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Ein Wichtiger Hinweis, direkt am Anfang: diese Büccherreihe ist bald 17 Jahre alt. ich habe diese erst im Jahre 2020 beendet (Band 1) die anderen folgten die Jahre drauf.
Diesen Schreibstil, den ihr hier vorfindet, ist nicht mehr er gleiche wie in meinen neuen Büchern, auch die korregtur lässt hier zu wünschen übrig, leider konnte ich dies noch nicht beheben, weil der Server von Inkitt sehr schwierig ist, um einzufügen oder auch zu kopieren. Mich ärgert das ganze total, aber ich kann euch versprechen, laut den vielen Leserstimmen auf verschiedenen Plattformen, mindert es nicht, die emotionale Explosion dieser Buchreihe.
Dazu, solltet ihr unbedingt Band 1 Lesen, um einen Kontext zu verstehen, allerdings ist ein eigenständiges Lesen hier auch möglich.
Viel Spaß!
p.s.
ich versuche nun alles nach und nach zu Korrgieren.
· ❤︎ ·
Mari
Die Ankunft in Deutschland vor sechs Jahren war hart. Als Erstes musste ich meiner Mutter natürlich alles erzählen, wobei sie Gott sei Dank nicht weiter nachhakte. In jenen Tagen bekam ich immer wieder Anrufe von Mason. Auf allen Plattformen. Nach kurzer Zeit habe ich mich entschlossen, ihn überall zu blockieren, egal wie sehr ich daran kaputtgehe. Auch auf meinem Facebook-Profil stand wieder „Single“ und Mason war nicht mehr eingetragen; ich entfernte auch alle Profilfotos, auf denen wir zusammen drauf waren. In der Schule wurde sich darüber natürlich köstlich amüsiert. Von:
“Die sieht noch leerer aus als vorher.”
bis
“Der Typ auf Facebook war doch sowieso ein Fake, der sah unglaublich gut aus, was will so jemand mit der?”
war alles dabei.
Tanja rief immer wieder an, bis sie wieder in Deutschland war, danach redete sie auf mich ein. Aber ich wollte nie wieder etwas von Mason wissen und zum Glück musste ich ihn auch nie wieder sehen. Ich hatte tatsächlich ein hervorragendes Zeugnis, selbst die Beurteilung aus Amerika war eins a, was ich nach meinem spontanen Abbruch gar nicht erwartet hatte. Dementsprechend war mein Abschluss unfassbar gut und die Uniklinik nahm mich ohne Zögern auf.
Es kam irgendwann der Tag, an dem ich von zu Hause auszog. Tanja und ich fanden eine nette Wohnung am Rande von Frankfurt. ich hatte meinen Führerschein gemacht und war Besitzerin einer unglaublich tollen Rostlaube in Hellblau.
“Nimm es mir nicht persönlich ...”
sagte Tanja, als sie die letzte Kiste aus meinem Wagen herausholte und meine Sitze daraufhin quietschten.
“Aber ich kaufe dir einen neuen Wagen und du zahlst ihn bei mir ab.”
Ich lachte.
“Nur über meine Leiche”,
antwortete ich ihr. Der Wagen hielt nun vier Jahre, ich würde Hugo niemals freiwillig abgeben.
Am Abend packte ich in meinem Zimmer die letzte Kiste aus. Ich hatte mir ein kleines Regal direkt an die Seite meines Bettes gestellt und begutachtete alles, was ich an Deko hatte und was dorthin passen könnte. Bis mir ein gerahmtes Bild in die Hände fiel – mir stockte der Atem. Ich hatte dieses Foto von mir und Mason in New York gemieden; wieso ich es trotzdem einpackte und mitnahm, wusste ich auch nicht.
Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht jeden Tag an Mason dachte. Das Ganze war nun sechs Jahre her. Ich war jetzt vierundzwanzig und er würde bald sechsundzwanzig werden. Wie verlief sein Leben? Wurde er Arzt? Oder machte er doch weiter Musik? Oder vielleicht gar nichts? Hatte er eine Frau? Kinder ...
