Prolog
Inferaether
Prolog
„Meine Güte, das war heute eine ewig lange Predigt“, klagte Lilith, eine achtzehnjährige Gymnasiastin der dreizehnten Jahrgangsstufe und streckte sich geräuschvoll.
„Ich dachte, mir schläft der Hintern ein.“
Sie blickte ein wenig missmutig auf die große Kirche, die sie gerade zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Adam und ihren beiden besten Freundinnen Ruth und Marlene verlassen hatte, zurück und stöhnte vernehmlich.
„Nur weil wir Sonntag Geburtstag haben, heißt das doch nicht, dass wir deshalb eine extra lange Predigt wollen. Mama übertreibt manchmal wirklich. Ich wäre so viel lieber in einen Vergnügungspark oder in ein Spaßbad gegangen.“
Während Adam daraufhin zu grinsen begann, nickte Ruth zustimmend.
„Ich kenne sonst auch niemanden, der dermaßen von diesem christlichen Kram überzeugt ist. Na ja, so ist das wohl wenn man eine Pfarrerin als Mutter hat.“
Sie hob ihre Schultern an und lachte.
Aber trotzdem herzlichen Glückwunsch, ihr zwei! Ich kann gar nicht glauben, dass unsere süßen Zwillis´, die ich schon seit der ersten Klasse kenne, nun erwachsen geworden sind!“
Danach tat sie so, als würde sie sich eine Träne wegwischen.
„Und wie groß ihr geworden seid! Na ja, zumindest Adam. Du bist seit zwei Jahren, eigentlich nur noch in die Breite gegangen, Lilith.“
Lilith spürte, wie ihre Freundin sie belustigt in die tatsächlich etwas ausladenden Hüften zwickte und dabei erneut lachte.
Sie selbst fand das allerdings gar nicht so lustig. Natürlich war sie sich darüber im Klaren, dass sie ein wenig zu viel auf den Rippen hatte und dabei auch nur durchschnittlich groß war, aber das war gewiss keines ihrer Lieblingsthemen. Ebenso wenig wie ihre störrischen roten, leicht gewellten Haare, an denen ihre Mutter ständig herummäkelte und ihre absolute Unsportlichkeit.
Ganz im Gegensatz zu Adam. Ihr Bruder war schon immer eine echte Sportskanone gewesen. Groß und schlank, bei jeder Draußenaktivität sofort dabei und obendrein stets gut gelaunt und fröhlich.
Lilith ging dabei durch den Kopf, dass ihn womöglich auch deshalb alle liebten. Dazu gehörten ihre sonst sehr anspruchsvolle Mutter und auch sie selbst, denn er war eben Adam. Der blonde und blauäugige Mädchenschwarm ihrer Jahrgangsstufe. Und das war er auch schon in den Jahrgangsstufen zuvor gewesen.
Sie hatte noch nie einen Jungen oder nun eher einen jungen Mann gesehen, der in ihren Augen besser aussah, und das war inzwischen aus ihrer Sicht irgendwie zum Problem geworden. Mit achtzehn Jahren hätte sie natürlich längst einen Freund haben können und eigentlich auch einen gewollt, aber neben Adam war ihr bislang einfach niemals einer der anderen Jungs gut genug erschienen, um ihn zu daten. Oder auch nur mal zu flirten. Neben ihm wirkten sie alle ziemlich langweilig und das schienen auch Ruth und Marlene so zu sehen, denn sie begannen im nächsten Moment mit ihm zu scherzen und suchten dabei ganz subtil Körperkontakt.
Lilith mochte die beiden im Grunde, da sie schließlich schon ewig befreundet waren, aber seit sie ein gewisses Alter erreicht hatten, in dem Jungs nicht mehr einfach total doof waren, kamen sie ihr manchmal ein wenig zu aufdringlich vor.
So musste sie auch jetzt mit ansehen, wie die kleine, dunkelhaarige Marlene ihrem Bruder lachend über den Unterarm strich und dabei scherzte:
„Unglaublich, wie braun du schon bist, Adam. Dabei haben wir noch nicht mal Ferien. Du bist echt zu beneiden.“
Ihr Bruder lachte ebenfalls.
„Das nennt man Sonnenbankbräune!“
Marlene blickte ihn fassungslos an.
„Dein Ernst? Das hätte ich nicht erwartet! Ich dachte immer, du bist naturschön.“
Adam lachte erneut und behauptete:
„Bin ich auch, aber nicht so braun. Du weißt doch: Privilegiertes Kind aus reichem Hause und so weiter. Wir haben neben der Sauna auch eine eigene Sonnenbank.“
Marlene nickte säuerlich.
