Die Fürstin der Unterwelt
Wir waren zu unserem älterem Bruder Piet und Tante Mere gezogen. Der Ort galt als seltsam, aber besser als der Grund warum wir hier war. Tante Mere hatte uns erklärt das die Menschen hier lieber unter sich blieben. Das sie außenstehende nicht mochten. Aber eigentlich waren alle nett. Aber eben seltsam nett. Oder so ähnlich. Nachdem was passiert war, konnten wir nicht mehr zurück. Mein Bruder schon, aber ich nicht und da wir Zwillinge waren kam er mit. “Komm schon Brad, hier wird es besser. Ist ja nicht so das wir mit Vampiren oder Werwölfen zu tun bekommen.“ Mein Zwillingsbruder grinste mich an. Klar wird es für ihn besser. Er und Piet waren groß, Muskulös. Ich war zwar genauso groß, aber etwas dicker als die beiden. Nur unsere Augen und strubbeligen Haare waren gleich. Und unsere Sinne. Wir hörten, richten und sahen besser als andere. "Mama hat gesagt, das sie unsere Noten zu diesen Sponsoren geschickt haben und sofort hatten wir eine zusage. Papa meinte das diese Schule die beste des Landes sei. Wenn nicht, sogar die beste auf der Welt. Für Kinder wie uns. Klang so als wären wir anders. Irgendwie diskriminierend. "Wir betraten das Schulgebäude und uns kam ein gut aussehender Junge entgegen. “Ihr müsst die neuen sein. Ich bin Dan und entweder euer bester Freund oder euer schlimmster Alptraum. Liegt an euch. Nein spaß, ich bin immer der süßeste Traum. Der einzige Alptraum hier ist, Die Fürstin der Unterwelt.“ Er zwinkerte mir zu und grinste während er uns Musterte. “Ich bin Harrison und das ist mein Bruder Brad.“ Dan musterte uns. "Man sieht das ihr Zwillinge seid. Ich weis nicht wer attraktiver ist, du wo Mann ordentlich zu packen kann oder du wo man nicht weis welchen Muskel zuerst geküsst und abgeleckt werden soll.“ Kicherte er wie ein kleines Mädchen. Ich zog meine Augenbraue hoch und sah mich um. Es sah alles so aus, wie auf unserer alten Schule. Kleine Grüppchen die plauderten, Sportler die rum witzelten. Aber alle trugen ein Wolfskopf an der Hüfte. "Ach je, ihr habt die Anhänger noch nicht. Hier macht die an eure Hüften. Nicht das unsere Vorfahren noch denken, das ihr respektlos seid. So sehen sie das ihr unsere Regeln akzeptiert und einhaltet. Das ist wichtig." Wir machten die Anhänger an unseren Hüften fest. "Warum sollen wir euren Vorfahren huldigen?" Dan sah ihn streng an. "Nicht huldigen, sondern Respektieren. Und es sind auch eure Vorfahren, sonst hättet ihr keine Zulassung bekommen, wenn nicht mindestens einer eurer Vorfahren von hier wäre. "Hey Streberin, wo hast du dein schickes Outfit her?“ Eine Gruppe Mädchen traten auf ein Mädchen zu. Ihr Haar war schulterlang und braun, sie hatte braune Augen, sie trug ein Blümchenkleid und abgetretene Turnschuhe dazu. “Ich...also...das...habe ich von meiner Oma.“ Flüsterte sie leise und die Mädchen lachten los. “So sieht es auch aus. “Die Mädchen Gruppe waren ein Typisches Cheerleader Grüppchen. Hübsch, schlank und sexy Cheerleader Outfits. Eine Augenweide von Mädchen, für Jungs. Und unerreichbar für Jungs wie mich. Eher erreichbar für Typen wie Harrison und Dan. Eine fiel mir besonders auf. Ihre Langen Blonden Haare hingen leicht gewellt um ihrem Makellosen Gesicht bis zu ihren Hüften. Sie sah mich durch dringend an. Ich spürte wie ich errötete und mein Herz zu rasen begann. Ich war mir sicher das mein Herz hörbar für sie war. Sie leckte sich über die Lippen, während sie eine Haar strähne des Mädchens an ihrem Finger zwirbelte. Ein deutliches Zeichen das sie Hunger hatte. Das hatte Piet mir erklärt. "Sieht dich ein Mädchen an und leckt sich über die Lippen dann hat sie Hunger auf dich, dann will sie dich. Dann frisst sie entweder deine Samen oder du ihren Nektar. "Hatte er mir heute morgen noch erklärt. Was er mit Samen oder Nektar meinte, wusste ich nicht. Vermutlich etwas versautes, von dem ich keine Ahnung hatte. Aber große Hoffnung machte ich mir nicht. Ich war zwar neu hier, aber so fett wie ich war, hatte ich nur die Hoffnung das ich nicht