Es klopfte und ich räusperte mich. Ich stellte das Bild schnell ab, mit dem Gedanken, dort später ein anderes Bild einzurahmen. Tanja kam telefonierend herein.
“Yoshua lässt fragen, ob er Pizza mitbringen soll.”
Ich zuckte mit den Schultern.
“Von mir aus.”
Ja, tatsächlich: Yoshi war irgendwann nachgekommen und er und Tanja führten immer noch eine Beziehung. Er war es auch, der uns zusammen mit meiner Mutter beim Umzug half. Tanja ging wieder raus und redete irgendwas von Salami und nicht zu viel Käse. Ich setzte mich auf mein Bett und legte meinen Kopf in die Hände; mein Leben hatte eine Wendung genommen, die ich so nicht geplant hatte. Als ich Mason das erste Mal traf, hatte ich andere Pläne. Ich hatte eigentlich vor, in diesem Alter schon längst angefangen zu haben, eine Familie zu gründen. Mein inneres Kind lacht mich garantiert in einem Stück aus, Tag für Tag.
Natürlich gab es über die Jahre immer mal jemanden, der dachte, man könnte mir näherkommen, aber ich habe sie allesamt abgeblockt. Bis auf einen Menschen in der Klinik. Henry ließ einfach nicht locker; mehr oder weniger ist er der Einzige, der mich zum Essen einladen darf. Als ich meine Ausbildung anfing, machte er auf sich aufmerksam; damals war er noch Assistenzarzt, mittlerweile ist er Oberarzt in der Neurologie. Ich weiß nicht, was das zwischen ihm und mir ist, aber es hat mich gut abgelenkt und mittlerweile bin ich nicht mehr so ganz depressiv und kriege mein Leben auf die Reihe. Und das wird Gott sei Dank so bleiben.
Ich schloss die Zimmertür hinter mir und ging ins Wohnzimmer, wo eine lächerlich große Couch stand, aber Tanja bestand auf diese Größe, und da sie das Meiste zahlte, hielt ich mich zurück. Sie saß dort mit Yoshi und hatte das Telefon aufgestellt. Ich konnte ahnen, was kommt.
“Komm zu uns!”
rief Tanja so beiläufig, wie es ging. Ich hatte zu all den anderen den Kontakt abgebrochen. Ich hatte keinen besten Freund mehr und Shin und Emily konnten mich auch kreuzweise. Immer wieder versuchte Tanja, mich dazuzuholen, und jedes Mal flüchtete ich. Es gab sogar Momente, in denen Mason anwesend war.
Ich nahm meine Pizza, bedankte mich bei Yoshi und ging in mein Zimmer, schloss die Tür, warf die Pizza auf den Schreibtisch, der schon länger aufgebaut war, und warf mich aufs Bett. Ich hatte alles verloren, was ich bekommen hatte. Ich bin ohne Erwartungen nach Amerika gegangen. Im Gegenteil! Ich dachte, dort wird es noch schlimmer. Und dort habe ich einen besten Freund bekommen, Zusammenhalt gespürt und das erste Mal das Gefühl gehabt, wichtig zu sein. Ich habe meine große Liebe gefunden, für die ich alles gegeben hätte. Und von einem auf den anderen Tag war einfach alles weg und ich war wieder bei null – dieses Gefühl wünsche ich keinem Mädchen.
Am nächsten Morgen warf ich meine Autotür zu, schulterte meine Tasche und ging in die Klinik. Es vergingen keine fünf Minuten, bis Henry auf mich zukam. Groß, blonde, ordentlich zur Seite gelegte Haare, ein leichter Gang wie ein Athlet, helle blaue Augen. Das genaue Gegenteil von Mason. Mason war dunkel, zwar auch groß und schlank, aber ihm ging es am Arsch vorbei, wie er lief.
Henry holte mich aus meinen Gedanken, als er mir einen Kuss auf die Wange drückte.
“Keine fünf Minuten bei der Arbeit und schon die schönste Frau der Klinik gefunden!”
sagte er. Ich zog die Augenbrauen zusammen.
