Wildblume

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Summary

Nachdenklich starre ich auf die Wildblumen. Sie sind ein kleines Stück vom Straßenrand entfernt im Wald gewachsen. Rot, Blau, Gelb, Grün. Farben die ich schon lang nicht mehr gesehen hab. Pastor Nathan hasst Farben. Pastor Nathan hasst so gut wie alles. Wie gern würde ich endlich weg. Raus aus diesem Kaff. Die Welt und Menschen sehen, wie Mama es mir immer erzählt hat und wovon Ida immer geträumt hat. Mein Handy vibriert in meiner Tasche. Stimmt, ich muss ja in die Arbeit. Ein letzter Blick zu den Wildblumen und die aufsteigende Angst, dass sie nach der Arbeit nicht mehr da sein könnten. Aber wieso sollten sie aufeinmal weg sein?

Genre
Horror
Author
BieneM
Status
Ongoing
Chapters
6
Rating
n/a
Age Rating
18+

1

Ich spüre die Hitze an meinem Gesicht. Mein Kopf fühlt sich vernebelt an, vielleicht liegt es an dem Rauch?

Das Feuer vor mir knistert friedlich vor sich hin. Funken tanzen vor meinen Augen, kleine Lichter, die langsam zu Boden sinken.

Da sind Schreie, aber wo kommen sie her?

Ich kann meinen Blick nicht vom Feuer wenden, es ist einfach zu schön.

''MONA!''

Mein Name. Wer schreit denn?

Vor mir wird es immer heißer, kleine Schweißperlen rennen über meine Stirn. Trotzdem, ich kann nicht wegschauen.

Um mich herum tauchen immer mehr Stimmen auf. Keine Ahnung was die eigentlich sagen. Gemurmel, Gelächter.

Doch ich starre weiter, es geht einfach nicht anders.

'''MONA!''

Dieses Mal kommt es direkt aus dem Feuer.

Ich kann nicht weggucken!

Es wird lauter, das Feuer, die Stimmen, das Gelächter. Einfach alles!

Die Flammen kommen näher, oder?

Funken fallen auf mein Gesicht und der Schmerz ist da, aber er interessiert mich nicht. Zumindest meinen Körper nicht.

''Mona, wieso siehst du hin?'' Fragt die Stimme sanft, welche zuvor geschrien hat. Zeitgleich fängt das Feuer an, sich unruhig zu bewegen.

Eine Hand schießt plötzlich aus den Flammen, direkt auf mein Gesicht zu. Doch ich bewege mich nicht, ich spüre nur die Hand. Sie umgreift meine Wangen grob, drückt sie fest zusammen und zieht mich zu sich ins heiße Feuer.

''Wieso Mona?''

Hallt es in meinem Kopf.


Ich schrecke aus meinem Traum und setze mich sofort kerzengerade im Bett auf.

Schweiß rennt mir über die Stirn und mir ist so verdammt heiß!

Tränen kullern über meine Wangen. Mein Atem ist schnell und angestrengt, ein beklemmendes Gefühl umgibt meine Brust. Es fühlt sich an, als ob ich heulend einen Marathon gelaufen wäre.

"Verdammte Scheiße!" Fluche ich leise vor mich hin. Meine Hände heben sich zitternd zu meinem Gesicht, um sanft die Tränen wegzuwischen.

Der Traum schießt mir währenddessen durch den Kopf.

Wieso muss ich selbst in meinem Schlaf an alles erinnert werden?

Es ist doch genug, dass ich in diesem verdreckten Poret festsitze. Jeden Tag versuche ich zu vergessen, aber wie könnte ich?

Ein lauter Seufzer schafft es über meine Lippen. Die Bilder werden langsam weniger und so auch die Tränen.

"Schatz, geht es dir gut?" Die Stimme meiner Mama dringt durch meine geschlossene Zimmertür.

Natürlich hat sie es gehört, ich habe bestimmt wieder wie am Spieß geschrien!

