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Dialoge & Szenen - Grazia und ihre Charaktere

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Zusammenfassung

Willkommen hinter den Kulissen meiner Geschichten! ♥️ In dieser Sammlung findet ihr Dialoge zwischen mir und meinen Charakteren, die immer wieder ganz spontan entstehen. Denn manchmal haben meine Figuren ihre ganz eigenen Vorstellungen davon, wie ihre Geschichten verlaufen sollen. Aber auch Gespräche zwischen den Charakteren, die außerhalb ihrer eigentlichen Geschichten stattfinden, haben hier ihren Platz. Dazu kommen ältere Szenen, unveröffentlichte Ausschnitte und kleine Einblicke in die Entstehung meiner Geschichten. Da ich nicht alles auf meiner Pinnwand teilen möchte, bekommt diese Sammlung ihren eigenen Platz. Neue Beiträge erscheinen immer dann, wenn etwas entsteht oder ich einen älteren Text wiederentdecke. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und beim Eintauchen hinter die Kulissen! Liebe Grüße Grazia B. Valenti

Status:
vor 2 Tagen
Kapitel:
3
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Adrien und Grazia

Ich glaube, ich habe da etwas übertrieben.

Adrien Beaumont ist ja ganz und gar nicht mehr zufrieden.

Sein Anspruch übersteigt alles. 😱

Ja, was mache ich da jetzt am besten?


18.10.2026

»Verflucht. Warum gerade jetzt?«

Ich schlage mit der Faust auf das Blatt Papier auf dem Schreibtisch.

»Gerade, wenn ich die Story so weit habe, dass sich die Charaktere etabliert haben ...«

»Haben sie das?«

»What the F…?«

Schlagartig drehe ich mich um.

»Dein Kopf ist seit Stunden nicht bei der Szene, Liebes.«

»Dessen bin ich mir im Klaren, Adrien!«, bluffe ich den jüngeren Beaumont an. »Sie sind da, wo sie nicht hingehören.«

Adrien tritt näher an mich heran. Nicht neben mich, sondern hinter mich.

»Du denkst an mich.«

Ich schlucke hörbar.

Sein Atem trifft auf die Seite meines Halses.

»Da gehören sie ja auch hin. Aber …«

Ich lasse mich auf den Bürostuhl fallen.

»Aber nicht zu deinem jüngeren Ich, sondern deiner Persönlichkeit, zu der Zeit, als Elodie bei dir war. Oder eher nicht mehr bei dir war.«

»Und wo liegt dann das Problem? Ist das nicht die perfekte Ausgangslage, um L’EMPRISE weiterzuschreiben?«

»NEIN!«, sage ich bestimmt. »Falls du es noch nicht gemerkt hast, deine Vorgeschichte hat sich verändert.«

Adrien blickt für einen Augenblick an die Zimmerdecke und denkt nach.

»Richtig. Da muss ich sagen, das gefällt mir viel besser. Ich bin kein bloßer Handlanger mehr, der einen Deal mit der Mafia einging. Oh, Süße, das verändert grundlegend alles.«

Ich nicke wissend.

»Mein Problem besteht allerdings darin, dass ich ausgerechnet dich nicht als jungen Mann hinbekomme, der Anfang zwanzig ist. Es ist, als ob du eine andere Person wärst. Wie soll ich da bitte die »Foreign Reign Academy« schreiben? Ich kann schlecht dein späteres Handeln und deine Persönlichkeit ändern. Aber es will nicht funktionieren, dich so in die Academy mit Violetta hineinzuschreiben.«

Adrien läuft um den Schreibtisch herum, sodass er es sich in einem der bequemen Sessel vor dem Schreibtisch gemütlich macht und mich mit seinen hellbraunen Augen ansieht.

»Bist du sicher, dass du die Geschichte schreiben willst?«

Mein Kopf reagiert schneller, als ich nachdenken kann, und nickt.

»Und warum genau?«

Meine rechte Hand greift bereits nach einem Füller.

Ausgerechnet den, den mir Nathaniel Blackwood vor einigen Monaten hinhielt. Den goldenen, mit dem Schriftzug der Blackwood Group.

»Das ist das Fundament des ganzen Blackwood Empires«, gebe ich Adrien zu verstehen.

Dabei merke ich es bereits.

Meine Stimme bricht.

»Ohne die Geschichte kann es kein Blackwood Empire geben.«

Adrien lehnt sich vor, platziert seine Unterarme auf dem Schreibtisch.

»Bisher hat es doch auch funktioniert.«

Plötzlich greift er sich meinen Tablett-PC.

Adrien liest die letzten Sätze im Their Rules, Their Obsession Manuskript.

»Du führst Elodie in eine völlig andere Richtung, als in den vorherigen Kapiteln ersichtlich war. Du treibst sie von den Blackwoods weg.«

»Das darf nicht sein. Das wollte ich nicht. Ich … Die Geschichte hat sich in eine Richtung entwickelt, in der sie nicht mehr hin soll. So darf es nicht weiter gehen.«

Vorwurfsvoll blickt er mich an.

