Mal ein Prolog
Wie lebt es sich eigentlich so – als gefallene Hausfrau? Als Ehebrecherin? Die nicht nur ein Verhältnis mit einem Mann hat, sondern – so gesehen – mit mehreren?
Ganz ehrlich?
Saugut!
Die Sache mit dem schlechten Gewissen habe ich im Griff. Meistens jedenfalls. Ich bin inzwischen Weltmeisterin im Lügen und Alibis erfinden, und Rico Sand in die Augen zu streuen, damit er nicht merkt, was ich hinter seinen Rücken treibe, ist lächerlich einfach.
Klingt alles gut, nicht wahr?
Aber ist es das wirklich?
Eigentlich nicht. Nicht, wenn ich absolut ehrlich bin.
Alles verrutscht mir so nach und nach. Marc hat sich getrennt, und offen gesagt, bin ich daran selbst schuld. Es ist nicht daran zu rütteln, ich habe genau das getan, was er mir unterstellt hat: ihn mit seinem besten Freund und Geschäftspartner betrogen. Und nein, ich stelle mir nicht die Frage, ob man eine Affäre überhaupt betrügen kann, wirklich nicht!
Eine Kurzschlussreaktion. Am Anfang jedenfalls. Weil Dirk es mir so herrlich leicht gemacht hat, mich ihm hinzugeben. Weil der nie lange fragt, sondern einfach nimmt. Und darauf fahre ich nun mal ab. Hinzu kommt, dass er so zahm ist im Umgang mit mir. Also vorerst noch.
So habe ich mich mit ihm getroffen. Ein paar Mal. Aber ich halte es unverbindlich, ich lasse mich nicht wirklich auf ihn ein.
Erst ist es gewesen, weil ich nicht über Marc hinweg war. Doch ist es wieder Dirk gewesen, der mir gewaltsam die Augen geöffnet hat. Er hat es mir gezeigt – wortwörtlich. In der Faschingsnacht im Starlight, in der Disco, in der er Marc und ich uns damals kennengelernt haben. Marc mit seiner Ex Beate …
Das endgültige Aus.
Das kann ich nicht mehr ändern. Aber ich bin auf den Geschmack gekommen, ich will nicht mehr die brave liebe Hausfrau sein. Auch wenn ich immer noch vor Dirk zurückschrecke – ich brauche wieder einen Liebhaber.
Meine Freundin Gundi ist da mehr als hilfreich. Sie hat mich sozusagen an Tony vermittelt. Antonio Mezzina, der in einem ähnlichen, sexuellen Notstand lebt, wie ich. Und so haben wir uns getroffen, wir haben es miteinander getan.
Anfangs ist es nicht so berauschend gut gewesen, ich bin enttäuscht und ziemlich unbefriedigt aus der ersten Nacht gegangen. Aber das zweite Date? Mag die Örtlichkeit noch so ungewöhnlich gewesen sein – wir haben uns in einem Kiosk der Feuerwehr am See getroffen – der Sex war umwerfend. Und Tony? Der ist jetzt auf alle Fälle im Rennen …
Nur, was mache ich mit Rico?
Seitenlang heule ich mich in meinem Computertagebuch aus, schreibe hinein, wie unglücklich ich bin. Wie unbefriedigend meine Ehe ist. Weil ich mich einfach nicht mehr selbst belügen kann. Ich gehe langsam aber sicher vor die Hunde – und ewig kann ich nicht so weitermachen.
Ich liebe Rico. Zumindest glaube ich, dass ich es noch tue. 13 Jahre Ehe wirft man nicht so einfach weg. Und doch denke ich immer öfter darüber nach, mich von ihm zu trennen. Wenn nur die Kinder nicht wären …
Und jetzt?
Ich weiß es nicht. Es gibt so viele Baustellen in meinem Leben, ich verliere langsam die Übersicht. Mein Bauchgefühl sagt mir, ich steuere offenen Blickes in eine gewaltige Katastrophe. Doch was soll ich sagen?
Ich weiß nicht einmal, ob ich es verhindern will.









Ja liebe Bree....es kommt wie es kommen soll...entweder mit einem knall und alles ist gut...oder alles geht vor die Hunde 🖤
Oh wow, was für ein buntes Potourri von Affären hat Bree da innerhalb von einem Jahr(oder etwas mehr) angesammelt.. und der gehörnte Ehemann hat absolut NIX mitbekommen.. und selbst die Kinder sind ahnungslos und haben nie eine brisante Szenerie gestört(so oft es Sabrina auch schon dolle zuhause getrieben hat).Ich persönlich hätte ja gedacht,dass Marc wieder auf der Bildfläche auftaucht- so wie der anfangs von Gleichgesinnten/Seelenverwandtaschaft /bla geredet hat - aber joa,mal sehen wie es weitergeht; bin auf jeden Fall gespannt😅👍🏼🙏🏼
Oje, oje. Ehrlich gesagt tauschen möchte ich mit Bree nicht. Emotionales Chaos im Kopf und im Herzen 🙈🙄🙃 ich bin gespannt ob sich das mit gutem Ende lösen wird 🤷♀️🙈🤗🤭