„Ach ja ... Mann, ihr zwei habt es echt gut. Ist eurer Vater eigentlich schon aus Südamerika zurück? Ich wette, er schenkt jedem von euch einen Sportwagen zum Achtzehnten. Das würde zu euch Rich-People passen.“
Lilith kam nicht umhin, die Augen zu verdrehen. Natürlich war ihre Familie sehr wohlhabend, aber tatsächlich hatte ihr Vater am Morgen nur kurz durchgerufen, um ihnen mitzuteilen, dass er es heute nicht zurückschaffen würde und sie ihre Geschenke deshalb erst später bekommen würden.
Das machte ihr ein wenig zu schaffen, denn im Gegensatz zu ihrer Mutter hatte Lilith zu ihrem Vater ein einigermaßen gutes Verhältnis.
Zumindest wenn man die Tatsache außer Acht ließ, dass er kaum je zu Hause war. Solange sie denken konnte, war er meistens auf irgendwelchen Auslandsreisen und hatte vor achtzehn Jahren angeblich sogar ihre Geburt verpasst. Lilith wusste nicht, ob das der Wahrheit entsprach, aber ihre Haushälterin, eine ältere Dame namens Margot, die sich meistens um alles kümmerte, hatte schon des Öfteren erzählt, dass ihre Mutter aus Zorn über diesen Umstand nicht die ursprünglich ausgesuchten Namen verwendet hatte, sondern stattdessen Adam und Lilith.
Das war natürlich irgendetwas Biblisches und ihr eigener Namen sollte angeblich sogar noch älter sein, weil ihre Mutter so schockiert darüber gewesen war, statt der vorausgesagten, zweieiigen Jungen auch ein Mädchen bekommen zu haben.
„Das ist der Name einer bösen Dämonin!“, hatte sie ihr schon öfter vorgehalten.
„Einer Frau, welche dem echten Adam, dem ersten aller Menschen noch vor Eva, zur Frau gegeben war und ihm untertan sein sollte. Aber dieses Weib wollte nicht hören! Sie wollte gleichberechtigt sein und ebenso bestimmen dürfen wie er, doch das entsprach natürlich nicht dem Willen Gottes! So geriet sie mit Adam in Streit und verließ das heilige Paradies. Nicht mal die Engel, welche der hohe Vater ihr hinterher sandte, konnten sie zur Umkehr bewegen und so wurde sie zu einer Geächteten, die später mit Kreaturen der Finsternis monströse Kinder zeugte und so selbst zu einem solchen Geschöpf wurde.“
Natürlich hatte Lilith diese Geschichte indes auch schon hin und wieder im Internet nachgelesen und sich informiert, wobei sie lediglich festgestellt hatte, dass es sich dabei um ein ziemliches Sammelsurium uralter Überlieferungen handelte.
Aus ihrer Sicht somit zwar durchaus interessant, aber nichts, an das sie wirklich glauben würde und das sie besonders gestört hätte. Neben dem, was ihre Mutter nämlich ständig für einen fundamentalen Nonsens von sich gab, hatte sie auch gelesen, das Lilith inzwischen häufig als Symbol für weibliche Emanzipation, Gleichberechtigung und Unabhängigkeit stand und dagegen war aus ihrer Sicht nichts einzuwenden.
Zudem war sie heutzutage bei Weiten nicht die Einzige, die diesen Namen trug und hatte indes auch schon öfter von anderen Leuten vernommen, dass sie ihren Namen schön fanden.
Alles in allem konnte sie somit inzwischen gut mit ihrem Namen leben und Adam hatte ihr zudem schon des Öfteren mitgeteilt, dass er sich, wenn er der echte Adam gewesen wäre in jedem Fall für sie und nicht für Eva entschieden hätte.
Das war zwar selbstverständlich nur als Scherz gemeint, aber es hatte sie trotzdem gefreut und sie dazu gebracht ihm umgekehrt jedes Mal zu versichern, dass sie sich niemals so sehr mit ihm streiten könnte, dass sie ihn einfach verlassen und sich anderweitig mit Dämonen einlassen würde.
Ein kleines Wortspiel zwischen ihnen, über das sie sich dann stets kaputtlachten und sich zudem heimlich über den unerschütterlichen Glauben ihrer Mutter lustig machten.
So war zwar auch Adam, wie er behauptete, ein gläubiger Christ und trug stets ein Kreuz um den Hals, aber eine moderne Variante davon, wie er immer betonte. Er nahm nicht jedes Wort der Bibel für bare Münze und verteidigte Lilith grundsätzlich, wenn ihre Mutter mal wieder in ihren Wahn verfiel, wie sie es nannten.
Nach außen hin wirkte Maria Lloyd wie die freundliche und zudem durchaus hübsche, schlanke, blonde Pfarrerin, mit ebenso blauen Augen wie Adam sie hatte, stets wie die perfekte berufstätige Mutter, doch ihre Kinder und Hausangestellten wussten es besser.
Maria konnte sich großartig verstellen und war in der Gemeinde sehr beliebt, aber zu Hause war sie oft jähzornig, unausgeglichen und absolut ungerecht zu ihren Kindern.
