Kapitel 1: Cafe Rouge
Lola weiß sofort, dass etwas nicht stimmt, als die Männer ihr kleines Straßencafé betreten. Ihre dunkle, drohende Aura macht sie nervös. Die massige Statur, die ausdruckslosen Gesichter und die einheitlichen Anzüge – all das sorgt für ein flaues Gefühl in Lolas Magen.
Sie wischt den Tisch ab, an dem sie gerade steht, behält sie aber im Auge. Einer von ihnen spricht ihre Angestellte Martha an. Ob es an seinen Worten liegt oder an der bloßen Präsenz der Kerle: Das arme Mädchen wird kreidebleich.
In Lola schrillen alle Alarmglocken. Trotzdem bewahrt sie die Fassung, als sie auf die Männer zugeht.
„Kann ich Ihnen helfen, meine Herren?“, fragt sie und schenkt dem Mann mit dem steinernen Gesicht ein gezwungenes Lächeln.
„Wir müssen mit dem Besitzer sprechen“, antwortet er in einem Tonfall, der so hart ist wie seine Gesichtszüge.
„Ich fürchte, mein Vater ist momentan nicht bei Gesundheit. Aber worum auch immer es geht, ich kann Ihnen sicher an seiner Stelle weiterhelfen“, erwidert Lola distanziert und professionell. Der Mann kneift kurz die Augen zusammen und wirft seinen „Freunden“ einen Blick zu.
„Nein, wir müssen nur mit ihm sprechen“, beharrt der Mann.
„Nun, das ist zurzeit nicht möglich“, entgegnet Lola. Der Mann beugt sich zu ihr herunter. Seine Stimme wird noch leiser.
„Hör zu, kleines Mädchen. Wir wollen deinen Vater sprechen. Also rufst du ihn jetzt verfickt noch mal an, oder wir schießen den ganzen verdammten Laden zusammen und gehen selbst hoch“, zischt er. Er öffnet sein Sakko ein Stück, um seine Waffe zu zeigen.
Obwohl das eine offene Drohung am helllichten Tag ist, ärgert sich Lola vor allem über die Dreistigkeit. Wie kann dieser Trampel es wagen, mit seinen Schlägerfreunden hier aufzukreuzen und sie in ihrem eigenen Café so dumm anzumachen?
„Hören Sie mal, ich weiß nicht, wer Sie sind oder was Sie hier wollen. Aber glauben Sie ja nicht, dass Sie einfach in mein Café kommen und mich bedrohen können!“, giftet sie flüsternd zurück, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Eigentlich ist es dafür schon zu spät. Viele Stammgäste und Besucher werfen ihnen bereits neugierige Blicke zu. Manche starren sogar ganz ungeniert.
Der Mann funkelt sie bösartig an. Er greift in sein Sakko, um die angedrohte Waffe zu ziehen.
Lola schluckt kurz. Sie presst die Hände zusammen, damit sie nicht zittern. Würde dieser Verrückte wirklich einfach rumballern? Verdammt noch mal, sie und ihr loses Mundwerk! Aber wer wäre sie schon ohne ihre Prinzipien?
Doch gerade als er die Waffe ziehen will, legt sich eine Hand auf seine Schulter und stoppt ihn.
„Na, na, Frankie. Ich glaube nicht, dass das kleine Mädchen weiß, was sie da sagt“, säuselt eine tiefe Stimme. Lola blickt den Fremden wütend an.
Wie kann er es wagen, sie „kleines Mädchen“ zu nennen! Mit 22 ist sie längst erwachsen. Doch als sie in diese glitzernden, silbergrauen Augen mit den dichten schwarzen Wimpern blickt, weiten sich ihre Augen vor Schreck. Er sieht verdammt gut aus. Auf eine gefährliche, tödliche Art. Im Gegensatz zu seinen Schlägern trägt er einen dunkelblauen Anzug. Er sitzt perfekt und betont seinen großen, muskulösen Körper. Seine Haut ist leicht gebräunt, etwas dunkler als Karamell und genauso verführerisch. Und dann ist da sein Gesicht. Oh Gott. Lola könnte fast stöhnen bei diesem markanten, wunderschönen Anblick. Er hat dichte schwarze Augenbrauen und hohe Wangenknochen. Ein paar dunkle Haarsträhnen fallen ihm in die Stirn. Seine Nase ist leicht schief, seine Lippen sind mattrosa und herrlich voll. Eine helle Narbe zieht sich über seine linke Augenbraue nach oben, und Lola findet diesen Makel sogar irgendwie anziehend. Eines ist klar: Mit diesem Mann ist nicht zu spaßen.
Doch die körperliche Anziehung muss sie unterdrücken. Er ist offensichtlich der Boss dieser Bande.
