Joggingrunde
Wenn Bridget den Entschluss fasste, eine Runde Laufen zu gehen, dann waren ihre Motivationslagen höchst unterschiedlich. Da war natürlich der naheliegendste Grund: die Gesundheit. Längst weiß man, dass Bewegung Kalorien verbrennt, die Ausschüttung von Glückshormonen fördert, den Kreislauf anregt und zur mentalen Erholung beiträgt. In Zeiten der Selbstoptimierung und des Schlankheitswahns hatte das Joggen einen weiteren, mächtigen Verbündeten: Die Eitelkeit und das Figurbewusstsein von Frauen und Männern: Enge Jeans und T-Shirts, kurze Shorts und bauchfreie Tops verlangten durchtrainierte Muskeln und straffes Gewebe.
Für Bridget jedoch gab es einen weiteren, noch mächtigeren Antrieb: Sexappeal, gepaart mit Modebewusstsein. Immerhin bietet die Sportartikelbranche Damen und Herren mit genug Selbstbewusstsein und/oder perfektem Körper Fitness-Mode, die körperliche Reize gekonnt in Szene setzt. Diese Produkte dienen dazu, feste Brüste, knackige Ärsche, straffe Beine, gut definierte Bauchmuskeln und schmale Taillen offenherzig zur Schau stellen zu können.
Bridget war sich all dessen bewusst. Ihre Joggingrunde war deshalb ein Schaulaufen. Sie wollte gesehen werden. Ein bauchfreies Top mit am Rücken gekreuzten Trägern lenkte die Aufmerksamkeit der wohlwollenden Betrachter auf ihren runden Busen und den flachen Bauch. War es etwas kühler, musste ein enger Kapuzen-Hoodie darüber gezogen werden. Dieser war immerhin kurz genug, um zumindest in der Taille ein wenig Haut zu zeigen. Ein besonderer Hingucker waren die Running-Tights: Bridget achtete stets auf Leggings mit hohem Elastan-Anteil; raffinierte Drucke und Abnäher sorgten dafür, dass Bridgets aufwändig in Form gehaltenen Kurven keinesfalls übersehen werden konnten. Das Flirt-Potential ihres Fitness-Looks wurde schlussendlich mit sorgfältig ausgesuchten Accessoires auf die Spitze getrieben: Sportbrillen von Oakley oder Quiksilver, Pulsmesser von Garmin, Smartphone-Armband samt Bluetooth-Earplugs und – last, but not least – gekonnt aufgelegtes MakeUp ergänzten den Look.
Um gesehen zu werden, wollte auch gut überlegt sein, wo gelaufen wurde. Diesbezüglich tat sich Bridget nicht schwer. Nur wenige hundert Meter von ihrem Appartement entfernt war am Rande des großen Stadtparks das sportwissenschaftliche Institut der Universität untergebracht. Unzählige junge und durchtrainierte Studierende drehten im Stadtpark ihre Runden. Bridget lief stets das Wasser im Mund zusammen (und woanders ebenso!), wenn ihr diese jungen, bärenstarken Athleten in ihren sexy Outfits begegneten. Diese Kerle waren bis in die letzte Körperfaser durchtrainiert und bewegten sich mit einer kraftstrotzenden Leichtigkeit und Eleganz, die in Bridget jede Saite ihrer sexuellen Begierden zum Schwingen brachte.
Bridget genoss die Blicke, die sie auf sich zog. Immerhin kamen die begehrlichen Blicke von Männern, die tagtäglich mit jüngeren und äußerst attraktiven Studentinnen zu tun hatten und welche sich kaum über mangelnde sexuelle Gelegenheiten beklagen konnten. Das offenkundige Interesse dieser Muskelprotze schmeichelte Bridget und ließen sie die Anstrengungen des Sports leichter ertragen.
Wie gesagt: Bridgets Joggingeinheiten waren ein Schaulaufen. Sie wollte gesehen werden und nahm sich auch selbst nicht zurück, wenn sich die Gelegenheit bot, einen leckeren Männerkörper beim Training bewundern zu können.