So hatte Lilith schon früh bemerkt, dass ihre Mutter zu Adam ganz anders war, als zu ihr, denn diesen konnte Maria Lloyd zumeist gar nicht genug loben und unterstützen.
Bei ihr hingegen hatte sie kaum je ein schwaches Lächeln übrig und hatte einfach an allem etwas auszusetzen. An ihren Haaren, ihrer Figur, ihren Noten, daran, wie sie sich bewegte, einfach allem.
Unter der Maske der fürsorglichen Pfarrerin, war sie aus Liliths Sicht deshalb wohl eher selbst so etwas wie eine Dämonin oder, wie sie eigentlich eher vermutete: psychisch krank.
Das durfte aber natürlich Niemand wissen. Immerhin war Maria Lloyd die öffentlich bekannte Ehefrau des Immobilienmoguls Gilbert Lloyd, die vor ihrem Theologiestudium ein gefragtes Model gewesen war und diese Karriere für das Studium und die Ehe aufgegeben hatte.
Lilith wusste, dass das nicht ganz der Wahrheit entsprach, aber in dem Interview einer Zeitung hatte sie gelesen, dass ihre Mutter angeblich einfach zum Glauben gefunden habe und deshalb lieber ein bürgerliches statt ein Jetset-Leben führen wollte.
Der erste Teil davon mochte zwar stimmen, aber freiwillig, da war Lilith sich ziemlich sicher, hatte ihre Mutter das Ganze sicherlich nicht gewählt.
Im Gegenteil war ihre Mutter wohl einfach unverhofft durch einen One-Night-Stand mit ihrem Vater schwanger geworden und hatte sich ihres Glaubens wegen geweigert, ihre Zwillinge abzutreiben. Lilith wusste, dass ihre Eltern sich im Prinzip längst nicht mehr leiden konnten und deswegen zumeist getrennte Wege gingen, aber für die Öffentlichkeit und auch für sie als ihre Kinder wahrten sie nach Außen hin stets den Schein.
Für die Welt außerhalb ihres Heimes waren sie somit die perfekte, wohlhabende Familie. Zwei erfolgreiche und sich seit zwanzig Jahren liebende Eltern, mit einem Sohn und einer Tochter, die bald ihren Abschluss machen und somit womöglich sogar in ihre Fußstapfen treten würden.
Zumindest konnte Lilith sich auch Adam sehr gut als Pastor vorstellen, da er ohnehin oft in der Kirche half und sozial engagiert war, sich selbst aber garantiert nicht als Model oder gar Immobilienmaklerin.
Für Ersteres war sie zu klein und füllig und für das Andere aus ihrer Sicht nicht skrupellos genug.
Immerhin würde sie in diesem Fall wohl auch ständig auf Reisen sein und ihre Familie vernachlässigen, was sie sich zumindest in Bezug auf Adam absolut nicht vorstellen konnte.
Ihr Bruder war einfach der Sonnenschein ihres Lebens, ihre Konstante, die sie niemals missen wollte.
Das waren zumindest ihre Gedanken, als sie plötzlich spürte, wie er ihr einen Arm um die Schultern legte und feststellte:
„Ich glaube, Mama braucht noch eine Weile.“ Damit deutete er auf Pastorin Lloyd, welche sich vor der Kirche mit einigen, zumeist älteren Gemeindemitgliedern unterhielt und grinste dann schelmisch.
„Wollen wir dann nicht schon einmal zu Fuß nach Hause, Lili? Soweit ist es ja nicht und ich habe dir dein Geschenk noch gar nicht gegeben!“
Ruth kicherte.
„Oh, wie niedlich, Adam! Was ist es denn?“
Marlene war sich nicht zu schade, sich sofort einzuklinken:
„Ja, gib es ihr doch jetzt gleich, wenn du es dabei hast! Dann machen wir Fotos!“
Danach wandte sie sich sogleich an Lilith und fragte rundheraus:
„Was hast du ihm eigentlich geschenkt? Doch hoffentlich kein Parfum. Das wäre so klischeemäßig.“
Der Blick, mit dem die Adam daraufhin bedachte war regelrecht schmachtend.
Lilith schüttelte rasch den Kopf.
„Nein! Ihr wisst doch, dass ich gern zeichne. Ich habe ihm eine Leinwand mit einem Bild von uns beiden gemalt. Für sein Zimmer.“
Marlene machte große Augen.
„Oh wirklich? Das muss ich mir unbedingt mal ansehen.“
Ihr Blick richtete sich auf den Weg, von dem sie wusste, dass er in Richtung ihrer Villa führte und dann fragte sie:
„Sollen wir nicht gleich mitkommen? Dann können wir euch auch bei den Partyvorbereitungen für heute Abend helfen.“
Zu Liliths Überraschung schüttelte Adam daraufhin allerdings sofort den Kopf.