„Boss“, brummt der Kerl, der Lola bedroht hat.
„Ich entschuldige mich für meine Angestellten, Miss Beaumont. Haben Sie ein Büro, wo wir privat sprechen können?“, fragt er höflich.
Lola ist verwirrt. Nach dem Auftritt seiner Leute hat sie nicht mit so viel Höflichkeit gerechnet.
„Ähm... ja, hier entlang“, murmelt sie. Sie führt sie durch das Café, den Flur entlang, vorbei am Lager und dem Kühlraum in das winzige Büro. Sie räumt ein paar Papiere beiseite und bietet dem Fremden den Stuhl gegenüber dem Schreibtisch an.
Der Mann setzt sich entspannt hin. Seine vier Angestellten stehen wie angewurzelt und misstrauisch um ihn herum. Lola blickt kurz in die Runde und sieht dann wieder ihren Anführer an.
„Und Sie sind?“, hakt sie nach.
„Mein Name ist Carlos Castellano. Mein Vater ist Al Castellano“, sagt der Mann langsam.
Lola runzelt die Stirn. Sie hat keine Ahnung, wer dieser Mann ist oder was er im Café ihrer Familie will. Sie hat ihn noch nie gesehen und würde sich niemals mit so jemandem einlassen.
„Was wollen Sie? Warum sind Sie hier?“, fragt sie.
„Hör zu, Bambina. Das ist Männersache. Ruf deinen Vater...“
„Das werde ich nicht tun! Meinem Vater geht es nicht gut. Ich bin seine Tochter. Was auch immer Sie ihm sagen wollen, können Sie mir sagen“, erklärt Lola trotzig. Carlos kneift die Augen zusammen und verzieht den Mund zu einem finsteren Grinsen.
Er starrt sie einen Moment lang an und verlangt dann erneut, ihren Vater zu sprechen.
Lola verdreht die Augen. Was für ein Arschloch.
„Ich habe keine Lust auf Neandertaler, die meine Zeit verschwenden. Also sagen Sie mir, was Sie von meinem Vater wollen, oder verschwinden Sie bitte“, zischt Lola. Ihr Geduldsfaden reißt langsam.
Der Mann blickt zu seinen Schlägern und nickt. Lola sieht zu, wie sie hinausgehen und die Tür hinter sich schließen. Das leise Klicken der Klinke wirkt in der angespannten Stille des kleinen Büros wie ein Paukenschlag.
Carlos erhebt sich schwerfällig von seinem Stuhl und umrundet den Schreibtisch. Lola springt auf, als er näher kommt. Ihr Herz klopft wild, als sie sein ausdrucksloses Gesicht und seine lauernde Haltung sieht.
Und sie dachte tatsächlich, sie hätte sich mit seinen Gorillas im Zimmer sicherer gefühlt.
„Was... was machen Sie da?“, stammelt sie. Sie weicht zurück, bis sie mit dem Rücken gegen die kalte Wand stößt. Der Mann bleibt nur wenige Zentimeter vor ihr stehen. Er überragt sie völlig und seine kalten Augen bohren sich in ihre verängstigten Blicke.
„Du willst in diese Dinge eingeweiht werden, Piccola? Das ist eine Nummer zu groß für dich“, flüstert er. Seine Stimme jagt Lola einen Schauer über den Rücken.
„Ich weiß nicht, was Sie meinen. Ich bin 22. Ich führe diesen Laden zusammen mit meinem Vater. Ich habe das Recht zu erfahren, was er mit Ihnen zu schaffen hat“, haucht sie zurück. Ihr Stolz verbietet es ihr, klein beizugeben.
Der Mann lacht kurz auf. „22. Viel zu jung. Viel zu... unschuldig.“
„Mein Alter spielt keine Rolle. Sagen Sie mir einfach, warum Sie hier sind, oder gehen Sie, bevor ich die Polizei rufe“, erwidert Lola trotzig.
Wenn sie nur an ein Telefon käme und ihre Hände nicht so zittern würden, hätte sie es längst getan. Vorausgesetzt, sie überlebt die Panikattacke, die sich gerade anbahnt, oder er bringt sie nicht vorher um.
Als sie mit der Polizei droht, schenkt Carlos ihr ein herablassendes Lächeln, das sie erneut erzittern lässt. Dann schnellen seine Arme plötzlich nach vorn. Er stützt sie direkt über ihrer rechten Schulter an der Wand ab und kesselt sie ein.
Er beugt sich vor und flüstert ihr ins Ohr: „Glaubst du wirklich, du willst wissen, warum ich hier bin, Piccola?“
„Ja“, stößt Lola aus. Sie atmet seinen schweren, moschusartigen Duft ein. Dieser Geruch, gepaart mit seiner tiefen Stimme und seiner bedrohlichen Gestalt, lässt ihren Körper kribbeln.
