Kapitel 1 Neues Zuhause?
Vor 3 Jahren…
Mein Vater ließ mich Tag und Nacht für die Werwolf-Prüfung üben. Damit ich die schwerste Prüfung der Werwölfe bestehe und die Beste am Besten bin.
Da wir Werwölfe sind, gibt es keine Altersbegrenzung, wann wir einen Freund haben können. Ich dachte zu dieser Zeit, dass er es ist.
Mein Gefährte. Doch ich täuschte mich. Was dann geschah. Will ich für immer vergessen!
Jetzt wollte ich weg von Zuhause und lief frei herum und hoffte, dass mein Weg mich zu einem neuen Zuhause führen würde.
Die jetztige Zeit…
Ich laufe in meiner Wolfsgestalt herum. Schon seit einem Jahr streife ich ziellos umher und suche meinen Platz.
Bis jetzt erfolglos. Die Wälder hier sind schön und gemütlich, die Menschen freundlich, doch all das fand meinen Platz nicht.
An einer Stadt, Holidays.
Fühlte ich mich gefunden, noch unsicher, aber hier bleibe ich erst einmal ein paar Tage.
Ich schaute mich um. Die Stadt war groß und auch in einer städtischen Sicht schön.. Die Innenstadt ist mit alten, aber auch neueren Hochhäusern, viele Läden für Schmuck, Kleidung, Freizeit oder für Hobbys aufgebaut.
Je mehr man rauskommt, desto offener und kleiner werden die Häuser.
Am Abend streifte ich an der Grenze der Stadt beim Wald herum. Häuser dicht einander oder eine Gasse dazwischen, um sie zu trennen.
Die Lampen leuchteten den Weg leicht an und flackerten, schon eher unheimlich.
Die Straße teils zerstört, teils da.
Hinter mir! Ein Mann, die Kapuze ins Gesicht gezogen. Er lief, folgte mir bei jeder Strecke, die ich ging.
An einer Seitengasse blieb ich stehen. Ich drehte mich um. Der kleine Mann mit dem schwarzen Pulli und der schwarzen Jogginghose schaute weg.
In Gedanken: Klar, kein Interesse an mir? Ich zeige es dir!
Ich rannte los. Der Mann bemerkte, dass ich bemerkte, dass etwas nicht stimmte.
Er rannte ebenfalls los.
Natürlich war ich schneller als er, aber ich täuschte nur vor und wurde langsamer.
Noch ein Stück näher kam dieser schwarz gekleideter Typ.
Und jetzt meine Wolfsfähigkeiten!
Gedankenlesen vom Mann:
„Ich werde diese heiße, alleinstehende Schlampe durch Vögeln! Ich werde ihr zeigen, was es bedeutet, hier alleine herumzutrampeln! Gleich werde ich dich haben!“
Gedankenlesen: Abbruch.
In Gedanken: Was für ein widerlicher Mensch! Frauen benutzen! Den werde ich es zeigen, was es bedeutet.
Er griff mich von hinten an und drückte mich zu sich.
Der Mann flüsterte mir ins Ohr: „Ich zeige dir jetzt, wer du hier wirklich bist, wenn du alleine durch die Gassen läufst!“
Mir entwich ein leichtes Grinsen.
Ich drückte mich auf dem Boden ab und sprang elegant aus seinem Griff raus.
In der Luft nahm meine Wölfin den Vordergrund ein, ich verschwand im Hintergrund, gelandet auf vier Pfoten.
Jetzt war seine Kapuze vom Gesicht verschwunden. In seinen Augen lagen die Angst und der Schock.
Ab jetzt tat es mir ein wenig leid, weil ich ihm mein ganzes Ich nicht zeigen wollte, und um mich zu schützen, gibt es nur eine Sache zu tun …
Ich duckte mich, machte mein Hinterteil ein wenig hoch, die Ohren nach hinten, der Blick auf seiner Kehle gerichtet.
Ein Sprung. Ein Biss.
Ich biss ihm in die Kehle, während er zu Boden fiel und ich oben drauf auf seinem Oberkörper.
Beim Fallen krallte ich mich in seinen Körper fest.
Da lag er. Regungslos.
Ein schneller Ruhe in Frieden.
Ich biss ihn in seine Schulter und zog ihn zum Wald in ein Gebüsch rein.
Es war Nacht geworden, außerhalb der Stadt schlief alles.
Morgen früh werde ich mich um den Körper kümmern.
Erstmal muss ich mir einen Schlafplatz suchen, da mir jetzt schon die Augen zufallen.
Im Wald war eine kleine Höhle. Nicht genau eine Höhle, aber ausreichend, um sich zu verstecken. Links und rechts von mir sind Steine, die rausschauen, über mir ein weiterer Steinfelsen, der eine Überdachung war.
In meiner gerollten Lieblingsschlafpose schlief ich ein.
Früh wachte ich auf mit dem fröhlichen Vögelgezwitscher.
Der Wald war feucht und noch kühl von der Nacht, ein leichter Nebel schwebte in der Luft.
Ich roch keine Gefahr in der Nähe.
Langsam ging ich aus der kleinen Höhle raus und streckte mich, danach schüttelte ich mich, um die kalte Nachtluft aus meinem Fell zu bekommen.
Nachdem stand ich ratlos im Wald.
Ich wollte noch etwas erledigen, nur was?
Dann traf es mich wie ein Geistesblitz.
Der Mann! Den ich im Gebüsch liegen gelassen habe.
Schnell rannte ich zur Lichtung, wo der Mann lag.
Als ich eintraf, blieb ich stehen. Ein junger Mann mit blonden Haaren hatte die Leiche gefunden und rief gerade die Polizei.
Ich fluchte: „Das darf doch nicht wahr sein! Mist! Was mache ich jetzt?"
Ich schlich zurück, um den Ort zu verlassen, lautlos, die Pfoten vorsichtig, der Blick zur Leiche und dem blonden Mann.
Ein Fehler, ein Knacken!
Vom Stock unter meiner Pfote!
Der blonde junge Mann blickte auf.
Er sagte mit zittriger Stimme: „Das Ding! Es ist noch hier. Ich kann einen Umriss erkennen …“
Ich knurrte leicht, sprang los, in den Wald hinein.
Weg hier!
Eine leichte Panik durch wich meinen Körper.
So sollte es niemals ausgehen!