„Nee, lass mal. Margot und ihr Mann Philipp regen sich sonst wieder auf, dass wir ihnen zu viel im Weg stehen und ihr wisst ja, wie streng Margot sein kann. Sie bereitet sich schon seit Wochen darauf vor.“
Er lachte und äffte ihre Hausangestellte daraufhin perfekt nach:
„Wehe, ich sehe euch vor Sonntag auch nur einmal in der Küche! Dann gibt es keine Volljährigkeitsparty!“
Lilith vernahm, wie daraufhin alle in Gelächter ausbrachen und konnte sich auch selbst eines Grinsens nicht erwehren.
Sie liebte Margot und auch deren Mann Philipp. Beide arbeiteten schon für ihre Familie, solange sie denken konnte, aber das Margot sehr streng sein konnte, entsprach fraglos der Wahrheit.
„Kommt einfach um achtzehn Uhr zu uns, okay?“, bot Adam ihren beiden Freundinnen schließlich an und fügte dann, ein wenig nachdenklich hinzu:
„Das müsste noch reichen, um uns bei ein paar Vorbereitungen zu helfen und vor allem, um den Pool fertig zu machen. Vergesst also eure Badeanzüge nicht!“
Marlene und Ruth begannen zu jubeln.
„Manchmal ist es schon echt toll, reiche Freunde zu haben.“, stellte Marlene fest.
„Und ich habe einen neuen Bikini! Den musst du nachher unbedingt bewundern, Adam!“
Da sie klein und zierlich war, hatte Marlene mit solcherlei Dingen natürlich überhaupt keine Probleme und auch Ruth nickte freudig.
„Das wird so abgefahren! Ich wette, die ganze Schule kommt!“
Adam nickte lächelnd.
„Na, das will ich doch hoffen! Sonst werden nachher gar nicht alle von Margots
Hors-d’œuvres aufgefuttert und dann wäre sie tagelang deprimiert.“
Lilith konnte beobachten, wie er dabei eine gespielt arrogante Miene machte und sich dann kurzerhand verabschiedete:
„Wir gehen jetzt schon mal. Bis später, Mädels!“
Zu Liliths Überraschung griff er daraufhin sogar nach einer ihrer Hände und zog sie daran mit sich, wobei sie schon nach wenigen Metern außer Atem geriet und deshalb protestierte: „Gnade, Adam! Meine Beine sind nur halb so lang wie deine und doppelt so dick! Ich kann nicht so schnell laufen!“
Erst jetzt schien ihr Bruder bemerkt zu haben, dass sie nicht richtig hatte mithalten können und verdrehte lächelnd die Augen.
„Sorry, Lili, ich hatte einfach keine Lust mehr, in der Sonne herumzustehen. Zu Hause gibt´s Eis!“
Zu ihrer Erleichterung ging er danach deutlich langsamer weiter, wobei er ihr vorschlug: „Ich könnte dich ja ein wenig trainieren. Ich spanne dich einfach vor eine Kutsche und du ziehst mich. Da bekommst du sicher schnell einiges an Muskelmasse und die Pfunde purzeln.“
Lilith konnte nicht umhin, das Gesicht zu verziehen während sie weiter an seiner Seite den Bürgersteig neben einer ruhigen Landstraße entlanglief.
„Fang du nicht auch noch an! Ich weiß, dass ich zu schwer bin, aber ich esse eben gerne und Bewegen ist ... nun ja, anstrengend.“
„So sehr nun auch wieder nicht.“
„Doch total. Ich sitze lieber und lese, male, sehe mich in der Natur um und...“
Adam unterbrach sie plötzlich lachend und blieb stehen.
„Ich weiß das alles, Lilith, und ich wollte dich nur ein bisschen ärgern. Meinetwegen kannst du einfach so bleiben, wie du bist. Immer.“
Da er noch immer ihre Hand festhielt, blieb auch ihr nichts anderes übrig, als stehen zu bleiben und mit überraschten Blick zu ihm aufzusehen, wobei sie plötzlich spürte, wie er ihr mit der freien Hand über die Wange strich und dabei flüsterte:
„Ich liebe einfach alles an dir. Deine flammend roten Haare, diese grünen, bestechenden Augen, die süßen Sommersprossen auf deiner Nase und deinen Wangen, deine glatte Haut...“
Mit Erschaudern spürte sie, wie er seine Hand an ihren Nacken gleiten ließ und dann auch dort entlangstreichelte.
„Und ich liebe es, wie du gerade leicht errötest, wenn ich das hier mache und du eine Gänsehaut bekommst.“
Lilith kam nicht umhin, sich ein wenig erschrocken umzublicken.
„Adam, hör auf damit! Was ist, wenn uns jemand sieht und obendrein ist das ... ich weiß nicht, wir sind doch Geschwister. So etwas sollten wir nicht ...“
Sie wurde plötzlich Zeugin davon, wie Adam in eine seiner Hosentaschen griff und daraufhin ein kleines Schmuckkästchen zutage förderte.