dafür gemobbt wurde. Wir starrten uns weiterhin an, bis mich mein Bruder in ein Klassenzimmer gezerrt wurde. “Man Brad, vergiss es. Das ist Melody. Sie ist Kapitänin der Cheerleader. Oder auch Die Fürstin der Unterwelt. Der totale Alptraum. Komm ihr nicht unter die Augen, geh ihr aus dem Weg und guck ihr niemals und ich meine wirklich niemals in die Augen. Die macht dich kalt. Ihr seid neu also sag ich es euch. Selbst die Lehrer fürchten sich vor ihr. Nur Mister Berry kann sie nicht einschüchtern. Am besten merkt ihr euch seinen Stundenplan. Sucht euch die kürzesten Routen raus und flüchtet zu ihm, wenn sie euch angreift. Mit ihren Krallen kann sie garantiert Beton zerkratzen. Er ist der einzige der euch vor ihr schützen kann.“ Dan sah uns ernst an. "Ich habe ihr in die Augen geguckt. Was jetzt?" Er seufzte und ließ seinen Kopf fallen. "Jetzt hoffen wir das sie es nicht bemerkt hat. Es als Unwissenheit abtut und es vergisst." Die Tür öffnete sich und die Cheerleader kamen rein. "Übertreibt es nicht. Sie ist nur ein Mädchen. Eines von vielen. Was soll sie schon groß machen?" Ich dachte wieder an die Nacht wo ein Mädchen, das von Harrison, ebenfalls nur ein Mädchen von vielen betitelt wurde und mein Leben zerstörte. Uns zwang unsere Heimat zu verlassen. Unser Leben zurück zu lassen. Unsere Eltern allein zu lassen. Ich senkte meinen Blick und hoffte sie würde einfach an mir vorbei gehen. Was natürlich nicht passierte. Sie blieb direkt vor mir stehen. Sie roch nach Erdbeeren und Zimt. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte sie abgeleckt so gut wie sie roch. Wie kam sie zu dem Titel, Fürstin der Unterwelt? Sie war eher ein Engel der direkt aus den Strahlen der Sonne, gesegnet vom Mond und die Sterne als Begleiter ,aus dem Himmel herabgestiegen nur damit ich sie bewundern durfte. Ich sah auf und direkt in ihre Augen. Ich spürte wie ich rot wurde. Mein Herz raste und ich sah das ihre perfekten runden vollen Lippen sich bewegten, aber ich hörte nichts. Ich bekam einen Nackenschlack und drehte mich zu Harrison um. Der mich sauer ansah. Ich drehte mich wieder nach vorne. Sie schnipste mit ihrem Finger vor meiner Nase. “Was wird das wenn es fertig ist? Habe ich dich gefragt, Walfisch. Muss ich mich nochmal wiederholen?“ Sauer sah sie mich an. “Wie bitte?“ Ich sah sie verwirrt an. “Das ist mein Platz.“ Giftete sie mich an. “Das wusste ich nicht. Ich bin neu und...“begann ich. “Da kommen zu viele uninteressante Wörter aus dir raus.“ giftete sie mich weiter an. “Das ist der Platz für meine Tasche.“ Ich starrte sie immer noch verwirrt an. “Leg deine Tasche auf den Boden wie jeder andere.“ kam es hinter mir von Harrison und ich hörte wie Dan die Luft scharf einzog. Sie schnappte nach Luft. “Melody, setz dich.“ Ich wirbelte meinen Kopf nach vorne. Ein Junger Mann stand da, mit einem fetten grinsen im Gesicht. “Ja Mister Berry.“ Sie sah mich nochmal wütend an. "Heute arbeitet ihr zu zweit. Ich gebe euch ein Projekt, an dem ihr arbeiten müsst. Ich bin diese Woche sehr eingespannt. Die Wandlungs Party findet bald statt. Wer eine Einladung erhält, kommt mit dem beigefügtem Outfit zum besagten Treffpunkt zu angegeben Zeit und Tag. Daher die Eigen Arbeit. Ihr habt bis Montag dafür Zeit. Ich teile euch ein.“ Mister Berry teilte uns ein. “Mein volles Beileid. Mit dem Wal zu arbeiten, heißt das dein Hausmädchen viel zu tun hat.“ Mitleidig sah das Mädchen neben Melody sie an. Wütend starrte sie mich an. Nach dem Unterricht lief ich vor der Tür des Klassenraumes. Melody stand vor der Tür und stellte sich mir direkt in den Weg. Ich wich zurück. “Wir machen das heute Nachmittag bei dir. Wo wohnst du?“ Entsetzt sah ich sie an. “Na egal...bist du mit dem Bus hier?“ Ich schüttelte meinen Kopf. “Wir...also...wir...machen das...also... besser bei dir ok?“ Schlug ich ihr stotternd vor. “Hast du was zu verbergen, oder warum sollten wir das nicht bei dir machen?