„Ich bin hier, um deinen Vater zu töten.“
Lola schnappt nach Luft. Das Kribbeln in ihrem Körper ist schlagartig vergessen. Stattdessen lodert pure Wut in ihr auf.
„Was?!“, schreit sie. Sie stemmt ihre Handflächen gegen sein Sakko und versucht ihn wegzudrücken. Doch der Mann bewegt sich keinen Millimeter.
„Er hat sich vor 15 Jahren Geld von uns geliehen und es bis heute nicht zurückgezahlt. Wir waren gnädig und haben ihm ein Jahr Zeit gegeben, aber er macht sich immer noch über uns lustig. Unsere Großzügigkeit ist am Ende. Er wird mit seinem Leben bezahlen. Die Mafia gibt keine zweite Warnung“, knurrt Carlos. Er sieht die Angst, die Wut und den Schmerz in ihren warmen braunen Augen. Er kann nicht anders, er will ihr wehtun. Vielleicht ist er ein Sadist. Bei ihrem unschuldigen Gesicht und ihrem kurvigen Körper will er sie einfach nur hart auf den Schreibtisch drücken und sie vögeln, bis sie nur noch ein schreiendes Etwas ist. Er will Tränen in ihren Rehaugen sehen, während er sie nimmt. Er will seine Finger in ihre weichen braunen Locken krallen, während er sie rücksichtslos reitet. Er will ihren cremigen Teint mit Knutschflecken übersäen und ihre vollen roten Lippen so richtig bearbeiten, bis sie wund sind.
„Die Mafia?“, keucht Lola. Sie ahnt nichts von den Gedanken des Mafiasohns. Carlos grinst düster. Er nimmt die Hand von der Wand, umfasst ihre Wange und fährt mit dem Daumen ihre Lippen nach.
„Und jetzt ruf deinen Vater. Machen wir es uns nicht schwerer als nötig.“
Lola blickt ihm direkt in die Augen. Sie sucht verzweifelt nach einem Funken Mitgefühl in der kalten Tiefe.
„Nein. Bitte, tun Sie ihm nichts weh. Bitte. Wir zahlen alles zurück, doppelt, ich verspreche es. Bitte, ich tue alles“, fleht Lola. Eine Träne rinnt ihr über die Wange.
Sie hat Todesangst. Die Männer müssten nur die klapprige Treppe zu ihrer Wohnung hochgehen. Dort liegt ihr kranker Vater im Bett. Sie hat keinen Zweifel, dass Carlos’ Schläger ihn einfach erschießen würden. Aber ihr Vater ist alles, was sie noch hat. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt. Den Rest der Familie hat sie nie kennengelernt. Sie sind damals in Frankreich geblieben, als ihre Eltern nach Amerika zogen. Ihr Vater hat sie ganz allein großgezogen.
„Pass auf, was du sagst, Piccola“, haucht Carlos. Seine Hand gleitet über ihre Wange und beschreibt kleine Kreise unter ihrem Ohr. „Dem Sohn eines Mafia-Bosses ‚alles‘ zu versprechen, ist keine gute Idee.“
Lolas Blick flammt auf. Es gibt also doch etwas, das er will.
„Was ist es? Was wollen Sie im Austausch für das Leben meines Vaters?“, fragt sie mit klopfendem Herzen. Seine grauen Augen leuchten auf und ein Grinsen stiehlt sich auf seine Lippen.
„Wie weit würdest du gehen, Piccola? Würdest du wirklich alles tun?“, murmelt er und streicht ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„J-ja. Ja, lassen Sie ihn am Leben und... und nehmen Sie mich stattdessen“, stammelt sie.
„Dann haben wir einen Deal, Miss Beaumont. Sie im Tausch gegen das Leben Ihres Vaters“, grinst der Mann.
„Okay. Haben Sie einen Vertrag?“
„Ich brauche keinen Vertrag, Miss Beaumont. Mein Wort genügt. Ich nehme es nie zurück. Und ich werde Sie beim Wort nehmen.“
„Aber... woher soll ich das wissen? Woher weiß ich, dass Sie mich nicht einfach umbringen und dann doch meinen Vater töten?“, hakt Lola nach.
„Nun, Miss Beaumont, Ihre Möglichkeiten sind gerade ziemlich begrenzt, finden Sie nicht? Entweder Sie lassen sich auf den Deal ein und vertrauen mir, oder ich schicke Frankie hoch, um Ihren Vater zu ermorden“, zuckt Carlos mit den Schultern. Er dreht sich ein Stück weg, als wäre es ihm völlig egal.
