Zwischen Flammen und Funken - Vielleicht für immer

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Summary

Zwischen Flammen und Funken - Vielleicht für immer Malia lebt ein geordnetes Leben - bis Kilian auftaucht. Ihr neuer Chef ist alles, was sie nie wollte: dunkel, fordernd, gefährlich. Und doch lässt allein sein Blick sie vergessen, wem ihr Herz eigentlich gehört. Joshua war immer ihre sichere Zuflucht. Doch Kilian zieht sie an wie ein Sturm - rau, heiß und unberechenbar. Jeder Moment mit ihm brennt sich tiefer in ihre Haut, bis sie nicht mehr weiß, wo Begehren aufhört und Schmerz beginnt. Wie weit würdest du gehen, wenn plötzlich alles, was du begehrst, genau das ist, wovor du dich am meisten fürchtest?

Genre
Romance/Drama
Author
Jasmin
Status
Ongoing
Chapters
17
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Montagmorgen und andere Katastrophen

Eben lag ich noch am Meer, und schon musste ich mich wieder beeilen, weil ich sonst zu spät zur Arbeit kommen würde. Naja, nicht wirklich am Meer – einen Urlaub konnte ich mir mit dem geizigsten Chef der Welt sowieso nicht leisten. Mein Wecker hatte mich aus meinem wunderschönen Traum gerissen.

Ich nahm noch einen kräftigen Bissen von meinem Toast und spülte ihn mit einem Schluck Kaffee hinunter. Prompt musste ich husten. Na super, Malia, was hast du auch erwartet, wenn du dir kochend heißen Kaffee die Kehle runterkippst?

Mein Blick blieb noch kurz im Spiegel hängen. Ich strich mir ein paar Strähnen zurecht, die mir lose ins Gesicht fielen. Dann wanderte mein Blick zur Uhr. Jetzt aber schnell – wenn ich mich rechtzeitig auf mein Fahrrad schwang, würde ich es vielleicht noch schaffen. Je nach Verkehrslage natürlich.

Ich raste die Treppen runter in unseren Fahrradkeller und sah mich suchend um. Nanu? Mein Fahrrad war weg. „Das darf doch alles nicht wahr sein!“ Wütend stieß ich einen Schnauber aus. Verdammt nochmal.

„Hey, mit dem falschen Fuß aufgestanden, kleine Ente?“

Mein Blick wanderte zum Kellereingang. Es war Joshua. Sofort hellte sich mein Gesicht auf, als ich ihn sah.

„Joshi… du weißt doch, dass ich es hasse, wenn du mich so nennst.“ Ich verdrehte die Augen. „Mein Fahrrad wurde MAL WIEDER gestohlen und jetzt komme ich zu spät zur Arbeit. Perfekter Grund, um mich endlich loszuwerden.“

Mein Chef hatte mich eh auf dem Kieker.

„Ich fahr dich. Komm schon, ich hab’s eilig. Im Gegensatz zu dir plane ich meinen Morgen eben großzügig, damit ich nicht ständig so hetzen muss.“

Ich verdrehte erneut die Augen. „Geht das auch ohne Belehrung, Mister ‚Ich-mache-alles-besser-als-ihr-schaut-nur-her‘?“ Ich fuchtelte mit den Armen und stellte seine Stimme nach.

Er lachte. „So höre ich mich bestimmt nicht an. Nun los, Malia…“ Das Malia betonte er extra.

Was würde ich nur ohne ihn machen? Als meine Eltern vor fünf Jahren gestorben waren, war er jede Sekunde für mich da. Mein Kindheitsfreund. Genau vor fünf Jahren hatte ich mich Hals über Kopf in ihn verliebt.

Aber er hatte kein Interesse an mir. Das wusste ich. Zumal er schon seit zwei Jahren diese blöde Veronica datete. Und nein, ich war nicht nur überzeugt, dass die beiden schlecht füreinander waren, weil ich ihn liebte – sie war einfach eine schreckliche Person. Aber immerhin beruhte das auf Gegenseitigkeit, denn sie mochte mich genauso wenig.

Joshua legte seinen Arm um meine Hüfte und schob mich sanft Richtung Parkplatz. Diese kleine Berührung ließ meinen Körper schaudern.

Wie gerne würde ich seine Lippen auf meinen spüren, seinen Körper an meinem. Überall sollte er mich küssen und berühren. Ich schluckte.

Wie sollte ich jemals über ihn hinwegkommen? Er war so ein wunderbarer Mann, und unsere Freundschaft war mir viel zu wichtig, als dass ich ihn jemals von mir stoßen könnte.

Naja – zumindest in meinen Träumen gehörte er ganz mir.