My Idol

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Summary

Cheng Xi ist Bodybuilder, muskulös und gut aussehend, allerdings bald broke. Da macht ihn ein Freund darauf aufmerksam, dass seine Agentur noch Bodyguards sucht. Während Cheng Xi und das Idol Li Yue sich näherkommen, bahnt sich ein Skandal an. Eine Kollegin behauptet, von Li Yue sexuell belästigt worden zu sein. Als seine Fans zu ihm halten, kommt es zum Eklat, als sie mit Fotos offenbart, dass er eine schwule Liebesbeziehung zu seinem Leibwächter hat. Li Yues Management, das die Karriere ihres Top-Idols in Gefahr sieht, feuert Cheng Xi. Als Li Yue erkennt, was er eigentlich empfindet, könnte es bereits zu spät sein.

Status
Complete
Chapters
15
Rating
5.0 2 reviews
Age Rating
18+

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue!

Er strich über die makellose, weiße Haut, die unter der Berührung seiner Fingerspitzen erzitterte. Ein unterdrücktes, lustvolles Stöhnen ließ sein Innerstes erbeben. 

Cheng Xis Blick glitt über die gespreizten Beine und den Schambereich, in dem sich eine beeindruckte Pracht aufbäumte, weiter hinauf.

Die schmalen Hüften zuckten und die breite, sehnige Brust bebte unter dem kräftigen, pulsierenden Herzschlag. Der Mann vor ihm hatte sein Gesicht mit den Armen bedeckt, Cheng Xi konnte aber die Tränen sehen, die seine Wangen hinunterliefen und auf den Boden tropften.

Seine Hand glitt an dem Körper nach oben, strich sanft über das wirre schwarze Haar und drückte die Arme leicht nach unten. Dunkle, gerötete Augen sahen ihn an. Der Mann, der so jung wirkte, aber in Wirklichkeit ein Jahr älter war als er, keuchte.

Er biss sich auf die Fingerknöchel, als Cheng Xi sich bewegte, und gebrochene, raue Töne entrangen sich seiner Kehle. Cheng Xi bedeckte die tränennassen Augen mit sanften Küssen, wanderte über seine Nasenspitze und den Mundwinkel, bevor er ihm einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund gab.

Er verflocht seine Hand mit der des Mannes und brach mit seiner Zunge die Barriere seiner Lippen auf. Unter das lustvolle Stöhnen ihres aufreizenden Kusses mischten sich Töne des Schmerzes.

Cheng Xi wurde heftig in die Unterlippe gebissen, als er sich zu sehr gegen die enge hintere Öffnung drängte. Der Mann zischte, kurz darauf wand er sich und rückte etwas von ihm ab, aber Cheng Xi zog ihn wieder an sich. Er hob seine Hüfte und massierte mit beiden Daumen die zarte, rosa Blüte, bevor er begann, sie langsam zu dehnen.

„Au!“ Cheng Xi hielt kurz inne, bis die Welle des Schmerzes verebbte, dann drang er sacht weiter ein, wobei er jedes Mal kurz verharrte, wenn eine erneute Welle des Schmerzes den Mann überrollte.

Im Schein des gedimmten Lichts sah er die nackte Haut unter der Schicht aus Massageöl glänzen. Die Haut unter seinen Fingern war weich und heiß. Als er es kaum noch aushielt, drängte er sich gegen die winzige Öffnung, die er geschaffen hatte.

Noch bevor der erste Protest kam, drang er weiter ein. Mit einer Mischung aus Lust und Schmerz bog sich der Mann ihm entgegen und zog sich wieder zurück. Dieses Katz-und-Maus-Spiel würde er nicht lange durchhalten. Cheng Xi nahm den Mann bei den Hüften, hob ihn an und drängte sich hinein.

Der Mann keuchte, doch Cheng Xi ließ ihm keine Zeit zum Nachdenken. Er kreiste seine Hüften und begann, sich in ihm zu bewegen. Das Gefühl der hitzigen Enge, die ihn umschlang und liebkoste, ließ ihn aufkeuchen. Ein tiefes, kehliges Stöhnen entfuhr ihm. Er stieß erneut zu.

Die Stimme des Mannes klang klar und hell wieder. Nach kurzer Zeit bewegten die beiden ihre Hüften im rhythmischen Tanz. Cheng Xi intensivierte das Tempo, dominierte seinen Partner und entlockte ihm einen Singsang aus Wollust und Schmerz.

