Kapitel 1 ~ Zwischen Verrat und Schicksal
Anna
Freudestrahlend betrat ich die Firma meines Freundes, mit dem ich heute ein Jähriges hatte und zu diesem Anlass hatte ich eine Torte für uns machen lassen die ich nun vor mich hertrug wie eine Trophäe. »Guten Abend Miss Anna« begrüßte mich der Hausmeister, der grade die Empfangshalle wischte. »Guten Abend Jeremy, ich hoffe Ihnen und ihrer Frau geht es gut!?« grüßte ich zurück, während ich den Knopf des Aufzugs drückte. »Mir und meiner Frau geht es sehr gut danke, er trat ein Stück näher und schirmte seinen Mund ab und flüsterte. »Die Vampire allerdings scheinen in Aufruhr zu sein! Manche sollen gehört haben das der König seine Frau für die Ewigkeit sucht, aber bis jetzt ohne Erfolg da die Mehrzahl der Frauen fürchterliche Angst vor ihm haben« dies sagte er mit einem verräterischen funkeln in den Augen.
»Meiner Meinung nach brauchen die keine Angst zu haben, seit nunmehr Zweihundert Jahren leben die Vampire offen unter uns Menschen, da sollte man doch meinen das man sich dran gewöhnt hat. Ich wurde in Rumänien geboren und dort aufgewachsen und da leben die Meisten der Vampire, aber Angst oder gar Beklemmung habe ich denen gegenüber nie verspürt. Mystisches zog mich schon immer wie magisch an meine beste Freundin zum Beispiel ist ein Vampir etwas, was mein Freund nie Akzeptieren konnte« Ich zuckte mit den Schultern. »Aber er ist ja mit mir zusammen und nicht mit Gwen, aber nun, denn man sieht sich sicher noch mal Jeremy« sagte ich zum abschied als der Aufzug auf ging und ich hineintrat.
Er winkte zurück und widmete sich wieder seiner Aufgabe als die Aufzugtüren sich hinter mir schlossen und sich in Bewegung setzte. Während ich nach oben in die Chefetage fuhr, dachte ich über das nach was Jeremy mir erzählt hatte. Der erste Sohn der Nacht und Herrscher aller Vampire Cassian Ravencroft soll also eine Frau für die Ewigkeit suchen eine Schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt das selbst noch nach Zweihundert Jahren noch viele Angst hatten oder vor Respekt in Starre verfielen. Viele behaupten das er Furchterregend aussah und andere sagten er wäre atemberaubend schön. Ich jedoch gab nicht viel auf das Gerede von anderen sondern machte mir selbst ein Bild darauf konnte ich nämlich vertrauen.
Oben trat ich aus dem Aufzug und schritt auf das Büro meines Freundes zu und stieß die Tür auf und innerhalb von Sekunden gefrohr mein Lächeln und die sorgfältig gemachte Torte, für die ich Unzähliege Doller bezahlt hatte, entglitt meinen Fingern und endete als Matschige Dekoration auf dem Parkettboden. Beide sahen mich erschrocken an. Es ist ja eine Sache das er mich betrogen hatte, aber eine andere, dass es eine Vampirin war, mit der er es getan hatte, aber meine beste Freundin anfeinden konnte er, oder was? »Du bist das allerletzte Maximilian, wirklich das allerletzte Stück scheiße auf diesem Planeten, du erlaubst dir wann immer es nur geht meine beste Freundin anzufeinden, aber mich im Gegenzug mit einer Vampirin zu betrügen!? Absolute Glanzleistung Maximilian wirklich, das hättest du nicht besser hinbekommen können!« sagte ich mit eisiger Stimme. Die Vampirin sah erst mich an dann Maximilian. Das zischte sie. »Was bist du denn für einer? Du hast gesagt du hast niemanden mit dem du zusammen bist«
Interessant! Dachte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. »Tja jetzt hat er ja Offiziell niemanden mehr« sagte ich und zückte mein Handy und rief meinen Fahrer an. »Ja, Miss Anna?« antwortete Sebastian prompt. »Sebastian sei so gut und weise den Fahrer von Gwen an sie zum Flughafen zu bringen und lass den Jet vorbereiten, ich kehre mit Gwen nach Rumänien zurück« sagte ich. »Wie ihr wünscht Miss Anna wird sofort erledigt« bestätigte er und ich legte auf. Dann fixierte ich Maximilian der mittlerweile bleich war wie eine Wand.
