The Band

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Summary

"Ich flehe nicht, ich flehe nie. Aber wenn es bedeutet das du gehst Golddigger dann werde ich wie ein Schwächling vor dir knien, dich anbetteln und mir mein verdammtes Herz rausreißen und es dir übergeben, und die anderen werde ich zwingen es mir gleich zu tun, den du bist mein, unser und es gibt kein wir mehr ohne Dich." -Chase Lila schlägt sich in Los Angeles mit Kellnerjobs und Sorgen um ihre drogensüchtige Mutter durch, bis sie zufällig auf die berühmte Band CTLB trifft. Frontmann Chase Silver steht unter Hausarrest - und Lila soll ihn für 2.000 Dollar pro Woche überwachen, damit er keine weiteren Eskapaden liefert. Doch in dem Penthouse, das sie mit Chase und seinen Bandkollegen Lou, Tommy und Brody nun teilt, wird schnell klar: Nichts an diesem Job ist einfach. Was als bezahlte Betreuung beginnt, wird zu einem gefährlich intensiven Zusammenleben voller Nähe, Rückfälle und unausgesprochener Gefühle. Jeder der Männer trägt eigene Wunden, und Lila wird für alle zum Anker - bis Grenzen verschwimmen und aus Verantwortung Leidenschaft wird. Zwischen Musik, Entzug, Eifersucht und echter Zuneigung wächst eine Verbindung, die keine klaren Regeln kennt. Doch die Öffentlichkeit, alte Skandale und Lilas unsicherheit bedrohen nicht nur die Band - sondern auch das fragile Gleichgewicht zwischen Lila und den Männern, die sie liebt.

Genre
Romance
Author
Luna Luis
Status
Complete
Chapters
41
Rating
5.0 4 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1 - Lila

„Du wirst dich verdammt noch mal zusammenreißen, Chase." Brüllt der Grauhaarige, ein bisschen zu dicke Mann sein gegenüber an. Ich seufze, ich hasse die Tage an denen ich im Hinterzimmer des Clubs die von Reichtum stinkenden Möchtegern prominenten bedienen muss. 4 Stunden persönliche Servicekraft für Stars sein, die ich nicht kenne, während ich an manchen Tagen hoffen muss das ich mir was zu essen leisten kann. Achja und da wären noch die mörderischen High-Heels die zur Arbeitskleidung gehören. Absolut fair diese Welt...nicht.


Ich warte brav in der Ecke des Raumes, wo nur eine Tafel steht, perfekt für private Partys oder wichtige Meetings.

3 Männer sind heute meine Gäste. Ein dicker Mann mitte 40, der sehr wütend auf den schwarzhaarigen, muskulösen, verdammt gutaussehenden, bis ins Gesicht tattoowierten Mann in Tanktop zu sein scheint. Und ein Blonder Schönling mit hellen blauen Augen und Zähnen die so weiß sind das sie strahlen, wenn er grinst, er ist sicher ein Mädchenmagnet. Alleine sein Gesicht ist verboten schön, geschweige von dem Körper der sein Hemd fast sprengt wegen der Muskeln die sich darunter abzeichnen.


„Jetzt komm mal runter, sind doch nur 2 Monate." Der schwarzhaarige, der anscheinend Chase heißt scheint nicht sehr beeindruckt von den Gebrüll des Dicken Mannes zu sein.


„Runter kommen?" der Dicke läuft rot an, hoffentlich bekommt der jetzt keinen Herzinfarkt so schwer schaubend wie er da sitzt scheint er nämlich kurz davor zu sein.


"Du bist frisch aus der Entzugsklinik, trägst eine Fußfessel, wir mussten die Tour wegen dir verschieben und du sagst ich soll runterkommen. Jetzt hör mir mal zu, du wirst dich jetzt zusammenreißen. Du wirst ein braver kleiner Rockstar sein und die nächsten 2 Monate keine neuen Skandale veranstalten oder ich schwöre dir, ich mache einen auf Jamie Spears und wir schauen mal, wie es dir gefällt so ganz ohne eigenen Willen."Brüllt der Mann und ich sehe seine Schlagader am Hals hervortreten.


