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Die Therapeutin - Eine hemmungsloser BDSM-Erotikgeschichte

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Zusammenfassung

Er kam für die Schmerzlinderung – und verließ die Praxis als ihr gehorsamer Sklave. Eigentlich wollte er nur seine verspannten Muskeln behandeln lassen. Doch als er die Praxis der atemberaubenden, strengen Therapeutin betritt, wird schnell klar: Auf dieser Behandlungsliege gelten ausschließlich ihre Regeln.

Genre:
Erotica
Autor:
Mara_Firel
Status:
vor 3 Tagen
Kapitel:
4
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Der Empfang

An diesem Mittwochabend, halb acht, stand ich frisch geduscht vor einer fremden Wohnungstür und wollte nichts auf der Welt so sehr, wie dieser Frau zu gehören.

Vera Brandt, Ende vierzig, Physiotherapeutin, die Hände einer Frau, die weiß, wo es wehtut und wo es guttut, oft an derselben Stelle.

Ich, Tom, zweiunddreißig, Grafiker, der den ganzen Tag an tausend Fäden zieht und heute Abend endlich mal keinen einzigen davon in der Hand haben wollte.

Ich hatte drei reguläre Behandlungen gebraucht, um hier zu landen, und ich hatte den Verdacht, dass sie es schon nach der ersten gewusst hatte.

Angefangen hatte es nämlich harmlos, wie fast alles Schlimme in meinem Leben.

Mein Rücken hatte irgendwann im Frühjahr den Dienst quittiert – kein Wunder, wenn man zwölf Stunden am Tag über ein Grafiktablett gekrümmt sitzt und für Kunden Logos verschiebt, die sie am nächsten Morgen sowieso wieder anders haben wollen.

Der Hausarzt schickte mich zur Physio, und die Physio hieß Vera. Sie legte mich das erste Mal auf die Liege, drückte mit dem Daumen irgendwo zwischen meine Schulterblätter, an eine Stelle, von der ich nicht mal gewusst hatte, dass es sie gab, und sagte ruhig: „Atme aus.“ Und ich atmete aus.

Sofort. Ohne nachzudenken. Wie ein Hund, der Sitz macht, bevor er merkt, dass er es tut.

Das war der ganze Trick, stellte sich heraus, und sie durchschaute ihn schneller als ich.

„Dreh dich.“ Ich drehte mich. „Halt still.“ Ich hielt still. Drei Sitzungen lang gab ich unter ihren Händen jede Kontrolle ab, die ich am Schreibtisch so verbissen festhielt, und das Verrückte war, dass mein Rücken tatsächlich besser wurde, während der Rest von mir schlechter wurde, auf eine Art, die sich verdächtig gut anfühlte.

Ich lag da, halb nackt, das Gesicht im Loch der Liege, und dachte Dinge über meine Physiotherapeutin, die nicht auf die Krankenkassen-Abrechnung gehörten. Ihre Unterarme, wenn sie sich in einen Griff legte.

Der Duft, warm und herb, nichts Blumiges. Der schwere silberne Ring an ihrer rechten Hand, den ich jedes Mal an meiner Wirbelsäule spürte, ein kühler kleiner Punkt in all der Wärme.

Ich schämte mich dafür ungefähr so gründlich, wie man sich schämt, während man trotzdem weitermacht.

Bei der dritten Behandlung, ich lag gerade wieder anständig gefaltet auf dem Bauch, hörte sie mitten in einem Griff auf. Nahm die Hände weg. Setzte sich auf den Rollhocker neben die Liege, sodass ihr Gesicht auf Höhe meines war, und sah mich an, ruhig, kennerhaft, mit diesen warmen dunklen Augen, die den ganzen Raum sahen und mich gleich mit.

„Dein Rücken ist so gut, wie er wird, Tom“, sagte sie. „Als Patient bist du hier fertig.“

Ich weiß noch, dass mir das Herz in die Socken rutschte, weil ich es für eine Abfuhr hielt. Ich Idiot.

„Aber ich sehe seit drei Wochen zu, wie du unter meinen Händen abschaltest“, fuhr sie fort, und ihre Stimme wurde eine Spur leiser, was, wie ich noch lernen sollte, bei ihr immer das Ernsteste war. „So schnell schaltet keiner ab, der es nicht braucht. Ich mische Beruf und Privates nicht.

Mit einem Patienten läuft hier gar nichts, das ist eine Grenze, die steht.“ Sie legte den Kopf schief. „Deshalb bist du ab jetzt keiner mehr. Wenn du willst, gebe ich dir eine Adresse. Nicht die Praxis. Zu mir. Mittwochabends. Da behandle ich dich anders.“

Ich hätte etwas Souveränes sagen sollen. „Okay“, sagte ich stattdessen, mit dem Gesicht im Liegenloch, und sie lachte einmal kurz, tief und trocken, und dieses Lachen habe ich mir dann eine Woche lang angehört im Kopf, in Dauerschleife, wie einen Song, den man hasst und trotzdem nicht wegdrückt.