„Das mag sein, aber was wäre, wenn ich dir sage, dass ich trotzdem nicht anders kann, als mich ständig zu dir hingezogen zu fühlen? Neben dir wirken alle anderen einfach so fade und blass, dass ich stetig nur an dich denken kann.“
Nach diesen für Lilith unfassbaren Worten ließ er von ihr ab, um das Kästchen zu öffnen und ihr darin einen wunderschönen, funkelnden Diamantring zu präsentieren.
„Das hier ist mein Geschenk für dich, Lili. Ich hoffe, er gefällt dir.“
Während Lilith spürte, wie ihr Herz regelrecht zu rasen begann, ergriff er erneut eine ihrer Hände und streifte ihr den Ring liebevoll an den Ringfinger.
„Ich wusste doch, dass er dir steht und das sogar trotz der ganzen Farbreste an deiner Hand.“
Mit einem Lächeln betrachtete er die Hand, die tatsächlich noch von Farbresten übersät war, nachdem sie tagelang das Bild gemalt hatte, welches sie ihm gleich am Morgen überreicht hatte.
„Dein Geschenk gefällt mir übrigens auch sehr gut“, behauptete er daraufhin.
„Du hast uns beide auf dem Bild sehr gut getroffen und meine Fantasie dahingehend angeregt, dass ich mir uns beide bei unserer Hochzeit vorgestellt habe.“
Lilith kam nicht umhin, zu erstarren. Hatte sie das gerade richtig verstanden? Natürlich hatten sie sich immer sehr nahe gestanden und eigentlich auch nie wirklich Probleme mit viel Körperkontakt gehabt, aber nicht auf solche Weise. Bislang war alles stets rein platonisch gewesen und Lilith war sich absolut sicher gewesen, dass daraus auch niemals mehr werden würde. Sie war verwirrt.
„Adam, ich ... der Ring ist wirklich schön, und du weißt, dass ich dich liebe, aber doch nicht so! Ich meine, du siehst gut aus und womöglich habe ich innerlich sogar ein bisschen für dich geschwärmt, aber ich kann nicht...“
Zu ihrem Erschrecken spürte sie plötzlich, wie sich von Hinten eine schwere Hand auf eine ihrer Schultern auflegte und vernahm dabei die Worte:
„Der Tag ist gekommen.“
Lilith hatte das Gefühl, einen Herzstillstand zu erleiden.
Ihre Gedanken überschlugen sich beinahe. Was hatte das zu bedeuten? Hatte Adam sich gerade einen blöden Scherz mit ihr erlaubt und nun stand einer ihrer Schulfreunde hinter ihr und würde im nächsten Moment laut loslachen:
„Haha, hast du echt gedacht, er würde dir einen Antrag machen?“
Das war zwar eigentlich nicht seine Art, aber was gerade geschehen war, erschien ihr so surreal, dass sie es sich dennoch irgendwie vorstellen konnte.
Womöglich betrachtete ihr Bruder das als eine Art Test, um sie zu ihrem gemeinsamen achtzehnten Geburtstag auf das Erwachsenenleben vorzubereiten, doch gefallen tat ihr das ganz und gar nicht.
Gekränkt und wütend blickte sie angesichts dessen zu Adam auf und setzte dazu an, ihm mitzuteilen, dass er ein Arschloch war, wenn ihre Vermutungen stimmten, doch was sie in seinem Gesicht erkannte, ließ sie erneut vor Schreck zusammenfahren.
Die blauen Augen ihres Bruders waren weit aufgerissen und er wirkte vollkommen erstarrt. Darüber hinaus konnte sie erkennen, dass sein Atem deutlich flacher ging und sich Schweißperlen auf seiner Stirn bildeten, weshalb sie es langsam aber sicher, mit der Angst zu tun bekam.
Wer oder was war nur hinter ihr, dass Adam derart reagierte?
Mit rasendem Herzschlag begann sie daraufhin, sich langsam umzuwenden und dabei den Blick anzuheben. Da die Stimme männlich geklungen hatte, ging sie davon aus, dass die Person hinter ihr größer als sie sein müsste, doch das, was sie schließlich tatsächlich erblickte, ließ sie augenblicklich einen spitzen Schrei ausstoßen und entsetzt zurückweichen.
„Das ist doch ... unmöglich!“, stammelte sie dabei und spürte, wie sie mit dem Rücken gegen Adam prallte.
„So etwas gibt es nicht! Du kannst nicht echt sein!“
Der vermeintliche Mann, welcher tatsächlich recht groß war, zeigte daraufhin ein schiefes Lächeln voller entsetzlicher, kaputter Zähne und nickte leichthin.
