bin.


Ich drehe mich langsam um.


Caleb.


Er steht da, breiter als letztes Jahr, Schultern, die das weiße Shirt fast sprengen, Haare jetzt kurz rasiert, grüne Augen, die mich ansehen, als würde er direkt in mich reingucken. Er kommt näher, überbrückt die Distanz mit zwei langen Schritten, und plötzlich rieche ich ihn – frisch geduscht, ein Hauch Aftershave, ein bisschen Schweiß vom Club, und darunter dieser vertraute Caleb-Geruch, der mich schon als Teenager total verrückt gemacht hat.


Er beugt sich zu mir runter, küsst mich sanft auf die Stirn – eine winzige, alltägliche Geste, die er schon hundertmal gemacht hat. Aber jedes mal fühlt es sie sich an wie ein Feuerwerk. Meine Knie werden weich, mein Atem stockt, und mir wird so heiß, dass ich glaube, ich fange gleich an zu glühen.


„Du solltest echt mal leiser werden", murmelt er an meiner Stirn, seine Stimme tief, ein bisschen amüsiert, aber auch... zärtlich? „Du bringst deine Freunde in Verlegenheit.


Ich ziehe den Kopf zurück, fixiere ihn mit schmalen Augen und grinse frech, das Grinsen, das ihn seit der Grundschule immer auf die Palme bringt. "Du magst es doch laut, Whitmore," sage ich und stupse ihn mit dem Finger gegen die Brust.


Caleb grinst nur breiter, dieses schiefe, selbstsichere Grinsen, das mich immer wahnsinnig macht und mein Herz zum stolpern bringt "Nur nicht hier."


Bevor ich antworten kann, ertönt ein räuspern hinter Caleb seinem Rücken.


Ich schaue an Caleb vorbei – und da steht Knox. Groß, blond, breites Grinsen, das Shirt spannt über seiner Brust wie bei Caleb. Ich kenne ihn aus dem Fernsehen. Aus Spielen. Aus Dean und Calebs Geschichten. Er hebt eine Augenbraue, mustert mich, dann Skylar.


„Die berühmte Evie", sagt er und streckt mir die Hand hin. „Und die hübsche Begleitung?"



„Skylar."


„Oh, Skylar..." Knox grinst breit. „Mein Herz gehört heute Abend dir. Und vielleicht noch was anderes."


Sky rolle mit den Augen, dreht sich zu mir „Gehen wir?"


Ich sehe zu Caleb. Seine Augen sind dunkel, intensiv, und plötzlich fühlt sich die kühle Nacht gar nicht mehr kühl an. Mein Herz rast, meine Wangen glühen, und ich weiß genau: Tequila und Caleb. Das ist eine gefährliche Kombination.


Das letzte Mal, als ich so betrunken war, habe ich ihm gesagt, dass mein Herz für ihn schlägt.

Er hat es nicht mitbekommen.

Aber Dean schon.

Und jetzt stehe ich hier, betrunken, mit ihm vor mir, und denke nur eins:

Oh Gott. Ich sollte wirklich laufen.

Aber meine Beine bewegen sich nicht.


Und Caleb lächelt dieses kleine, schiefe Lächeln, das mich schon immer um den Verstand gebracht hat.


Spoiler: Das wird die schlimmste – und gleichzeitig beste – Nacht meines Lebens.

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Toller Charakter

Starker Dialog

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Starker Dialog

author

hach, was freue ich mich auf die Geschichte von Evie und Caleb 🫶🏼🥹bin jetzt schon hin und weg und es ist kaum was passiert 🤭

4 Monate
1

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