The Sound Of Obsession [De] von Grazia B. Valenti bei Inkitt
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The Sound Of Obsession [DE]

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Zusammenfassung

Im exklusiven Obsession Club gibt es kein Entkommen vor den Blackwood-Zwillingen. Eleonore gerät in das Visier zweier Männer, die keine Grenzen kennen. Besitzt sie genug Kraft, um ihnen standzuhalten - oder wird sie an ihrer Besessenheit elendig zugrunde gehen? Eleonore: Als ich den legendären Nightclub Obsession betrat, ahnte ich nicht, welche Konsequenzen dieser Schritt haben würde. Ich bin in das Visier der mächtigsten Männer New Yorks geraten: die Blackwood-Zwillinge. Mir wird eine goldene Fessel angelegt, während mir das wahre Gesicht des Teufels gezeigt wird. Ein Entkommen scheint unmöglich - vor allem, seit ich weiß, dass selbst meine Mutter Geheimnisse hat, die sie mit den Blackwoods verbindet. Alexander: Du hättest meinen Club niemals betreten dürfen, Elle. Denn jetzt werde ich dich nicht mehr gehen lassen. Nach Jahren der Beherrschung habe ich endlich eine neue Obsession gefunden. Ich hoffe für dich, dass du länger standhältst als die letzte, die an mir zerbrochen ist. Damien: Du bist so leichte Beute, mein kleiner Engel. Eigentlich warst du nur Mittel zum Zweck, doch ich werde es genießen, dich zu korrumpieren. Mein Zwilling mag seinen Anspruch auf dich erheben, aber ich bin derjenige, der dich in die absolute Dunkelheit zieht. Ich werde dich brechen - Stück für Stück.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

1 | Ein Engel im Territorium der Götter - Eleonore

Die Tickets liegen vor mir auf dem Schminktisch.

Tickets für den Nightclub Obsession. Der wohl bekannteste Club in Manhattan. Nein, nicht nur in Manhattan, sondern in ganz New York.

In dem exklusiven Club feiert alles, was Status und in gewisser Weise einen Namen hat.

Bekannte Influencer, die ständig auf Social Media präsent sind, machen jedes Wochenende den Club unsicher.

Wohlhabende CEOs sind dort ebenfalls regelmäßig anzutreffen.

Es ist das reinste Paradies für jeden Single aus der Welt der High Society.

Willst du dazu gehören, führt kein Weg am Elite Club Obsession vorbei.

Allerdings wird nicht jeder dort hineingelassen. Es ist, wie schon gesagt, ein exklusiver Club.

Eine meiner besten Freundinnen stylt gerade meine blonden Haare.

»Es wird sicher ein unvergesslicher Abend werden.« Ihr Gesicht strahlt nur so vor Vorfreude.

»Sicher, Caroline«, gebe ich mit aufgesetzter Freude zurück.

Es ist nicht so, dass ich mich gar nicht auf den Abend freue. Mir ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich nach Feiern zu Mute.

»Es ist schließlich der Vorweihnachtsabend«, gebe ich mit leiser Stimme von mir.

Caroline lässt eine Haarsträhne, die sie gerade mit einem Lockenstab gewellt hat, über meine Stirn fallen.

»Ach, Eleanore, es wird fantastisch werden.« Ihre Augen strahlen jetzt noch aufgeregter.

»Vielleicht haben wir Glück und werden sie zu Gesicht bekommen.«

»Die Blackwood-Zwillinge

Lydia dreht sich von der gegenüberliegenden Seite herum. Sie hält ihren Mascara in einer Hand, da sie gerade noch dabei war, ihre Wimpern zu schminken.

»Caroline, die Blackwoods sind unnahbar. Selbst für uns, die eigentlich die größten Chancen haben sollten, den Zwillingen näherzukommen.«

Caroline seufzt, während sie eine weitere meiner Haarsträhnen in den Lockenstab aufwickelt.

»Das stimmt. Leider. Die beiden Männer sind nie in irgendwelchen Boulevardmagazinen abgebildet.«

Ich ziehe verwirrt eine Augenbraue hoch.

