Gute-Nackt-Geschichten

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Summary

Kurzgeschichten zum Schmökern, Genießen und Träumen – einfach sexy, verspielt und mit ganz viel Spaß. Ob die gelangweilte Hausfrau, die auf dem Spielplatz plötzlich ganz neue Seiten an sich entdeckt, die ehrgeizige Ausbilderin, die mehr mit ihrem Bewerber erlebt, als sie je geplant hätte, oder die strenge Lehrerin – hier findet ihr leichte, freche Unterhaltung mit einer guten Portion Erotik.

Status
Complete
Chapters
3
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Auf der Spielwiese

Nur noch einige Meter, dann war es endlich geschafft! Mit quietschenden Rädern holperte der Kinderwagen über den unebenen Weg in Richtung Spielplatz. Die Nachmittagssonne hing bereits tief über den Hausdächern, während aus dem Sandkasten fröhliches Kreischen und wildes Lachen herüberdrangen. Jonas, Lenas vierjähriger Sohn, konnte es nicht mehr erwarten. Kaum war der Wagen zum Stehen gekommen, sprang er heraus und rannte los zu seinem Lieblingsplatz – der Kletterburg.

Müde und abgespannt ließ sich Lena auf die Bank unter einer großen Kastanie fallen. „Das gibt heute noch mal eine Maschine voll Wäsche!“, schoss es ihr durch den Kopf. Jonas würde sich wie immer von Kopf bis Fuß einsauen – mit Sand, Matsch und allem, was der kleine Bachlauf zu bieten hatte, an dem die Kinder fleißig Staudämme bauten.

Lenas leerer Blick folgte Jonas, bis er das Klettergerüst erreicht hatte. Sie hatte kaum geschlafen. Wieder einmal. Der Alltag zerrte an ihr, nahm ihr jede Kraft – Kind, Haushalt, Termine. Immer war irgendetwas zu tun. Immer musste sie bereit sein. Immer war sie müde.

Sie trug die Haare zu einem unordentlichen Dutt gebunden, eine schlichte Strickjacke verbarg ihr schmutziges T-Shirt und ihre Jeans hatten auch schon einmal bessere Tage gesehen. Ihre Gedanken kreisten träge um ein Wirrwarr aus To-do-Listen und innerem Widerwillen.

Sie griff zum Handy, öffnete eine App, schloss sie wieder, schaute kurz in ihre Mails. Nichts konnte ihre Unruhe lindern.

„Der ist ganz schön wild unterwegs“, sagte plötzlich eine männliche Stimme links neben ihr.

Lena blickte sich um. Ein Mann hatte sich auf die Bank neben sie gesetzt – mit respektvollem Abstand. Anfang 40 vielleicht, gepflegtes Äußeres, sportlich, aber nicht übertrieben muskulös. Er trug eine Jeansjacke, darunter ein schwarzes T-Shirt, kurze, dunkle Haare, ein Dreitagebart, musterte sie aufmerksam, aber nicht aufdringlich.

Der Fremde nickte mit dem Kopf in Richtung Klettergerüst. Jonas war gerade dabei, sich an einer Querstrebe hochzuziehen und laut „Mamaaaa, schau mal!“ zu rufen.

„Ja, das ist meiner“, sagte Lena trocken. „Er hat Energie wie ein Duracell-Hase.“

Der Unbekannte lachte. Noch konnte sie nicht einschätzen, was er von ihr wollte. Sein Lachen klang ruhig und ehrlich, doch sie wusste, dass sie nicht gerade einen Anblick verkörperte, nach dem sich Männer sehnten.

„Ich bin Mark“, sagte er freundlich und streckte seine Hand zur Begrüßung aus, „mein kleiner Neffe versucht gerade einen neuen Höhenrekord auf der Schaukel aufzustellen...“

„Lena“, antwortete sie höflich und ergriff dabei seine Hand, die die ihre mit einem sympathischen Händedruck umschloss. Marks Händedruck war fest und voller Wärme – bestimmt, ohne hart zu sein, kraftvoll, ohne Schmerz zuzufügen. Ein frecher Gedanke kam ihr in den Kopf: Wenn er schon beim Händeschütteln so überzeugend war – wie würden sich diese Hände wohl an ganz anderen Stellen anfühlen?