In den letzten Wochen hatte ihre Joggingrunde zusätzlich an Reiz gewonnen: Ihr war ein dunkelhaariger, großer Mann aufgefallen: Über die Maßen attraktiv, sportlich-durchtrainiert, aber weniger knabenhaft als die Studenten, die mitunter wirkten, als seien sie Pubertierende in den Körpern von Zehnkämpfern. Auch war dieser elegante Mann stets alleine und nicht zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs. Ein weiterer Unterschied war die Routine, mit der er mit Bridget flirtete. Da waren keine verstohlenen Blicke, kein schüchternes Taxieren oder gar Verlegenheit, als er Bridget bemerkte und sich ihres Sexappeals bewusstwurde. Dieser Mann konnte Bridgets Blicke erwidern und schenkte ihr ein selbstbewusstes Lächeln, das nicht nur Höflichkeit signalisierte, sondern auch sexuelle Neugierde.
Bei ihrer vierten Begegnung, es war an einem Samstag und der Betrieb auf der Universität hatte sich naheliegenderweise auf ein Minimum reduziert, wurde Bridget von diesem Mann angesprochen. Und er kam ohne Umschweife gleich zur Sache:
„Haben Sie vielleicht Interesse an einer sportlichen Extra-Einheit?“, fragte er mit dem Selbstbewusstsein eines Mannes, der es nicht gewohnt war, dass Frauen seine Avancen zurückwiesen.
Bridgets Puls erklomm angesichts dieses unmissverständlichen Angebots neue Spitzenwerte. Ein schneller Fick mit diesem Musterknaben war ganz nach ihrem Geschmack. Sie atmete durch und fasste sich.
„Und welche Sportart schwebt ihnen vor?“, gab Bridget zurück. Sie schenkte dem Mann einen Blick, der zwischen gespielter Naivität und offensichtlichem sexuellen Interesse changierte. Sie war zufrieden mit sich – sie war gekonnt auf den Flirt des Mannes eingestiegen. Dieser lachte laut auf. Es war ein sympathisches Lachen. Offensichtlich waren sie in Sachen Humor auf der gleichen Wellenlänge.
„Wie wäre es mit modernem Sechskampf?“, versuchte es der Mann mit einer Gegenfrage. Er hätte genauso gut „Wie wäre es mit Sex?“, antworten können. Bridget hatte längst das Gefühl, dass sie sich schon auf Sex geeinigt hatten. Doch der Mann zog es vor so zu tun, als ob er sich Bridgets Einverständnis zum Geschlechtsverkehr vorsichtig, Schritt für Schritt und mit mehr oder weniger charmanten verbalen Angeboten erst verdienen müsste.
Bridget gab vor, zu zögern. Dann erklärte sie genüsslich: „Mir wäre erotischer Sexkampf lieber.“
Der Mann nickte mit gespieltem Ernst und meinte schließlich. „Einverstanden.“ Nach einer kurzen Pause zog er einen Schlüssel hervor. „Ich arbeite an der Sport-Uni und habe die Schlüssel dabei. Dort gibt es zahlreiche Trainingsmöglichkeiten. Was meinen Sie?“
„Klingt gut!“, gab Bridget zurück.
Der Mann, der Bridget in die menschenleeren Räumlichkeiten des universitären Trainingszentrums führte, hieß Julian. Julian hatte kaum, nachdem sie das Gebäude durch einen Nebeneingang betreten hatten, eine Verwandlung durchlaufen. War sein Wesen zuvor durch Eleganz, Zurückhaltung, gewählte Sprache und höflichen Charme geprägt gewesen, so trat er Bridget nun ganz anders gegenüber. Nun wirkte er fordernder, anpackender, direkter und triebhafter.
Mit einer impulsiven Bewegung hatte sich Julian seines Shirts entledigt. Sein Sixpack schein aus Marmor gemeißelt zu sein. Das Volumen seiner Muskeln war beeindruckend, seine Kraft ebenso. Temperamentvoll drückte er Bridget an die Wand. Er hatte ihre Handgelenke zupackend fixiert und war auf Tuchfüllung gegangen. Bridget fühlte, wie sich Julians Oberkörper an ihren Busen schmiegte.