Ich nehme nochmal einen tiefen Atemzug, um meinen Körper langsam wieder zu beruhigen. Ein krächzendes "Ja." kommt über meine Lippen.

Mama seufzt hörbar auf der anderen Seite, bevor sie leise weggeht.

Eine Gabe, die sie schon immer hatte. Diese Frau hört man einfach nie!

Früher haben Ida und ich oft heimlich auf den Dachboden gespielt und Mama kam die Stufen hoch, ohne dass eine von uns beiden es bemerkte.

Auch diese Erinnerung schiebe ich schnell wieder in die Tiefen meines Gedächtnisses. Der Schmerz sitzt nach all den Jahren einfach noch zu tief.

*Piep* *Piep*

Mein Handywecker klingelt laut neben mir, holt mich aus meiner zusammengesunkenen Position heraus. Schnell greife ich nach meinem Handy, welches auf meinem Nachtkasten neben mir liegt und schalte den Wecker aus.

6:00 Uhr

Durch meinen grauen Vorhang sehe ich die ersten Sonnenstrahlen hereinfallen. Die schwarzen Möbel in meinem kleinen Zimmer sehen dadurch zumindest nicht mehr allzu düster aus.

Draußen zwitschern die Vögel, es geht eine leichte Brise durch mein Zimmer und lässt Gänsehaut über meine Haut spielen.

Für einen kurzen Moment breitet sich eine friedliche Atmosphäre über das Haus aus. Die Stille gibt dem ganzen eine beruhigende Note.

Die vorangegangene Hitze ist schon lang verflogen, weshalb ich mich aus dem Bett quäle, um mein offenes Fenster zu schließen.

Stöhnend steh ich auf, meine schwarze Jogginghose ist mir bis zur Wade hochgerutscht und ich schiebe sie schnell wieder runter.

Die glatte, bekannte Oberfläche unter meinen Füßen fühlt sich angenehm kühl an. Das Holz knarkst unter mir, während ich zu meinem Fenster stampfe.

Unser Haus steht direkt vor einem kleinen See. Ein eigenes kleines Paradies. Hohe, dunkel- und hellgrüne Bäume erklimmen den Himmel ringsum, geben dem ganzen einen etwas gruseligen Touch. Das Wasser ist ruhig, es spiegelt lediglich die aufgehende Sonne gegenüber von mir. Kein Tier oder Lebewesen in Sicht.

Ausgenommen von den tapferen kleinen Vögeln. Aus welchem Grund auch immer die als einzige noch da sind.

Früher soll es hier verschiedene Waldbewohner gegeben haben. Rehe, Enten, Dachse und sogar Hasen. Die haben sich, seitdem ich lebe, hier aber noch nicht blicken lassen.

Eine weitere kalte Brise reißt mich aus meinen Gedanken und schnell schließe ich das Fenster.

Arbeit!

Ich muss mich fertig machen für die Arbeit.

Neben meiner Zimmertür steht ein großer Holzschrank. Er ist in einem dunklem Nussbaum entstanden. Kleine Gravierungen ziehen sich über das ganze Stück. Blumen und Ranken, selbst die Griffe bestehen aus je einer großen Rosenblüte.

Papa hat ihn gemacht, als sie herausgefunden haben, dass Mama mit mir schwanger ist. Er ist eine der wenigen Sachen, die ich noch von Papa habe.

Ich greife nach dem Rosengriff und kurz verweilen meine Finger über dem glatten Holz. Gedankenverloren öffne ich den Schrank, trostlose Kleidung ergibt sich vor meinem Auge.

Grau und schwarz, wenn ich mich ganz mutig fühle, kommt mal noch ein Weißton mit in die Auswahl.

Ich ziehe eine schwarze Mom-Jeans und ein schwarzes übergroßes Hemd aus dem etwas unordentlichen Schrank. Aus den Schubladen weiter unten hole ich mir noch Unterwäsche und ein weißes kurzes Top raus.

Ein kleines Lächeln umspielt meine Lippen, denn heute fühle ich mich unerklärlicherweise mutig.

