Winning Game - Teil 3

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Summary

Nun müssen Skyler und Aiden das Drama aufarbeiten. Die Frage, die man sich stellt; werden sie es schaffen und endgültig zueinander finden oder werden sie den Kampf umeinander ein für alle mal verlieren?! Es empfiehlt sich, vorher "Losing Game" (Teil 1) & "Bad Game" (Teil 2) zu lesen.

Status
Ongoing
Chapters
4
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Lost and Found

Skyler´s Sicht:

Wie viel Muscheln am Strand, so viel Schmerzen bietet die Liebe.(Ovit) So unzählig die Muscheln am Strand zu meinen Füßen waren, so sehr schmerzte es tief in mir, Aiden nun endgültig verloren zu haben.

Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben.“ (Sigmund Freud) Nie zuvor liebte und litt ich zugleich so sehr wie die letzten Minuten, Stunden, Tage, Wochen und Monate…

Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht.“ (Shakespear) Mir liefen nicht mehr enden wollende Tränen meine Wangen hinab, während ich auf den Atlantik hinaus sah. Leise zerbrach mein Herz, Stück für Stück, Minute zu Minute und obwohl schon nichts mehr von meinem Herzen übrig war, so brach es dennoch sekündlich immer weiter…

Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide!“ (Johann Wolfgang von Goethe) `Litt Aiden vor Sehnsucht nach mir?!` `Litten wir beide aus Sehnsucht zueinander?!`

Die Wunden der Liebe kann nur heilen, wer sie zugefügt hat.“ (Publilius Syrius) Aiden würde die Wunden, die er mir zugefügt hatte nie mehr heilen können, denn er sagte Ja… Ja zu ihr, während er mich ansah.

Ich wollte einfach nur noch abschließen; ich musste das Thema Aiden ein für alle mal abhaken um mich zu schützen. Um mein Herz zu schützen…

Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ (Joseph Joubert) Mein Herz schrie förmlich danach, endlich zu heilen. Es konnte nicht mehr. Ich musste ihn endlich los lassen; von uns und unserer Liebe Abschied nehmen.

Während ich weiterhin auf die tosenden Wellen des Ozeans blickte, überkam mich Gänsehaut am ganzen Körper. Sanft vernahm ich „seine“ Stimme, die meinen Namen aussprach. `Wollten mich nun all meine Sinne vollends verkohlen?!` Mit Tränenverhangenem Blick drehte ich mich in die Richtung der Stimme.

Total verwirrt blickte ich die Gestalt an, welche sich mir näherte. Die Person hatte ihre Hände in die Hosentaschen gesteckt und kam mir mit schnellen Schritten immer näher. Je mehr sich mein Blick klärte, desto mehr nahm diese Form an… die Form meiner großen Liebe…

Liebevoll blickte er mich an. `Warum war er hier?!` Dies sprach ich total verwirrt aus. Seine Antwort jedoch warf mich voll und ganz aus der Bahn. Während er den letzten Schritt auf mich zu trat, antwortete Aiden, er wäre bei seiner Frau…bei mir….

Mir stockte der Atem als er dies sagte. `War er von allen guten Geistern verlassen?!` Erwartungsvoll sah er mich an. Mir jedoch hatte es die Sprache verschlagen. Ich wusste weder, was ich sagen noch was ich tun sollte….

Sprachlos sah ich ihn an. Langsam griff er nach meinem Gesicht und umfasste es mit beiden Händen sanft. Zärtlich fing er die Tränen auf, die nach wie vor ungemindert meine Wangen hinab kullerten. Ich schloss meine Augen. Auch ihm liefen nun die Tränen.

„…Deine Frau…“ murmelte ich abwesend vor mich hin .„…meine…“ stammelte er mit tränenerstickter Stimme. Plötzlich schlang ich meine Arme um ihn und auch er ließ mein Gesicht los, um die Umarmung zu erwidern. Fest zog er mich an sich heran. Ich schmiegte mein Gesicht an seine Brust und Aiden legte sein Kinn auf mein Haupt. Tief atmete er durch.

„Was ist mit IHR?“ murmelte ich vor mich hin.

„Geschichte… wir sind nicht verheiratet. Ich bin endlich frei….“ flüsterte er mir zu. Dann herrschte angenehme Stille….

Minutenlang hielten wir uns fest umarmt und sprachen keinen Ton. Nur unser schniefen, welches nach und nach leiser wurde, war neben der brechenden Wellen zu hören.