Und jetzt also der Mittwoch. Der Altbau roch im Treppenhaus nach dem Abendessen von irgendwem, hinter einer Nachbartür lief gedämpft ein Fernseher, und ich stand im dritten Stock und klingelte einmal, weil ich das Gefühl hatte, zweimal wäre schon das erste Vergehen gewesen.

Die Tür ging auf, ohne dass es vorher gesummt hätte, und da war sie.

Ich hatte Vera bis dahin nur im Kasack gesehen, funktional, hochgeschlossen. Jetzt stand sie in ihrer eigenen Tür, das warme Flurlicht hinter sich, und war etwas anderes. Ein schmaler dunkler Rock, eine Bluse, die an den richtigen Stellen nachgab, hohe Absätze, auf denen sie mühelos einen halben Kopf wuchs.

Sie war üppig und warm und stand da, ohne den Bauch einzuziehen, ohne irgendetwas zu beweisen – voller Busen, breite Hüften, weiche starke Arme, nichts Zerbrechliches an ihr, nichts, das man hätte schonen müssen.

Dunkles Haar, hochgesteckt, ein paar silberne Strähnen darin, die sie nicht versteckte.

Dunkelrot geschminkte Lippen. An der rechten Hand der schwere Ring, den ich schon von der Liege kannte. Und ihre Hände, kräftig, geschickt, die kurzen Nägel dunkelrot lackiert, dieselben Hände, die drei Wochen lang gewusst hatten, wo sie drücken mussten.

Mir war sofort trocken im Mund. Ich dachte, ganz kurz und vollkommen unpassend, an genau diese Hände und daran, was sie mit mir vorhatten, und der Gedanke ging den ganzen Abend nicht mehr weg.

„Pünktlich“, sagte sie. Es war keine Begrüßung, es war ein Häkchen auf einer Liste, die nur sie sah. „Schuhe aus. Komm rein.“

Ich zog die Schuhe aus. Ich hätte in dem Ton auch die Jacke, das Hemd und meine Steuernummer abgegeben.

Die Wohnung war ruhig und aufgeräumt, und sie ging vor mir her, ohne sich umzudrehen, sicher, dass ich folgte, und ich folgte und sah dem Stoff ihres Rocks dabei zu, wie er bei jedem Schritt über die Hüfte lief.

Am Ende des Flurs eine Tür, dahinter das Zimmer, von dem sie am Telefon nur „das Zimmer“ gesagt hatte, so beiläufig, wie andere Leute „der Abstellraum“ sagen.

Es war kein Kerker. Kein Albtraum aus Ketten und Fackeln, den ich mir eine Woche lang zusammenfantasiert hatte.

Es war ein warmer, gedämpfter Raum, und in der Mitte, statt eines Thrones oder was ich sonst erwartet hätte, stand eine Behandlungsliege. Genau so eine, wie ich sie aus der Praxis kannte, gepolstert, mit dem Loch am Kopfende, und ich musste fast lachen, weil das der ehrlichste Gegenstand im ganzen Zimmer war – sie machte auch hier nichts anderes als in der Praxis, sie behandelte mich nur anders.

An der Wand hing an einem stählernen Haken Zeug aus Leder, nach Länge sortiert, ordentlich wie Werkzeug: ein flacher Flogger mit vielen Riemen, eine schmale Gerte. Auf einer Kommode lagen ein Paar Handschellen mit rotem Filz an den Bügeln, ein zusammengerolltes Seil, eine Flasche Massageöl, eine kleinere Flasche mit klarer Flüssigkeit, bei der ich schlucken musste, und daneben, für sich auf einem eigenen Tuch, ein Geschirr aus schwarzen Ledergurten, an dem etwas Glattes, Dunkles saß, dessen Zweck ich mir in diesem Moment nicht bis zu Ende zu denken erlaubte.

In der Ecke ein Sessel. Und mitten auf der Kommode, für sich, auf einem Tuch, lag ein schweres schwarzes Lederband mit einem stählernen Ring.

Ich wusste, ohne dass mir jemand etwas gesagt hätte, dass dieses Band für mich war.

„Bevor wir irgendwas machen“, sagte Vera, „reden wir. Einmal. Richtig. Danach nicht mehr, weil es dann steht.“ Sie deutete auf die Liege. „Setz dich da drauf. Ja. So.“ Ich setzte mich auf die Kante der Liege, und sie blieb vor mir stehen, sodass ich zu ihr aufsah, und das fühlte sich richtig an auf eine Weise, die mir sofort die Röte in den Nacken trieb.

