Beginning
Es war ein warmer und sonniger Tag und ein leichter angenehmer Luftzug war auf der Haut wahrzunehmen. Bei genaueren hinhören konnte man eine Menge an Stimmen schreien hören. Auf einem nah geliegenen Schrottplatz sah man auf der rechten Seite einige Leute in schwarzen Anzügen mit gelben Beschriftungen darauf und links davon stand ein Mann mit blonden Haaren in einem roten Anzug, während seine Mitglieder weiß trugen. Er nahm einen Zug an seiner Zigarette und sie wirkten deutlich älter als die anderen. Ein Junge mit etwas längeren blonden Haaren stand mit den Rücken zu ihm und schien ihn nicht sonderlich zu beachten.
"Du solltest es aufgeben, deine Gang wird nie wachsen, Mikey." rief der mit der Zigarette zu dem anderen.
Mikey drehte sich zu ihm um und wirkte sehr unnahbar "Das tut sie schon und sie wird mein ganzer Stolz sein. Warte nur, sie wird irgendwann in ganz Japan bekannt sein und im Gegensatz zu deiner die für Vergewaltigung bekannt ist wird meine für Stärke bekannt sein Osanai." sagte dieser.
Osanais Gesicht verspannte sich und er machte sich bereit auf ihn los zulaufen für seine Worte, doch auf der Hälfte der Strecke schallte ein kleinerer Gegenstand von links in seinen Oberschenkel.
Osanai schrie daraufhin auf und ging zu Knie, während sich die Augen der anderen weiteten. Die Blicke wanderten nach links wo eine höhere Rampe einer Baustelle war und dahinter stand ein Kran. Auf dieser Betonplatte hockte eine dunkle Gestalt.
Sie trug eine lockere Hose, dazu hochgeschürrte Boots und einen recht großen Pullover, deren Kapuze das Gesicht der Person verdeckte, natürlich alles in Schwarz. Auf dem Rücken konnte man zwei ineinander kreuzende Samureischwerter erkennen.
"Ey du Bastard! Hast du sie noch alle?!" schrie Osanai und zog sich ein Kunai aus dem Oberschenkel, doch die Person zeigte ihm nicht viel Reaktion. Sie schwieg.
Der noch auf der Rampe, zog sich aus seiner Hocke raus und sprang von der Plattform hinunter, ein schweres und stumpfes Geräusch enstand dadurch.
"Ey hats dir die Stimme verschlagen?! Ich rede mit dir!" brüllte er immernoch auf.
Die Schwarz gekleidete Person, von der man kein Stück ihres Gesichtes erkennen konnte näherte sich dem Haufen und blieb immernoch Stumm.
Sie erhob ihr Gesicht und ein Tuch verdeckte den Rest, nur die Augen blitzen hinaus. Er hielt nur den Finger gegen seine Lippen um ihm klar zu machen das er den Mund halten sollte.
Osanais Gesicht wirkte immernoch ganz verspannt, bis seine Augen kurz aufflackerten. "Diese Schwerter! Alle reden über dich!" zitterte seine Stimme dabei ein wenig.
Mikey wollte sich nach vorne bewegen. Er war sichtlich verärgert darüber, daß jemand anders sich eingemischt hatte, doch ein größerer Kerl mit einer Tätowierung am Kopf fasste ihn an die Schulter und hielt ihn auf.
Die Person näherte sich Osanai und streckte ihre Hand aus, sie forderte ihre Waffe zurück, doch er weigerte sich. "Mir ist egal was sie über dich gesagt haben, so leicht kommst du mir nicht davon!" meinte er aggressiv und wollte zu schlagen, doch die Person vor ihm wich diesem geschickt aus und verpasste ihm einen kräftigen Schlag in den Magen. Ein kurzes Stöhngeräusch enstand und er kniete sich zu Boden. Er hielt dabei seinen Bauch.
Sie nahm ihre Waffe an sich, wischte das Blut darauf auf ihrem Ärmel ab und steckte das Kunai in einer der größeren Hosentaschen am Knie, sie drehte sich um und erhaschte einen kurzen Blick zu den Männern in Schwarz und verschwand dann.
An einem sehr großen Haus angekommen lief die Gestalt rechts an der Hausmauer vorbei und kletterte an einer Regenrinne die Wand nach oben. Sie verschwand in einem Fenster und fing daraufhin an ihre Sachen los zu werden und enthüllte sich. Ein zartes Gesicht kam zum Vorschein und lange rote Haare, ihre Augen waren Haselnussbraun und schimmerten wunderschön im Sonnenlicht.
Sie versteckte ihre Sachen in einem extra Fach im Schrank und zog sich etwas bequemes an.
"Akame bist du zuhause?" rief eine weibliche Stimme von unten.
"Ja ich komme schon." Antworteten sie.
Akame lief die Treppe hinunter und kam in die Küche wo ihre Mutter wartete. Sie war recht modern gestaltet in einem eleganten Beige und in der Mitte statt eine Kochinsel.
"Bist du gar nicht heute bei deinem Geigen Unterricht?" fragte diese.
"Nein der ist doch immer Mittwochs." meinte sie.
"Oh ganz vergessen." sagte ihre Mutter ein wenig erschrocken, während sie den Kühlschrank einräumte.
"Ja warum wohl.." murmelte Akame und daraufhin klingelte das Telefon ihrer Mutter und sie eilte aus dem Raum.
"Ich bin bei der Arbeit!" Rief sie und kurz darauf hörte man das dumpfe Geräusch der Haustür.