Oh schön, dieser Chase scheint ein Krimineller zu sein. Mit Fußfessel im Club, sowas gibt's auch nur hier in LA. Ich verdrehe die Augen, mehr Klischee geht wohl nicht mehr.


„Das würdest du nicht wagen, Dan. Ich bin 23 keiner entmündigt mich." Lacht der Schwarzhaarige. Der Schönling allerdings ist jetzt ziemlich blass geworden.


„Doch kann er, und ich glaub er wird. Komm schon Chase, du musst dich nur etwas zurückhalten, keine Drogen mehr ok?" Sagt er leise. Er sieht ziemlich fertig aus und seine Stimme verrät mir das er sich wirklich Sorgen zu machen scheint.


„Ihr könnt mich mal ich lasse mir von euch garnichts vorschreiben, ich mache, was ich will." Brüllt Chase jetzt, springt auf und stößt dabei den Stuhl um, und ich kann ein Kichern nicht mehr unterdrücken, anscheinend etwas zu laut den alle drei Männer starren mich jetzt an.


„Sorry" murmle ich schnell und merke wie mein Gesicht zu glühen beginnt. Betreten sehe ich zu Boden.

Gut gemacht Lila, lach nur die Leute aus die dir dein Geld bringen…


„Das findest du lustig was?" zischt Chase mich wütend an und ich muss mich anstrengen nicht wieder loszulachen.


„Natürlich nicht, verzeihung." Flüstere ich und senke den Kopf ein bisschen weiter um zu verschleiern das ich immer noch grinse, auf Trinkgeld kann ich heute wohl nicht hoffen.


„Doch ich will es hören, was findest du so lustig?" Der Schönling lächelt mich aufmunternd an.

Gott, ist es erlaubt so sexy auszusehen?

Auch Dan sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und nickt mir aufmunternd zu.


Verunsichert seh ich zwischen den drei Männern hin und her.

Soll ich weiterreden? Vermutlich nicht, aber ach scheiß drauf, ich kenne die nicht, kann ich mich auch lächerlich machen. Sind nur reiche Wixxer und im Grunde sind sie es, die hier peinlich sind.


„Nun ich arbeite als Sozialarbeiterin für Kids, die nach dem Entzug wieder ihr Leben in den Griff bekommen wollten. Also du..." Ich schaue Chase kurz an, aus seiner Richtung sprüht mir nur purer Hass entgegen. „Du klingst wie sie und die waren höchstens 18 jahre, das fand ich lustig, sorry."


Kurz ist es still dann kichert der Schönling los und Dan der dicke grinst höhnisch in Chase Richtung.


„Siehst du, du benimmst dich wie ein kind." Lacht Blondie jetzt und zwinkert mir zu was meine Knie ganz weich werden lässt.

Ich wiederhole mich, aber ist es überhaupt erlaubt gleichzeitig reich und wunderschön zu sein?


„Fuck you, Loui "knurrt Chase, während er mich weiter böse von oben bis unten mustert.


„Sozialarbeiterin" murmelt Dan nachdenklich und betrachtet mich neugierig, ich nicke unsicher.


„Wie alt bist du? Fragt er dann schließlich.

Ich schlucke.

„22" antworte ich.

„Familienstand?" fragt er weiter, als müsse ich ein Formular ausfüllen.

„Ich bin Single oder wie meinen Sie?" frage ich unsicher, das hier entwickelt sich in eine ganz komische Richtung.

„Wieviel die Stunde?" fragt er nun und ich halte inne.

„Für was?" frage ich erschrocken und meine Stimme klingt hysterisch. Hält er mich für eine Nutte?

„Sozialarbeiter, was verdient man da?" sagt er, und ich atme erleichtert auf

„Das ist freiwilligen Arbeit." Lache ich erleichtert auf. Nicht das mich noch nie jemand für eine Nutte hielt aber hier alleine in einen Raum mit drei Männer, das hätte schief gehen können.

„Umso besser, 2000 Dollar die Woche würde also passen?" lächelt Dan mich an, ich kapier jetzt garnichts mehr, Chase anscheinend schon den er brüllt jetzt, bevor ich noch eine Frage stellen kann einfach drauf los.

„Nein, das kann nicht dein Ernst sein, niemals, ich brauche keine Babysitterin, ich bin clean und habe eine scheiß Fußfessel, was verlangt ihr noch von mir?."