„Ich wollte dich ficken, vom ersten Moment an, an dem ich dich sah!“, stellte er leise, aber unmissverständlich klar. „Mal sehen, ob du hältst, was du versprichst!“
Die sexuelle Lust dieses Mannes war respekteinflößend, fand Bridget. Muskelkraft, gepaart mit unbändiger sexueller Zielstrebigkeit schüchterte manche Frauen sicherlich ein. Bridgets Libido funktionierte anders. Dieser Mann wollte sie. Und er würde sie ohne Probleme nehmen können - das war unschwer an der mächtigen Erektion zu spüren, die sich gegen ihre Scham drückte. Seine Absichten waren mit maskuliner Wucht und Triebhaftigkeit vorgetragen worden. Bridget hatte dieser Begierde nichts entgegenzusetzen. Sie öffnete sich für Sex und genoss das himmelleichte Gefühl der Freiheit, das sich in ihr immer einstellte, wenn sie sich ihrer Lust hingab und dem Mann die Initiative überlassen konnte.
„Erotischer Sexkampf? Das wolltest du doch?“, vergewisserte sich der Mann. Bridget nickte nur und fand sich augenblicklich kniend vor einem prächtig angeschwollenen Schwanz wieder. „Auf zur ersten Disziplin!“, hört sie Julian sagen, als er sie am Kopf packte und ihr sein Glied zwischen die Lippen schob. Die Erektion hatte dafür gesorgt, dass Julians Schwanz rot glänzte; die Haut seines Glieds war völlig glattgespannt. Es war prall, nass und heiß – also genau so, wie Bridget Männerschwänze liebte. Mit Hingabe widmete sich Bridget diesem Luxus-Penis: Sie schob sich den appetitlichen Happen in den Rachen und ließ ihn dann wieder durch ihre Lippen ins Freie gleiten. Sie leckte genüsslich vom Hoden bis zur Eichel, umspielte die triefende Spitze mit ihrer Zunge. Eine Hand umschloss die Peniswurzel, die andere Julians Hoden. Dieser reagierte mit einem unterdrückten Seufzen und immer fordernderen Bewegungen seines Beckens. Schließlich entzog sich Julian der Zungenfertigkeit seiner Gespielin.
„Schon Zeit für die zweite Disziplin?“, fragte Bridget frech. Es amüsierte sie, dass sie diesen athletischen Mann schon so ins Schwitzen gebracht hatte. Julian schob Bridget in eine kleine Kammer. Es war die Garderobe der Übungsleiter: ein kleines Büro mit PC, Kühlschrank, Dusche und einem winzigen Sofa. Julian drückte die Tür ins Schloss und Bridget gegen die Armlehne der Couch. „Bück‘ dich!“, befahl er und Bridget kam dieser Aufforderung mit Vorfreude nach. Sie konnte sich nun entspannt über die Lehne des Sofas legen. Sie brauchte nur ihre Beine zu spreizen und Julian die Arbeit überlassen. Dieser Julian war amüsant: Sportler durch und durch, voll und ganz auf Wettbewerb programmiert. Dass es bei Sex keinen Sieger und Verlierer geben sollte, hatte sich scheinbar noch nicht zu ihm durchgesprochen. Aber egal: hier und jetzt würde Bridget von seinem Wettbewerbsgeist profitieren.
Julian schien tatsächlich sehr motiviert zu sein, es Bridget nun ordentlich zu besorgen. Geschickt befreite er sie aus Lauftights und Stringtanga, packte sie an den Hüften und schob ihr den Schwanz tief in ihre Möse. Da gab es kein vorsichtiges Vortasten, kein Kokettieren mit dem Penetrieren, kein Vorspiel, kein sich langsam steigerndes Aufgeilen. Volle Attacke hieß die Devise und dementsprechend ging Julian ans Werk: Seine Stöße drangen tief in Bridgets Inneres vor. Julian füllte Bridget auf eine Art und Weise aus, die ihr Bewusstsein voll und ganz in Anspruch nahm. Bridgets Sinne richteten nun ganz auf diesen Mann und dem, was er mit ihr anstellte. So, wie das Blut aus ihrem Kopf in ihren Schoß strömte, so entledigte sich ihr Wesen ihres Intellekts und gab sich voll und ganz dem triebhaften Verlangen hin.