„Das Wichtigste zuerst. Wir haben ein Wort“, sagte sie. „Ein einziges, bei dem alles stehenbleibt, sofort, egal was ich gerade tue.

Das Wort ist ‚Ampel‘. Grün heißt: alles gut, mehr. Gelb heißt: langsamer, ich muss atmen, aber hör nicht auf. Und rot heißt: aus. Ende. Ich binde dich los, ich mach Licht, ich koch dir einen Tee, und ich bin dir kein bisschen böse. Rot ist kein Versagen, Tom. Rot ist das Sicherste, was du hier hast.“ Sie sah mich an, ohne zu blinzeln. „Sag es mir zurück. Ganz. Ich will hören, dass es angekommen ist.“

Ich sagte es zurück, ganz, und meine Stimme war fester, als ich gedacht hatte. Grün, gelb, rot. Sie nickte, zufrieden, wie über einen sauber ausgefüllten Befund.

„Gut. Dann die Regeln für heute. Es sind zwei.“ Sie hob einen Finger, den mit dem Ring. „Erstens: Du redest nicht. Außer ich frage dich was, oder du brauchst dein Wort.

Kein Kommentar, kein Witz, kein ‚oh Gott‘. Du bist ein Mann, der den ganzen Tag redet, weil Reden bei dir Kontrolle ist. Heute Abend redest du nicht.

Das fällt dir schwerer als alles andere, was noch kommt, und genau deshalb machen wir es.“ Sie ließ das kurz stehen. „Zweitens: Du kommst nicht, bevor ich es erlaube. Egal, wie nah du bist. Das entscheidest du heute nicht. Das entscheide ich.“

Mir wurde bei diesem letzten Satz so heiß, dass ich fürchtete, man könnte es sehen. Sie sah es vermutlich. Sie sah an diesem Abend, glaube ich, alles.

„Ich hab morgen um sieben einen Kunden-Call“, sagte ich, weil mir in der Panik nichts Klügeres einfiel und weil der Freelancer in mir selbst hier noch das Risiko managen wollte. „Eine Abgabe. Ich muss früh –“

„Ich weiß“, sagte sie ruhig, und jetzt lächelte sie, klein und warm. „Du hast es mir zweimal geschrieben. Du dachtest, das setzt mir ein Limit.“ Sie beugte sich ein Stück vor.

„Es setzt dir eins. Du wirst morgen um sieben in diesem Zimmer gewesen sein, und in dem Call wird keiner ahnen, wo dein Kopf ist. Das ist der schönste Teil.“

Sie richtete sich wieder auf. „Und die Wände hier sind aus dem letzten Jahrhundert, dünn wie Papier, und nebenan wohnen Leute. Also wirst du leise sein. Nicht meinetwegen. Deinetwegen. Auch das lernst du heute: leise zu bleiben, wenn du am liebsten laut wärst.“

Dann trat sie näher und legte mir eine Hand flach auf die Brust, und ich verstummte von selbst.

„Zieh dich aus“, sagte sie. „Alles. Socken lässt du an, der Boden ist kalt, ich bin ja kein Unmensch.“

Ich zog mich aus. Es war seltsam und es war nicht seltsam. Ich stand nackt bis auf die Socken in einem fremden Zimmer vor einer angezogenen Frau, die mich ansah, wie man einen verspannten Rücken ansieht, bevor man ihn in die Hand nimmt, ruhig, prüfend, ohne Eile.

Ich hatte damit gerechnet, dass ich mich schämen würde. Ich schämte mich nicht. Ich musste zum ersten Mal seit Wochen nichts liefern, nichts entscheiden, nichts beweisen. Ich musste nur dastehen.

„Ordentlich gebaut“, sagte sie beiläufig, fast zu sich selbst, und kam um mich herum, einmal, langsam.

„Und immer noch viel zu angespannt. Die Schultern stehen dir wieder in den Ohren.“ Sie blieb hinter mir stehen. Ich hörte sie atmen.

Dann legte sie mir eine Hand zwischen die Schulterblätter, an genau die Stelle von der Liege, und drückte, mit dem Daumen, langsam, tiefer, bis irgendwo unter der Haut etwas nachgab und ich unwillkürlich ausatmete, so wie beim ersten Mal.

„Da“, sagte sie leise, zufrieden. „Siehst du. Ich finde die Stelle immer. Bei einem Rücken, bei allem.“ Ihre Hand wanderte hoch in meinen Nacken und blieb dort liegen, warm, schwer, der kühle Ring ein Punkt darin.