Alles unter dem Arm geklemmt, gehe ich in Richtung Bad. Die Tür ist direkt neben dem massiven Kleiderschrank.

Mit einem Quietschen öffnet sie sich und mit dem nächsten Schritt spüre ich die kalten Fließen unter meinen nackten Füßen.

Das Licht blendet mich, als ich den Lichtschalter betätige. Ein Waschbecken hängt zu meiner rechten und eine Dusche zu meiner linken. Daneben ist die Toilette und ein kleines Regal mit Hygieneartikeln und Handtüchern. Wie auch im Rest des Hauses, sind die Wände in einer dunklen Holzverkleidung. Ein kleiner, runder, grauer Teppich schmückt die Mitte des Bades aus. Sonst ist nicht viel im Bad vorhanden.

Ohne in den Spiegel zu schauen, schlüpfe ich schnell aus meinem Schlafanzug und werfe diesen achtlos unter das Waschbecken. Den nehme ich später mit runter in die Waschküche.

Bevor ich wieder Gänsehaut bekomme, steige ich unter die Dusche und drehe diese sofort auf. Kurz kommt kaltes Wasser, was mich natürlich nochmal aufschrecken lässt, zum Glück hält das jedoch nicht lang an.

Ich spüre, wie ich mich entspanne, meine Glieder wieder etwas weicher und beweglicher werden. Mein Gesicht entgegen des Duschkopfes und ich hebe meine Hände, um die Reste meiner Tränen aus dem Gesicht zu wischen.

"MONA!" Hallt es wieder durch meinen Kopf und ich seufze verzweifelt.

Mein Bad war mal unser Bad. Als Ida noch da war, das ist jetzt schon fünf Jahre her.

Fünf Jahre seit aus unserem Bad, mein Bad geworden ist.

Bevor mich die Gedanken wieder einholen, wasche ich mir den Kopf. Ich muss ja noch zur Arbeit!

Innerhalb von einigen Minuten hab ich mich geduscht und schnappe mir das Handtuch was über der Dusche hängt.

Dampf umgibt das Bad und der Spiegel ist ziemlich beschlagen, weshalb ich die Badtür aufmache, um die Hitze in mein Zimmer umzulenken.

Während ich mich abtrockne, wird das Bild im Spiegel klarer. Nach und nach spiegelt sich mein Gesicht wider. Ich lasse das Handtuch fallen und zieh mir meine Unterwäsche über.

Meine glatten blonden Haare fallen mir ungefähr bis zu den Schultern, gerade fliegen sie wild umher, weil ich sie etwas trocken gerubbelt habe.

Für eine Frau bin ich recht groß gebaut mit meinen 1,78 cm und einer sportlichen Figur, etwas, das ich von Papa habe. Auch ungefähr das einzige.

Wie Mama habe ich hellbraune Augen, ein eher kantiges Gesicht mit hohen Wangenknochen und "vorsichtigen Augen", wie mein bester Freund Ruben sie beschreiben würde.

Ich wende mich vom Spiegel ab und ziehe mir nach und nach die frische Kleidung über. Meine Haare binde ich in einem strengen Pferdeschwanz nach hinten, ohne sie zu föhnen.

Schnell noch Zähne putzen und dann los!

Mit der Zahnbürste im Mund gehe ich zurück ins Schlafzimmer, um mein Handy zu holen.

Eines der wenigen Dinge in meiner Welt, das Farbe widerspiegelt.

Ich habe nie verstanden, was Pastor Nathan eigentlich gegen Farben hat, aber das weiß wahrscheinlich niemand.

Vielleicht ist er ja Farbenblind oder kann nur Schwarz-Weiß sehen?

6:37 Uhr

Meine Augen weiten sich.

Ich hab viel zu viel Zeit in Gedanken verbracht!

Ich stolpere durch das Zimmer und zurück ins Bad. Spüle mir schnell den Mund aus und renne wieder zu meinem Bett, dabei bleibe ich schmerzlicherweise an der Kante meines Holzbettes hängen.