Julian entzog sich ihrer schmierigen, muschelhaft geöffneten Spalte. „Auf den Rücken!“, sagte er keuchend und deutete mit dem Kinn auf das Sofa. Der intensive Sex in gebückter und stehender Haltung hatten dazu geführt, dass Bridgets Knie zu zittern begonnen hatten. Ein Gefühl der Entspannung flutete ihren Körper, als sie sich endlich hinlegen konnte. „Deine Ausdauer ist gut, könnte aber noch besser sein!“, erklärte Julian mit einem sadistischen Grinsen. Sofort entfaltete sich vor Bridgets innerem Auge das Bild von Julian, der als Trainer knackige Sportlerinnen mit Kraft- und Ausdauereinheiten drangsalierte und quälte und dabei sexuelle Wonnen empfand. Sicherlich war Julian nicht nur in der Fitness-Kammer, sondern auch im BDSM-Studio eine Wucht…
Bridget blieb aber nicht viel Zeit, ihre Fantasie durch Fitnessräume und sexuelle Folterkammern wandern zu lassen. Julian hatte sie mit erstaunlicher Leichtigkeit in Position gebracht: Ihren Arsch hatte er an die Kante der Liegefläche geschoben, die Beine an den Fesseln gepackt und auseinandergedrückt. Wieder ging Julian mit schier endloser Gier ans Werk und obwohl Bridget aufgeblüht war wie eine Orchidee im Frühling, füllte er sie mit Leichtigkeit aus. Nachdem sie die ersten Stöße in dieser Stellung empfangen hatte, führte Bridget ihre Arme über den Kopf zurück, um sich an der Rückenlehne abzustützen. Das zeigte Wirkung – nun drang sein Schwanz noch tiefer in sie ein. Orgastische Empfindungen begannen sich nun zu regen. Einerseits begrüßte Bridget diese Botschaften aus ihrem Lustzentrum mit Euphorie, doch andererseits wollte sie die sich anbahnende Explosion sexueller Ekstase noch nicht zulassen. Die Zeit war einfach noch nicht reif dafür – immerhin waren sie erst bei der dritten Disziplin angelangt! Und dieser Julian war so herrlich ausdauernd und so prachtvoll ausgestattet. Bridget sehnte sich danach, weiter gefickt zu werden. Gerne noch heftiger, noch brachialer.
Julian schien ihre Gedanken lesen zu können. Er hatte sich in eine Art sexueller Rage gevögelt. Impulsiv packte er Bridget am Handgelenk, zerrte sie hinter sicher her und führte sie über einen Gang in eine nahegelegene Kraftkammer. Bridget rann der Liebessaft über die Innenseiten ihrer Schenkel, als sie den Fitnessraum betraten. Musste dieser Ortswechsel jetzt wirklich sein? Ein Gedanke des Zweifelns flackerte kurz auf. Doch schon hatte sie Julian bäuchlings auf einer Hantelbank platziert. Mit einem sadistischen Grinsen adjustierte Julian die Neigung der Liegefläche, sodass der Kopf leicht nach unten geneigt war. Der Arsch hingegen ragte prachtvoll nach oben. Julian packte Bridget kurz an den Hüften, zog sie eine halbe Armlänge weiter nach oben und drang ohne Umschweife ein weiteres Mal in sie ein.