„Du bist genauso. Ich muss nur wissen, wo ich drücke, und du gibst nach. Das ist keine Schwäche, Tom. Das ist ein Talent. Die meisten können es nicht.“

Ich stand da, ihre Hand in meinem Nacken, und wusste nicht mehr, wo mein Rücken aufhörte und der Rest von mir anfing.

Sie ging zur Kommode. Ich hörte das leise Rascheln des Tuchs. Als sie zurückkam, hatte sie das schwere schwarze Lederband in beiden Händen und hielt es kurz hoch, ins gedämpfte Licht, sodass der stählerne Ring matt aufglänzte.

„Das hier ist kein Schmuck“, sagte sie. „Das legt man nicht einfach so an. Solange du das trägst, gehörst du mir. Nicht für immer. Für heute Abend. Von dem Moment, in dem es klickt, bis ich es dir wieder abnehme, triffst du keine einzige Entscheidung mehr – außer der einen, die dir gehört. Du weißt, welche.“

„Ampel“, sagte ich leise.

„Ampel.“ Sie nickte. „Gib mir die Hand.“

Ich gab ihr die Hand. Sie legte mir das Leder ums Handgelenk, nicht um den Hals, ums Handgelenk, und es war schwerer, als ich gedacht hatte, kühl erst, dann schnell warm. Ihre geschickten Finger führten die Enden zusammen, ruhig, geübt, und dann machte es dieses eine Geräusch – dieses kleine, endgültige metallische Klicken, das ich mir für den Rest meines Lebens in genau dieser Tonlage merken sollte, ein Geräusch wie ein Schloss, das zufällt.

Sie schob einen Finger zwischen Leder und Haut, drehte ihn einmal, prüfte den Sitz, sachlich, wie man prüft, ob ein Verband sitzt und nicht zu fest. Der Ring an ihrer Hand strich dabei über meinen Puls, und sie spürte, wie schnell er ging.

„Sitzt“, sagte sie. „Nicht zu eng. Genau richtig.“ Und dann, ganz leise, fast nebenbei, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt und gleichzeitig das Seltenste: „Brav.“

Dieses eine Wort ging mir bis in die Kniekehlen. Ich hatte in meinem Berufsleben Lob gehört, Kunden-Mails mit drei Ausrufezeichen, „super Arbeit, Tom“, und nichts davon hatte je so getroffen wie dieses trockene, halb hingeworfene „Brav“ von einer Frau, die gerade geprüft hatte, ob mir mein eigenes Band passte.

„Und jetzt“, sagte sie, „leg dich hin. Auf die Liege. Auf den Bauch, Gesicht ins Loch, so wie du es kennst. Genau so.“

Ich legte mich hin, wie sie es sagte, nackt bis auf die Socken und das Band, das Gesicht im Loch der Liege, an einem Ort, an dem ich schon drei Mal gelegen und mir jedes Mal etwas verboten hatte, das jetzt keiner mehr verbot.

Ich hörte ihre Absätze auf dem Boden, hörte, wie sie an den stählernen Haken trat, wo der Flogger und die Gerte hingen. Hinter der Wand lief immer noch gedämpft der Fernseher der Nachbarn, eine ganz normale Welt, die nichts ahnte.

Dann legte sie mir eine Hand in den Nacken, an dieselbe Stelle, warm und schwer, und beugte sich herunter, so weit, dass ich ihre Lippen fast am Ohr spürte und das leise Klicken des Rings gegen den Griff des Floggers hörte.

„Nicht bewegen“, sagte sie leise an meinem Ohr, und ich bewegte mich nicht. Ich lag bäuchlings auf der Liege, das Gesicht im Loch, das Lederband schwer und warm um mein Handgelenk, und über mir hörte ich das feine Klicken ihres Rings gegen den Griff des Floggers.

Ich spürte ihren Atem im Nacken, herb und warm, und dann richtete sie sich wieder auf.

Der erste Schlag kam nicht auf mich. Sie ließ die Riemen des Floggers neben meinem Kopf auf die hölzerne Lehne der Liege klatschen, einmal, kurz und laut, und ich zuckte mit dem ganzen Körper zusammen und riss unwillkürlich am Band, das mein Handgelenk hielt.

Das Leder gab nicht nach. Mein Sehnen nach irgendetwas – Freiheit, Berührung, es war dasselbe geworden – blieb genau da, wo sie es haben wollte. Ich hörte sie leise lachen, dieses trockene, tiefe Lachen, das ich mir eine Woche lang im Kopf angehört hatte.

„Herzschlag wie ein Kaninchen“, sagte sie. „Und wir haben noch gar nicht angefangen.“



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