Mark ließ seinen Blick zur Schaukel schweifen, wo ein kleiner Junge fast aus dem Sitz flog.

„Ist er das?“

„Ja, Fabian mein Neffe“, antwortete Mark, „er liebt die Extreme und geht immer bis an die Grenze des Machbaren.“

„Und du?“, hakte Lena nach.

„Ich? Teste auch gerne meine Grenzen aus…“

„Das meinte ich nicht. Ich wollte wissen, wer du bist.“ Schnell fügte sie hinzu: „Bist du… alleine hier?“

„Fabians Mutter musste heute Nachmittag überraschend weg. Arzttermin. Da bin ich hergefahren, um auf ihn aufzupassen. Er ist mein Patenkind.“

Lena nickte und schwieg. Normalerweise sprach sie mit niemand Fremden auf dem Spielplatz. Sie war viel zu schüchtern – und viel zu geschafft. Doch heute hatte sie keine Scheu, mit Mark in Kontakt zu treten. Alles war irgendwie anders und sie fragte sich – warum?

„Du wirkst… fertig“, sagte Mark nach einer Weile, ohne sie anzusehen.

„Danke auch“, entgegnete Lena genervt.

Er grinste kurz. „Das war nicht böse gemeint. Du siehst müde aus. Ich kenn das. Wenn du Kinder hast… Der Alltag frisst einen auf.“

Langsam drehte Lena den Kopf zu ihm um und sah ihm das erste Mal in seine stahlblauen Augen. Sein Blick war klar. Nicht mitleidig, nicht anbiedernd. Einfach offen. Und ehrlich.

„Ich bin so fertig. Nur noch müde. Von allem.“

Er nickte nur. Gab keine guten Ratschläge, keine hilfreichen Tipps, verlor keine abgedroschenen Phrasen. Er schwieg einfach. Aber es war ein angenehmes und verständnisvolles Schweigen.

„Manchmal denke ich, dass es einfach nicht mehr weitergeht. Ich bin nur noch am Funktionieren. Alles bleibt an mir hängen. Dreckwäsche, Essen kochen, Wohnung putzen - einfach alles… Und es will kein Ende nehmen. Es kotzt mich einfach an.“

„Du bist verheiratet?“

„Ja“, lautete Lenas knappe Antwort. Vielleicht war es auch das verflixte siebte Jahr, das ihr zu schaffen machte. Aus anfänglicher Verliebtheit war triste Routine geworden – auch im Bett. Falls es überhaupt noch dazu kam.

„Wenn du nicht darüber reden willst… ist das völlig okay.“

„Nichts ist okay!“, fauchte Lena plötzlich und fuhr auf. „Jeden Tag die gleiche Scheiße! Tagein – tagaus… Eine Woche – eine einzige Woche Urlaub hatte ich dieses Jahr. Und was war? Wir waren im Süden, ja, am Meer. Aber rate mal, wer die Koffer gepackt hat, wer einkaufen gegangen ist, Frühstück gemacht hat, jeden Tag den Sonnenschirm und die Strandtasche geschleppt hat, wer Sandburgen gebaut hat, damit das Kind glücklich ist – während der feine Herr mit dem Jetski über die Wellen gebrettert ist?“

Mark sah sie einen Moment lang an, ohne etwas zu sagen. Er spürte die Verbitterung, die in ihren Worten lag. Und den Hauch von Sehnsucht.

„Wow… Das klingt… scheiße. Ehrlich. Kein Wunder, dass du genervt bist.“

„In den Weihnachtsferien lag Jonas zwei Wochen lang flach mit vierzig Fieber und an Ostern hatte mein Mann Corona! Und wer durfte sich um alle kümmern? Ich!“

„Ich kann da nicht mitreden“, entgegnete Mark verständnisvoll. „Ich… bin geschieden.“

„Sei froh. Dann kannst du tun und lassen, was du willst...“

„Wenn ich tun und lassen kann, was ich will… Dann würde ich gerne… Mit dir ein Eis essen! Hast du Lust?“

„Ein Eis?“

„Ja, ein Eis am Stiel. Wie früher.“

Vielleicht hatte der Fremde recht. Plötzlich war da dieser Gedanke: Warum nicht dem Alltag entfliehen, einfach ausbrechen, sich selbst wieder spüren. Sich nehmen, was das Leben ihr bot – ohne Reue, ohne Fragen. Nur dieses eine Mal.