Vor diesem liegt mein Rucksack und Pullover, beides stülpe ich mir über und mein Handy lasse ich in der Hosentasche meiner Jeans verschwinden.

Wieder knarksen die Dielen unter mir, als ich aus dem Zimmer renne und fast die hellbraune Holztreppe runter segel, welche links neben meiner Tür beginnt.

"Tschüß Mama, bis nachher!" Rufe ich durchs Haus, während ich mir hüpfend meine schwarzen Turnschuhe anziehe.

Sie steckt ihren Kopf aus dem Türrahmen zum Wohnzimmer, aber bevor sie was sagen kann, hechte ich aus der Haustür.

Es ist unheimlich frisch draußen, aber was hab ich erwartet, schließlich hat diesen Monat der Frühling angefangen.

Meine Füße tragen mich über den Kiesweg, welcher zu unserem Haus führt. Weiter unten, kurz vor dem kleinen asphaltierten Weg, steht unser Schuppen, daran angelehnt mein Fahrrad.

Wir wohnen etwas abseits der Stadt und haben auch keine Nachbarn, nur sehr viele Bäume und eine einzige Straße.

Noch im Lauf greife ich mein Fahrrad und schwinge mich schnell drauf. Es gibt einen hohen Ton von sich, als mein Gewicht darauf landet, doch das ignoriere ich.

Schließlich habe ich keine Zeit zu verlieren!

...auch wenn ich zu viel Zeit schon vertrödelt habe.

Der schmale Weg führt weiter an den Bäumen vorbei. Der Wind, welcher leise durch die Äste raschelt, begleitet mich, als ich durch den Wald sause.

Da kommt sie!

Ich bremse stark, als ich vom Weg zur Hauptstraße übergehe und lege mich nach recht um die Kurve zu bekommen. Gerade so schaffe ich es nicht die Kontrolle zu verlieren.

Immer mehr Sonnenstrahlen strömen durch die Dichte der Bäume, ein friedliche Atmosphäre umgibt mich.

In der Ferne plätschert ein kleiner Bach.

Früher haben Ida und ich dort gespielt. Uns dort ein kleines Versteck aus Ästen und Laub gebaut, damit uns Pastor Nathan nicht findet.

Aber er findet einen immer.

Mein Blick schweift rüber zum Bach, rechts von mir.

Was würde ich geben, um nochmal dort mit Ida zu spielen…

Ein Hupen reißt mich aus meinen Gedanken und vor mir taucht auf einmal ein Auto auf. Sofort versteife ich mich auf meinem Rad.

Versunken in meinen Gedanken, hab ich wohl das Lenken vergessen!

Mit einem Ruck nach links, befördere ich mich samt Fahrrad die Böschung runter und weg vom Auto. Es geht kurz bergab, bevor ich in den Wald rase.

Irgendwie schaffe ich es, dem ersten Baum auszuweichen, beim zweiten habe ich nicht mehr so viel Glück. Eine dicke Wurzel ragt gefährlich aus dem Boden und mein Fahrradreifen stellt sich einer unbequemen Begegnung mit dieser.

Nicht ganz so elegant fliege ich einmal mit dem Kopf voraus über den Fahrradlenker. Dabei lande ich unsanft auf meinem Rücken und sofort blitzt ein stechender Schmerz bis in meine Fingerspitzen durch meinen Körper.

Jegliche Luft presst sich aus meinen Lungen, kleine Sterne tanzen vor meinen geschlossenen Augen. Für einen kurzen Moment liege ich reglos und mit sehr vielen Schmerzen auf dem Waldboden.

"Scheiße..." Kommt es über meine Lippen, als ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder Luft in die Lunge bekomme.

Mein Herz schlägt mir bis zu den Ohren und wird von einem leisen Piepen begleitet. Vorsichtig drehe ich mich zur Seite, um meinem Rücken kurze Erholung zu gönnen. Natürlich folgt darauf nochmal Schmerz.