Ich inhalierte seinen Duft, zog mit jedem Atemzug sein Parfüm ein. Unsere Atmung beruhigte sich mit der Zeit merklich und auch die Tränen versiegten langsam.

Schließlich löste ich mich von Aiden. Wir sahen uns in die Augen. Er lächelte mich liebevoll an. Während ich meinen Blick leicht zu seinen Händen schweifen ließ, nahm er meine Hände in seine. `Komisch, da ist keinen Ring.` dachte ich mir noch und wandte meinen Blick nach oben zu seinem Gesicht. „Ich liebe Dich mein Engel.“ hauchte er mir zu während er mir in die Augen sah. „Und ich liebe Dich Honey.“ erwiderte ich leise ohne den Blick eine Sekunde ab zu wenden. Langsam näherten sich unsere Gesichter. Kurz bevor sich unseren Lippen trafen wandte ich mich jedoch ab. Zu viele Fragen standen zwischen uns.

Man sah, dass es Aiden einen kleinen Stich versetzte, als ich michabwandte. Aiden zog mich mit dem Rücken an seine Brust und umschlang mich von hinten mit seinen Armen um meinen Bauch. Diesmal lehnte ich meinen Hinterkopf an seine Brust. Gemeinsam sahen wir in die Ferne.

Wir wussten, dass noch einiges zwischen uns und unserer Liebe stand. Jedoch war ich felsenfest davon überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen würden.

Schweigend sahen wir der Sonne beim untergehen zu.

Nach und nach ergriff Dunkelheit die Überhand. Eigentlich wäre der Leuchtturm für Besucher längst geschlossen, aber da die Wärter uns kannten, machten sie eine Ausnahme. „Lass uns gehen mein Engel.“ flüsterte mir Aiden ans Ohr. Leicht nickte ich.

Langsam lösten sich seine Arme von mir. Augenblicklich ergriff mich eine sonderbare Kälte. Aiden fasste nach meiner Hand und umgriff diese. Abermals schweigend liefen wir die Treppen hinunter und verabschiedeten uns vom Wärterpärchen.

Hand in Hand liefen wir Richtung Parkplatz.

„Aiden, warum bist Du hier?“ stellte ich endlich die Frage, die sich immer wieder in meine Gedanken schlich. Aiden schluckte. Verlegen fuhr er sich mit der Hand durch sein Gesicht. Schließlich blieb ich ruckartig stehen.

„Was ist passiert?“ Abermals schien Aiden mit einem Kloß im Hals zu kämpfen. `Warum zur Hölle sprach er nicht?!` Kaum war dieser Gedankengang zu Ende, ergriff er das Wort.

„Cassidy kam zur Vernunft.“ Verwirrt sah ich ihn an.

„Mein Engel, eine Menge ist heute geschehen… Zu viel, um dies zwischen Tür und Angel zu besprechen.“ Ich nickte.

„Und doch möchte ich endlich Antworten haben.“ Nun nickte Aiden.

„Die wirst Du bekommen. Fahr mir bitte einfach hinterher und da…“

„Aber nicht zu Deinem Ferienhaus.“ unterbrach ich ihn entschieden.

„Nein, nicht mein Ferienhaus.“ bestätigte er kopfschüttelnd.

Ich lächelte ihn zaghaft an.

„Dann mal los. Ich bin echt gespannt, was Du mir zu sagen hast.“

Kurz umarmten wir uns, dann stiegen wir in unsere Autos.

Ich hatte keine Ahnung, wohin Aiden fuhr, folgte ihm jedoch wie besprochen. Anhand der Straßenschilder sah ich, dass wir in Richtung des Lake Montauk oder besser gesagt dem Nationalpark Montauk Downs State Park Golf Course fuhren. Schnell waren wir angekommen. Beinahe gleichzeitig stiegen wir aus. Ich sah mit großen Augen auf das Haus.

„Keine Sorge, es verfügt über mehrere Schlafzimmer.“ Ich nickte leicht. „Aiden, ich habe gar keine Schlaf oder Wechselsachen bei mir.“ Aiden musste schmunzeln.

„Das macht nichts Skyler. Du kannst gerne mein Hemd haben, wenn Du Dich dann wohler fühlst.“ Skeptisch sah ich ihn an, nickte dann jedoch.

Die Vermieter hatten den Schlüssel offenbar hinterlegt. Nachdem Aiden diesen hervor geholt hatte, schloss er auf. Durch einen kleinen Gang gelangte man in den offenen Wohn- und Essbereich. 2 Schlaf- sowie ein Badezimmer befanden sich ebenfalls auf dieser Ebene. Ein weiteres Bad sowie 2 Schlafzimmer waren im oberen Bereich. Wir entschlossen, dass wir es uns in den oberen Zimmern gemütlich machen würden.

