Kapitel 1
Langsam wachte Drittes Reich auf. Sie drehte sich jedoch nur zur anderen Seite und versuchte weiter zu schlafen, da sie ein Morgenmuffel war. Jedoch bemerkte sie nach einiger Zeit, dass sie nicht mehr einschlafen konnte. Es dauerte danach noch etwas, bis sie Aufstand den Fernseher anschaltete und sich wieder ins Bett legte, alle Kissen neben ihrem Bett packte und auf das Bett schmiss, dass sie etwas gemütlicher lag.
Reich suchte nach einem interessanten Programm, jedoch fand sie keines. Nachdem sie alles drei Mal durchgeschaut hatte und realisierte, dass es nichts Interessantes gab, stand sie auf, nahm ihre Lieblingsjacke und eine Hose, die sie schon seit zwei Tagen trug und zog sie sich über.
Danach ging Drittes Reich nach unten und machte sich erstmal Frühstück. Um nichts zu Aufwendigem zu machen, durchsuchte sie die Holzschränke, bis ihr einfiel, dass im Kühlschrank noch Kohlrabi Suppe von gestern übrig war. Also holte sie die Suppe heraus und stellte diese auf den Herd, denn sie anschaltete.
Nachdem sie das getan hatte, ging sie ins Wohnzimmer und tagträumte davon, wie es sein würde einen Partner zu haben, den sie liebte. Doch das war alles nur Fantasie, ein Märchen, dass niemals wahr werden würde, aus ihrer Sicht. Drittes Reich wusste nicht einmal, wie es sich anfühlte verliebt zu sein und sie war sich sicher, dass niemand sie jemals lieben würde.
Leider hatte sie auch keine Freunde, da sie sich nicht traute auf Leute zu zugehen und sich mit ihnen zu unterhalten. Ab und zu würde sie auch gerne in ihrer Traumwelt versinken und nie wieder davon aufwachen, doch das waren alles nur Wünsche und Träume, dass konnte nicht wirklich passieren oder doch?
Nun fiel ihr ihre Suppe wieder ein, also ging sie in die Küche und nahm die Suppe vom Herd, nachdem sie noch kurz umgerührt hatte. Reich schüttete die Kohlrabi Suppe in einen Suppenteller und trug diesen zum Esstisch. Nachdem sie ein Glas mit spritzigem Wasser und einen Löffel geholt hatte, aß sie die Suppe.
Nachdem sie fertig war, ging sie zurück in ihr Zimmer, um dort weiter die eine Wand anzumalen. Schon seit einiger Zeit arbeitet sie an dem Bild. Jedoch kann man immer noch nicht erkennen, um was es sich genau in dem Bild handelt, nicht einmal sie selbst wusste es, da sie es einfach aus ihrem Gefühl heraus malte.
Nachdem sie etwas weitergekommen war, ging sie nach unten und suchte dort auf dem Fernseher etwas Interessantes. Nach kurzer Zeit wurde ihr jedoch wieder Langweilig und sie entschloss sich für einen Spaziergang im Wald. Sie mochte zwar den Frühling, wegen den Farben, aber es war die Zeit, in der sie am meisten Pech hatte.
Drittes Reich konnte oft sehr tollpatschig sein und im Frühjahr war das immer schlimmer als sonst. Aber mit den Temperaturen im Sommer hatte sie noch ein viel größeres Problem, obwohl sie mitten im Sommer Geburtstag hatte. Den Sommer konnte sie nicht ausstehen.
Nachdem sie wieder zurück war, erledigte sie noch ein paar Dinge und fuhr dann zum Einkaufen. Die Sonne war schon fast untergegangen, als sie hinfuhr und einige graue Wolken verdeckten den Himmel. Beim Einkaufen war glücklicherweise nicht viel los, womit sie schneller fertig war, dachte sie zumindest, da Reich dann sah, dass die meisten Leute an der Kasse standen. Irgendwann kam sie nach draußen und fuhr zurück nach Hause.
Langsam und vorsichtig fuhr Drittes Reich die Straße entlang. Es regnete in Strömen, doch sonst gab es nichts Interessantes. Der Wald sah aus wie immer und es war inzwischen schon Nacht. Reich fuhr weiter die Straße entlang, doch plötzlich hörte sie ein seltsames Geräusch, dass von den Tiefen des Waldes kam.
Plötzlich sah sie ein Lebewesen, größer als ein Hund auf die Straße laufend. Reich bremste augenblicklich, um das Tier nicht zu verletzen. Nachdem der Wagen stehen geblieben war, stieg sie aus ihrem Wagen, um nach dem Tier zu sehen. Das Lebewesen konnte man schlecht erkennen, aber es bewegte sich nicht vom Fleck.
Es blieb weiterhin vor dem Auto stehen. Auch wenn die Scheinwerfer es anleuchteten, sah man es schlecht. Reich ging näher heran, um es zu vertreiben. Mit ihren Händen versuchte sie es weg zu scheuchen, doch es rührte sich keinen Zentimeter. Sie ging näher auf es zu, als es plötzlich zu knurren begann.
Jedoch ignorierte sie dies und versuchte es weiterhin wegzubewegen. Irgendwann biss das Wildtier in ihren Arm, sodass das Blut herumspritzte und ihre Jacke rot färbte. Sie fiel um und versuchte sich zu befreien, was ihr auch gelang, doch dann biss ihr das Lebewesen in den Hals. Glücklicherweise nicht wirklich fest, aber stark genug, um die Schlagader etwas aufzureißen. Nach kurzer Zeit wurde sie Ohnmächtig und merkte nicht mehr, was um sie herum passierte.