Lola leckt sich die Lippen und wägt ihre Chancen ab. Sie oder ihr Vater? Sie darf nicht egoistisch sein. Sie muss es tun.
„Werden Sie... werden Sie mich am Leben lassen?“, fragt sie zögerlich.
„Sie werden am Leben bleiben, Miss Beaumont. Ich werde... Verwendung für Sie haben. Also, haben Sie sich entschieden?“, fragt Carlos und dreht sich wieder zu ihr um.
„Ja. Ja, nehmen Sie mich statt meines Vaters. Verschonen Sie ihn, versprechen Sie es.“
„Sie haben mein Wort. Ihrem Vater wird nichts geschehen, wenn Sie sich mir voll und ganz unterwerfen. Sind wir uns einig?“
„Ja“, haucht Lola. Sie weiß genau, dass ihr Leben von nun an die Hölle sein wird.
Carlos grinst innerlich. Was für ein hübsches Spielzeug er da bekommen hat. Verängstigt, gehorsam und wunderschön.
„Braves Mädchen“, murmelt er. Er schnappt sich den Bürostuhl, dreht ihn um und setzt sich hin, um seine Beute zu begutachten.
„Komm her, Piccola“, befiehlt er.
Lola beißt die Zähne zusammen, ballt die Fäuste und macht ein paar Schritte auf ihn zu.
„Ausziehen“, sagt er kurz angebunden und schnippt mit den Fingern.
Lolas Augen weiten sich.
„Warten Sie, was?!“, schreit sie. Sie schlingt die Arme schützend um ihren Körper. Niemals würde sie sich vor diesem Bastard nackt ausziehen.
„Das ist kein guter Anfang, Piccola. Ich habe gesagt, du sollst dich ausziehen, und das wirst du tun. Hast du unsere Abmachung von vor einer Minute schon vergessen?“
„Aber... ich dachte, Sie wollten...“
„Ich wollte was, Cara? Dass ich dich einfach vergesse? Dass ich nicht genieße, was mir gehört? Du gehörst jetzt mir, Piccola. Vergiss das nie“, sagt er. „Und jetzt: Ausziehen.“
„Bitte... jetzt gleich? Ich...“
„Lola, ich zähle bis fünf. Wenn die Klamotten dann nicht weg sind, reiße ich sie dir eigenhändig vom Leib und versohle dir den Hintern, bis er rot ist. Bring mich nicht dazu, das so kurz nach unserem Deal zu tun.“
Lola sieht in seinen Augen, dass er es ernst meint. Voller Angst nestelt sie an ihrer Schürze, während er zu zählen beginnt. Na gut, egal. Es ist nur ein Körper. Sie schafft das.
Er beobachtet genau, wie ihre Hände an dem weißen Uniformhemd und dem roten Rock fuchteln. Sie lässt beides zu Boden fallen und streift ihre Schuhe ab. Er ist bereits bei vier. Gerade als sie die Socken auszieht, ist er bei fünf.
„Nein!“, schreit sie protestierend, als der Mann vom Stuhl aufspringt, ihr Handgelenk packt und sie zu sich heranzieht.
„Bitte tun Sie mir nicht weh, bitte“, fleht sie ihn an.
Er antwortet nicht. Mit einer Hand hält er die zappelnde Lola fest, mit der anderen öffnet er ihren schlichten weißen BH. Carlos zerrt sie zum Schreibtisch und drückt sie mit dem Rücken darauf. Er fixiert ihre Hände über ihrem Kopf und starrt in ihre braunen Augen, in denen sich Kampfgeist mit Angst mischt.
Während er sie niederhält, meldet sich kurz sein Gewissen. Ein winziger Funke von Anstand, den er eigentlich vor Jahren begraben hatte. Eine Schwäche. Er versucht, dieses Gefühl ganz tief in seinem Kopf wegzusperren.
Ihr Brustkorb hebt und senkt sich heftig unter dem Stoff des BHs.
„Ich werde dir den Arsch nicht versohlen, wenn...“, bietet er ihr einen Handel an.
„Und wenn?“, hakt Lola nach.
„Wenn du das akzeptierst. Du hast keine Wahl, du hast dich mir bereits verschworen. Aber ich möchte dich in dieser Sache nicht bekämpfen. Mir wäre es lieber, wenn es auch für dich angenehm wäre. Abgemacht?“
Lola nickt nur. Vielleicht wird es nicht so schlimm, redet sie sich ein. Hoffentlich hat er nur einen kleinen Schwanz und ist in Sekunden fertig. Träum weiter, hast du ihn dir mal angesehen?, spottet ihre innere Stimme. Ein Mann von seiner Statur, mit so großen Händen und Füßen, hat garantiert keinen kleinen Schwanz. Trotzdem kann er nicht schlimmer sein als ihr letzter Freund. Lola schaudert bei dem Gedanken an Tommy. Er war schrecklich im Bett. Es war ein Wunder, dass sie es einen ganzen Monat mit ihm ausgehalten hat. Dann hatte Lola entschieden, dass sie sich nicht mehr wie eine verdammte Sex-Puppe fühlen wollte.
