Protect Me From Myself

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Summary

Techmilliardär und Einzelgänger Frederik Hill braucht einen neuen Bodyguard und wird in dem Iren Henry McAlister fündig. Auf Grund von Bedrohungen aus dem Milieu wird dieser direkt auf die Probe gestellt. Nach und nach kommen die ungleichen Männer sich näher. Doch hat diese Liebe eine Chance? Kann Henry die Dämonen von Fred besiegen? ManxMan – Don't like it, don't read it.

Status
Complete
Chapters
41
Rating
4.8 12 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 01 | Fred

MISTER HILL, SAMUEL COOPER MÖCHTE SIE SPRECHEN.

Die KI des Gebäudes klang ebenso emotionslos wie gleichgültig, als der Inhaber der Firma Hill Enterprises sich auf der langen schwarzen Lederliege aufstützte und dem Masseur so zu verstehen gab, dass er nun bitte mit seinem Oberkörper weiter machen sollte. Er wirkte nicht sonderlich interessiert, als ein groß gewachsener Mann im schwarzen Anzug in den Raum trat und sich neben der Tür aufbaute.

„Sam ...“ „Frederik, so geht das nicht weiter.“ „Drück dich klarer aus oder verpiss dich. Viktor hier gibt gerade sein Bestes.“ Als die Hände des Masseurs über den Bauch des Milliardärs wanderten, schmunzelte Frederik ihm kurz mehrdeutig zu. „Ich kündige.“ „Hm?“ Nun doch zumindest etwas abgelenkt von den Händen, die sich in Öl getränkt über seinen Körper arbeiteten, sah der Milliardär seinen Bodyguard kurz an.

„Frederik ... Wie soll ich meinen Job machen, wenn du nachts einfach das Gebäude verlässt und dich irgendwo hin schleichst? Es reicht.“ „Wer bist du? Mein Babysitter?“, schnappte nun Fred genervt und griff nach dem Glas Scotch neben der Liege. „Wenn du gehen willst, dann geh. Ich halte dich nicht auf.“

Offensichtlich völlig gelangweilt gab er dem Mann, der ihn massierte, einen kurzen Wink und erhob sich von der Liege. Dass er dabei völlig nackt war, schien ihn dabei wenig zu interessieren. „Wer nicht will, der hat schon, Sam. Ich lasse dir dein letztes Gehalt und deine Papiere zukommen.“ Damit drehte Frederik Hill sich um, ging durch die hölzerne Tür seines Büros und sagte: „KeyEye, ich benötige einen neuen Bodyguard. Geh die Liste der potentiellen Kandidaten durch. Du kennst die Anforderungen. Und such mir was Ansehnlicheres als Sam raus, ja?“

SEHR WOHL, SIR.

Damit lehnte er sich zurück, ärgerte sich darüber, dass Sam es gewagt hatte, diese wundervoll entspannende Massage, die Viktor gerade angesetzt hatte, zu unterbrechen und überlegte, ob er nicht in sein Spielzimmer gehen sollte. Ein Raum voll komplett automatisierter Sex-Androiden.

Menschen waren ihm zuwider. Er umgab sich mit ihnen nur notgedrungen, wenn es keinen künstlichen Ersatz für ihre Dienste gab oder wenn er sie nach seinen Vorstellungen benutzen konnte. Daher war Sam immer eine nette Abwechslung gewesen. Der Kerl war loyal gewesen wie ein Hund und war ihm überall hin gefolgt. Amüsiert hatte Frederik ihn immer als seinen Schoßhund bezeichnet. Der Kerl hatte nicht mal mit den Wimpern gezuckt, wenn Frederik mal wieder eine seiner „Orgien“ gefeiert hatte.

Bis zu einem bestimmten Tag ... Diesem Tag vor ungefähr drei Wochen, als sich diese zwei Attentäter auf die Orgie von zwei seiner besten Kunden geschlichen hatten. Den beiden Geschäftsmännern hatten seine neuesten Puppen offensichtlich sehr gut gefallen. Bis ihnen klar wurde, dass es keine Puppen gewesen waren.

Nachdenklich rieb sich Frederik über die linke Schulter. Noch immer sah man den roten Fleck darauf nahezu leuchten. Die Kugel war durch Sam hindurch geschlagen und hatte danach Frederiks Schulter durchbohrt. Die Bodyguards der Kunden hatten die beiden Frauen schnell überwältigt und machten Frederik nun für das Attentat verantwortlich.

Nicht, dass den Milliardär dies in irgendeiner Weise kümmerte. Ihn ärgerte viel mehr die Tatsache, dass seine Reputation als Gastgeber nun erheblich gelitten hatte. Und dies war Sams Schuld. „Wenigstens ist er sich seiner Inkompetenz bewusst geworden. Schade ... Seinen Schwanz hätte ich trotzdem gern noch gesehen.“

Frederik saß am nächsten Tag an seinem Schreibtisch und überflog den Stapel mit den Akten der potenziellen Nachfolger von Sam. Die finale Auswahl übernahm er grundsätzlich selbst. Schließlich konnte von dieser Person sein Leben abhängen. Bisher hatte er drei Kandidaten in der engeren Auswahl, aber so richtig überzeugt war er nicht.

Er öffnete die nächste Akte, hielt inne und setzte sich dann kerzengerade auf. Kurz studierte er die Fakten: Ehemaliger MI6-Agent, mittlerweile für den deutschen Außenminister zuständig – hervorragende Vita. Wieder wanderte Freds Blick zu diesen grünen Augen und den Sommersprossen. Eigentlich stand er überhaupt nicht auf rote Haare, aber dieser Kerl hatte irgendwas an sich. Bei dem hatte KeyEye wirklich ganze Arbeit geleistet. Gut, dass er jemanden im Ministerium kannte. Schwungvoll griff Fred zu seinem Handy und wählte die Nummer.