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I love Joker

Zusammenfassung

Grauenvoll, Brutal und Süchtig nach Leid: der Joker. Seine Zwiespältigkeit und die närrische Art von ihm machte es mir durchaus schwer. Aber ich ließ mich nicht abhalten auf die Suche nach seiner Menschlichkeit zu gehen. Es war passiert: er brachte mich völlig um den Verstand und ich war ihm völlig verfallen...

Genre:
Romance,Action
Autor:
SarahL
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
13
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Psychotherapie

Meine Finger umklammerten nervös den Kugelschreiber und wippten ihn hin und her. Meine andere Hand lag mit der Handinnenseite flach auf dem Tisch. Ich hatte das Bedürfnis mich festhalten zu müssen. Es waren mir schon sehr viele Menschen mit einer schlimmen Schizophrenie entgegen getreten. Einige wurden verbal andere körperlich aktiv. Ich wurde mehrmals verletzt. Doch das war alles nichts im Vergleich zu ihm. Manche nannten ihn verrückt, andere abgrundtief böse. Doch für mich war er nur einzigartig und interessant. Ich konnte es mir nicht erklären. In einem Moment jagte er mir eine furchtbare Angst ein. Im Anderen zog er mich in seinen Bann.


Der Stift schwang hin und her. Seine Augen folgten wild der Bewegung.

„Damit habe ich mal jemanden umgebracht.“, er lachte erschreckend laut auf als würde er in Erinnerungen schwelgen.

„Nun, Jack.“

Er drehte seinen Kopf wild umher. „Mich hat schon sehr, sehr lange niemand mehr Jack genannt.“ Er fletschte seine Zähne. „Wie heißt du, mein hübsches Mäuschen?“

Ich presste meine Lippen zusammen.

„Ich bin Dr. Quinzel. Psychologin.“

Seine Augen bildeten einen Schlitz und er legte den Kopf in Schräglage.

„Frau Doktor. Wie sexy.“

Er wippte auf seinem Stuhl hin und her. Fast hätte ich Angst haben müssen er würde umkippen. Das tat er aber nicht. In dieser Zwangsjacke hatte er nicht gerade viel Bewegungsfreiheit. Ich spürte deutlich wie beharrlich ihm war. Er mochte es eindeutig nicht festgehalten zu werden. Vielleicht eine körperlich distanzierte Person. Vermutlich ein Kindheitstrauma.

„Jack“

„Nein!“, fiel er in einem starken Unterton mir ins Wort. „Nenn mich Joker, Doktor.“

Ich begann erneut in einer korrigierten Fassung. „Joker. Erzähl mir von deinem Elternhaus.“

Er beugte sich zu mir nach vorne und starrte mich einen Moment mit seinen giftgrünen Augen an. Unwohlsein stieg in mir hoch. Dann grinste er. Seine tiefen Narben ließen dieses vergrößert erscheinen. Sie reichten fast bis zu den Wangenknochen. Wie es wohl passiert ist? Hatte er es sich selber zugeführt oder hatte man es ihm tatsächlich angetan?

„Dich interessiert mein Elternhaus doch gar nicht. Aber wenn Du willst beantworte ich Dir jede Frage wenn Du mir im Gegenzug auch eine beantwortest.“

Ich löste meinen Zopf und kämmte mein blondes, gewelltes Haar mit meiner Hand nach vorne. Seine Augen weiteten sich und er folgte mir jeder Bewegung. Er kaute auf seine Unterlippe und hielt seinen Mund leicht geöffnet.

„Hattest du ein gutes Verhältnis zu deiner Mutter?“, lautete meine erste Frage nachdem ich ihn etwas mit meiner Weiblichkeit gelockt hatte.

Joker stöhnte auf. „Meine Mutter. Ja. Sie war eine gute Frau.“

Er konnte es kaum abwarten mir eine Frage zu stellen. „Doktor, wie lange ist es her, dass du…? Na, du weißt was ich meine.“

Ich atmete tief. Es war tatsächlich ziemlich lange her. Meine letzte Beziehung war über zwei Jahre her. Manchmal glaubte ich, ich wäre beziehungsunfähig oder so was.

Mein Körper war sexuell ausgehungert. Er brauchte endlich mal wieder etwas Richtiges. Das merkte ich häufig wenn ich unterwegs war. In der Bahn, im Club und sogar auf der Arbeit.

„Es ist sehr lange her.“, gab ich letztendlich zu.

Joker brachte ein höhnisches Lachen hervor. „Ich habe es mir gedacht, Frau Doktor.“

Mein Unterleib begann zu kribbeln wenn ich nur daran dachte berührt zu werden. Meine Zunge fuhr über die Oberlippe und ich musste kurz inne halten um mich zu sammeln. Ich fragte mich für wen diese Therapiestunde eigentlich gedacht war.

„Was macht dich wirklich glücklich, Joker?“

Sein Blick hatte mich bereits fest fixiert.

„Ich finde es sehr befriedigend wenn ich jemanden dabei zusehe wie er Schmerz erleidet.“

Seine Worte fuhren mir eiskalt den Rücken hinunter und ich fiel in eine leichte Schockstarre. Er meinte es wirklich ernst. Ich konnte es fast nicht glauben, aber seine Seele war dunkel. Doch ich hatte die Hoffnung in dieser Gestalt noch etwas Menschliches zu finden. Hinter diesen schrecklichen Augen musste doch noch ein bisschen mehr sein als nur Qual und Schmerz.

„Würdest du es jetzt mit mir machen?“

Eine sehr respektlose Frage aber ich hatte etwas in der Art schon erwartet.

Ich kreuzte unterm Tisch meine Beine zusammen. Wie war es möglich, dass jemand auf diese Art und Weise es geschafft hatte mich dermaßen aus der Fassung zu bringen?

Ich sah ihm tief in die Augen. Er brauchte keine Antwort. Ich erhob mich von meinem Stuhl und ging zu ihn herüber. Noch ein prüfendender Blick zur Türe und ich legte meinen Finger auf die erste Schnalle seiner Jacke. In meinem Kopf war ein heidenloses Durcheinander. Sollte ich es tun oder nicht? Wollte ich weiterhin Frau Dr. Harley Quinzel bleiben oder etwas in mir Entfachen was mein Leben auf den Kopf stellen würde?

Er neigte seinen Kopf nach hinten. „Ich werde dir nichts tun.“, versprach er mir fast in einem erotischen Flüsterton.

Mit zusammengekniffenen Augen löste ich den Verschluss. Alle anderen folgten.

Erschrocken über mein eigenes Handeln ging ich ein paar Schritte zurück. Er breitete sich nun völlig aus und genoss den Moment der Freiheit. Nun kam er mit forschen Schritten auf mich zu, umfasste grob mein Kinn und lächelte. „Du…“

Hatte ich einen großen Fehler gemacht und würde es mir nun mein Leben kosten? Im Kopf nur Chaos.

Mit beiden Händen umfasste er meinen Hals und drückte seine Lippen auf meine. Völlig unerwartet küsste er mich voller Leidenschaft. Seine Zunge bahnte sich den Weg in meine Mundhöhle und sehr bald merkte ich wie mich das antörnte. Unter meinem Kittel machte sich eine Hitze breit. Meine Haut brannte und Feuchtigkeit sonderte sich in mein Höschen ab.

Mit einem geübten Fingerspiel knüpfte er meine Kittelknöpfe auf und schob seine Hand unter meine Bluse. Es war passiert. Ich war ihm bereits komplett verfallen…


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