»Wie ist das möglich? Ich habe bereits Gerüchte gehört, Damien soll andauernd mit irgendwelchen Frauen gesehen worden sein.«

Caroline hält in ihrer Bewegung an meinen Haaren inne. »Wo hast du das denn gehört?«

»Meine Mutter«, sage ich verlegen. »Ihr wisst doch, dass sie Eventmanagerin ist und schon oft von der Elite für die verschiedensten Galas gebucht wurde. Der Obsession-club ist ihre Haupteinnahmequelle.«

Durch den Spiegel vor mir sehe ich, wie meine Freundinnen mich völlig geschockt ansehen.

»Wie, glaubt ihr, bin ich sonst an die Tickets für heute Abend gelangt? Das ist ein Special Event. Die Tickets sind schon lange vergriffen.«

»Hast du etwa Kontakt zu den Zwillingen?«, fragt Caroline mich neugierig.

Lydia scheint auch interessiert zu sein, doch sie ist nicht so aufgebracht wie Caroline.

»Nein, ich kenne sie nicht persönlich. Ich weiß nur das, was meine Mutter erzählt.«

Während ich weiterspreche, kontrolliere ich mein Make-Up. »Vivienne erwähnte heute, nachdem sie mir die Tickets aushändigte, dass es nicht nur ein gewöhnlicher Nightclub sei. Es steckt mehr dahinter.«

Lydia lacht auf: »Also, ein gewöhnlicher Nightclub ist es sowieso nicht. Darüber sind sich viele in den sozialen Medien einig.«

Caroline handelt schnell. Sie hält ihr Smartphone bereits in ihrer linken Hand und scrollt mit ihrem rechten Zeigefinger durch sämtliche Reels auf Instagram. Sie wird schnell fündig und zeigt uns eines der Videos, welches mit dem Hashtag #ObsessionEliteClub versehen ist.

Die Frau steht in einem Raum, der ganz und gar nicht wie eine Diskothek wirkt. Es gleicht eher einem privaten BDSM-Zimmer. Zumindest würde ich es so interpretieren.

Gedimmtes Licht, rot gehaltene Wände, mit dem typischen Spielzeug: Ledergerten, Paddel, spezielle Handschellen.

Alles Dinge, die zur Disziplinierung oder zum Vergnügen benutzt werden können.

Gebannt starre ich auf das Handydisplay. Der raum kommt immer weiter zum Vorschein, bis schließlich das ganze Zimmer auf dem Bildschirm erkennbar ist.

»D… Das soll wirklich im Obsession sein?«, frage ich nervös. »Wirklich dort, wo wir heute feiern wollen?«

Caroline nickt bestätigend mit ihrem Kopf.

Das schreckt sie überhaupt nicht ab. Das Gegenteil ist der Fall. Es stachelt sie weiter an.

»Du kannst dich ja kaum noch im Zaum halten, Care«, stellt Lydia amüsiert fest. »Du nimmst echt alles in Kauf, um an den Gossip der New Yorker Elite zu gelangen, richtig?«

»Aber klar doch«, gibt Caroline zu. »Heute Abend werde ich erst zufrieden sein, sobald ich alles über die Blackwood-Zwillinge, Alexander und Damien, weiß, und alle Geheimnisse ihres Clubs aufgedeckt habe.«

Lydia und ich brechen gleichzeitig in ein lautes Lachen aus.

Nachdem wir uns beruhigt haben, unterhalten wir uns weiter über den Club und die Blackwoods.

Caroline findet noch weitere Videos über den Club. Aber in keinem Video sind die Zwillinge zu sehen. Nur Clubbesucher, die sich dadurch mehr Aufmerksamkeit für sich selbst erhoffen, sind darauf abgebildet. Das zeigt auch seine Wirkung. Die Kommentare und Likes explodieren regelrecht.

Nach einer weiteren Stunde sind wir endlich fertig gestylt.