„Lust? Lust hätte ich schon…“

„Super! Warte einen Moment… Ich bin gleich wieder da. Und für die Jungs… bringe ich auch eins mit! Damit es keinen Streit gibt…“

Noch bevor Mark seinen Satz zu Ende bringen konnte, war er aufgesprungen und rannte los – direkt zum Supermarkt neben dem Spielplatz. Groß, gelb, viereckig. Drinnen warteten die Gefriertruhen, randvoll gefüllt mit buntem Stieleis, das Lena seit ihrer Kindheit liebte. Süß, kalt, klebrig – nach Sommer schmeckend und nach sorglosen Tagen.

Sie drehte den Kopf, blickte über die Schulter und sah ihm nach. Erst jetzt fiel ihr auf, wie trainiert er war. Jede Bewegung kraftvoll und dynamisch. Dann lenkte sie den Blick zurück auf die Kinder. Fabian schwang sich mit leuchtenden Augen auf der Schaukel immer höher als wollte er den Himmel berühren. Jonas hing kopfüber im Klettergerüst.

Nur wenige Minuten waren vergangen, bis sie erneut seine mittlerweile vertraute Stimme neben sich hörte.

„Waldfrucht oder Maracuja?“

„Waldfrucht…“

Lena stand auf und ging zum Klettergerüst, um Jonas dazu zu bewegen, dass er mit ihr zur Bank ging. Wie erwartet wollte er erst nicht – war er doch gerade dabei, sich durch den Irrgarten zu winden. Doch als sie das Wort Eis erwähnte, war die Sache plötzlich entschieden.

Auch Mark rief nach seinem Neffen. Ohne ein Wort ließ der Kleine die Schaukel hinter sich und rannte zu seinem Onkel.

Zum ersten Mal standen sie alle gemeinsam an der Bank. Die Kinder rissen mit leuchtenden Augen die bunten, knisternden Verpackungen auf und machten sich voller Vorfreude über ihr Eis her.

Auch Lena hielt ihr Eis in der Hand – ein vertrautes Gefühl, das sie zurück in längst vergessene Sommertage versetzte. Doch diesmal war etwas anders. Ihre Zunge glitt langsam über die kühle Oberfläche, sammelte genüsslich die ersten süßen Tropfen ein. Dann biss sie ein kleines Stück ab, ließ das Eis ein Stück in ihrem Mund zergehen, bevor sie es wieder zwischen den Lippen hervorgleiten ließ.

Mark konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Was um ihn herum geschah, nahm er kaum noch wahr. Das Lachen der Kinder verschwand immer mehr im Hintergrund. Alles in ihm fokussierte sich auf sie. Auf ihren Mund.

Verdammt, dachte er. Wie konnte etwas so Unschuldiges so verführerisch wirken?

Mit jeder Bewegung ihrer Zunge, mit jedem leisen Knacken, wenn ihre Zähne das Eis berührten, regte sich etwas in ihm. Ihr Blick war ganz bei ihrem Eis, beinahe verträumt – oder tat sie nur so? Spielte sie mit ihm?

Wieder blieb sein Blick an ihren vollen Lippen hängen, die glänzten und sich um das Eis schlossen, als wäre es etwas anderes, etwas Verbotenes.

Er schluckte.

Verdammt!

Heiße und kalte Schauer verursachtem ihm Gänsehaut. Er spürte, wie sein Herz schneller schlug – und wie sehr er sich in diesem Moment wünschte, dass das Eis etwas anderes wäre…

Was sie da tat, war nicht einfach nur Eisessen. Das war ein Angriff auf seinen Verstand.