"Tsk!" zischte sie leicht auf und lief in ihr Zimmer zurück, den was ich vergaß zu erwähnen war das Akame die Tochter des Staatsanwaltes war und ihre Mutter zählte zur einer der besten Chirurgen in ganz Japan. Das bedeutete also, sie waren kaum Zuhause.
Akame kam in ihrem Zimmer an, wo rechts davon ein sehr großes und breit gebautes Fenster stand, das fast wie eine Wand wirkte. Davor stand ihr großes Bett, der Kopf des Bettes zeigte zum Fenster, daneben davon stand eine elegant geschwungene Lampe. Auf der linken Seite, das genau gegenüber vom Bett zeigte, war ein großer begehbarer Schrank und Geradeaus von der Tür aus stand ein Aquarium das leuchtete ,ein Bücherregal und ein Fernseher. Eine blaue LED Kette zog sich oberhalbs an der Wand entlang.
Akame schmiss sich auf ihr Bett und seutzfe auf. Ihre Eltern hatten so hohe Ansprüche an sie, obwohl sie sogut wie nie da waren und dabei hörten sie ihr gar nicht zu was sie eigentlich wollte.
Ihr Arm lag auf ihrem Kopf, der ihre Augen verdeckte. Sie spürte aufeinmal eine ganz feine Nase in ihrem Gesicht die sie beschnupperte. Akame schob ihr Arm beiseite und sah ein schneeweißes Kätzchen mit blauen Augen vor ihr.
"Mika, da bist du ja." sagte sie erfreut und streichelte sie.
Mika schnurrte freudig und legte sich danach an ihr Fußende. Akame wendete sich auf ihren Bauch und holte ihr Handy hervor. Sie checkte ihre neuen Nachrichten.
- Matsu und ich haben doch neulich zwei Typen kennengelernt und wollen auf ein Doppeldate gehen, der eine hat sogar einen Bruder der etwas älter ist. Ich habe von dir erzählt und er wirkte interessiert,kommst du mit?- schrieb Akiko.
Akame schnalste mit der Zunge, ihre ewigen Verkupplungsversuche mit irgendwelchen komischen Kerlen störte sie.
- Nein danke, kein Interesse.- Kam von ihr.
- Du hast soviele Interessenten und du verteilst nur Körbe, das verstehe ich nicht.- schrieb Matsu im Gruppenchat.
- Bin einfach nicht interessiert. Ich schenke sie dir ;)- antwortete Akame und legte ihr Handy daraufhin wieder weg.
Ein großer Lärm dringte ringsherum in ihre Ohren ein. Akame öffnete ihre Augen und erhob ihren Kopf vom Tisch. Sie befand sich im Klassenraum und um sie herum sprachen soviele Stimmen durcheinander. Alle standen dort rum in ihrem Schuluniformen und waren dabei das Zimmer zu verlassen. Akame stand nun auch auf, nahm ihre Tasche und verließ den ebenso den Raum, worauf schon zwei Mädchen ihr auf den Fersen waren. Das eine Mädchen hatte lange schwarze Haare und ein Pony. Ihre Augen waren dunkel und sie war sehr zierlich. Ihre Haut so rein und das Gesicht perfekt geschnitten, die andere dagegen hatte schulterlanges braunes Haar, war ein wenig größer, aber trotzdem auch sehr hübsch.
"Schade das du gestern nicht gekommen bist, er war voll enttäuscht. " kam von der schwarzhaarigen.
"Akiko.." murmelte sie.
"Ja der arme saß voll alleine da." sagte die andere ,woraufhin Akame nur ihre Augen verdrehte. Die beiden fingen an zu erzählen und während ihr Kopf schon das hämmern anfing, sprach aufeinmal eine männliche Stimme sie an.
"Was machst du den so ein ernstes Gesicht. " lachte er.
Akame blickte nach oben und sah einen großen Mann vor ihr stehen, seine Haare waren tiefschwarz und etwas durcheinander nach unten gestylt. Die Seiten waren eher etwas kürzer doch hatten einen perfekten Übergang zu oben. Seine Augen schimmerten in einem bezaubernden Grün und links trug er ein Augenbrauenpiercing. Seine Ohren waren mit runden Ohrringen versehrt.
"Dyrroth!" Rief sie erfreut und packte ihn am Arm. Sie nutzte ihn als Ausrede für ihre Freundinnen.
Dyrroth ging in die paralleleklasse und war ihr Kindheitsfreund.
"Ey die beiden gehen mir schon wieder so auf die Nerven." meinte sie etwas verärgert.
"Haben Sie schon wieder versucht dich zu verkuppeln?" fragte er.
"Ja.." seuftze sie auf und sie verließen dabei das Schulgebäude.
"Willst du noch in die Stadt gehen?" fragte er.
"Ja aber erst will ich kurz nachhause und mir etwas anderes anziehen." meinte sie.
Sie liefen zu ihr nachhause und Akame eilte in ihr Zimmer hoch.
Dyrroth folgte "Hast du schon was gegessen?"
"Nein und du?"
"Nein, Dann können wir uns ja darum erstmal kümmern." meinte er.
Sie zog sich vor ihm um als wäre es nichts. Akame trug nun ein weißes Trägertop, aus etwas dickeren Stoff und eine Schwarze weitere Hose mit schwarz weißen Jordans.
"Röcke sind wohl wirklich nicht so dein Ding was?"
Akame blickte ihn daraufhin etwas mordlustig an.
Dyrrtohs Augen weiteten sich kurz und er kratzte sich am Hinterkopf "gehen wir?"
Akame willigte ein und sie verließen das Haus wieder.