Mein silbernes Kleid mit glitzernden, strassbesetzten Steinen glänzt mit jedem Lichteinfall in alle Richtungen. Auf dem Rücken trage ich Engelsflügel, die mir gerade über die Schultern reichen. Meine blonden Haare sind hochgesteckt, nur ein paar Strähnen hängen gewellt links und rechts über meiner Stirn. Ich gleiche einem Weihnachtsengel.

Dazu trage ich zarte Diamant-Ohrstecker und eine silberne Clutch, die kaum größer ist als meine Handfläche. Perfekt für ein weihnachtliches Nightclub-Event.

Caroline hat sich in eine weibliche Santa Claus verwandelt. Ihr kurzes, provokantes, glänzend rotes Kleid soll die Blicke der Männer direkt auf sich ziehen. Ihre Hand- sowie Fußgelenke sind durch einen weißen Plüschbesatz verziert. Ihre langen, feuerroten Haare fallen in dramatischen Hollywood-Wellen über ihre Schultern. Sie weiß zu einhundert Prozent, wie sie die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Lydia, die ruhigste und bodenständigste unserer Dreiergruppe, trägt ein seidenes Abendkleid in tiefem Weinrot. Ihre hellbraunen Haare sind auf ihrem Hinterkopf zu einem Dutt zusammengebunden. Ein silberner Haarreif mit rosafarbenen Steinen rundet ihren Look ab.

Die Hintertür der dunklen Limousine wird für uns von dem Chauffeur aufgehalten. Nacheinander steigen wir ein und setzen uns auf das dunkle Leder.

Kurz darauf nimmt die Limousine Fahrt auf.

Aufgeregt wippt Caroline auf ihrem Platz hin und her. Sie kann es kaum abwarten, endlich anzukommen.

Selbst Lydia steckt sie mit ihrer Art an.

Beide kreischen sie wie die Teenager bei jeder Erwähnung eines bekannten Namens.

Kaum vorstellbar.

Immerhin sind wir selber bekannt. Wir sind aus der Oberschicht. Wir kennen nichts anderes als ein Luxusleben. Das ist oft nicht einfach. Manchmal kann ich nicht einmal in Ruhe shoppen gehen, ohne dass ich erkannt werde.

Nach einer kurzen Fahrt kommt die Limousine sanft zum Stehen. Gleich darauf wird die schwere Tür vom Chauffeur geöffnet, damit wir aussteigen können.

Ich ziehe meine silberne Jacke über das Engelskleid und trete als Erstes auf den Asphalt. Die kühle, klare Dezemberluft von Midtown Manhattan schlägt mir direkt entgegen.

Caroline und Lydia folgen mir.

In der unscheinbaren Seitenstraße herrscht eine Stille, die nur durch die gedämpften Geräusche des Clubs in unserer unmittelbaren Nähe durchbrochen wird. Vor uns ragt der imposante, in Dunkelrot gehaltene Eingang des Obsession-Clubs empor. Die Farbe kontrastiert sichtlich mit den wenigen Straßenlaternen.

Der Eingangsbereich ist in zwei Seiten aufgeteilt. Wir gehen auf der leeren Seite entlang. Vorbei an der Menschenmenge, die nicht das Glück haben, eine Einladung zu besitzen, und nun auf normalem Wege versuchen, hineinzugelangen.

Ein Türsteher stellt sich uns in den Weg. So schnell, wie wir es uns vorgestellt haben, kommen wir doch nicht in den Club.

Ich händige ihm die Tickets aus, dabei begutachtet er uns.

»Ihr seht noch recht jung aus. Ich brauche eure Ausweise.«

Augenblicklich krame ich in meiner silbernen Handtasche herum und hole meinen Ausweis heraus. Eine Sekunde später zeige ich ihn dem breit gebauten Mann.

»Einundzwanzig, hm?« Ungläubig hebt er eine Augenbraue an. »Und eine Sterling. Nun gut, du darfst passieren.«

Ich stecke den Ausweis zurück in meine Handtasche. »Vielen Dank, Mister.«

Caroline und Lydia werden ebenfalls kontrolliert und dann durchgelassen.