„Gut. Jetzt zieh den Rest deiner Kleider aus, aber sieh mich dabei an“, befiehlt er ihr. Er lässt ihre Hände los, aber sie darf nicht vom Tisch runter. Mit dem Oberkörper auf dem Tisch und den Beinen, die über der Kante hängen, fühlt sie sich unwohl. Aber sie beschließt, es einfach zu tun, um Schläge und Zwang zu vermeiden.
Lola lässt die Träger ihres BHs über ihre Hände gleiten und streift ihn ganz ab. Sie blickt ihm weiter in die stürmischen grauen Augen und lässt den Stoff neben ihren Füßen auf den Boden fallen. Sie rutscht mit ihrem Arsch ein Stück weiter auf den Tisch in eine bequemere Position. Dann gleiten ihre Finger zu den Rändern ihres Baumwollschlüpfers. Sie zögert, während ihr Mut schwindet. Sie presst die Kiefer zusammen und rührt sich nicht.
„Zieh ihn aus, Lola“, befiehlt Carlos. Er legt seine Handflächen flach auf das Holz und beugt sich zu ihr herab.
Lola schüttelt nur den Kopf.
„Reize mich nicht weiter, piccola. Mein Geduldsfaden ist –“
„Mach du es doch“, unterbricht Lola ihn und gibt ihm Kontra.
Carlos hält inne. Vor lauter Überraschung über ihre freche Forderung vergisst er sogar, dass sie ihm ins Wort gefallen ist. Er sagt nichts, spreizt ihre Beine und schiebt sich dazwischen. Seine großen, rauen Hände streichen über ihre kräftigen Schenkel bis zum Rand ihres Höschens. Seine Finger spielen mit dem Stoff, bevor er beide Seiten mit den Fäusten packt und sie gewaltsam auseinanderreißt. Lola keucht vor Schmerz auf, als der Stoff in ihre Leisten einschneidet, bevor er nachgibt. Carlos schiebt seine Hände unter ihren prallen Hintern, krallt sich den zerrissenen Stoff und zieht ihn über ihre Rundungen weg. Er packt die Fetzen und wirft sie beiseite.
Das hat viel zu lange gedauert, denkt er bei sich.
Doch als sein Blick über den üppigen Körper gleitet, der ihm hier dargeboten wird, vergisst er das schnell. Sie ist zwar klein, aber was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie durch ihre Kurven wett. Ihre Hüften sind breit und passen perfekt zu ihren Schultern. Ihre Taille ist schmal und geht in weiche Rundungen über. Ihr Bauch ist zwar nicht trainiert, aber auch nicht schlaff. Er hat ihren Arsch gespürt und weiß, dass er fest genug für jeden Klaps ist, den er ihr vielleicht geben muss. Ihre Brüste sind voll und groß und bilden das perfekte Gegenstück zu ihrem Hintern. In der Mitte dieser hellen Rundungen sitzen zartrosa Vorhöfe und Nippel. Ihr Hals ist schlank. Sie hat das Gesicht erhoben und sieht ihn mit einer gewissen Selbstgefälligkeit an, die ihm nicht gefällt.
Er packt ihre Handgelenke und drückt sie über ihren Kopf. Mit der anderen Hand fixiert er ihren Hals leicht auf dem Holztisch. Er beugt sich vor, bis er nur noch wenige Zentimeter von ihren braunen Augen entfernt ist.
„Du bist wunderschön, piccola, alles andere wäre gelogen. Aber glaub bloß nicht, dass du mich mit deinem Körper um den Finger wickeln kannst. Ehrlich gesagt habe ich schon weit Besseres gesehen, und selbst die konnten mich nicht zähmen“, zischt Carlos.
„Ich habe gar nicht... ich wollte gar nichts versuchen“, entgegnet Lola verwirrt.
„Gut. Denk einfach daran, dass du jetzt mir gehörst“, antwortet er und presst seine Lippen in einem wilden Kuss auf ihre, um seinen Anspruch zu untermauern.
Lola weiß, dass er grob und vielleicht sogar schmerzhaft sein will, aber sie kann die Reaktion ihres Körpers nicht verhindern. Ihr Inneres kocht, ihre Zehen krümmen sich. Sie beißt nicht einmal auf seine Zunge, als sie in ihren Mund dringt und sich mit ihrer vermischt. Sie hätte es tun sollen, das weiß sie, aber er küsst so gekonnt, dass sie es nicht über das Herz bringt. Als ihr die Luft ausgeht, krallen sich ihre Finger in seine Handgelenke. Sie stöhnt gequält auf, doch er lässt ihre Lippen zur Strafe nicht los. Erst als er sich zurückzieht, schnappt sie nach Luft.