Die sexuelle Lust dröhnte in Bridgets Kopf. Weder brachte sie ihre Augen auf, noch gelang es ihr, normal zu atmen. Julian schien es ähnlich zu gehen: Er war ganz bei sich und seiner Geilheit, war nicht mehr in der Lage, groß auf Bridgets Befindlichkeiten zu achten und vögelte sie mit einer ausdauernden Unbarmherzigkeit. Bridgets Erschöpfung hätte jetzt nach einer kurzen Abkühlphase verlangt. Doch daran war nicht zu denken, Julian ließ nicht von ihr ab und in seinem Begehren auch nicht nach. Wieder kündigte sich ein Orgasmus an. Gleich würde Bridget von einem ekstatischen Tsunami der Lust weggespült werden. Diesmal würde sie sich ihrer Lust ohne Widerstand ergeben.
Sexualhormone waren eine mächtige Droge und Bridget war dieser Droge voll und ganz und mit Haut und Haaren erlegen. Jede Zelle ihres Körpers schien zu pulsieren und sie fühlte sich unendlich lebendig. Bridget bekam nicht genug von ihrer eigenen Lust und Euphorie. Sie hörte sich stöhnen und nach Luft japsen, sie zitterte und bebte und sie sehnte sich danach, noch inniger und umfassender penetriert zu werden.
„Fick mich endlich! Streng‘ dich doch ein wenig an!“, hörte sie ihre klagende, gepresste Stimme. Und sie bereute es augenblicklich, denn Julian verlangsamte seine Stöße und im nächsten Moment ließ er ganz von Bridget ab. Er drehte Bridget auf den Rücken.
Bridget zwang sich, die Augen zu öffnen. Julian schwitzte und wirkte erschöpft. Er hatte sich wirklich ins Zeug gelegt und alles, was er nun zu hören bekam, war ihre Beschwerde. Sein Gesichtsausdruck verriet, dass ihn Bridgets letzte Äußerung aus der Fassung gebracht hatte.
„War das wirklich schon alles?“, provozierte ihn Bridget weiter. Sie konnte sich selbst nicht erklären, warum sie gerade so viel Spaß daran hatte, Julian aus der Reserve zu locken. Vielleicht war es seine selbstgefällige Art? Sein Sportler-Macho-Gehabe? War er es nicht gewesen, der sich vorhin ein wenig abschätzig über ihre Fitness und Ausdauer geäußert hatte? Bridget grinste ihn überheblich an:
„Nicht schlecht, deine Ausdauer. Könnte aber besser sein!“ So oder so ähnlich waren seine Worte gewesen. Jetzt gab sie ihm seine arrogante Floskel 1:1 zurück. Bridget spürte, dass Julian diese Demütigungen nicht würde auf sich beruhen lassen. Dazu war er zu ehrgeizig, zu stolz und zu eitel. Gefühle wetterleuchteten in seinem Gesicht: Er schien gleichzeitig verwirrt, geil, erschöpft, kämpferisch, ja sogar ärgerlich zu sein. Er schien zu überlegen. Dann eilte er mit einem Satz zu den Sprungschnüren, die feinsäuberlich an der Wand hingen, und griff nach ihnen. Er grinste breit und es war offensichtlich, dass Julian nun wieder das Gefühl hatte, die Lage im Griff zu haben.
Die ersten Seile fixierten Bridgets Armgelenke. „Wirst du mir ohne Seile nicht Herr?“, fragte Bridget höhnisch und streckte ihm bereitwillig die Hände entgegen. Bald waren auch Bridgets Beine in weit gespreizter Position fixiert. Ein weiteres Seil verlief unter ihren Brüsten und presste ihren Oberkörper streng gegen die Liegefläche. Mit jedem Seil reduzierte sich ihre Bewegungsfreiheit und Bridget spürte, dass sich ihrer ein seltsamer Gefühlscocktail bemächtigte: Da waren Lust, Erwartung, Neugierde und Gier. Aber da war auch dieses Gefühl des Respekts vor dem, was nun kommen würde: Julian war sexuell in höchstem Maße erregt und sie hatte ihn gereizt. Ihre Provokationen hatten zumindest seinen sexuellen Ehrgeiz geweckt, wenn nicht noch mehr.
Langsam und ohne Bridget aus den Augen zu lassen, schritt Julian um die Hantelbank. Wie ein Tier, das selbst verletzt worden war, schlich er um seine bewegungsunfähige Beute. Er wirkte plötzlich ganz ruhig und gelassen.