„Beim ersten Mal ist der Anblick fraglos ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man hat dich doch sicherlich darüber aufgeklärt, warum ich hier bin, nicht wahr? Die Zeit der Vorbereitung hat begonnen und deshalb wird es Zeit, dass du deinen Platz als Champion der Hölle einnimmst. Schließlich verbleiben nun nur noch zehn Jahre bis zum großen Kampf. Bis dahin musst du unter Anleitung deines Umwandlers an deinen Fertigkeiten feilen.“
Zu ihrem Entsetzen wurde Lilith daraufhin gewahr, wie der Blick der Gestalt an ihr hinab glitt. Dabei war sie nicht mal wirklich in der Lage, einzuordnen, was er eigentlich genau war.
„Sehr vielversprechend wirkst du auf mich nicht, aber Befehl ist Befehl. Also komm. Ich möchte das Ganze möglichst rasch hinter mich bringen.“
Das Wesen, welches zwei schwarze, zerfetzt wirkende, gefiederte Flügel hatte, dazu ebenso schwarzes, strähniges Haar und rote, blutunterlaufene Augen, grinste leicht unter ihrer Musterung.
„Gefalle ich dir etwa nicht?“
Scheinbar um sie noch mehr zu ängstigen, begann er daraufhin, sich an einem Arm so heftig über die ohnehin schon sehr dünne und fast weiß wirkenden Haut zu kratzen, dass er zu bluten begann, während er nebenbei an einer dicken Gliederkette, welche er über einer schlichten schwarzen Toga um den Körper gewickelt hatte und deren Enden scheinbar einfach in den Boden hineinführten. Gleich darauf streckte er ihr eine knochige Hand, mit unfassbar ekligen, ungepflegten Nägeln entgegen und behauptete:
„Mein Name lautet Azrael. Ich wurde zu meinem Bedauern dazu bestimmt, dich abzuholen und im Anschluss sogleich auf die Zeremonie der Umwandlung vorzubereiten. Das mag uns beiden nicht gefallen, aber der Befehl stammt von Fürst Belial persönlich. Und nachdem ich schon so tief gefallen bin ...“, er deutete kurz nach oben in den Himmel und dann auf seine zerfetzten Flügel. „Möchte ich ehrlich gesagt nicht noch mehr Ärger. Tausend Jahre in Ketten reichen mir so langsam.“
Lilith starrte ihn ungläubig an. Das konnte doch nicht echt sein. Entweder hatte man ihr etwas ins Essen gemischt oder das war irgendeine KI-Laser-Lichtshow, um ihr, wie sie bereits vermutet hatte, einen Streich zu spielen.
Anders war das einfach nicht zu erklären. Es gab keine grotesk verunstalteten Engelsgestalten in Ketten, die plötzlich hinter einem auftauchten und behaupteten, sie mitnehmen zu wollen. Definitiv nicht!
„Haha Adam, dass ist dir wirklich gut gelungen, aber ich würde dich bitten, dieses Ding jetzt wieder verschwinden zu lassen! Er macht mir Angst!“
Sie wandte sich halb zu ihrem Bruder um, doch dieser schien selbst vollkommen fassungslos.
„Der kommt nicht von mir“, behauptete er dann und schüttelte den blonden Schopf.
„Ich dachte, dass du vielleicht ...“
Lilith schüttelte ebenfalls hastig den Kopf.
„Für so etwas fehlt mir wahrlich die Fantasie! Nein, Adam, ich habe damit nichts zu tun und ich will jetzt hören, dass das nur ein blöder Scherz von dir ist!“
Ihr Bruder wurde sichtlich bleich.
„Nein ... nein ... das ist unmöglich! Ist etwa der Tag des Jüngsten Gerichts angebrochen? Ist dieser Dämon etwa zu uns herabgestiegen, um die Menschheit zu geißeln und die Apokalypse anzukündigen?“
Er griff sich beherzt an das Kreuz, welches er immer trug, und hielt es dem geflügelten Ding mit zornigem Gesichtsausdruck entgegen.
„Mama hatte am Ende also doch recht! Es gibt eine Hölle, und du, widerliches Monster bist ihr soeben entstiegen!“
Lilith bemerkte, wie er an ihr vorbei auf das Wesen zuging und dabei das Kreuz noch höher hielt:
„Weiche, üble Kreatur! Du bekommst unsere Seelen nicht. Weder die meine noch die meiner Schwester!“
Das goldene Kreuz funkelte in der Mittagssonne. Die Landstraße mit den Vorgärten war weiterhin ruhig und es wehte ein lauer Sommerwind.
Geradezu ideales Wetter, um Geburtstag zu haben und eine große Feier zu planen.
Das waren zumindest die Gedanken, an die Lilith sich in diesem Moment zu klammern versuchte, um nicht durchzudrehen, doch das Wesen zeigte sich ungerührt.
