Everything hopeless

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Summary

Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt Cole Monate später zu Ezra zurück. Die beiden verbindet so viel gemeinsam. Während sie gerade wieder zueinander finden und Cole jemanden an sich heranlässt droht der zweite Lockdown um Weihnachten rum. Sie haben zwei Tage Zeit um sich darauf vorzubereiten. Allerdings ist für beide klar, dass sie ihn gemeinsam verbringen wollen. Während des Lockdowns, zeigt sich nach und nach ein erschreckendes Geheimnis, welches Cole über Monate verschwiegen hat. Wie werden die beiden den zweiten Lockdown um die Feiertage verbringen?

Status
Ongoing
Chapters
5
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prolog


Seitdem Ezra eine Beziehungspause verlangt hatte und ich verschwunden war, war beinahe ein halbes Jahr vergangen. Inzwischen war der Sommer, in dem wieder alles erlaubt war, vorbei und das Leben hatte sich wieder normalisiert. Die Läden hatten wieder geöffnet. Allerdings bestand noch überall eine Maskenpflicht.

Jack hatte Corona überlebt, obwohl er, kurz nachdem ich Ezra verlassen hatte, in ein künstliches Koma versetzt wurde. Es war nicht leicht. Aber wichtig war, dass er es geschafft hatte. Knapp einen Monat lang hatte Jack damit noch zu kämpfen. Aber ich war heilfroh, dass er es geschafft hatte und im Augenblick bei mir war. Er hockte neben mir in unserem Hotelzimmer in Glasgow. Es war ein Trip, den wir seit Jahren vorhatten, aber bisher nie gemacht hatten.

„Jetzt guck doch nicht so“, tadelte Jack mich auf seine liebevolle Art.

„Wie denn?“

„Na so, als wenn du hier viel lieber mit Ezra sein würdest.“

Die Erwähnung seines Namens überrumpelte mich im ersten Moment und ich stockte. Natürlich wollte ich solche Sachen damals mit Ezra machen, aber es hatte nicht geklappt. Ich hatte mit meinem Verhalten unsere Beziehung zerstört und ihn aus meinem Leben gedrängt. Seitdem hatte ich ihn nicht mehr gesehen und Ezra hatte nicht den Anschein gemacht, als würde er den Kontakt halten wollen. „Hör auf.“

„Cole, du kannst dem Thema nicht ständig ausweichen. Irgendwann müssen wir über deinen Fehler reden.“ Er klang genauso wie immer. Streng und doch liebevoll.

„Meinen Fehler?“

„Ja. Ezra war seit Jahren der Einzige, den du so an dich herangelassen hast, noch dazu so schnell. Keine zwei Wochen und er kannte dich besser, als du dich selbst, besser, als ich dich kenne. Zwischen euch war so viel Harmonie und Verständnis für den jeweils anderen. Es schien, als würdet ihr alles über den anderen wissen. So was geht nicht einfach vorbei.“

„Jack... er hat die Beziehung beendet.“

„Falsch. Er hat sie pausiert. Beendet hast du sie, indem du abgehauen bist.“ Diesmal klang er vorwurfsvoll. Ich wollte mich rechtfertigen, aber innerlich wusste ich, dass er recht hatte, daher schwieg ich.

Es war unser gemeinsamer Urlaub, da wollte ich eigentlich nicht über Ezra und mich reden.

Seitdem er eine Pause wollte, wo ich ihn am meisten gebraucht hätte, war er für mich gestorben. Ezra hatte genau gewusst, was mit mir los war und hatte sich nicht einmal gemeldet. Diese Tatsache hatte mir gezeigt, dass ich ihm scheinbar doch nicht so viel bedeutet hatte, wie er mir.

Jack rutschte näher zu mir und schlag seinen Arm um mich.

„Ich hab mit euch beiden geskypt und Ezra gesehen. Du bedeutest ihm eine Menge, aber ich schätze er ist ziemlich stur. Aufgegeben hat er dich nicht. Hätte er dich aufgegeben, hätte er direkt mit dir Schluss gemacht und würde sich nicht jeden Status von dir bei Whatsapp anschauen.“

Ich schluckte. Ich hatte jetzt keine Lust, mit Jack über Ezra zu diskutieren, daher zog ich es vor, zu schweigen. Ich konnte nicht sagen, dass mir Ezra nichts mehr bedeutete. Das wäre gelogen. Er bedeutete mir eine Menge. Alleine schon, weil wir den ersten Lockdown gemeinsam verbracht hatten. Nicht nur das, er kannte meine dunkelste Vergangenheit und war dennoch für mich da. Fakt war, dass er immer noch eine entscheidende Rolle in meinem Leben spielte. Und das wird immer so sein.

Jack rutschte von mir und schaute mich an. „Und jetzt, kleiner Bruder, werden wir uns den Loch-Ness-See anschauen.“ Er klang so überzeugend und fest in seiner Aussage, dass er mich direkt auf die Beine zog und zur Tür schob.