„Da ist mir ja ein Prachtstück ins Netz gegangen!“, meinte er leise und legte seinen Zeigefinger auf die Außenseite ihres rechten Oberschenkels. Langsam bewegte sich der Finger Richtung Hüfte, fuhr über ihren Hüftknochen und näherte sich ihrem Spalt. Kurz verweilte sein Finger über ihrer Scham, dann strich Julian mit seinem Indexfinger über ihren Bauchnabel hoch zu ihrem Dekolleté.
Ganz plötzlich und mit enthemmter Begierde umfasste er mit beiden Händen das elastische Fleisch ihrer Brüste. Er hatte sich zu ihr hinuntergebeugt und ihre Nasenspitzen berührten sich fast. „Du bist ein geiles Miststück!“, erklärte er. Genüsslich und ohne Hast knetete Julian ihre Brüste – fast so, als ob er sie melken würde. Seine sorgfältig manikürten Finger widmeten sich auch ihren Brustwarzen und Bridget spürte, wie ihre Hormone einmal mehr in Wallung gerieten.
Unvermittelt ließ Julian wieder von ihr ab – gerade jetzt, wo ihre Lust wieder Besitz über die ergriffen hatte! Bridget seufzte hörbar. Julian tat überrascht. „Passt dir nicht, wie ich dich behandle?“, erkundigte er sich mit streng klingender Stimme.
„Das Problem ist, dass du eigentlich nichts tust. Ich langweile mich!“, erklärte Bridget frech und grinste Julian an. Sie merkte, wie sich Julian mit dem Eckzahn auf die Unterlippe biss. Wenn es um seinen Stolz ging, war er sehr empfindlich – diesbezüglich hatte Bridget diesen Mann durchschaut.
Julian trat nun wieder an sie heran. Er lockerte die Seile und zog sie mit kräftigen Armen ein Stück höher. Ihr Kopf fand kaum noch eine stützende Unterlage. Julian war dies offenbar egal und er fixierte sie in dieser Position, wobei er die Seile strammer als zuvor spannte.Er hantierte an der Hantelbank und im nächsten Moment neigte sich die Liegefläche nach unten.
„Lass den Kopf hängen und Mund auf!“, befahl Julian. Er hatte sich hinter Bridget gestellt und schob ihr im nächsten Moment seinen tropfenden Schwanz in den Rachen. Ihr überdehnter Hals erlaubte ein tiefes Eindringen. Das war also die Bestrafung für ihre Aufmüpfigkeit: Oralsex, die harte Version.
Bridget ließ sich nur auf harten Oralsex ein, wenn sie zuvor durch Sonn‘ und Mond gevögelt wurde. Es war, als ob nur eine Überdosis Sexualhormone diese letzten Grenzen und Schranken einreißen konnten. Bei Bridget stellte sich dann das unbändige Verlangen ein, sich ganz und gar, mit Haut und Haar, hinzugeben. In diesen Momenten reduzierte sich der Sinn ihres Daseins, in allen denkbaren Varianten genommen zu werden. Es brauchte einen besonderen Schlag von Männern, die Bridget in diesem sexuellen Ausnahmezustand das gaben, was sie brauchte und ersehnte: Ihre grenzenlose Lust räumte ihren Sexualpartnern ungeahnte Freiheiten ein und es brauchte Männer, die die Courage hatten, diese Freiheiten schamlos auszunutzen.
Julian war von diesem Schlage. Er hatte Bridgets Kopf mit den Händen umfasst und schob seinen prallen Phallus unerbittlich in ihren Rachen. Bridget keuchte, das Blut schoss in ihren Kopf, das Kiefergelenk schmerzte, der Speichel floss. Ein Teil von ihr wünschte sich, dass diese Tortur sofort zu Ende gehen möge. Ein anderer, noch mächtigerer Aspekt ihrer Persönlichkeit wünschte sich, dass dieser paradiesische Zustand ewig anhalten möge.