Carlos’ Lippen huschen über ihren Hals, bevor er sich festsaugt.
Als Lola spürt, wie er an ihrer weichen Haut saugt, kann sie ein Stöhnen nicht unterdrücken. Vielleicht fühlt sie sich gerade lebendig, aber wenn das so weitergeht, überlebt sie das nicht.
Carlos wandert mit brennenden Küssen ihren Hals hinunter in Richtung ihrer linken Brust. Er nimmt die Hand von ihrem Hals und knurrt: „Lass deinen Kopf flach auf dem Tisch liegen.“
Lola gehorcht, aber widerwillig. Sie mag es nicht, wenn sie nicht sieht, was er mit ihrem Körper anstellt, selbst wenn sie es spürt. Es erregt sie zu sehr; eine Erregung, die sie bei diesem Klotz eigentlich nicht fühlen will.
Carlos kann nicht widerstehen und saugt so viel von ihrer weichen, vollen Brust in seinen Mund, wie er kann. Er fängt das leise Stöhnen seiner Beute auf, während er mit der Hand die andere Brust bearbeitet. Er drückt und zieht an ihnen und genießt ihre natürliche Weichheit. Seine rauen Finger schnippen dann über ihre kleinen, rosigen Nippel. Er kneift und zieht daran, bis sie hart werden. Seine Zunge umspielt den rechten Nippel, bis auch dieser steinhart ist. Dann schließt er den Mund fest darum. Er nimmt die kleine Knospe zwischen seine Zähne und zieht leicht daran.
Lola stößt einen kleinen Schrei vor Entzücken aus. Sie ist überrascht, dass er dabei nicht bösartig ist. Sie hatte erwartet, dass er grob sein würde, aber nicht, dass diese Grobheit eine dunkle Lust in ihr weckt. Sie spürt, wie ihre Schenkel feucht werden, während ihr Saft aus ihrer Pussy an ihnen herabläuft. Als er die Brust wechselt, wehrt sich Lola noch mehr gegen seinen Griff. Sie will unbedingt mit ihren Fingern durch sein Haar fahren oder ihm die Kleider vom Leib reißen. Aber Carlos verstärkt seinen Griff und bändigt ihren Widerstand, während er ihre Brüste weiter verwöhnt.
Stolz darauf, wie hart ihre Nippel sind und wie schwer sie atmet, richtet er sich ein Stück auf.
„Ich lasse deine Hände jetzt los, piccola. Aber sie bleiben an deiner Seite, haben wir uns verstanden?“, fordert er.
Lola nickt. Sie legt ihre Hände an die Seiten und klammert sich an der Tischkante fest, als er sie loslässt. Carlos lächelt ihr kurz lobend zu und fährt mit den Daumen über ihre rötlichen Wangen. Er hatte gelogen, als er sagte, er hätte schon Schönere gesehen. Die dünnen Supermodels mit ihrem falschen Lächeln können dieser kurvigen Brünette mit den großen Augen nicht das Wasser reichen. Aber das würde er ihr natürlich nie sagen.
Er zeichnet ihre Figur mit seinen Handflächen nach. Seine Hände gleiten in ihre Taille und wieder hinaus zu ihren Hüften. Dort lässt er sie ruhen, bevor er sie plötzlich ein Stück höher auf den Tisch zieht.
Lola quiekt kurz vor Überraschung auf. Ihre Finger lassen die Kante los und liegen flach auf dem kühlen Holz.
Carlos küsst sich den Weg durch das Tal zwischen ihren Brüsten hinunter, über ihren Bauch bis zu ihren Hüftknochen. Er gleitet mit den Händen an ihren Oberschenkeln hinunter und packt ihre Knie. Er drückt ihre Knie weiter auseinander und bringt sie dazu, die Beine anzuwinkeln und die Füße auf den Tisch zu stellen. So legt er ihre nackte, triefende, rosa Pussy frei. Er leckt die Feuchtigkeit auf, die an ihren Innensehen herabgelaufen ist, und verharrt mit dem Mund dort, um sie zu quälen.
Lola hält vor Erwartung den Atem an. Ihre Erregung schießt in die Höhe, als sie seinen warmen Atem an ihrem heißen, harten Kitzler spürt.
Seine Zunge zuckt über die Haut direkt über dem pochenden Punkt, was Lola zum Stöhnen bringt.
„Bitte“, bettelt sie, und das Wort entschlüpft ihr, bevor sie es verhindern kann.