Babysitter? Was wollen die von mir?

„Klappe und setz dich" giftet Dan ihn nun an, Chase bleibt allerdings weiter stehen und ballt jetzt die Fäuste. Dan und Blondie betrachten mich weiter. Unsicher bewege ich mich auf meinen High Heels hin und her. Ich hätte meine verdammte Klappe halten sollen.

„Wir wissen nichts über sie, wahrscheinlich ist sie eine Kriminelle oder eine Goldgräberin warum sonst sollte man sonst in einem Club wie diesen halbnackt arbeiten wollen." Brüllt Chase aufgebracht. Ich muss kurz grinsen, denn er ist der mit der Fußfessel, nicht ich.


Trotzdem bin ich es, die jetzt ihre Stimme erhebt. Ja, ich stehe in einen Goldenen Bikinioberteil und schwarzen Minirock mit High Heels vor ihnen, aber das ist die Arbeitskleidung und für die bekomme ich viel Trinkgeld. Was fällt diesen reichen Möchtegern ein.

„Oh, vielleicht weil nicht jeder genügend Geld hat, um sich damit Kokain durch die Nase zu jagen." Rufe ich. Der Schönling lacht wieder und sieht dabei so perfekt aus, wie der Prinz aus jeden Barbiefilm den ich kenne.

„Oh, sie ist genau die Richtige." Sagt er schließlich und nickt Dan zu.

Dan grinst.

„Du bist eingestellt." Sagt der begeistert.

„Wofür bitte? Ich habe mich nicht beworben." Mein Magen beginnt sich zu drehen, das ist so typisch für reiche Menschen hier. Sie denken für Geld können sie alles kaufen, aber mich sicher nicht. Zumindest nicht für schräge Sachen, die sie anscheinend mit mir vorhaben.

„Na als Sozialarbeiterin, du wirst die nächsten Monate mit Chase hier verbringen und aufpassen das er sich benimmt." Verkündet Dan und winkt mich zu sich, aber ich bleibe weiter stehen.

Ich bezweifle das einer von denen weiß, was eine Sozialarbeiterin macht.

„2000 die Woche, du wirst bei ihnen einziehen, wenn du mit jemanden zusammenwohnst, kann der mitkommen, ich zahle. Ich zahle absolut alles nur bitte, bring ihn wieder auf die richtige Spur, ich bin zu alt für das hier."

Was denken die eigentlich? Das sie mich hier einfach mitnehmen können. Ist das deren ernst? Gehen einfach in eine Bar und nehmen sich die Kellnerin mit, ist das normal?

Meine Kinnlade klappt nach unten und auch Chase sieht Dan total entgeistert an.

„Nein." Ist das Einzige, was er sagt, aber alle ignorieren ihn. Auch ich schüttle den Kopf. Lächerlich.

„Ich bin nicht käuflich." Sage ich leise, mein Blick fällt auf Chase dessen Augen mich von oben bis unten betrachten und nur so danach schreien, das er denkt, das ich das sehr wohl bin.

„Das sagt doch keiner." Lächelt mich der Schönling jetzt freundlich an. "Es wäre ein normaler Job auf Zeit, wir brauchen Hilfe und du kannst das, was wir nicht können." Seine klaren blauen Augen fesseln mich für einen Moment, als er das sagt.

„Und was soll das sein?“ meine Stimme schnellt wieder zwei Oktaven höher.

„Na du kennst dich mit der Drogenscheiße aus oder? Wir werden alles vertraglich festlegen damit es seine Richtigkeit hat, keine Sorge.“

Keine Sorge? Ich soll bei wildfremden einziehen und er sagt keine Sorge? Ich meine, ich hab schon riskanteres gemacht, aber trotzdem.

Ich überlege. 2000 die Woche, ich hätte endlich genug Geld, um Mom aus dem Loch zu holen, wo sie wohnt, und ich könnte mir endlich eine schöne Wohnung leisten und sie in ein Heim stecken, ich könnte sparen.

Wie schwer kann es schon sein auf ein reiches Arschloch aufzupassen, das nicht einmal das Haus verlassen darf. Verdammt, denke ich gerade echt darüber nach dem Angebot anzunehmen.

