Wo Angst endet, beginnt Hoffnung

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Summary

Dieser Text enthält explizite Schilderungen von häuslicher Gewalt, psychischer Gewalt, Mobbing und Misshandlung, Essstörung, und selbstverletztesverhalten, die verstörend oder retraumatisierend wirken können. Alex ein schüchternes mädchen was leidet, bekommt von einer Mitschülerin namens Summer Hilfe.

Genre
Drama
Author
Alex L.
Status
Complete
Chapters
8
Rating
n/a
Age Rating
16+

Zuhause und Schule – Immer eine Hölle 🥀

(Alexs Sicht)

Heute ist der 23.05.2015 meine Eltern machen mir schon wieder zu viel Druck wegen der Schule, immer muss ich hören wie schlecht ich in der Schule bin... Und ich kann das nicht mehr. Auch muss ich mir anhören, das ich viel zu fett bin und langsam fange ich an das zu glauben. Ich hab eine Esstörung bekommen und bin nicht stolz darauf... und in der Schule ist es nicht besser...das ist gefühlt genauso schlimm wie zu Hause....ich hoffe irgendwann finde ich jemanden dem ich vielleicht trauen kann.

Ich packe mein Tagebuch unter mein Kopfkissen und seufze.

„Alex!!!!" Ich erschrecke mich, als meine Mutter mich ruft. „Abendessen! Jetzt!" schreit sie weiter, und ich zucke bei jedem Wort zusammen. Ich will nicht mit meinen Eltern essen... ich will auch nicht runter zu ihnen. Aber habe ich eine Wahl?

Ich stehe auf und komme runter. Der Tisch ist schon gedeckt, ich setze mich hin. „Warum lebst du eigentlich noch? Du bist doch so nutzlos und ne Lesbe!" fragt meine Mutter wütend, und ich schaue auf den Boden. „Ich bin nicht nutzlos!" Als ich das sage, wird meine Mutter wütend und schlägt auf den Tisch. „Du undankbare Göre! Wir reißen uns den Arsch für dich auf, und das ist der Dank?" Ich zittere und fange an, stumm zu weinen. Mein Vater füllt mir wütend das Essen auf.

Ich starre auf meinen Teller und spüre, wie ich schon wieder keinen Hunger habe... „Ich... es... ich habe keinen Hunger... darf ich aufstehen?" Mein Vater schaut mich wütend an. Er drückt meine Kehle zu und schaut in meine Augen, während ich den Alkohol riechen kann.

„Du fettes Kind! Wir machen sogar Essen für dich, und nicht mal das schätzt du! Weißt du... Du solltest vielleicht auch nichts essen, du bist so fett." Seine Worte tun so weh, ich weine stumm, und plötzlich 'klatscht' es. Ich spüre, wie seine Handfläche meine Wange trifft, und zucke vor Schmerz zusammen.

„Verschwinde! Du nutzlose Göre!" Er lässt meine Kehle los, und ich stehe sofort auf und renne in mein Zimmer, bevor er noch etwas Schlimmeres macht. Ich schließe meine Tür und breche weinend in meinem Bett zusammen und schlafe irgendwann ein.

Mein Wecker klingelt um 6 Uhr morgens, und ich stehe müde auf und stelle ihn aus, bevor meine Eltern mich anschreien, dass er sie weckt. Ich ziehe mich an, packe meine Sachen und mache noch meine Deutsch-Hausaufgaben. Als ich fertig bin, sehe ich auf die Uhr: 7:15 Uhr. Ich ziehe meine Schuhe an und gehe aus dem Haus. Ich steige in den Bus, habe meine Musik auf laut gestellt und fahre zur Schule.

In der Schule gehe ich direkt ins Klassenzimmer und setze mich in die letzte Reihe ans Fenster und schaue aus dem Fenster. Das Klassenzimmer füllt sich langsam, und als ich Lena, Clara und Hanna sehe, mache ich mich sofort klein. Jeder kennt dieses eine Girl-Trio, das denkt, sie seien etwas Besseres, und muss jeden mobben, der nicht so ist wie sie... genau das sind die drei, und ich bin ihr Lieblingsopfer.

Ich versuche, mich klein zu machen, aber sie kommen trotzdem auf mich zu... „Na, wer ist denn da?" höre ich Lenas Worte, und sie packt mich an den Haaren und zieht mich nach hinten. „Au... bitte, Lena... lass es," bettle ich schon fast, „Oh Guckt mal würdest du etwas wieder geschlagen? Oder hast es dir selbst Angetan?" Sagt Lena lachend und bevor ich Antworten kann, schlägt sie meinen Kopf auf den Tisch. Ich zucke zusammen, die drei gehen lachend weg und ich ziehe mir meine Kapuze über den Kopf. Naja, ein ganz normaler Alltag bei mir...

Wie war das zu Hause? Ist es am schönsten... in meinem Fall nicht. Ich will nicht rein, aber habe ich eine Wahl? Ich betrete die Tür und gehe in mein Zimmer, wo mein Vater schon auf mich wartet. „Da bist du ja, undankbare Göre... Hast du deine Deutsch-Arbeit wiederbekommen?" Ich nicke und reiche sie ihm. „Eine 2...? Und warum keine 1?" Seine Stimme ist wütend. „Ich... es... ich hatte ein paar Rechtschreibfehler..." Als ich das sage, spüre ich seine Hand an meiner Kehle und wie er mich aufs Bett drückt. „Bitte... lass mich..." „Halt deine Fresse, dummes Kind!" Ich kriege Angst, als er mich an der Kehle aufs Bett drückt. „Ich werde dir zeigen, was es heißt, bestraft zu werden!".

Und dann fängt er an, auf mich einzuschlagen, die ganze Zeit auf den Magen.

Nach zwei Stunden verlässt er mein Zimmer mit den Worten: „Ich will dich heute nicht mehr sehen!" und geht... Ich liege weinend vor Schmerz in meinem Bett und schlafe unter Tränen ein.