»Das wird noch ein Nachspiel haben Maximilian, darauf kannst du dich verlassen« sagte ich und wandte mich ab. Während ich auf den Aufzug wartete, rief ich meinen Vater an, der nach dem Zweiten Klingeln abnahm. »Anna mein Schatz...« »Dad stelle jegliche Finanzielle Unterstützung zu Maximilian ein« sagte ich und meine Stimme war noch immer frostig. »Anna was ist vorgefallen?« fragte er alarmiert. »Er hat mich betrogen Dad mit einer Vampirin, das ist passiert!« erwiderte ich.
Einen ganzen Moment war es an der anderen Leitung still, bis mein Vater leise zischte. »Er hat was getan?« Ich seufzte und stieg in den Aufzug als die Tür aufgingen und drückte den Kopf für den Erdgeschoss. »Betrogen Dad, mit einer Vampirin, obwohl der Gwen immer angefeindet hat! Naja, ich für meinen teil kehre mit Gwen nach Rumänien zurück!« sagte ich. Mein Vater seufzte tief in den Hörer. »Ist gut mein Schatz, habt einen angenehmen Flug und die Zahlungen zu Maximilian lass ich einstellen« Ein trauriges lächeln huschte über meine Lippen als ich im Empfangsbereich ausstieg und Jeremy mir zuwinkte. »Danke Dad, wir sehen uns in ein Paar stunden« sagte ich und beendete das Telefonat. Jeremy kam besorgt auf mich zugelaufen. »Miss Anna, Sie sehen aus als wäre oben etwas vorgefallen!?« Ich seufzte erneut. »Wenn Sie mit Vorgefallen Betrogen meinen Jeremy dann ist, was vorgefallen!« sagte ich und Jeremy sah mich geweiteten Augen an, bevor er das Gesicht verzog.
»Das tut mir echt leid Miss Anna, aber die meisten Jungen Männer heut zu Tage haben bei allem, was mir heilig ist keinen Sinn mehr für Treue, hören Sie auf einen alten Mann wie mich Miss Anna und suchen sie sich einen Vampir als Mann, damit sind Sie tausendmal besser aufgestellt, denn die sind Treu im Gegensatz wie die Menschlichen Männer« ich schmunzelte leicht. »Es gibt aber auch durchaus auch Frauen, die das machen« erwiderte ich und er nickte. »Tja und in dem Fall sollen die Männer, die von ihren Frauen betrogen wurden, eine Vampirin suchen, so einfach ist das« sagte er und verschränkte die arme. Ich legte sanft eine Hand auf seinen Unterarm. »Danke Jeremy, Ihre worte haben mir sehr geholfen und man wird sehen, was in Zukunft passieren wird. Und ein kleiner Tipp von meiner Seite als Dankeschön: Sie sollten sich als Putzkraft in der Rosenfels Villa bewerben, mein Vater stellt nämlich die Zahlungen zu Maximilan ein und somit wird er die Firma bald dicht machen müssen« Er sah mich mit riesigen Augen an. »Danke für den Tipp Miss Anna das werde ich gleich Morgen früh in Angriff nehmen« Ich nickte und setzte meinen Weg fort. Als ich das Gebäude verließ, öffnete mein Fahrer bereits die Tür zur Rückbank. »Der Privatjet ist vorbereitet und Miss Gwen ist bereits dort und wartet auf Sie Miss Anna!« Ich nickte und stieg ein und Sebastian schloss die Autotür und ging zur Fahrerseite. Er lenkte den Wagen aus der Parklücke und fuhr Richtung Flugplatz.