Julian war auch an seine Grenzen gekommen. Er atmete schwer. Gerade, als Bridget befürchtete, das Bewusstsein zu verlieren, ließ Julian von ihr ab. „Ich habe noch die eine Frau gehabt, die so gierig nach Schwänzen ist!“, meinte er anerkennend und begann, Bridget mit seinen Fingern zu stimulieren. Zuerst bekam Bridget dies nur in einer Nische ihres Bewusstseins mit – zu sehr war sie mit ihrer Atmung und ihrer Erschöpfung beschäftigt. Bald aber forderte ihre Lust wieder ihre ganze Aufmerksamkeit. Wie konzentrische Kreise in einem Teich breitete sich ihr triebhaftes Verlangen auf ein Neues in ihrem Körper aus. Ihre Lust brauchte nun dringend, dringend ein Ventil in Form eines funkensprühenden Orgasmus. Doch nun bestätigte sich der Verdacht, den sie schon zuvor gegenüber Julian gehegt hatte: Er war ein Sadist.
Mit geschickten Fingern führte er Bridget an den Gipfel der Lust. Mit traumwandlerischer Sicherheit entsagte er ihr aber im letzten Moment den befreienden Höhepunkt. Dann ließ er von ihr ab und ließ sie ein wenig zur Ruhe kommen. Nun gab es Küsse und harmlosere Streicheleinheiten – diese Zärtlichkeiten standen in seltsamen Kontrast zur triebhaften Impulsivität, die er zuvor an den Tag gelegt hatte. Gerade, als Bridget das Gefühl hatte, dass ihr sexuelles Feuer langsam zu einer kleinen Flamme wurde, verschärfte Julian wieder die Gangart.
Irgendwann fand sich Bridget wieder in vornübergebeugter Position vor Julian. „Dieses Mal darfst du kommen!“, erklärte er keuchend. Er hatte gerade seinen Schwanz in ihren Schoß geschoben und mit seinen Händen ihre Hüfte umfasst. In ihrer akuten Ekstase hatte Bridget nur diesen einen Wunsch:Sie wollte diesen Phallus in sich spüren. Nur in der Vereinigung mit diesem Mann fühlte sie sich vollständig. Kräftige, rhythmische Stöße pulsierten durch ihren Leib. Dieser Mann fickte sie ohne Unterlass, temperamentvoll und mit Hingabe. Bridgets Erschöpfung und Kraftlosigkeit machten sie mehr als zuvor zu Julians Spielzeug. Ihre Arschbacken klatschten in strengem Takt gegen Julians Lenden.
Bridget wollte und konnte nicht mehr länger warten. Ihre Lustqualen waren kaum mehr zu ertragen. Da hörte sie Julian sagen: „Und wie gefällt dir das?“ Im nächsten Moment schob Julian genießerisch seinen Daumen in den Anus seiner Gespielin. Es war, als wäre Bridget in einen Stromkreis geraten. All ihre Sinne stülpten sich implosionsartig nach Innen. Ihre Sensoren versuchten, die Woge die Lust, die über sie hinwegrollte, zu erfassen. Doch es war, also wollte man einen Wasserfall in eine kleine Vase füllen – das Ausmaß an Geilheit, das sich in der letzten halben Stunde aufgebaut hatte, gingen über das, was Bridget verarbeiten konnte, weit hinaus. Nachdem ihr heftig zuckender Schoss zur Ruhe gekommen war, fiel sie schwitzend und keuchend auf der Hantelbank zusammen.
Ein seltsames Piepsen holte sie nach einer gefühlten Ewigkeit ins Hier und Jetzt zurück: Ihr Fitness-Armband hatte ihr zu den vielen Kardio-Punkten gratuliert, die sie an diesem Nachmittag auf ihr Konto gebucht hatte und wollte nun wissen, um welche Art der Aktivität es sich gehandelt habe. Bridget lächelte erschöpft: Erotischer Sexkampf war als Disziplin in ihrer Fitness-App nicht vorgesehen. Also drückte Bridget auf Laufen. Diese Jogging-Runde hatte es aber wahrlich in sich gehabt!