Er spürte, wie sich Welle um Welle der Lust in ihm staute, sich überschlugen und ihn unter sich begruben. Seine Stöße wurden intensiver, fordernder, während er den heißen Schaft des Mannes massierte. Der pulsierte und zuckte.

Als ihn die tosende Flut der Lust einholte und mit sich fortspülte, spürte er, wie sich der heiße Same auf seiner Hand und seiner Brust verteilte. In dem Wirrwarr seiner Gedanken, die sich erst wieder neu ordnen mussten, stellte er sich eine Frage:

Wie zum Teufel war es so weit gekommen?


Einige Wochen zuvor:

„Ich könnte mich dir gut als Bodyguard vorstellen, ich mein ja nur!“

Cheng Xi rieb sich den Kopf. Er bezweifelte, dass das eine so gute Idee war, aber nun war er schon mal hier. Vor zwei Wochen hatte er seinen Job als Trainer in einem kleinen Fitnessstudio verloren.

Er selbst hatte als Kind dort angefangen zu trainieren und war aus Pflichtgefühl geblieben. Jetzt aber musste der alte Mann, der keinen neuen Pächter gefunden hatte, den Laden leider schließen.

Cheng Xi war so gut wie pleite, er brauchte dringend einen Job. Nur ohne jegliche Erfahrung gestaltete sich das in einer Stadt wie Shenzhen schwierig. Zu viele Menschen, viel zu viele Qualifizierungen für zu wenig Arbeit.

„Zhang Xiangsheng?“

„Ja, hier!“, rief Cheng Xi und stand auf. Der Mann, der ihn aufgerufen hatte, nickte und musterte ihn dann für einen Moment. Verstecken musste sich Cheng Xi sicherlich nicht. Er hatte sein Leben lang trainiert: Bodybuilding, Kampfsport, Fitness. Sein Körper war gestählt und seine Muskeln sehnig.

Sollte das hier nicht klappen, hatte er schon ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, sich in den Social Media selbstständig zu machen. Anscheinend wurden gerade halbnackte Muskelprotze gefeiert wie Stars. Er verbeugte sich vor dem angegrauten älteren Herren und folgte ihm durch die Räumlichkeiten von Chengxing Entertainment.

Chengxing Entertainment gehörte zu den führenden Firmen in Hinblick auf Talentmanagement, Produktion und internationale Vermarktung ihrer Talente. Sänger, Models, Schauspieler.

Das Gebäude war ein Gigant aus Glas und Stahl. Modern, aber kühl. Cheng Xi wurde in ein weiteres kleines Büro geführt, wo sich der Herr hinter seinen Schreibtisch setzte und die Unterlagen durchging, die er mitgebracht hatte. Auf dem Tisch stand ein Schild mit dem Schriftzug Ye Hong.

„Sie haben ein einwandfreies Führungszeugnis. Führerschein, sind körperlich und geistig gesund. Ich sehe, Sie haben Kampfsport gemacht?“ Der Mann sah auf. Cheng Xi lächelte und nickte.

„Das ist richtig“, antwortete er nervös. Seine Handinnenflächen wurden schweißnass.

„Sie beschützen unsere Idole nicht mit körperlicher Gewalt. Im Gegenteil, sie müssen einen kühlen Kopf bewahren. Situationen einschätzen und ruhig bleiben“, erklärte der Mann. Er hatte seine Brille auf die Nasenspitze geschoben und sah Cheng Xi über den Rand hinweg an. Die Hand mit dem Stift, mit dem er sich Notizen machte, gestikulierte ausschweifend. Cheng Xi nickte.

„Ich verstehe. Ich habe noch nie ein Problem mit Gewalt gelöst“, versicherte er schnell. Er war wirklich noch nie mit dem Gesetz oder anderen in Konflikt gekommen.

„Sie haben die nötige körperliche Fitness und sind psychisch stabil. Erste Hilfe können sie auch leisten. Wie ich sehe, haben Sie eine Ausbildung zum Polizisten absolviert. Warum haben sie nicht in diesem Bereich weitergearbeitet?“ Ye Hong sah ihn an.

Cheng Xi rang sich ein nervöses Lächeln ab. Wie sollte er erklären, dass er ein ruhiges Leben, in dem er einfach nur den ganzen Tag im Studio saß, trainierte und TV sah, dem Leben eines Polizisten, dem Stress auf der Stirn tätowiert war, vorgezogen hatte? Er hatte ja nicht geahnt, dass der alte Mann das Studio schließen würde.