Wie er sie dabei ansah… Lena hätte sich belästigt fühlen können. Tat sie aber nicht.

Für sie war es… angenehm. Belebend.

Auch er schleckte genüsslich an seinem Eis und sagte ganz beiläufig, fast so, als wäre es das Natürlichste der Welt: „Ich möchte dich gerne näher kennenlernen. Aber nicht hier… irgendwo wo es ruhiger ist... Nur du und ich.“

Sie sah ihn an. „Willst du mich gerade anmachen, oder was?“

Er zuckte mit den Schultern. „Nee, ich bin einfach nur ehrlich. - Du bist verdammt sexy. Es hat nur den Anschein… als hättest du es vergessen.“

Das traf sie. Es brannte fast ein bisschen in ihrer Seele. Und dieser Satz lag verdammt nah an der Wahrheit.

Lena zögerte. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen in den Abendhimmel und war im Begriff hinter den Hausdächern zu versinken. Es war an der Zeit nach Hause zu gehen.

In Lenas Mund schmolzen die letzten Eisreste dahin – genau wie ihre Zweifel. Sollte sie ihn wirklich mitnehmen? Einen Mann, den sie kaum kannte? Einen Fremden mit einem Blick, der sie mehr berührte als die Hände ihres Mannes in den letzten Monaten.

Der Gedanke an ein Abenteuer kribbelte...

Ihr Mann hatte Spätschicht. Vor dreiviertel elf würde er nicht nach Hause kommen. Und morgen früh? Da würde er noch tief schlafen, wenn sie Jonas in den Kindergarten brachte.

Niemand würde etwas merken.

Außer ihr.

Und ihm.

Sie fühlte sich lebendig. Begehrt. - Ihr Körper hatte längst eine Entscheidung getroffen. Doch ihr Kopf hinkte hinterher – mit einem Vierjährigen im Schlepptau und dem schlechten Gewissen im Nacken.

Doch wohin mit Jonas? Als letzter Ausweg fiel ihr ihre Schwester ein. Sie wohnte nur zwei Straßen weiter – für sie würde es keinen großen Umweg bedeuten.

Ein spontaner Besuch bei der Tante… Kind abgeben, keine Fragen.

Und dann… wäre sie frei.

Lena zückte ihr Handy und wählte die Nummer. Während es klingelte, warf sie einen Blick zu Jonas, der noch immer zufrieden an seinem Eis schleckte.

„Kannst du Jonas nehmen? Jetzt? Ich muss… noch was dringendes erledigen.“

„Weißt du eigentlich, wie spät es ist?“, schallte es aus dem Hörer.

„Ja. Es ist wichtig. Und Jonas würde sich unheimlich darüber freuen, wenn er wieder mal bei dir übernachten dürfte…“

Nach zwei Minuten des Stichelns und Nachfragens sagte ihre Schwester zu.

Jonas war enttäuscht, dass er den Spielplatz verlassen musste, aber als Lena ihm sagte, dass er bei Tante Sandra übernachten dürfe – mit Pizza und Fernsehen – war er begeistert.

„Und du musst auch wieder nach Hause, Sportsfreund!“, rief Mark seinem Neffen zu und gab ihm ein Zeichen, dass es Zeit war, mit ihm ins Auto zu steigen und loszufahren.

„Wo finde ich dich?“

„Schillerstraße 8. In einer halben Stunde. Kannst du dir das merken?“

Mark nickte freudig und zog Fabian in Richtung Auto.


Lena konnte es kaum abwarten, Jonas bei ihrer Schwester abzugeben. Hastig schob sie ihn durch die Tür.

„Was ist denn los, dass Jonas mich ausgerechnet heute Abend besucht?“, fragte ihre Schwester neugierig.

„Erzähl ich dir später!“ winkte Lena geschickt ab. „Den Kinderwagen lass ich hier, den brauch ich ja sowieso morgen früh wieder, wenn ich Jonas abhole…“

Ihre Gedanken wirbelten durcheinander. Was tat sie da eigentlich? War das richtig? Sie kannte Mark kaum – und doch würde sie in einer guten Viertelstunde mit ihm im Bett liegen. Oder auf dem Teppich. Vielleicht sogar auf dem Wohnzimmertisch.