Tagträumen hat mir heute nur Schwierigkeiten gebracht!

Wo ist eigentlich der mit dem Auto?

Ich bleib noch einige Minuten auf der Seite liegen, der Geruch des frischen Gras unter mir steigt mir in die Nase. Um mich herum ist es jetzt komplett still, keine Vögel, kein Wind, kein Auto. Nur mein Atem, der mit jedem Zug ruhiger wird.

Der mit dem Auto kommt dann wohl eher nicht mehr.

Stöhnend setze ich mich auf, meine Hand greift zu meinem Kopf. Zumindest etwas, das unversehrt geblieben ist.

Ich blinzel gegen das Sonnenlicht an und erschrecke bei dem Anblick, welcher sich mir bietet.

Klein und bunt.

Blumen

Kleine bunte Blumen.

Ich hab mir auf jeden Fall den Kopf angehauen.

Ganz fest kneife ich meine Augen wieder zusammen.

Das ist nicht echt. Das kann nicht echt sein!

Vorsichtig lunse ich durch mein linkes Auge.

Kleine bunte Blumen.

Wieder schießt mein Puls hoch und mit ihm auch ich vom Boden. Erneut durchfließt mich eine Welle von Schmerz, aber ich ignoriere ihn. Der Anblick vor mir ist dafür viel zu interessant.

Rot, Blau, Gelb, Grün.

Ein kleines Fleckchen, vielleicht so groß wie ein Basketball. Voll mit kleinen Blumen.

Ein Aussetzer.

Mein Herz macht einen kleinen Aussetzer, als ich sie genauer betrachte. Ich kann nicht beschreiben, welche Art von Pflanzen das sind, so etwas habe ich noch nie gesehen.

Naja, eigentlich habe ich, bis auf ein paar Bilder im Internet, noch nie Blumen in Echt gesehen. Ich bezweifle, dass das überhaupt jemand hat, nachdem Pastor Nathan kam.

Früher haben Mama und Papa uns immer erzählt, wie es war.

Wenn der Frühling kam und alles begonnen hat zu blühen, alle Pflanzen und Tiere wieder zum Leben erwacht sind. Wie sie im Sommer mit ihren Mitschülern und Freunden zum Angeln gegangen sind, inmitten von Lichtungen voll mit Wildblumen.

Wildblumen.

Das könnten einfach irgendwelche Wildblumen sein.

Fast lasse ich mich dazu verlocken mein Handy rauszuholen und ein Foto zu machen, aber was, wenn es jemand sehen würde?

Mein Handy...!

Es vibriert kurz.

Ich greife schnell an meinen Po und spüre mein Handy, in einer Bewegung ziehe ich es raus. Etwas Gutes hat der Tag, meinem Handy ist nichts passiert!

Erleichtert lasse ich den angehaltenen Atem raus.

6:50 Uhr und eine Nachricht von Mama, dass sie heute länger arbeiten muss.

Ich komme heute sowas von zu spät zur Arbeit!

Mein Blick schweift zurück zu den Blumen. Sie sehen so perfekt aus, hier im Wald auf dieser winzigen Fläche umrundet von den hohen Bäumen. Ich fühle mich wie in meinem eigenen kleinen Märchen.

TAGTRÄUME!

Mit etwas Mühe bücke ich mich, um mein Rad aufzuheben, es scheint komplett in Ordnung zu sein. Erleichterung steigt in mir auf und ich schaue hinter dem Baum zur Böschung an der Straße.

Von hier aus sieht man nicht mal die Blumen, sie liegen perfekt hinter dem Baum.

Ein letzter Blick zu den kleinen Pflanzen und ihren frohen Farben. Ich frage mich, ob sie nach der Arbeit auch noch hier sind?

Schließlich kann es ja nicht sein, dass so etwas Schönes in Poret existiert.

...oder?

Ich wende mich mit einer aufsteigenden Angst ab und eile zurück zur Straße. Marie wird mich sowas von umbringen.