„Och bitte. Komm mir doch nicht mit so einem Quatsch. Dein Kreuz würde auf meiner Haut vermutlich etwas brennen, mehr aber auch nicht, und wie man sieht, kenne ich mich mit Schmerzen bestens aus. Denn anders als du mir vorwirfst, bin ich noch kein richtiger Dämon, sondern ein gefallener Engel in meinen Bußejahren und deshalb sozusagen der Sandsack des großen Fürsten Belial. Seines Zeichens der achte und somit jüngste Fürst der Hölle, der leider nicht sehr geduldig ist.“
Das Wesen begann nun, auf Adam zuzugehen, wobei er blutige Fußspuren am Boden hinterließ.
Adam brüllte daraufhin regelrecht auf und sprang auf das Wesen zu, um ihm das Kreuz tatsächlich an dessen Körper zu drücken, wobei er im nächsten Moment lediglich nach vorne stolperte.
Das Wesen - oder der gefallene Engel, wie er selbst behauptete - war leichtfüßig ausgewichen und stieß nun ein spöttisches Schnauben aus.
„Ohne ein vernünftiges Training habt ihr Menschen uns doch überhaupt nichts entgegenzusetzen.“ Sein gruseliger Blick glitt auf den Ring an Liliths Finger: „Zudem bist du ihr Bruder, wenn ich es richtig verstanden habe, und somit ohnehin selbst auserwählt, um im Gegenzug den Champion des Himmels zu stellen.“
Er nickte bekräftigend und warnte plötzlich:
„Übrigens müsstest du dafür noch vollkommen unberührt sein, und wenn ich das gerade richtig beobachtet habe, hegst du offenbar unlautere Gefühle für deine eigene Schwester. Das macht sich natürlich nicht so gut für den Kandidaten des Lichts. Also schlag sie dir lieber aus dem Kopf. Ihr werdet euch ab jetzt sowieso für mindestens zehn Jahre nicht mehr sehen.“
Während Lilith nicht umhin konnte, leicht zu erröten, brüllte Adam erneut auf und versuchte noch einmal, den gruseligen Engeldämon, oder was immer er auch war mit seinem Kreuz zu erwischen, doch dieser wich erneut spielerisch leicht aus.
„Meine Güte, du bist aber hartnäckig. Immerhin zeugt das von Potenzial für einen Krieger, aber besonders intelligent scheinst du nicht zu sein.“
Lilith konnte daraufhin beobachten, wie er sich eine seiner Federn ausriss, um sie zusammen mit ein wenig Blut auf den Boden fallen zu lassen.
Sobald sie diesen berührte, bildete sich dort ein scheinbar absolut finsteres, schwarzes Loch mit etwa zwei Metern Durchmesser.
„Ihr beide habt keine Wahl. Selbst eure Zeugung war einzig und allein dafür bestimmt, zwei neue Champions zu erschaffen und nun, wo ihr endlich volljährig seid, ist die Zeit gekommen, mit eurem Training zu beginnen.“
Er deutete auf Adam und erklärte: „Du wirst sicher im Laufe des Tages ebenfalls von einem Himmelsgesandten abgeholt, und ich bin hier, um Lilith mitzunehmen - den ersten weiblichen Champion überhaupt. Leider sind der Hölle zwei wichtige Grundpfeiler abhandengekommen und somit kann ihre Namensvetterin Lilith, die große Mutter aller Dämonen, welche einer davon war, leider nicht länger dazu genutzt werden, unseren Kandidaten umzuwandeln.“
Der gefallene Engel, welcher angeblich Azrael hieß, seufzte vernehmlich.
„Sie ist einfach eines Tages zusammen mit dem großen Luzifer verschwunden und gleich, welche Mühen wir auch auf uns genommen haben, um sie zu finden, hat sich daran bis heute nichts geändert.“
Während sich Adams Gesicht sichtlich verfinsterte und er hörbar mit den Zähnen knirschte, nickte Azrael scheinbar besorgt und erklärte zusätzlich:
„Am Ende haben beide Seiten kein Interesse daran, zum wiederholten Male ein Armageddon hier auf der Erde auszulösen, da wir schließlich vom Glauben der Menschheit zehren, aber natürlich neiden und hassen wir uns gegenseitig. Aus diesem Grund halte sogar ich es für eine gute Idee, statt eines allumfassenden Krieges lediglich alle einhundert Jahre jeweils zwei Champions gegeneinander antreten zu lassen. Auf diese Weise stirbt am Ende nur der Verlierer dieses Kampfes, und die Seite des Siegers bekommt die folgenden hundert Jahre die Vorherrschaft über die Erde. Das ist viel besser, als ein Krieg in dem die gesamte Menschheit nahe an die Ausrottung getrieben wird, meint ihr nicht auch?“
Lilith hatte den Eindruck, dass er tatsächlich Zustimmung erwartete, doch Adam schüttelte nur wütend den Kopf.
„Das ist doch lächerlich! So etwas wie einen Championkampf zwischen Himmel und Hölle gibt es nicht! So etwas wird in der Bibel nie erwähnt und Lilith gehört zu mir!“
Er trat nun wieder vor sie und breitete dabei schützend die Arme aus.