“ Ich druckste rum. Ja was hatte ich zu verbergen? Piet der kichernd um uns rumschleichen würde. Tante Mere, die sich aufdrängen würde um zu verhindern das wir unzüchtig würden? Harrison der daneben sitzen würde und uns hindern würde zu arbeiten? “Du hast wohl auch was zu verbergen, sonst könntet ihr es bei dir machen.“ Harrison stand neben mir. Er grinste sie an. “Klar als ob ich einen Walfisch bei mir zuhause rein lasse. Was sollen da denn die Nachbarn denken? Das ich ein Aquarium eröffne?“ Knurrte sie.“ Wie wäre es mit einem Café, ich kenne da eines das ist abgelegen. Ein bisschen versteckt.“ Schlug ich ihr vor. “Damit du denkst, das wäre ein Date?“ Wütend sah sie mich an. “Damit euch niemand zusammen sieht. Das wäre peinlich für ihn, mit einer dummen Cheerleaderin gesehen zu werden.“ Kam es von meinem Bruder und Mister Berry lief kichernd an uns vorbei. “Ich...ich...also...“stammelte ich. “Treffen wir uns doch hier.“ Ich kritzelte die Adresse von Piets Café auf ein Blatt Papier, reichte es ihr. Ich streifte ihre Finger und ein Blitz zuckte durch mich durch. Dann stakste ich langsam weg. “Warum geht er weg? Du hättest ihn doch mitnehmen können. Ihr habt doch den selben Weg. Außerdem haben wir doch jetzt Geschichte mit du weist schon wem." Das Mädchen das neben ihr saß, klang verwirrt. “Mein Bruder mag nette Mädchen und nicht die Fürstin der Unterwelt.“ Lachend ging Harrison und ließ sie sauer zurück. Ihre wütende Aura spürte ich bis hier hin und ich stand fast zehn Meter weg von ihr. Genau wie Dan es gesagt hatte, schikanierte Melody die Lehrer. “Miss Glitch, ihr Rock ist zwischen ihren Beinen eingeklemmt. So das man ihr Höschen sieht. Oh tut mir Leid, das ist ja gar kein Rock, das sind ja ihre Beine. “Die Klasse kicherte und die Lehrerin sah sie nicht mal an. "Es heißt Miss Blitch, nicht Glitch." Sie klang weinerlich. “Als Hausaufgabe macht ihr bitte...“begann die Lehrerin, wurde aber durch Melody unterbrochen. “Sind sie sicher das sie uns Hausaufgaben geben wollen? Bei diesem schönen Wetter?“ Wieder zuckte die Lehrerin zusammen. “Nein natürlich nicht. Das war nur ein Scherz. Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.“ Sie schnappte sich ihre Sachen und rannte aus dem Raum. “Schönes Wetter? Es regnet.“ Spottete Harrison. “Vielleicht in deinem fehlendem Gehirn.“ Kicherte das Mädchen neben Melody. Ich schielte zu ihr und sie sah sich die Haarspitzen von dem Mädchen was sie schon in der Früh schikaniert hatten an. “Scheußlich“ Das Mädchen begann zu schluchzen und die Mädchen kicherten. "Wie kann soviel Bosheit in so einem hübschen kleinen Körper stecken?" Harrison sah sie herausfordernd an. "Welche Bosheit? Ich bin nur ehrlich. Das du nur Luft im Kopf hast, ist nicht meine Schuld. Am besten stellst du dich in den Regen, legst deinen Kopf in den Nacken, machst deinen Mund auf und lässt dir Wasser rein laufen. Vielleicht hast du dann was im Kopf. Aber pass auf das du nicht ertrinkst." Sie grinste Harrison an. Als die letzte Stunde vorbei war, verlies ich den Klassenraum und sah wie Melody mit einem Jungen mit Brille zusammen stieß. Sie sah ihn an und sagte nichts. Er bot genügend Material damit sie ihn ärgern konnte, aber nichts passierte. Sie sammelte ihre Sachen wieder ein und verlies die Schule. Ich lief mit Harrison zu seinem Auto ,wo er das Radio anschaltete. Und er erzählte mir das sich sämtliche Mädchen an an ihn ran gemacht hatten. Aber er hatte wie immer kein Interesse. Sie nervten ihn immer mehr. Im Café angekommen ging ich direkt zu Piet. “Hey kleiner Bruder.“ Er grinste mich an. “Hey Großer Bruder. Kannst du ein Tisch für mich reservieren? Gleich kommt ein Mädchen, sie heist Melody, aus der Schule. Wir haben ein Projekt das wir zusammen machen müssen.“ Er grinste. “Endlich wird mein kleiner erwachsen. Er bringt seine erste Freundin nach Hause.“ Ich seufzte. “Nein, wir sind nur Projekt Partner.“ Piet strobelte mir durch die Haare. “Dieses Mädchen ist eine von der ganz schlimmen Sorte.“ Knurrte Harrison. Ich drehte mich um und ging ins Hinterzimmer um meine Sachen abzulegen. Er folgte mir.