Schnell zog Aiden sein Hemd aus und reichte mir dies. Dankend nickte ich ihm zu und verschwand ins Bad.

Während ich unter der Dusche stand dachte ich über den komplett verrückten Tag nach. Als ich heute morgen wach wurde, lag Aiden nicht mehr neben mir. Zunächst dachte oder besser gesagt hoffte ich, er wäre im Bad. Mit jeder Minute, die verstrich, schwand die Hoffnung jedoch zusehends. Schließlich stand ich auf und sah nach. Jedoch war Aiden nirgends zu finden. Er war tatsächlich gegangen. Auf meinem Nachttisch lag ein Brief auf dem sein Ring lag. Tränen ergriffen mich als ich den Brief in die Hand nahm.

Dann begann ich zu lesen:

Mein geliebter Engel,

Glaube mir, nie fiel mir ein Schritt schwerer als der jetzige. Wenn Du aufwachst, werde ich nicht mehr da sein. Nicht mehr neben Dir liegen und Dich in meinen Armen halten. Ich hoffe so sehr, dass Du mir eines Tages verzeihen kannst. Nie zuvor hatte ein Mensch mehr Bedeutung für mich als Du. Nie zuvor liebte ich einen Menschen so sehr wie ich Dich liebe. Du bist alles für mich und wirst es immer sein. Und doch musste ich diese Entscheidung treffen. Die Entscheidung, Dich los zu lassen. Die letzte Nacht hatte ich Dich die ganze Zeit in meinen Armen und hielt Dich fest. Ich stricht Dir durch Dein Haar. Küsste Deinen Kopf. Sog alles in mich auf; Deinen unvergleichlichen Duft, Deine Gesichtszüge.... Versuchte, mir jedes noch so kleines Detail für immer aufzumerken um mir es immer wieder in Erinnerung rufen zu können .Ich Liebe Dich über alles mein Engel, vergiss das bitte nie. Du wirst mir fehlen; als beste Freundin, als meine engste Vertraute, als meine Geliebte aber vor allem als meine Frau. Bitte trauere nicht um unsere Beziehung,, weine nicht um mich. Lebe Dein leben, lerne einen anderen Mann kennen und lieben. Ich hätte Dir zu gerne ein gemeinsames Leben ermöglicht, aber das Schicksal hat etwas dagegen. Während ich Dir diese Zeilen schreibe, sehe ich immer wieder zu Dir mein wunderschöner Engel und weine um unsere verlorene Liebe. Pass bitte gut auf Dich auf. In ewiger Liebe, Dein

Aiden

Abermals überkamen mich Tränen als ich an seine geschriebenen Worte dachte.

Ein klopfen an der Tür ließ mich zusammenzucken.

„Alles in Ordnung bei Dir?“ erklang Aiden´s besorgte Stimme.

„Alles gut, mach Dir keine Sorgen, ich bin gleich fertig.“ Dabei versuchte ich, möglichst normal zu klingen.

Eilig duschte ich den Schaum ab, machte mich trocken und zog mich an. An Aiden´s Hemd roch ich. Sein Parfüm…..

Nachdem ich fertig angezogen war, öffnete ich die Tür und trat durch diese. Offenbar konnte man an meinen Augen erkennen, dass ich geweint hatte. Schnell lief Aiden zu mir und zog mich in seine Arme. Zaghaft legte auch ich meine Arme um ihn.

„Aiden bitte sagt mir endlich, was geschehen war….wieso Du auf einmal beim Leuchtturm aufgetaucht bist obwohl Du eigentlich Deine Hochzeit feiern solltest.“ Aiden seufzte.

„Lass uns ins Wohnzimmer gehen und es uns gemütlich machen. Dir alles zu erklären wird einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Ich nickte und wir lösten uns voneinander. Aiden lief voraus. Im unteren Wohnzimmer angelangt setzten wir uns jeweils auf einen Teil des grauen Ecksofas. Mehrfach fuhr sich durch´s Gesicht, dann begann er, mir von den Geschehnissen des Tages zu berichten…

Erzählte mir, wie sehr es ihn innerlich zerriss, mir den Brief zu schreiben, seinen Verlobungsring darauf abzulegen, sein Vorhaben, meinen Ring zukünftig als Anhänger an einer Kette tragen zu wollen….

