TIDAL OBSESSION: Devoured by Darkness band 2

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Summary

Band 2 der Gods of the Abyss-Reihe „Ich will nicht nur sein Verlangen. Ich will seine Ewigkeit. Und ich werde jede Kehle durchschneiden, die zwischen mir und seinem Thron steht." Lyra war immer nur die zweite Wahl. In Poseidons Reich war sie die Gespielin, die weggeworfen wurde, als das "echte" Glück einzog. Doch Lyra hat eine Lektion gelernt: Wer geliebt werden will, muss bitten. Wer herrschen will, muss zerstören. Sie hat den Ozean verlassen, um sich den Herrscher der Unterwelt zu holen. Hades. Er ist alles, was sie begehrt - grausam, mächtig und gezeichnet von glühenden Runen. Doch zwischen Lyra und ihrem Ziel steht ein Hindernis: Seine göttliche Gemahlin. Eine Frau, die den Platz einnimmt, der Lyra zusteht. Eine Königin, deren einzige Schuld ihre Existenz ist. Lyra ist bereit, alles zu opfern. Ihre Menschlichkeit, ihre Seele und das Blut einer Göttin. Während sie sich in Hades' Bett und sein Herz schmeichelt, plant sie im Stillen den perfekten Mord. Sie wird nicht eher ruhen, bis die rechtmäßige Königin im Staub der Unterwelt verrottet und Lyra selbst zur unantastbaren Gemahlin des Todes aufsteigt. Hades glaubt, er spiele mit ihr. Er ahnt nicht, dass Lyra bereits die Klinge schärft, die seinen Palast für immer säubern wird. Besessenheit. Blut. Verrat. Lyra kämpft nicht um Liebe - sie kämpft um die Krone der Unterwelt.

Status
Complete
Chapters
32
Rating
n/a
Age Rating
18+

Leseprobe: Tidal Obsession - Devoured by DarknessI

In den schimmernden Hallen des Meeres war ich einst eine der Frauen, die das Glück aus der ersten Reihe betrachteten. Ich war Poseidons Gespielin – diejenige, die lachte, während andere knieten.

Ich genoss die Privilegien, die Macht und die Grausamkeit, mit der er sein Reich führte.

Doch Götter sind wankelmütig.

Und ich musste zusehen, wie der Mann, dem ich meine Loyalität geschenkt hatte, sein Herz an eine andere verlor.

Ich war nicht länger die Favoritin.

Ich war nur noch eine Erinnerung an eine Zeit, die er hinter sich lassen wollte.

Während der Ozean sein neues Gold feierte und Wunden heilten, die ich lieber offen gesehen hätte, traf ich meine Wahl. Ich wollte kein Mitleid und erst recht keine Gnade.

Ich wollte eine Tiefe, die selbst Poseidon fürchtete.

Ich habe das Licht des Meeres gegen das ewige Feuer des Abgrunds getauscht.

Die Klinge oben in der Welt der Lebenden war mein Schlüssel.

Mein Blut die Maut.

Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht; das Braun meiner Zeit am Hofe war fast verschwunden.

Die Spitzen waren mittlerweile schneeweiß – ein Souvenir von jedem Mal, das Hades meine Seele zurück in das Leben gestoßen hatte.

Er dachte, er könne mich bändigen, indem er mich verbannt.

Er begriff nicht, dass er mir damit nur zeigte, wie sehr er mich bereits fürchtete.

Ich fand ihn im Thronsaal der Unterwelt. Hades.

Der Gott, der in den Schatten steht, während sein Bruder im Licht badet.

Er saß dort oben, die blauen Runen auf seinem massiven Körper glühten in der Finsternis wie Warnsignale.

Er sah mich nicht an, doch seine Aura drückte mich fast zu Boden.

Ich sank vor ihm auf die Knie.

„Du bist zurück", grollte er, und seine Stimme löste ein Beben in mir aus. „Suchst du hier den Trost, den mein Bruder dir verweigert hat, Lyra?"

„Ich suche keinen Trost, Gebieter", flüsterte ich und sah zu ihm auf.

Meine hellblauen Augen brannten vor einer Hingabe, die keinen Stolz mehr kannte.

„Ich suche die Zerstörung. Deine Zerstörung."

Hades beugte sich vor.

Seine Hand schoss vor und packte mein Kinn mit einer Dominanz, die mir den Atem raubte. Sein Griff war hart, fordernd.

In seinen dunklen Augen sah ich das verbotene Verlangen – er wusste genau, wer ich war.

Er wusste, dass ich die Sünde seines Bruders war.

Und er wollte mich trotzdem.

Gerade als die Luft zwischen uns zu brennen begann, hörte ich es.

Ein langsames, rhythmisches Schleifen von Stoff auf Obsidian.

Hades ließ mich abrupt los.

Seine Miene wurde augenblicklich zu Stein.

„Hades? Bist du dort? Es ist so furchtbar dunkel hier drin..."

Dort am Ende der Halle stand sie.

Seine Gemahlin.

Sie wirkte so gewöhnlich, so unerträglich langsam.

Eine Frau, die nur im Weg stand, während ich bereit war, für eine einzige Berührung dieses Gottes zu sterben.

Ich senkte den Kopf und zog mein Tagebuch hervor.

Während sie näher schlürfte, schrieb ich mit zitternden Fingern hinein:

„Lass sie deinen Namen tragen, Hades. Aber ich bin diejenige, die deinen Puls beherrscht.

Ich war die Gespielin eines Gottes, aber ich werde die Besessenheit eines Königs sein."