Mein Hirn rattert während mich Dan und der Schönling mustern. Ich drehe mich zu Chase der immer noch mitten im Raum steht und bebt vor Wut.

„Du hast eine Fußfessel. Wie bist du hierhergekommen?" frage ich jetzt, weil ich mehr Infos will.

„Wir wohnen über den Club" zischt er wütend und verschränkt seine zitternden Arme vor der Brust. Seine du klen Augen bohren sich in meine, aber so hübsch er ist, im Gegensatz zum Schönling kann mich Chase hier nicht verunsichern, denn ich kenne Leute wie ihn.

„Warum hast du sie?" frage ich weiter.

„Oh sie ist mehr als perfekt." Ruft Dan begeistert und klatscht in die Hände.

„Sie blufft." Knurrt Chase, ohne das er unseren intensiven Blickkontakt unterbricht.

„Nicht jeder kennt uns Bro, sei nicht so hochnäßig." Wirft Barbieken ein.

„Warum sollte ich euch kennen?" frage ich ehrlich interessiert. Wenn er das annimmt, scheinen sie tatsächlich berühmt zu sein und keine C-Promis.

„Vielleicht weil wir nicht mal auf die Straße gehen können, ohne das Mädchen ohnmächtig werden." Grinst Chase selbstverliebt und ich verdrehe die Augen, mir entgeht nicht das er sich alle zwei Minuten den Schweiß von der Stirn wischt, von wegen frisch aus dem Entzug. Der Junge zittert von Minute zu Minute mehr, er braucht sein Zeug.

„Ich habe keinen Fernseher, kein Smartphone nur ein altes Klapphandy, und mein Tag hat manchmal mehr als 24 Stunden. Also tut mir leid, dass ich nichts über dein Leben weiß, eure Hoheit. Sag schon, was hast du gemacht." Blondie und Dan lachen wieder beide, Chase allerdings verzieht selbstgefällig das Gesicht.


„Finds raus." Knurrt er und sieht mir wieder herausfordernd in die Augen, ich lass mich nicht einschüchtern. Ich wurde schon von Jugendlichen auf Drogen bespuckt und beschimpft. Ein zickiger Promi, damit komme ich klar.

„Na gut dann nächste Frage. Was ist es? Heroin, Oxy, Fentanyl?" Chase verengt seine Augen, als ich jede Droge, die ich vermute, aufzähle, lässt aber nichts durchblitzen.

„Oxy und Koks. Obwohl wahrscheinlich alles." Antwortet Dan hinter ihm seufzend.

Ich betrachte Chase und er mich. So heiß er auch ist, der Typ ist durch, den krieg ich nicht clean und wahrscheinlich ist er in einem Jahr spätestens an einer Übersosis gestorben. Aber zu meinen bedauern liebe ich hoffnungslose Fälle und dass er sich so aufführt, als wäre er besser als ich weckt in mir den Drang mich zu beweisen.

„Mit dem kann ich arbeiten." Verkünde ich schließlich und Dan klatscht wieder in die Hände.

„Sehr gut, ich rufe meine Sekretärin an, sie richtet uns den Vertrag sofort, komm her und setz dich."

Zögernd gehe ich um den Tisch und lass mich neben Blondie nieder, Chase lässt mich nicht aus den Augen. Er starrt mich nur böse an. Mache ich das jetzt wirklich?

„Lou" stellt sich der Blonde vor und reicht mir die Hand. „Lila" erwidere ich und vermeide es ihn in seine wunderschönen Augen zu sehen. Ich hoffe ich seh ihn nicht oft den jemand der so schön und auch noch nett ist, lange kann ich dem nicht widerstehen.

„Hier bitte, Name, deine Adresse und telefonnummer eingeben." Reißt mich Dan aus den Gedanken und gibt mir sein Handy, zögernd nehme ich es und tippe meine Telefonnummer ein, bei der Adresse stocke ich, werden sie mich nehmen, wenn sie wissen, wie ich wohne? Doch ich scheiße drauf, wenn sie mich dann fallen lassen, habe ich immer noch diesen Job hier.


Ich seufze. „Meine Adresse ist aktuell der Parkplatz draußen." Flüstere ich mit gesenktem Kopf. Als keiner etwas sagt, hebe ich ihn. Lou und Dan sehen mich mitleidig an und ich meine sogar eine Reaktion in Chase Gesicht zu sehen. Aber keiner sagt etwas, sie ignorieren es einfach. Ganz toll, ich hasse reiche Schnösel. Ignoriert nur die Armen Leute mit echten Problemen.