Berichtete mir, wie es ihm ging als er meine Tür hinter sich schloss und am liebsten postwendend umgekehrt wäre; von den Versuchen seines Vaters, ihn von der Hochzeit ab zu halten…

Immer wieder musste Aiden zwischendurch schlucken.

Als er mit seinen Erzählungen an dem Punkt, an dem er mich auf dem Leuchtturm erblickte, angelangt war, ergriff ich das Wort…

„Aiden, in mir zerbrach alles, als ich Deinen Brief gelesen hatte. Jegliche Hoffnung war zerstört. Dennoch beschloss ich, zur Location zu kommen und zu versuchen, Dich davon ab zu halten.“ Ich musste schlucken. Zu sehr taten mir die Erinnerungen weh. Ich wollte endlich wissen, was nun Fakt war.

„Beinahe wäre ich durch den Verkehr zu spät gewesen. Dich dann dort stehen zu sehen, auf SIE wartend, kannst Du Dir auch nur im entferntesten vorstellen, wie sehr mir dieser Anblick im Herzen weh tat?“ Während ich ihn diese Frage stellte, sah ich ihm ins Gesicht. Mehrfach schluckte er und man konnte sehen, dass sich Tränen in seine Augen schlichen. Wortlos ließ er mich weiter sprechen.

„Ich habe Deine Antwort auf meine Bitte, es nicht zu tun, genauestens von Deinen Lippen ablesen können Sky.“ Er rückte näher zu mir, griff nach meiner Hand und umschloss diese sanft. Beruhigend fuhr er mit seinem Daumen über meinen Handrücken.

„Zu hören, wie Du im Anschluss „Ja“ sagtest, war das schlimmste, was ich jemals gehört hatte. Es stellte alles bisher da gewesene in den Schatten. Am liebsten wäre ich auf der Stelle gestorben, so sehr verletzte es mich.“ Betroffen sah er mich an. Dann ergriff Aiden das Wort.

„Mir selbst zerriss es das Herz, Dich so gebrochen zu sehen Sky. Am liebsten wäre ich auf der Stelle zu Dir gegangen und hätte Dich in meine Arme genommen, Dir gesagt, dass alles gut werden würde. Aber ich durfte nicht…“

Nun unterbrach ich ihn.

„Warum durftest Du nicht? Aiden bitte, rede endlich Klartext!“

„Vielleicht sollten wir das ganze von Beginn an besprechen. Das wird einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Du wirst einiges erfahren, was ich bis heute selbst nicht wusste.“ Während er dies sagte, sah mir Aiden in die Augen. Dann nickte ich bestätigend. Der Startschuss für das unangenehme Gespräch war gefallen….nun musste Aiden alles auf den Tisch packen…

Langsam löste er sich von meiner Hand und fuhr sich mehrfach übers Gesicht.

„Zuerst solltest Du wissen, dass ich Dich niemals betrogen habe…“ Ungläubig sah ich ihn an, während er mir die komplette Geschichte erzählte. Letztlich begann er mit seiner Erzählung als seine Mutter damals bei WWV in Boston erschien und diese Cassidy aus seinem Büro gestürmt kam.

Nur zu gut konnte ich mich an den Anfang vom Ende erinnern….

Während Aiden mir jedes noch so kleine Detail der ganzen Vorkommnisse der letzten 9 Monate erzählte, holte ich mehrfach tief Luft. Ab und an brach ich in Tränen aus, aber ließ ihn ohne Unterbrechung reden.

Und so erzählte er mir von dem mutmaßlichen Baby, was nicht einmal von ihm war. Sprach von den ganzen Intrigen, die seine Mutter gesponnen hatte, bis er zu der Stelle kam, wo er mich damals verließ. Er zog mich zu sich und schloss mich fest in seine Arme…

„Mein Engel, bitte glaube mir, wenn ich Dir sage, dass es mir das Herz zerriss, als ich Dich damals vor dem Kamin hab stehen sehen. Dir sagte, dass ich Dich betrogen habe…. Als Du mich gebeten hattest, zu bleiben, ich aber nicht durfte. Jeder Schritt von Dir weg fühlte sich an als ob sich mein Herz auflösen würde.“ Mehrfach schluckte Aiden die aufsteigenden Tränen hinunter.

„Sky, ich werde Deine Blicke niemals vergessen. Sie haben sich in meine Seele gebrannt. Dann Deine verzweifelten Nachrichten, bis irgendwann auch diese verstummten….“

Mittlerweile weinten wir beide. Zu sehr nahm uns unsere Vergangenheit mit.