Als sie ihre Wohnung betrat, war es still. Auf ihren Lippen lag noch der Geschmack des Waldfruchteises, das sie in Erinnerungen an ihn schwelgen ließ.

Hastig wühlte Lena in ihrer Schublade. Sie suchte verzweifelt nach einem BH, einem String, einem Oberteil - irgendetwas das verführerisch aussah. Doch alles, was sie fand, wirkte zu brav oder zu verwaschen.

„Verdammt... ich hab nichts anzuziehen!“ stieß sie genervt aus und fuhr sich durchs Haar.

Ihr letztes Date war eine gefühlte Ewigkeit her – zu lange, um für so einen Moment vorbereitet zu sein. Zu lange, um zu wissen, was man anzieht, wenn man weiß, dass es sowieso bald auf dem Boden landen würde.

Dann fiel ihr Blick auf ein schlichtes, weißes T-Shirt – dünn, leicht, und lang genug, um alles zu bedecken, was man nicht gleich auf dem Silbertablett servieren wollte.

„Na ja“, murmelte sie und schlüpfte hinein. „Wir fallen eh gleich übereinander her. Wozu der Aufwand?“

Kaum hatte sie den letzten Zentimeter Stoff über die Hüften gezogen, da klingelte es auch schon.

Lena hielt die Luft an. Ihr Herz raste vor Aufregung.

Jetzt bloß nicht wie ein verliebter Teenie auftreten. Du bist erwachsen. Und… dieser Kerl ist verdammt heiß!

Mit einem letzten Blick in den Spiegel ging sie zur Tür.

Draußen stand er. Sie war bereit.

Nun gab es kein Zurück mehr.

Lena schloss die Augen und nahm allen Mut zusammen, als sie die Türklinke herunterdrückte. Als sie die Augen wieder öffnete, stand er bereits vor ihr.

Es gab keine Begrüßung, keine Worte, keine gespielte Zurückhaltung.

Nur seine Augen, die sie verschlangen. Und seine Hände, die sich wie von selbst einen Weg unter den dünnen Stoff ihres T-Shirts suchten – heiß, fordernd, besitzergreifend. Seine Finger fassten ihre Taille, als hätte er genau gewusst, wie sehr sie sich nach dieser Berührung gesehnt hatte.

Ihr Atem stockte, als seine Handflächen über ihre bloße Haut glitten. Jeder Zentimeter fühlte sich an, als würde Feuer über sie tanzen. Es war kein zärtliches Streicheln, das sie da spürte – es war Hunger nach mehr. Pures, ungefiltertes Verlangen.

Sie bot sich ihm an und ihr ganzer Körper schien sich ihm entgegenzudrängen, instinktiv und willenlos. Ihre Knie wurden weich, Hitze schoss durch ihren Unterleib, ihr Herz schlug wild gegen ihre Brust. Sie wollte ihn. Jetzt. Sofort. Ohne Umwege.

Und er wollte sie.

Der erste Kuss war vorsichtig, abtastend, als würde er ihre Zustimmung spüren wollen. Doch als sie ihn erwiderte, war es mehr als eine bloße Einwilligung. Es war ein Fordern. Ihr Küsse wurden tiefer, leidenschaftlicher. Sie verlor sich in ihm. In der Wärme seiner Lippen, in der Stärke seiner Hände.

Es war, als hätte sie viel zu lange gewartet – auf genau diesen Moment. Von nun an gab es kein Halten mehr.

Ihr erster Griff ging instinktiv dorthin, wo sein Verlangen längst zu spüren war. Ihre Finger öffneten mit wilder Entschlossenheit die Schnalle seines Gürtels. Ein leises Klicken gefolgt von einem schnellen ziehen. Ihm kam es vor, als hätte sie es schon tausendmal getan.

