Erotische Kurzgeschichte - Der Sommer

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Summary

Dies ist eine erotische Kurzgeschichte, die aus insgesamt drei kurzen Kapiteln besteht. Sie handelt von der Anziehung zwischen Jules und Brandon, die sich an einem warmen Sommertag am See endlich näherkommen.

Status
Complete
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1 - Der Steg

Die Sonne hing tief über dem See und tauchte das Wasser in flüssiges Gold. Das leise Schaukeln der Wellen gegen die Holzpfosten unter ihnen war das Einzige, das die warme Stille durchbrach.

Brandon saß neben ihr auf dem alten Steg. Die Jeans hochgekrempelt. Die nackten Füße im kühlen Wasser baumelnd.

Jules Sommerkleid wehte leicht im Abendwind, und jedes Mal, wenn der Stoff an ihrer Haut entlangstrich, zog es seinen Blick an.

Sie sprachen kaum miteinander, aber das Schweigen war nicht wirklich leer und Worte waren nicht unbedingt notwendig.

Das Schweigen zwischen ihnen, war schwer. Durchtränkt mit unausgesprochenem Verlangen.

Jedes zufällige Streifen seiner Schulter an ihrer ließ sie innehalten, als müsse sie den Strom, der dabei durch ihren Körper ging, auffangen.

„Du bist heute still“, murmelte Brandon nach einiger Zeit, den Blick weit auf den See gerichtet, als würde er nur nebenbei sprechen.

„Ich höre zu“, antwortete Jules leise.

„Und was hörst du?“, fragte Brandon neugierig.

Jules seufzte.

„Alles ... dich ... mich.“

Er drehte den Kopf zu ihr. Sein Blick war intensiver als sonst, fast prüfend. Langsam hob er die Hand und legte sie auf ihr Knie. Sein Daumen strich in langsamen, gleichmäßigen Kreisen über ihre Haut.

Jules Atem stockte kaum merklich.

„Komm her“, sagte Brandon leise, aber mit einer Bestimmtheit, die keinen Zweifel ließ.

Sie rückte zu ihm, so nah, dass ihre Schultern sich nun berührten.

Brandon beugte sich vor, der Abstand zwischen ihren Gesichtern schmolz augenblicklich. Sein Atem streifte warm ihre Lippen, bevor sie sich berührten. Er küsste sie. Erst sanft, als wolle er testen, ob sie ihn wirklich ließ, dann tiefer und fordernder.

Seine Hand wanderte von ihrem Knie auf ihren Oberschenkel, streifte den Stoff ihres Kleides hoch. Jules spürte, wie er den Saum langsam nach oben schob. Stück für Stück glitt der Stoff höher. Seine Finger bewegten sich weiter, bis sie die Wärme ihrer nackten Haut erreichten.

„So still …“, flüsterte Brandon gegen ihre Lippen.

„Ich will hören, wie du klingst, wenn ich dich berühre“, hauchte er leise gegen ihren Mund.

Sein Daumen glitt gefährlich nah an der Stelle entlang, an der sich bereits die Hitze aufgestaut hatte. Unwillkürlich hob Jules die Hüfte ein Stück und suchte mehr Kontakt zu ihm. Sie wollte ihn spüren und jede noch so kleine Berührung auskosten.

Brandon zog sich nur einen Atemzug lang zurück und musterte sie wachsam. Seine Augen begannen zu leuchten. Dann stand er abrupt auf, griff nach ihrer Hand und zog sie hoch.

Jules folgte Brandon, ohne zu fragen, wohin sie gingen. Sie wusste längst, dass sie heute nichts mehr aufhalten würde.

Die Dielen des Stegs knarrten unter ihren Schritten, das Bootshaus seiner Familie war nur wenige Meter entfernt.

Sobald sie es erreichten, hielt Brandon an der Tür an. Er öffnete sie, ließ Jules eintreten und schloss sie leise hinter sich. Ein kaum hörbarer Klick ertönte.