„Verschwinde und lass uns in Ruhe! Wir wollen mit deinen Spinnereien nichts zu tun haben!“
Lilith kam nicht umhin, große Dankbarkeit zu verspüren und ihren Bruder für seinen Mut zu bewundern, doch Azrael lachte nur freudlos.
„Als ob das meine Idee gewesen wäre. Aber im Ernst, Armageddon ist nicht so toll, versteht ihr? Es ist besser, nur zwei Leute gegeneinander antreten zu lassen. Und das seid nun einmal in zehn Jahren, wenn die einhundert Jahre wieder einmal um sind, ihr beide.“
An dieser Stelle schien er plötzlich die Geduld zu verlieren und trat mit wütender Miene auf Adam zu.
„Mach endlich Platz, Himmelsbubi, und lass mich meinen Auftrag erfüllen. Ich will nicht schon wieder von Fürst Belial sanktioniert werden!“
Bevor Adam auch nur einen Mucks machen konnte, schnellte plötzlich eine Hand des gefallenen Engels hervor und traf ihn damit gezielt an der Kehle.
Lilith hatte keine Ahnung, was er dabei getan hatte, aber es dauerte keine fünf Sekunden, bis Adam plötzlich in die Knie zu sacken begann und sich zunächst geräuschvoll übergab.
„Ich sagte doch, dass ihr mir nichts entgegenzusetzen habt und nun kriech hübsch zur Seite und lass mich Lilith mitnehmen!“
Im Anschluss verpasste er Adam auch noch einen Tritt, der ihn endgültig umstieß und Lilith dazu brachte, sich mit einem panischen Schrei über ihn zu werfen.
„Nein, lass meinen Bruder in Ruhe! Du darfst Adam nicht wehtun!“
Sie spürte, wie ihr Herz raste und ihr Tränen der Verzweiflung in die Augen stiegen.
„Wir können nicht gegeneinander kämpfen! Wir lieben uns doch und unsere Familie wartet zu Hause auf uns.“
Der gefallene Engel schüttelte an dieser Stelle den Kopf und erklärte nun beinahe mitfühlend:
„Eure Familie weiß längst über alles Bescheid. Ich sagte doch, dass eure Zeugung geplant war, und am Ende sind eure Gefühle füreinander ohnehin unerheblich. Ihr seid auserwählt und werdet lernen müssen, euch zu hassen.“
Lilith spürte voller Entsetzen, wie Azrael sie an einem Oberarm packte, um sie von Adam fort zu schleifen.
„Mach es uns doch nicht so schwer, Mädchen. Ich muss dich nun einmal vor den Rat der großen Fürsten bringen, und je eher mir das gelingt, umso weniger Folter habe ich zu erwarten.“
Lilith kam nicht umhin, weinend den Kopf zu schütteln und eine Hand nach Adam auszustrecken.
„Bitte nicht! Adam, bleib bei mir!“
Zu ihrer Freude streckte daraufhin auch ihr Bruder eine seiner Hände in ihre Richtung aus und berührte damit sogar ihre.
„Mach dir keine Sorgen ...“, ächzte er. „Ich gebe nicht auf! Ich finde dich, Lilith ... irgendwann!“
Im Anschluss versuchte er, sich irgendwie aufzurichten und ihr hinterherzukrabbeln, doch Azrael war unnachgiebig.
„Jetzt lasst doch diesen Blödsinn bleiben!“, keuchte er.
„Ihr würdet ohne die Championkämpfe nicht einmal existieren und jetzt fügt euch endlich eurem Schicksal!“
Mit diesem Satz riss er Lilith endgültig von ihrem Bruder los und schleifte sie stattdessen zu dem schwarzen Loch vor dem er kurz verharrte und ihr dann riet:
„Du solltest dich jetzt von der lieben Sonne verabschieden. Du wirst sie nämlich ebenso lange nicht mehr zu Gesicht bekommen wie deinen Bruder.“
Unter Tränen schüttelte sie daraufhin den Kopf und flehte:„Bitte lass uns doch einfach in Ruhe.“
Azrael hob daraufhin allerdings nur seufzend die Schultern.
„Dann eben auf die harte Tour.“
Damit stieß er sie in das Loch hinein.
Lilith begann zu schreien und panisch um sich zu schlagen, doch nichts davon hatte irgendeinen Effekt.
Es war, als würde sie einfach von der Dunkelheit verschluckt werden, und schließlich war da auch gar nichts anderes mehr.
Die Finsternis verschluckte sie endgültig.









Auch wenn ich selbst hier neu bin. Gute Geschichte, nur wūrde ich bei den absätzen darauf achten das diese gleichmäßiger sind. Ansonsten bin ich gespannt, wie es weiter geht 👍
Ein spannendes erstes Kapitel, das Lust auf mehr macht.