Seine Jeansjacke hatte er im Auto gelassen, dezent um die Ecke geparkt – niemand sollte Verdacht schöpfen, niemand wissen, dass er hier ist. Immer und immer wieder fanden sich ihre Lippen in wilden, hemmungslosen Küssen – heiß und fordernd, gierig und lüstern. Lena spürte seine Hände an ihren Hüften, ihren Busen, überall auf ihrer Haut. Ihre Eigenen zogen an seinem letzten Stück schwarzen Stoffes, das sich noch eng an seinen Körper schmiegte, als wolle es mit aller Macht verbergen, was sich längst schon abzeichnete.

Sie ließ nicht locker – der Stoff gab nach, rutschte nach unten, Zentimeter für Zentimeter, bis das zwischen ihre Beine rutschte, was sie gleich ausfüllen sollte.

Seine Shorts war der letzte Teil einer hastig gelegten Spur: eine verführerische Schneise aus Kleidung, die sich vom Flur bis ins Schlafzimmer zog.

Hart und heiß spürte sie seine Männlichkeit, die bis aufs Äußerste angespannt war und danach drängte, in unbekanntes Terrain vorzustoßen. Während ihre Hände über seinen Oberkörper streiften, dabei jeden seiner Muskeln erkundeten, sehnte sie sich nur noch danach, dass er sie in Besitz nahm – mit roher und echter Männlichkeit.

Die Schlafzimmertür gab unter ihrem gemeinsamen Drängen nach, schwang auf und gab den Weg frei, um ihrer entfesselten Lust freien Lauf zu lassen. Der Raum war nicht perfekt. Ein ungemachtes Bett, Kinderspielzeug auf dem Nachttisch, ein vergessener Socken. Aber in diesem Moment zählte das nicht.

Das Bett knarrte laut, als ihre Körper sich darauf fallen ließen – schwer keuchend, aufgeladen, getrieben von Lust. Lust aneinander und Lust aufeinander.

Er drückte sie tief in die weichen Kissen, seine Lippen fanden die ihren, fordernd, als Ausdruck seiner unersättlichen Begierde. Dann wanderte sein Mund tiefer – über ihren Hals, ihre Schultern, bis hin zu ihren Brüsten, die sich ihm entgegenstreckten, heiß und erwartungsvoll. Seine Zunge kreiste langsam um ihre harten Spitzen, spielte mit ihnen, ließ sie erbeben unter seiner Berührung.

Lena schloss die Augen, verlor sich in einem Sturm aus Lust und Hitze, der sich durch ihren Körper wälzte. Und dann – spürte sie ihn. Tief in sich. Keuchend flüsterte sie seinen Namen.

Ein Schauer jagte über ihre Haut. Ihre Finger krallten sich in die Laken, als sich ein Gefühl roher, ungebändigter Macht in ihr ausbreitete.

„Ja... nimm mich!“ hauchte sie atemlos. „Zeig mir, nach was es dich verlangt...“

Sie liebten sich nicht. Sie vögelten. Und es war genau das, was sie brauchte.

Lena gab sich ihm hin und Mark ließ seinem Verlangen freien Lauf – wild, forschend, hemmungslos. Jeder Stoß war eine Offenbarung, jedes Stöhnen ein Ansporn ihr mehr von dem zu geben, nach was es sie verlangte. Es war kein zartes Liebesspiel – es war ein Tanz aus Leidenschaft, Hitze und entfesselter Begierde. Schweiß, Haut, Geräusche, die sie längst vergessen hatte.

Sie vergaß alles. Den Alltag. Die Verantwortung. Die Müdigkeit. Sie war einfach nur für ihn da. Zwei Körper, ein gemeinsames Verlangen, ein unvergleichlicher Moment.

Und beide wussten: Dieser Abend würde Spuren hinterlassen – auf ihrer Haut. Und tief in ihrem Inneren.

Mark schob ihre Schenkel weiter auseinander, bis kein Zweifel mehr blieb, dass er ihre Nähe noch intensiver spüren wollte. Lena stieß ein heiseres Keuchen aus, als sie ihre Fußsohlen gegen seine warme, feste Brust presste – ein Spiel zwischen Abwehr und Einladung, zwischen neckendem Widerstand und der stummen Bitte, sie noch tiefer in diesen Strudel aus Lust zu reißen. Er verstand ohne Worte, stieß sie tief und fest, ein letztes Mal, bevor er sie packte und mit einer geschmeidigen Bewegung auf die Seite drehte.