„Ich wollte einem Freund helfen. Ich fühlte mich verpflichtet, mich für seine Hilfe zu revanchieren. Allerdings musste er das Studio schließen und zieht zu seinen Kindern auf das Land“, erklärte Cheng Xi. Das war zumindest nicht gelogen, versicherte er sich selbst.

„Ich sehe, Gao Xiangsheng hat sie vorgeschlagen!“

„Ja, wir haben uns auf der Polizeiakademie kennengelernt“, fügte Cheng Xi hinzu. Der ältere Herr musterte abwechselnd ihn und die Unterlagen.

„Sie scheinen sozial kompetent zu sein. Die meisten, die hier mit einem Abschluss im Militär oder privaten Sicherheitsbereich auftauchen, sind kalt wie Eis. Doch unsere Idole brauchen keinen eisernen Schrank, sie brauchen jemanden, auf den sie sich verlassen können. Nicht nur in brenzligen Situationen, sondern auch menschlich“, erklärte der Mann und schob seine Brille wieder hoch.

„Ich denke, wir können uns eine Zusammenarbeit vorstellen, Zhang Xiangsheng“, sagte er freundlich. Innerlich jubelte Cheng Xi. Auf Gao Xiao Zhi war eben einfach Verlass. Er würde ihn das nächste Mal zum Trinken einladen, wenn er wieder frei war.

„Holen Sie sich auf dem Rückweg bitte alle nötigen Formulare und Unterlagen ab, die wir noch ausgefüllt benötigen. Berufskleidung wird ihnen gestellt, und sobald alle Gespräche beendet sind, werden sie mit allen anderen zu einer kurzen Einweisung eingeladen“, erklärte der Mann.

Cheng Xi nickte. Er war überglücklich und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus.


Eine Woche später war es dann so weit. Cheng Xi musste sich an das Gefühl des schwarzen Anzuges und der schusssicheren Weste erst noch gewöhnen, aber er musste zugeben: Der Schnitt schmeichelte seinem muskulösen Körperbau.

„Zhang Xiangsheng, ich habe Sie schon erwartet!“, holte ihn eine Stimme aus seinen Überlegungen. Cheng Xi sah auf. Sein direkter Vorgesetzter, Chef der Sicherheitsabteilung der Schauspieler, Models und Sänger, begrüßte ihn freundlich.

Chen You Lun war der Schrank, von dem Ye Hong gesprochen haben musste. Es war weder abwertend noch übertrieben, ihn quadratisch zu nennen. Er war ein Schwergewicht, muskelbepackt, mit kurzen Haaren und Armen wie die eines Baumes.

Aber als er lächelte, kam Cheng Xi nicht umhin, in dem Grizzly einen Teddybären zu sehen. Er grüßte ihn zurück. Chen You Lun war nicht sein Typ. Er mochte zwar durchaus Männer mit Muskeln, aber er bevorzugte einen athletischen Körperbau. Da Cheng Xi zumeist derjenige war, der das Bett dominierte, ließ er sich eher selten auf jemanden ein, der ihm körperlich derart überlegen war.

You Lun führte ihn in einen Meetingraum, der nicht benutzt wurde. Die Glasfront ließ den Raum hell und freundlich wirken. Ein langer Tisch und zwei Dutzend Stühle drumherum standen darin. Es gab einen Projektor, der von der Decke hing. Ein Whiteboard und diverse Aktenschränke.

You Lun setzte sich und gab Cheng Xi ein Klemmbrett mit einigen abgegriffenen Blättern darauf.

„Die Verschwiegenheitsklausel und den ganzen Krimskrams haben sie ja schon ausgefüllt. Das ist ihr neuer Schützling“, sagte er und zeigte auf das Klemmbrett. Cheng Xi warf einen Blick darauf.

Das Gesicht eines Mannes, der direkt aus dem Himmel hätte kommen können, sah ihn an. Er lächelte leicht in die Kamera und Cheng Xi bekam schon vom Foto weiche Knie.

Li Yue hatte als Tänzer und Sänger einer Boyband angefangen. Aber aufgrund seines Talentes schlug er eine Solokarriere als Sänger ein. Nebenher modelte er für diverse Brands und Schmuckhersteller und war ebenfalls ein gefragter Schauspieler. Mit siebenunddreißig Jahren war er ein Jahr älter als Cheng Xi, sah aber bei Weitem nicht so aus.

