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Koiko – meine Blume

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Zusammenfassung

Kurzgeschichten aus dem Alltag, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Erotik

Status:
vor 19 Stunden
Kapitel:
12
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1



Hans ist schon vierundzwanzig Jahre alt und immer noch ein Träumer. Mit dem schönen Geschlecht hatte er bisher nicht viel am Hut, so, wie er sich immer schon schwer getan hat mit Freundschaften. Er war eher der Einzelgänger, sehr klug aber auch sehr gehemmt.

Während der Grundschulzeit hatte er eine Banknachbarin, Nicole. Mit ihr unterhielt er sich eigentlich ganz gern, obwohl es nur wenig gemeinsame Interessen zwischen den beiden gab und Nicole sich lieber unter den Mädchen in der Klasse aufhielt.

Zu den Jungs in der Klasse, die sich lieber rauften und auf dem Schulhof Fußball spielten, zog es ihn überhaupt nicht hin und so entwickelte sich nie eine wirkliche Freundschaft zwischen Hans uns seinen Mitschülern. Nicole hatte ihn einmal, in der vierten Klasse, zu ihrem Geburtstag eingeladen, weil Nicoles Mutter der Meinung war, Hans sei doch ein netter Junge und Nicole solle ihn doch einladen. Hans verließ die Geburtstagsfeier vorzeitig, weil sich keiner der anderen Gäste mit ihm unterhielt oder unterhalten wollte.

Später, auf der Penne, saß er neben Björn. Björn war völlig anders als Hans. Er war ein Draufgänger, hatte unheimlich viele Kumpels und die meisten Jungs aus der Klasse wollten ihn zum Freund haben. Björn schäkerte auch schon sehr zeitig mit den Mädchen aus der Klasse und hatte bereits in der siebten Klasse, als Erster eine feste Freundin. Später wechselten dann die Freundinnen ziemlich oft und die schulischen Leistungen von Björn wurden immer schlechter. Hans hatte zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis, Björn zum Freund haben zu wollen. Zwar unterhielten sich die beiden hin und wieder. Sie verstanden sich auch so einigermaßen, aber eine Freundschaft entwickelte sich zwischen den beiden nie.

Während der Gymnasialzeit waren Hans Mädchen immer suspekt. Sie waren ihm, durch die Bank, zu zickig und interessierten sich für alles Mögliche, nur kein bisschen für den stillen, verträumten Jungen, der auch in der pubertären Entwicklung etwas hinterher war.

Hans war deswegen aber keineswegs betrübt. Es machte ihm nichts aus, ein Einzelgänger zu sein. Er las bergeweise Bücher und nachdem ihm seine Eltern zum 14-ten Geburtstag einen Laptop geschenkt hatten, war er oft Stundenlang im Internet unterwegs. Seine Eltern machten sich eine Zeitlang Sorgen, besonders sein Vater.

Bereits in der Grundschulzeit schleppte er Hans zum Fußballtraining, damit er unter Menschen kam. Aber schon nach einem Vierteljahr schwänzte Hans das Training. Die Kampelei mit anderen Jungen um ein Stück Leder empfand er als stressig und ihm tat die Zeit leid, die er dabei vertrödelte. Er beichtete seiner Mama und die konnte den Vater überzeugen, von weiteren derartigen Aktivitäten abzulassen.

Als Hans in der siebten Klasse war, war es seine Entscheidung, zum Schwimmtraining zu gehen.

Das war für ihn die richtige Sportart. Hier konnte er Bahn für Bahn durchziehen und vor sich hinträumen. Die Leistung war ihm dabei weniger wichtig, auch wenn sein Trainer ihn hin und wieder ermahnte, weil er oft nicht bei der Sache war.

Nach dem Abitur machte er ein freiwilliges Jahr bei der DLRG als Rettungsschwimmer. Inzwischen war Hans zu einem stattlichen Mann herangewachsen. Mit seinen breiten Schultern und seinen blonden, etwas struppigen Haaren war er zu einer Augenweide für das weibliche Geschlecht geworden. Nicht nur die Mädchen seines Alters drehten sich nach ihm um.

So war es auch nicht verwunderlich, dass sich eine ältere Frau für ihn zu interessieren begann. Sie war sehr redegewandt, deswegen unterhielt sich Hans auch gern mit ihr. Daniela hatte vor allem an seiner Statur Gefallen gefunden. Seine ruhige, zurückhaltende Art reizte sie besonders und so begann sie ihr Netz um ihn zu spinnen. Ihr Interesse war schlechthin rein sexueller Natur.

Hans, der in diesen Dingen völlig unerfahren war, war für Daniela eine leichte Beute. Sie lud ihn zum Essen ein, ging mit ihm in die Diskothek und Hans fand Gefallen an dieser Zweisamkeit. Er konnte mit Daniela über alles Mögliche reden und profitierte manches Mal sogar von ihren Erfahrungen, das gefiel ihm. Und irgendwie verliebte er sich sogar ein bisschen in die deutlich ältere Frau, die so leichter an ihr Ziel kam.

Schließlich landete Hans bei ihr im Bett. Daniela ging sehr schnell zur Sache und nahm ihn fast gegen seinen Willen. Sie knöpfte seine Hose auf und bemächtigte sich seiner, zog ihm die Jeans aus und setzte sich auf ihn. Dann ritt sie auf ihm, bis es ihr kam und Hans fühlte sich völlig überrumpelt und angewidert. Nachdem Daniela zu ihrem Höhepunkt gekommen war, stieg sie von ihrem ‘Hengst’ ab, setzte sich in einen Sessel und rauchte eine Zigarette. Da war keine Zärtlichkeit, kein Kuss, keine Romantik, nur purer Sex. Und dann rauchte sie auch noch irgendeinen billigen Knaster und verpestete die Luft mit einem, für Hans, alles andere als angenehmen, Gestank.

Nach dieser Nacht gab es keine weiteren Nächte mehr. Daniela hatte kein Interesse mehr an ihm und Hans fühlte sich gekränkt, benutzt und betrogen. Sex hatte ihm bisher nicht gefehlt im Leben und nach diesem Erlebnis war sein Bedürfnis danach keinesfalls größer geworden.

Nach dem Jahr bei der DLRG begann er Medizin zu studieren. Sein Traum war es, Rettungsarzt zu werden. Doch noch während des Physikums brach er das Studium ab. Nicht weil er leistungsmäßig nicht mitkam, seine Leistungen waren, wie schon auf dem Gymnasium überwiegend sehr gut.

Er hatte lediglich auf einmal das Gefühl, dass Medizin doch nicht das Richtige für ihn ist. Schon während des Medizinstudiums hatte er begonnen hin und wieder, Vorlesungen in Psychologie zu hören. Das interessierte ihn viel mehr als Anatomie und Physiologie des Menschen und so schrieb er sich nach dem dritten Semester Medizin für ein Psychologiestudium ein.

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