„Greta, bringt den Vertrag in einer halben Stunde, ich rede mit deinem Chef und kläre das,

Chase, geh nach oben, ihr überlasst ihr das große Schlafzimmer, sag den Jungs Bescheid, Lou bleib bei ihr, zeig ihr was unser BadBoy angestellt hat. Und bitte benehmt euch nur ein einziges Mal, ok." Ruft Dan zu meiner Überraschung.

Großes Schlafzimmer? Nervös streiche ich über meine Oberschenkel, träume ich?

Unter Protest wird Chase nun von Dan hinausgejagt. Lou bleibt bei mir. Das muss alles ein Traum sein. Ja, ich bin fast sicher, ich träume.

„Also wie schlimm ist es? Und seid ihr eine Band oder so?" frage ich Lou jetzt neugierig. Er seufzt.

Er legt sein Handy vor mich. Tiktok ist geöffnet. In der Suchleiste oben hat er -Chase Silver- eingegeben.

„Wir sind Chase, Tommy, Lou und Brody die Band CTLB, falls dir das, was sagt, Chase ist unser Leadsänger." Ich schüttle den Kopf.

„Nicht schlimm wir machen seit wir Kinder sind zusammen Musik und als wir erfolgreich wurden, ist es den guten Chasieboy ein wenig zu Kopf gestiegen."

Er öffnet das erste Video.

Eine Influencerin erklärt ihren Fans das Chase bei einen dreier in einer Clubtoilette erwischt wurde, das nächste Video zeigt ihn sichtlich zugedröhnt mit einem Türsteher diskutieren, dann ein Video, wo er sich im Club mit zwei Frauen vergnügt.

Ihm ist wohl eine Frau nicht genug.

„Ok das Drogenproblem sehe ich, aber was ist mit der Fußfessel?" Lou seufzt nochmal diesmal tiefer. Dann googelt er etwas und hält mir einen Zeitungsartikel unter die Nase.

~Skandal-Bad-Boy schlägt Jungen unter Drogeneinfluss halbtot. Opfer wahrscheinlich für immer gelähmt. ~

„Scheiße" stoße ich hervor. „Warum ist er nicht im Gefängnis.?" Ich überfliege den Artikel. Eine Barschlägerrei und Chase hat wohl im Drogenrausch nicht aufgehört auf den Jungen einzuschlagen, bis ihn vier Männer überwältigt haben.

„Wir haben gute Anwälte, und eine noch bessere Abfindung gezahlt, die Fußfessel hat er jetzt erstmal für 2 Monate bis zur Verhandlung wegen Drogenmissbrauch, er ist Wiederholungstäter weißt du." Erklärt Lou jetzt leise.

„2 Monate?" ich lache. „Weißt du das Jugendliche allein wegen eines Deliktes schon ins Gefängnis kommen und er spaziert in Clubs mit einer Fußfessel, weil er Geld hat."

Ich kann meine Wut nicht zügeln, selbst in dem Wissen, das ich eigentlich gerade mit meinem zukünftigen Arbeitgeber spreche. Doch Lou scheint nicht böse zu sein über meine Worte.

„Ich weiß, das ist nicht fair." Flüstert er mit gesenktem Kopf, als würde er sich dafür schämen. „Aber das ist jetzt wirklich seine letzte Chance, wenn er nicht clean bleibt und weiter scheiße baut, ist er raus, bitte mach ihn heil, er ist mein bester Freund." Lou sieht mir in die Augen, voller echter Verzweiflung, und meine Wut verfliegt. Ich kenne den Blick, viele Angehörige haben ihn, ich hatte ihn. Es ist schrecklich jemanden zuzusehen der sich selbst zerstört.

„Du weißt das er noch auf Drogen ist?" frage ich vorsichtig. Lous Augen weiten sich, fuck er wusste es nicht.

„Ich denke Oxi, das Schwitzen, die Pupillen, das nervöse Finger getrommel? Er braucht seine nächste Dosis. Ist euch das nicht aufgefallen?" Lou wird bleich.