Stockend erzählte er mir, was in der Zeit bis zu unserem Wiedersehen und dem Unfall alles passierte. Dass er mich heimlich beim Besuch mit Will im Zoo beobachtete und wie sehr er eifersüchtig wurde.

Ich schmunzelte leicht und sagte ihm, dass ich seine Anwesenheit gespürt hatte Jedes mal; selbst bei dem gemeinsamen Clubbesuch. Beschämt sah er mich an.

Dann erzählte er, wie er sich nach dem Unfall fühlte… Die Zeit im Koma und wie verzweifelt er war.

Dass die Verlobungsfeier eine einzige Farce war.

Wie verletzte er war, als ich ihn nach dem Besuch von Cass und seiner Mutter aus dem Krankenzimmer schmiss….

Schließlich war er wieder beim gestrigen Tag angelangt. Nun erzählte Aiden, was Cass ihm alles gestand. Ich war mehr als nur geschockt. „Das kann doch nicht wahr sein…“ flüsterte ich stockend.

„Doch mein Engel, die letzten Monate waren ein einziges Netz aus Lügen und Intrigen von dem ich selbst nichts mitbekam.“

„A…Aber warum hast Du nicht mit mir gesprochen?“

„Mutter hatte derart schlagkräftige Argumente wie beispielsweise dass ich an die Gesundheit meines Vaters denken solle. Schließlich hatte er bereits zwei Herzinfarkte oder wie es Dir gehen würde, wenn Du für den Verlust der Arbeitsplätzen von tausenden Mitarbeitern verantwortlich wärst…“

Das was Aiden mir alles erzählte zehrte an mir. Neun Monate voller Leid, Frust, Trauer und Drama lagen hinter mir…hinter uns. Ich konnte es einfach nicht fassen, was sich seine Mutter alles hat einfallen lassen um uns voneinander zu trennen. `Was hatte diese Frau nur gegen mich?!`

Langsam löste ich mich von Aiden, stand auf und lief wortlos auf die Terrasse. All die neuen Details, die Aiden mir in den letzten Stunden erzählte, waren einfach zu viel für mich… Ich brauchte erst einmal Zeit um damit zu arbeiten.

Ein dreiviertel Jahr hatte uns dieses Miststück genommen… Ich ging durch die Hölle, litt unter ihren Intrigen, starb fast und lag im Koma… Musste mit ansehen, wie meine große Liebe zu einer anderen Frau Ja sagte….

Fassungslos sah ich in die Ferne während mir unentwegt Tränen die Wangen hinunter liefen.

`Wenn Cassidy die Hochzeit nicht hätte platzen lassen und die Wahrheit gesagt hätte…`

Im Grunde musste ich dieser Tussi auch noch dankbar sein…Ich schloss meine Augen und versuchte, mich zu beruhigen.

Nach einiger Zeit spürte ich „seine“ Anwesenheit hinter mir. Langsam schlangen sich seine Arme um meinen Bauch. Ich lehnte meinen Kopf nach hinten auf seine Brust. Gemeinsam sahen wir zu, wie die Sonne langsam aber stetig am Horizont aufging…

„Wie geht es jetzt weiter?“ fragte ich leise.

„Ich weiß es nicht. Was hältst Du davon wenn wir uns erstmal ein wenig ausruhen, die letzten 24 Stunden waren etwas viel.“ Bestätigend nickte ich und wir lösten uns voneinander.

Gemeinsam liefen wir in die obere Etage.

„Möchtest Du alleine sein oder wollen wir zusammen versuchen, ein paar Minuten Schlaf zu finden?“ fragte Aiden mich.

Auf der einen Seite wäre es vielleicht besser, wenn ich mich alleine in ein Zimmer zurück ziehen würde, jedoch sehnte ich mich so sehr nach seiner Geborgenheit und Nähe, dass ich mich dazu entschied, in seinen Armen zur Ruhe zu kommen.

Dies teilte ich ihm so mit und er lächelte mich liebevoll an.

„Dann komm mein Engel.“ Aiden hielt mir seine Hand entgegen und ich ergriff diese.

Zusammen legten wir uns in das traumhaft weiche Bett. Aiden zog mich zu sich und schlang einen Arm um mich während er den anderen unter meinem Kopf hindurch schob. So lagen wir seitlich aneinander gekuschelt und man mag es kaum glauben aber es dauerte nicht lange und wir beide landeten im Reich der Träume….