»Ma chérie, das gehört nicht in die Geschichte, das gehört eindeutig in die Story mit Elodie und mir.«

Der Füller fällt aus meiner Hand.

»Ich habe dir Anfang des Jahres etwas gesagt.« Adrien greift über den Tisch nach meiner Hand. »Elodie wird mein sein. Und ich kann sehr überzeugend sein.«

Was? Nein? Hatte er Recht? Aber ich habe doch alles dafür getan, damit das nicht passiert.

»Elodie gehört nicht dir, Adrien!«

Ich will meine Hand zurückziehen, aber es funktioniert nicht. Er hält sie fester in seinem Griff.

»Deine Worte lügen nicht.«

Er schiebt mir das Tablet zu. »Es steht dort alles geschrieben. Du nutzt Mico, um Elodie eine Erkenntnis über ihren Gemütszustand zu geben. Und gleichzeitig hast du heute herausgefunden, warum ich ihr gegenüber überhaupt so gehandelt habe.«

Ich beiße mir auf die Zunge.

Verdammt.

Adrien hat recht.

Ich weiß ganz genau, warum er Elodie solch eine Bestrafung unterzogen hat.

»Elodie gehört zu mir, nicht zu den Blackwood Zwillingen. Du merkst es doch selbst. Dann schreibe gefälligst die richtige Story für Elodie und mach dein Herzensprojekt – so, wie du es betitelst – nicht kaputt. Oder ist es nicht mehr das Projekt, was du tief in deinem Inneren fühlst, Grazia?«

»Doch … das glaube ich zumindest. Ich weiß es nicht. Mein Kopf ist durcheinander.«

»Elodie gehört zu mir. Ich werde dafür sorgen, dass du sie richtig schreibst. Du wirst sie, verdammt nochmal, in die richtige Richtung biegen und ihr die richtige Geschichte geben.« Der Druck auf meine Hand schwächt sich minimal ab. »Obwohl, nein. Das mit dem Hinbiegen, das sollte meine Aufgabe sein, nicht deine.«

Sein hartnäckiger Blick trifft erneut auf meinen. »Gib Elodie das, was sie verdient. Und kein Gefühlschaos! Alexander … Damien … ich …

Wie soll sie das denn aushalten? Wolltest du ihr auch noch Mico aufdrängen?«

»Ähm … ähm … Ich habe es in Erwägung gezogen.«

Er presst seine Hand stärker auf meine, zerrt sie und somit mich mit einem Ruck über den Tisch.

»Das wolltest du als Reverse Harem verkaufen? Bloß weil du das Wort ›Dark‹ davor setzt, heißt es nicht, dass es ein Reverse Harem ist. Sie wird nicht mit allen Männern eine Bindung eingehen.« Er zieht mich nahe an sein Gesicht heran.

Seine Augen geben es preis.

Er ist ganz und gar nicht begeistert.

Auch wenn er so ruhig bleibt.

Er ist kontrollierter als Alexander. Er hat sich quasi immer unter Kontrolle, egal was und wer da kommt.

Das gilt aber nicht bei einer Person.

Elodie.

»Gottverdammt, sie ist keine Puppe, die du einfach an die Männer herumreichen kannst.

Hast du nichts von mir gelernt?

Ich habe dafür gesorgt, dass Elodie dieses Schicksal nicht erleiden muss.

Und dir fällt nichts Besseres ein, als sie an all die Männer abzugeben?«

Kein Wort findet den Weg aus meinem Mund.

Ich wage es nicht, ihm zu widersprechen.

Ich mache all das kaputt, was er akribisch unterbunden hat.

»Du wirst das gerade biegen, Grazia. Du wirst Elodie daraus holen und ihr den Mann geben, der ihr zusteht. Denjenigen, der ihren Kopf einnimmt.

Das wird garantiert nicht Alexander Blackwood sein.

Er hat sie lediglich einmal angesehen und gemeint, er will sie haben.

Er liebt sie nicht.

Er überdeckt nur seinen inneren Schmerz.

Und Damien? Er hat sie benutzt, wie ein Stück Vieh.

Das hat Elodie nicht verdient.«

Adrien lässt mich los.

Mein ganzer Körper erzittert.

Mit allem habe ich gerechnet, aber nicht damit, dass er mich so angeht.

Elodie bedeutet ihm wirklich mehr, als ich dachte.

»Setz dich! Du wirst das alles jetzt gerade rücken.« Er zeigt auf meinen Stuhl vor dem Computer. »Du wirst Elodie nicht weiter in eine Frau verwandeln, die sich allen Männern hingibt.

Sie steht alleine mir zu, meine liebe Grazia.«

Bebend legen sich meine Finger auf das Keyboard und beginnen mit dem Tippen.

Adrien rückt einen der Sessel zurecht und stellt ihn direkt hinter mich.

»Ich werde dich nicht alleine lassen, bis du alles richtig gestellt hast.«


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