„Fuck nein, Dan wird ihn rausschmeisen. Fuck, Fuck, Fuck." Er vergräbt sein Gesicht in den Händen.

„Sag es ihm nicht." Beschließe ich und kann es selbst nicht glauben das ich das vorschlage.

„Was?" Lou begutachtet mich.

„Es würde nichts bringen, ihr wollt das ich ihm helfe, dann lasst mich das machen, aber er muss es selber wollen ok? Ich habe schon ein paar Ideen aber Dans Geschrei wird nicht dabei helfen."

Lous Augen werden glasig und er nimmt meine Hand.

„Danke." Er beugt sich zu mir und ich erschrecke als er seine muskulären Arme um mich schlingt. „Vielen Dank" Verdammt dieser Mann riecht sogar perfekt, und er zeigt Gefühle. Ich bin verloren…

„Ich habe noch nichts gemacht." Lache ich unsicher, als er mich wieder loslässt, er riecht nach einem verdammt teuren Duschgel, so verdammt gut. Lou wischt sich über die Augen.

„Dann bringen wir mal deine Sachen nach oben, oder? Gut, dass du alles dabeihast, den Vertrag schickt Dan dann sicher auf mein Handy." Er lächelt unverschämt, charmant.

Ich lache eindeutig ein bisschen zu entzückt. „Jetzt schon?"

„Klar oder willst du noch eine Nacht draußen verbringen?"

„Nicht wirklich." Gebe ich zu.

Ich folge ihm nach draußen, wo Dan an der Bar gerade mit meinem Chef spricht, der sieht mich kritisch an, als ich hinter Lou den Club verlasse und zwei Türen weiter, dann von ihm in mein neues Zuhause geführt werde. Meine Sachen, die ich besitze, packe ich davor in einen Rucksack, es ist nicht viel, Lou sagt dazu aber nichts.




Es ist ein Traum. Ich sitze in einem riesigen Zimmer mit begehbarem Kleiderschrank, ein Himmelbett größer als ich es je gesehen habe, sogar ein eigenes Badezimmer habe ich, das so riesig ist das mein Auto 2-mal darin parken könnte.

Ich habe mich umgezogen und betrachte mit meiner grauen Jogginghose und einen schwarzen Tanktop mein neues Zimmer und kann nicht glauben, was in den letzten 2 Stunden passiert ist.

Ich bin nun die Babysitterin eines abgestürzten Rockstars, lebe mit ihm und seinen 3 Bandkollegen in einem verdammten Penthaus. Ich habe ein eigenes Zimmer, warmes Wasser und sogar ein neues Handy. Ich wünschte ich könnte meine Freude darüber mit irgendwem teilen, aber meine Arbeitskollegen sind eben nur das, Kollegen und außer meiner Mom habe ich keinen und die darf nicht erfahren das ich jetzt hier bin.

Heilige Scheiße. 2000 in der Woche. Das sind 8000 im Monat und wenn der Typ nach den zwei Monaten doch ins Gefängnis wandern sollte, habe ich 16000 Dollar gemacht, einfach so.

Ich stehe langsam auf und stecke mir meine dunkelblonden Haare schnell noch nach oben, bevor ich vorsichtig in den Flur trete. Lou sagte ich soll nach dem Duschen ins Wohnzimmer kommen, um mich den anderen vorzustellen. Nervös betrete ich am Ende des Flurs den offenen Raum mit 2 riesen schwarzen Sofas, ein Klavier, eine Fensterfront, von der man über halb LA blicken kann und einen Fernseher der so groß wie eine Kinoleinwand ist. Am Ende des Raumes befindet sich eine, mit allen was man sich wünscht eingerichtete Küche, ich frage mich, ob die Jungs diese benutzen. Eine riesige Theke mit 8 Sitzplätzen dient wohl als Küchentisch.

Holy Shit wieviel das alles hier wohl kostet?

„Bescheiden eingerichtet." Begrüße ich die drei Jungs vor mir. Ein braunhaariger Mann, mit grünen Augen sitzt auf der Couch und grinst mich mit einen Lächeln an, das vermutlich jede Frau, einschließlich mir, zum Schmelzen bringt. Neben ihm sitzt ein Mann der Chase verdammt ähnlich sieht, nur untattoowiert. Die gleichen schwarzen Haare und dieselben dunkelbraunen fast schwarzen Augen. die müssen verwandt sein. Wie Lou und Chase sind die beiden braun gebrannt, haben übertrieben weiße Zähne und sehen generell aus wie von Gott höchstpersönlich erschaffen.