Carlos grinst, als er das hört. Er beschließt, sie von ihren Qualen zu erlösen, und umschließt den kleinen Hügel mit seinem Mund.
Lola stößt ein lautes, befriedigtes Stöhnen aus, als sie seinen Mund an ihrem Kitzler spürt.
Warum ist das so, dass ein Mann sie nur dann leckt, wenn sie seine Gefangene ist?!
Doch alle Gedanken verfliegen, als sie spürt, wie Carlos’ Zähne ganz leicht über ihren pochenden Kitzler schrammen. Wellen der Lust durchströmen sie und stauen sich in ihr auf, bis sie fast platzt.
Er spielt noch eine Weile mit der Knospe, saugt und wirbelt mit der Zunge, bis er es nicht mehr abwarten kann, mehr von ihrem süßen Saft zu trinken.
Seine Zunge gleitet an ihren glatten Schamlippen entlang. Er mag ihre weiche, glitschige Textur. Dann spreizt er mit seinen Fingern die Lippen auseinander und dringt zur Quelle vor.
Lola keucht und stöhnt, während er mit seiner Zunge Chaos in ihrer Pussy anrichtet. Diese talentierte Schlange bringt sie zum Orgasmus, und das weiß er genau. Ihre Finger kratzen über den Tisch, ohne den Schmerz zu spüren. Lola will nur noch kommen. Eine Erlösung, die sie schon verdammt lange nicht mehr hatte.
Als Carlos von ihrer süßen Pussy ablässt, ersetzt er seine Zunge durch einen dicken, langen Finger. Er lässt ihn kreisen und streicht über ihre zarten Wände. Das bringt Lola dazu, noch lauter zu stöhnen und heftiger zu keuchen. Er pumpt seinen Finger leicht in sie hinein und spürt, wie sie sich um ihn zusammenzieht.
Kurz vor dem Orgasmus spürt Lola, wie Carlos aufhört. Sie wimmert vor Enttäuschung. Sie möchte den Kopf heben, um zu sehen, was los ist, aber wegen seiner Drohung mit den Schlägen lässt sie es bleiben. Stattdessen hört sie, wie Kleidung auf den Boden fällt und ein Reißverschluss aufgezogen wird. Sie beruhigt sich, weil sie weiß, was jetzt kommt und dass sie gleich kommen darf.
Carlos verteilt den Lusttropfen auf seinem harten Schwanz, obwohl das bei ihrer Feuchtigkeit eigentlich gar nicht nötig wäre. Er streift das Kondom über, zieht sie zu sich herab und bringt sich in Position. Seine Augen bohren sich in ihre lustvollen Augen. Er betrachtet ihre geröteten Wangen und die seidigen Locken, die unter ihr ausgebreitet liegen.
Er kann nicht anders, als zu denken, wie hinreißend sie aussieht, während er sie in einen weiteren dominanten Kuss verwickelt.
„Schrei für mich, piccola“, murmelt er ihr zu, bevor er seine Hüften nach vorne stößt und tief in ihre Pussy eindringt.
Prompt schreit Lola bei diesem lustvollen Eindringen auf. Sie hatte recht: Er ist riesig. Nicht nur lang, sondern auch dick. Lola spürt, wie sie ausgefüllt wird, während ihr Körper versucht, Platz für ihn zu machen.
Carlos stößt ein tiefes Stöhnen aus und flucht leise, weil sie so eng ist. Wäre sie trotz der Erregung nicht so eng gewesen, hätte er sie glatt für eine Jungfrau gehalten. Ihre weichen, vollen Brüste werden gegen seinen Oberkörper gedrückt, ihre harten Nippel bohren sich in seine gebräunte Haut. Er packt ihre Schenkel und schlingt ihre Beine um seinen Oberkörper. Er zieht sich leicht zurück, nur um sich direkt wieder nach ihrer Wärme zu sehnen und zuzustoßen.
Lola keucht, als sie spürt, wie sich ihre Wände um den Mann krampfen und ein Orgasmus durch ihren Körper rast. Ihre Zehen krümmen sich, und ihr ganzer Körper kribbelt vor unvorstellbarem Vergnügen.
Carlos beißt die Zähne zusammen, als sie auf ihm kommt. Herrgott, bei dem Tempo hält er keine Minute durch. Und das ist ihm seit seiner Teenagerzeit nicht mehr passiert.
Trotzdem stößt er während ihres Orgasmus langsam weiter, kostet ihn aus und leitet direkt den nächsten ein. Nach ein paar langsamen, kurzen Stößen wechselt er zu tieferen. Er zieht sich fast ganz zurück und rammt sich dann wieder in sie hinein.
„Schneller. Bitte“, verlangt Lola und klammert ihre Beine fester um seine Hüften.