“Jetzt hör aber auf”,
antwortete ich. Tanja kam auf uns zu, in ihrer weißen Uniform, bereit für einen weiteren Tag in ihrem Job. Tanja hatte tatsächlich eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht und bestanden. Sie wirkte etwas gehetzt und ignorierte Henry, wie jedes Mal. Er war nicht existent in ihrer Welt.
“Guten Morgen!”
rief sie schon fast zu spitz.
“Was ist mit dir los?”
fragte ich sie, und sie bemerkte meinen skeptischen Unterton.
“Oh, hey ... nichts!”
Sie drückte mir auch schnell einen Kuss auf die Wange.
“Bis später zum Mittagessen!”
Sie lief an mir vorbei, den Gang links rein.
“Die hat doch einen Vogel”,
murmelte Henry.
“Unangebracht, Henry.”
Ich kommentierte hart; irgendwas lag im Busch.
Der Tag verlief normal: Übergabe, Besprechungen, Informationsaustausch. Wer schwanger ist und wer nicht, wer gerade entbunden hat ... Einige Mütter, die gerade aus dem Kreißsaal kamen, durfte ich schon begrüßen. Es war mein Traumberuf, jedes einzelne Baby war ein Wunder. Ich blühte hier auf, ich erkannte mich manchmal nicht wieder; nicht selten kam es vor, dass ich ein paar Ärzten die Stirn bot oder die Leitung der Station übernahm.
Jetzt saß ich vorne bei der Anmeldung und studierte Papiere über neue Frauen, die entweder hier auf Station darauf warteten, dass ihr Kind kommt, oder diejenigen, die im Kreißsaal waren. Ich wartete aber noch auf Papiere von einem Arzt, den ich nicht kannte. Alle anderen Schwestern redeten nur über diesen neuen Arzt, beinahe waren sie nervös und benahmen sich wie kleine Mädchen, aber ich hatte ihn noch nicht gesehen. Ich hoffte einfach, dass man mit ihm arbeiten kann.
Ich hörte ein leichtes „Klong“: Ein Klemmbrett mit Papieren lag vor mir und ich ergriff es. Ich sah auf die Unterschrift und die Luft verließ meine Lungen. Mir wurde gleichzeitig heiß und ich hatte das Gefühl, dass mein Kreislauf sich verabschiedete. Die Unterschrift kannte ich und den Namen sowieso. Ich sah ruckartig hoch und blickte in unnatürlich hellgrüne Augen. Ich hörte zu atmen auf.
“Hi”,
sagte er leise. Ich konnte nichts erwidern, ich hatte Probleme mit meiner Atmung.
“Was machst du hier?!”
Ich war leise, aber mein Ton war scharf. Er antwortete nicht, er sah mich nur an und ich stand kopfschüttelnd auf.
“Das kann doch nicht wahr sein. Ich hatte dich gerade vergessen.”
Von wegen: Mason ist und bleibt meine große Liebe, auch jetzt noch. Als erwachsene Frau hing ich abends meinen Gedanken nach, und jetzt, gerade als ich dachte, es würde besser, tauchte er einfach wieder auf. Ich nahm wortlos die Papiere und ging nach hinten. Das ist ein schlechter Witz. In welcher Seifenoper lebe ich? Mir wurde übel und meine Impulsivität brachte mich dazu, mich krankzumelden.
Als ich gerade in der großen Wartehalle ankam, lief mir Tanja über den Weg. Ich wurde wütend.
“DU!”
rief ich und ging sofort auf sie zu. Sie drehte sich um und an ihrem Blick sah ich sofort, dass sie wusste, was ich meinte. Ich bohrte meinen Finger tief in ihren Brustkorb.
“DU hast das gewusst! Sag mal, geht’s noch?!”
Sie blickte nach links und hatte keine Antwort.
“Wie soll ich so arbeiten?!”
“Mari, ihr solltet euch echt unterhalten”,
sagte sie.
“Du kannst mich mal. Ich gehe nach Hause und wehe, du versuchst, mit mir zu sprechen.”
Ich ließ sie stehen.









❤️❤️❤️❤️