Wie die Klingen einer Schere öffneten sich ihre Beine unter seinem fordernden Griff, bereit für ein neues Spiel, das er mit ihr treiben wollte. Dominant presste er seine Hand gegen ihren warmen Schenkel um ihn gekonnt nach oben zu drücken. Ihr Körper pulsierte unter seinen rhythmischen, festen Stößen, die sie empfing. Atemloses Stöhnen erfüllte den Raum, als er sie so hielt – wehrlos und doch gierig – und ihr innerstes Verlangen mit jeder seiner Bewegungen aufs Neue anheizte. Lena folgte seinem Rhythmus, ließ sich führen und gleichzeitig treiben.

Dann spürte sie seine Hand zwischen ihren Beinen.

Er wollte sie im Rausch des Augenblicks über die Grenze treiben – nicht nur für sein eigenes Vergnügen, sondern um sie im Sturm der Lust vergehen zu lassen. Seine Finger spielten gekonnt an ihrer Perle, die in erregter Härte in die Höhe ragte. Jeder Ruck, jede kreisende Bewegung ließ die Glut in ihr anschwellen, bis ihre Sinne benebelt waren. Sie spürte, wie sein Tempo zunahm, wie seine Hitze wuchs, und wusste, dass der Augenblick nahte, an dem er sich in sie entladen würde. Die Aussicht darauf, ihn so tief und heiß in sich zu fühlen wie noch nie, ließ sie erzittern vor Vorfreude. Ihre beiden Körper sprachen eine Sprache, die keine Worte brauchte – nur lautes Stöhnen, Seufzen und den fiebrigen Herzschlag, der sich immer schneller steigerte.

Eine letzte, gezielte Bewegung seiner geschickten Finger ließ sie förmlich explodieren. Ihr Innerstes zog sich in wilden, zuckenden Wellen zusammen, während er ein letztes Mal mit aller Kraft in sie hineinstieß und sich tief in ihr ergoss. Sie spürte seinen heißen Schwall, den er hemmungslos in sie spritzte – ohne ihre Erlaubnis einzuholen. Ein ungebändigter Schrei der Lust entfuhr ihm, gemischt mit ihrem heiseren Aufstöhnen, als er sich in der letzten Woge der Erregung gegen sie presste. Dann sanken sie, atemlos und verschwitzt, ineinander verschlungen auf das zerwühlte Bett, während das Echo ihrer Lust noch wie ein Beben durch ihre verschwitzten Körper zog.

Lena war nicht verliebt. Aber zum ersten Mal seit Jahren – befriedigt.

Nachdem sie noch eine Weile nebeneinandergelegen waren, nackt und erschöpft, fragte Mark sie leise: „Wann kommt dein Mann?“

„Wann er kommt? Vielleicht kommt er gerade jetzt - in diesem Moment…“



„Du bist so eine verdammt heiße Bitch…“

Sie zog genüsslich an ihrer Zigarette und blies den Rauch an die Zimmerdecke. Der Schweiß klebte noch auf ihrer Haut, das Laken unter ihr war feucht von ihrer Lust.

Er lag neben ihr, den Arm lässig hinter dem Kopf verschränkt, noch außer Atem von dem, was gerade zwischen ihnen passiert war.

„Wann steht die nächste Spätschicht an?“ Ihre Stimme klang gelangweilt, beinahe so, als wüsste sie die Antwort schon.

„Laut Dienstplan? In zwei Wochen.“

„Kommst du dann wieder vorbei?“

„Natürlich…“, antwortete er mit einem Grinsen voll selbstgefälliger Gewissheit.

„Und deine Frau schöpft immer noch keinen Verdacht? Du kommst fast eine Stunde später von der Spätschicht nach Hause als früher.“

„Lena? Die kriegt gar nichts davon mit. Wenn ich heimkomme, schläft sie.

Und für andere Dinge hat sie überhaupt keine Zeit...