Ganz toll, 2 Monate mit 4 Göttern in einer Wohnung, das kann lustig werden, es hilft nicht das ich seit Monaten keinen Freund mehr hatte, oder Dates, oder One-Night-Stands.


„Das ist Brody" stellt mich Lou den braunhaarigen vor, dessen Lächeln meine Knie das zweite Mal an diesen Tag weich werden lässt. Kann man sich auf den ersten Blick in gleich zwei Männer verlieben?

„Und das ist Tommy" der Chase- Abklatsch lächelt mir entgegen.

„Lila" stelle ich mich vor und reiche ihnen meine Hand.

"Wie die Farbe?" Grinst Brody unverschämt sexy, und dabei zeigen sich Grübchen an seinen Wangen, natürlich hat der Typ Grübchen. Ich nicke.

Lou bedeutet mir mich zu setzen und unsicher nehme ich neben Tommy Platz.

"Du sollst also meinen Bruder Babysitten?" Fragt Tommy und mustert mich skeptisch.

"Um ehrlich zu sein bin ich mir nicht mal selber sicher, was ihr von mir wollt."

Gebe ich zu, ich sollte mich am besten sofort nur auf Chase konzentrieren, den zwischen diesen drei wunderschönen Männern zu sitzen macht mich so nervös, dass ich fast wieder duschen muss, weil ich so schwitze.

Ist es überhaupt legal so heiß zu sein? Ich sollte mir lieber nicht anhören, wie sie Musik machen, wenn sie dabei auch noch gut sind, weiß ich nicht, ob ich mich nur auf den Drogensüchtigen konzentrieren kann.

"Wie ist er den so gewesen? Also ich meine früher?" Frage ich schnell und versuche nicht zu Lou zu sehen, der mich mit seinen blauen Augen schon die ganze Zeit betrachtet, er wandert damit meinen ganzen Körper entlang und würde ich es nicht besser wissen, dann würde ich denken ich gefalle ihm. Aber ich bin zwar hübsch, aber als Obdachloser niemand mach ich mir keine Hoffnung, das ein sexy Rockstar wie er sich auf mich einlassen würde, ich bin zum Arbeiten hier. Punkt.

Schnell konzentriere ich mich wieder auf Chase Bruder.

"Chase ist immer korrekt gewesen, hat immer auf mich aufgepasst, ich bin 2 Jahre jünger als er, weißt du. Als ich 16 Jahre war, starben unsere Eltern und dann kümmerte er sich um mich." Erzählt Tommy. Er wirkt müde und traurig und das bringt mich sofort in meinen Hilfsmodus, was mich auch Lous Blick ignorieren lässt.

"Das tut mir leid." Flüstere ich und nehme beruhigend seine Hand, überrascht sieht er auf, zieht aber seine Hand nicht weg und lächelt mich nun freundlich an.

"Schon gut, ich hatte ja Chase und ich schwöre er hatte nie ein Drogenproblem, aber dann ging unsere erste Single viral, als Brody und ich 18 waren, Lou und Chase wahren 20 Jahre, als wir unsere erste Tour hatten. Jeden Tag eine andere Stadt, wir waren so müde und ausgelaugt und krank und Koks half uns das durchzustehen." Tommys stimme wird leiser.

Er schweigt kurz und Brody übernimmt für ihn.

"Als die Tour vorbei war hat Chase weiter Drogen genommen, wir nicht, nach den ersten Entzug ging es ihm eine Weile gut, naja und dann Baaamm ist er komplett durchgedreht." Brody mach eine Explosionsbewegung und Lou wirft ihm einen bösen Blick zu.

"Aber jetzt ist er ja wieder clean, und muss es jetzt einfach nur noch bleiben." Sagt Tommy und als er diese Worte ausspricht, finden Lous Augen meine, und eine Panik ist darin zu erkennen.

Das kann ja was werden...wie soll ich jemanden in einer Wohnung helfen wo niemand weiß das er noch drauf ist?