Sein junges Gesicht hatte etwas Reines, Unschuldiges. Doch in seinen Augen lag die Reife und Erfahrung eines Erwachsenen.

„Li Yue gehört zu den Wunderkindern dieser Firma. In jüngster Vergangenheit hat sein langjähriger Leibwächter wegen familiärer Verhältnisse gekündigt“, klärte You Lun ihn auf. Cheng Xi nickte, als er die Liste der Agenturen, Alben und Dramen durchging, in denen Li Yue mitgewirkt hatte.

„Lassen Sie mich Ihnen im Groben erklären, was ihre Aufgaben sein werden. Sie können aber jederzeit bei Fragen auf mich zukommen“, sagte You Lun und stützte sich auf dem Tisch ab.

„Sie werden ihren Schützling überall abholen und hinfahren, dafür sorgen, dass er vor Fans und Paparazzi geschützt ist und nichts Dummes anstellt. Allerdings ist Li Yue ziemlich pflegeleicht. Ihn interessiert außer seiner Karriere ohnehin nichts. Nicht mal den Hauch einer Affäre seit über zwanzig Jahren Showbiz“, erklärte er.

„Termine und Planungen verwalten seine Manager. Sie werden auf ihr Diensthandy nur die Daten der Orte bekommen, wo sie als Nächstes zu sein haben. Bei Fanmeetings sorgen Sie bitte für einen gewissen Abstand. Geschenke müssen überprüft werden. Befinden sich schädliche Substanzen an oder in den Geschenken? Waffen, Kameras und so weiter.“

Cheng Xi nickte und zeigte, dass er zuhörte und aufmerksam You Luns Erklärungen verfolgte.

„Sie werden die meiste Zeit, die sie unterwegs sind, nicht allein arbeiten, allerdings sind sie als persönlicher Leibschutz eingestellt. Das beinhaltet nicht nur, während Li Yues Arbeitszeiten vor Ort zu sein, sondern sich auch um privatere Dinge zu kümmern. Sie sollten frühmorgens sein erster und abends sein letzter Ansprechpartner sein und ihm das Gefühl von Sicherheit vermitteln“, schloss You Lun seine Erklärung.

Cheng Xi nickte erneut. Tatsächlich hatte Xiao Zhi ihm schon eine ausführliche Einweisung in seinen neuen Job gegeben. Im Austausch für eine ziemlich heiße Nacht.

Gao Xiao Zhi würde es zwar niemals offen zugeben und datete seit Jahren erfolglos Frauen, doch wenn er die Gelegenheit bekam, ließ er sich nur zu gern von Cheng Xi vögeln.

You Lun erhob sich und zeigte Cheng Xi, ihm zu folgen. Sie verließen das Zimmer und betraten die Eingangshalle. Gläserne Fahrstühle bewegten sich elegant an dem Gebäude aus Glas und Stahl auf und ab. Einer der Lifte kam schnurstracks auf das Erdgeschoss zu und öffnete sich vor ihnen. You Lun lächelte und zeigte auf den Mann, der hinauskam.

„Zhang Xiangsheng, das ist ihr neuer Schützling. Li Yue!“, stellte sein Chef ihn vor. Der Mann, der gerade aus dem Fahrstuhl trat, sah Cheng Xi nur kurz an.

„Aha!“, war alles, was er zu sagen hatte, bevor er sich wieder abwandte und an Cheng Xi vorbeiging. Der Blick wirkte gelangweilt, teilnahmslos. Trotzdem wirkte er mit der perfekt aufeinander abgestimmten Kleidung, dem Make-up und seiner kühlen Art wie das perfekte Idol. Li Yue blieb vor der Tür noch einmal stehen und sah zurück zu Cheng Xi.

„Wenn ich bitten dürfte, Herr Bodyguard“, bemerkte er schnippisch und wies auf die grölende Masse vor den Türen von Chengxing-Entertainment.

Cheng Xi war mit wenigen Schritten an seiner Seite. Obwohl Li Yue ein Jahr älter war als er, überragte Cheng Xi ihn doch um mindestens einen Kopf. Ihre Blicke trafen sich: kühle Distanziertheit auf aufkeimende Mordlust.

Natürlich hatte Ye Xiangsheng jemanden mit ausreichend Sozialkompetenz gesucht, Li Yue hatte offensichtlich keine. Cheng Xi seufzte innerlich, bevor er die Tür zu der schreienden Meute aufstieß und Li Yue mit seinem Körper vor den aufdringlichen Fans schützte. Na, das konnte ja noch heiter werden.