Carlos antwortet mit einem kehligem Grollen und gibt ihr genau das, was sie will – ein fast schon bestrafend schnelles Tempo.
Lola keucht und japst. Sie spürt ihr Herz gegen die Rippen hämmern, während Carlos in sie hineindrischt. Ihre Nippel reiben an seiner Brust, was sie empfindlich und zittrig hält. Er kitzelt den nächsten Orgasmus aus ihr heraus.
Diesmal spürt sie, wie sein Schwanz in ihr pulsiert, und sie weiß, dass er gleich kommt.
Minuten später kann Carlos es nicht mehr zurückhalten. Er stößt fest in sie hinein, und Ladungen aus heißem, weißem Sperma werden im Kondom aufgefangen. Auch Lola kommt noch einmal. Ihre Augen fallen zu und ihr Körper zittert vor Erschöpfung und Befriedigung. Sie liegt einfach da und spürt, wie Carlos mit einem feuchten Geräusch aus ihr herausgleitet. Das Gewicht auf ihren Brüsten verschwindet, aber sie bleibt einfach auf dem Schreibtisch liegen und versucht, wieder zu Kräften zu kommen.
Carlos wirft das gebrauchte Kondom in den Papierkorb und nimmt das zerrissene Baumwollhöschen. Er wischt sich damit den Schwanz sauber und wirft es ebenfalls in den Müll. Dann zieht er sich mechanisch wieder an, rückt seine Krawatte zurecht und fährt sich mit der Hand durchs Haar, bevor er das Wort ergreift.
Lola rutscht vom Schreibtisch, als sie sieht, wie der Mann, mit dem sie gerade Sex hatte, sich völlig ausdruckslos anzieht. Ein kurzer Stich des Schmerzes trifft sie, aber sie schüttelt ihn ab.
Er ist nicht ihr Freund. Hatte sie wirklich geglaubt, er würde... was? Mit ihr kuscheln? Schön wär’s!
Sie hebt ihren roten Rock auf und will sich anziehen, als ihr der Stoff aus der Hand gerissen wird.
„Warte“, sagt er. Er mustert sie von oben bis unten, um sich ihren herrlichen Körper einzuprägen, bevor er ihr in die Kleider hilft.
„Und... was jetzt?“, flüstert Lola leise. Normalerweise würde sie sich gegen ihn wehren, aber nach der Sache fühlt sie sich zu weich, um etwas anderes zu tun, als nachzugeben.
Carlos hebt ihren Kopf an und blickt in die hübschen braunen Augen der Frau, die jetzt ihm gehört. Darin liegt ein Funken Traurigkeit, aber das kann er nicht ändern. Er weigert sich, sich davon belasten zu lassen. Aber was macht schon eine weitere Schicht Dreck auf seiner Haut aus? Seine Seele ist ohnehin schon kohlschwarz vor Sünde.
„Jetzt ziehst du dich an und gehst zurück an die Arbeit. Ich komme in zwei Tagen wieder. Sorg dafür, dass alles, was dir gehört, gepackt und bereit ist. Du wohnst ab jetzt bei mir.“
„Als was? Als Sklavin, als Mätresse, als deine Schlampe?“, fragt Lola mit Feuer in der Stimme.
Carlos verzieht das Gesicht zu einem hasserfüllten Grinsen und starrt sie finster an. Er packt sie am Oberarm und zieht sie eng an sich.
„Du wirst das sein, was ich will. Das hast du dir selbst eingebrockt, piccola, also musst du jetzt damit leben. Ich hole dich in zwei Tagen ab, und dann bist du fertig. Du wirst dich von deinem Vater und diesem Ort verabschiedet haben.“
„Was soll ich meinem Vater denn sagen? Du kannst mich nicht einfach mitnehmen! Das ist mein Zuhause!“, protestiert Lola.
Carlos nimmt ihre Wangen in die Hand, drückt seine Finger hinein und presst ihre Lippen zusammen.
„Ich kann mit dir machen, was ich will, solange du am Leben bleibst, weißt du noch, piccola? Was mir gehört, bleibt bei mir – du bleibst bei mir. Jetzt tu, was ich sage, dann gibt es keinen Ärger. Wenn dir in den zwei Tagen, die ich dir gebe, irgendetwas zustößt – und ich meine irgendetwas – dann finde ich einen anderen Weg für meine Rache“, knurrt Carlos in ihr Ohr. Er beißt warnend hinein, bevor er sie loslässt.
Er schreitet zur Tür, will sie öffnen, hält dann aber noch einmal inne.
„Noch eins. Lass das mit dem Höschen sein. Es wird dir nicht gefallen, wenn ich dich mit einem erwische, wenn ich dich in zwei Tagen abhole, piccola.“