Kaum sind wir durch den Eingangsbereich getreten, trifft mich der Schlag.

Ein riesiges Bild von zwei identisch aussehenden, dunkelhaarigen Männern hängt an der Wand vor mir.

Alexander und Damien Blackwood.

Sie sehen unverschämt gut aus.

Ihre eisblauen Augen bohren sich förmlich in meinen Blick.

Jetzt wird mir unmittelbar bewusst: ich bin in ihrem Territorium. Ich bin nicht auf der Upper East Side, hier gelten andere Regeln. Die Blackwood Regeln.

Hinter mir ertönt ein kreischender Schrei, der durch den ganzen Eingangsbereich hallt.

Augenblicklich zucke ich zusammen.

Aber es ist nur Caroline, die ebenfalls das Bild der Zwillinge entdeckt.

»Das muss ich fotografieren!«, gibt sie aufgeregt von sich. Sie zückt ihr Smartphone und knipst nicht nur ein Foto, nein, es werden mehrere Bilder.

»Stecken Sie bitte das Smartphone weg. Es ist verboten, Fotos zu machen«, ertönt eine weibliche Stimme von der Garderobe aus.

»Wie bitte?« Caroline ist sichtlich entsetzt.

»Bitte geben Sie mir Ihr Telefon, Miss«, bittet die Bedienung.

»Eure ebenfalls«, wendet sie sich nun an Lydia und mich. »Sollten Sie eines dabei haben.«

Ich nicke ihr zu, dabei nähere ich mich der Garderobe an.

Wir geben unsere Jacken, Handtaschen und Smartphones ab.

»Sie bekommen alles zurück, sobald Sie Ihre Sachen wieder abholen«, versichert die Dame.

Da das erledigt ist, können wir uns endlich zum Clubbereich begeben.

Ich greife nach den Händen meiner beiden Freundinnen und gehe mit ihnen durch den Gang, der direkt in den Nachtclub führt. Die Musik wird lauter, je näher wir der festlichen Atmosphäre kommen.

Als wir durch den imposanten Türrahmen treten, verschlägt es mir den Atem.

Alles ist weihnachtlich geschmückt. Das dachte ich mir bereits. Aber wie es geschmückt ist, lässt mich stocken.

Lichterketten und Dekorationen, die in Rot, Grün und Gold gehalten sind, erhellen das Ambiente.

Doch das ist nur der Anfang: Abbilder von spärlich bekleideten Santa Claus’ Frauen sowie muskulösen Santa Claus Männern sind an einigen Stellen an den Wänden angebracht.

Selbst die Tänzer und Tänzerinnen, die für unterschwellige Stimmung unter den Gästen sorgen, tragen diese sexy Santa-Kleidungsstücke.

»Wow.«

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Beschreibungen über den Club, den mir meine Mutter gab, waren alle maßlos untertrieben. Es ist faszinierender, als ich es mir vorgestellt hatte.

»Das ist ja noch viel besser, als ich erwartet habe.« Caroline klatscht aufgeregt in ihre Hände.

Sie blickt sich kurz um und sieht schon die erste bekannte Person.

»Liam Caruso!«, sagt sie fast schon wieder kreischend. »Wir sehen uns später.«

Damit ist verschwindet sie.

Lydia und ich grinsen.

»Komm, wir bestellen uns einen Cocktail.«

Ich ziehe Lydia mit mir zu einer Bar.

Geradeals ich mich umsehe, durchzuckt mich ein kalter Schauer.

Ich habe das Gefühl, beobachtet zu werden.

Hektisch blicke ich mich um.

Ich kann nichts entdecken, was dieses Gefühl in mir auslöst. Alles, was ich sehe, sind die feiernden Menschen in ihren recht spärlichen Weihnachtskostümen, die mich kaum beachten.

Was ist das nur?

Es fühlt sich nach der Art von Macht an, die meinen Körper nervös kribbeln lässt.

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