Dark Rose - You are mine

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Summary

„Sie war seine größte Schwäche. Jetzt ist sie seine Frau.” Rosalia Caruso wusste, dass ihre Familie eines Tages über ihr Leben bestimmen würde. Aber nicht, dass sie ausgerechnet IHN heiraten muss – Emilio Cavanelli. Sohn des größten Mafiaoberhauptes der ’Ndrangheta. Der Mann, der sie erst lieben ließ und dann zerstörte. Jahre später steht er wieder vor ihr – kalt, unnahbar und gefährlicher als je zuvor. Jetzt trägt sie seinen Namen. Teilt sein Haus und seine Welt. Er sollte ihr Feind sein. Der Mann, vor dem sie sich schützen muss. Doch jede Berührung reißt alte Wunden auf. Jeder Blick zwischen ihnen erinnert sie daran, dass manche Gefühle nie sterben. Nicht einmal dann, wenn sie einen vernichten.

Status
Ongoing
Chapters
13
Rating
5.0 2 reviews
Age Rating
18+

Prolog

Meine Beine tragen mich immer weiter fort – tiefer in den Wald hinein. Das trockene Laub knistert unter meinen Schuhen. Der herbstliche Wind wirbelt meine Haare auf und peitscht sie mir trotz des Zopfes ins Gesicht. Meine Lungen brennen und fühlen sich an, als würden sie kollabieren. Wie lange renne ich bereits? Aus Angst, erwischt zu werden, habe ich völlig die Zeit vergessen. Weshalb ich abrupt stehenbleibe und mir einen Moment der Ruhe gönne.

Auch wenn das Wissen, nur die kleinste Pause einzulegen, mich zu Fall bringen kann. Gierig ziehe ich die Luft ein und stoße sie aus. Hektisch sehe ich durch die Dunkelheit der Nacht, um meine Orientierung nicht zu verlieren. Eine Kälte, die andeutet, dass er hier irgendwo lauert, kriecht mir langsam den Rücken hoch. Wachsam setze ich einen Fuß vor den anderen, versuche, so leise wie möglich zu sein. Laut den weißen Markierungen an den Bäumen befinde ich mich noch innerhalb des Spielbereichs. Trotzdem fühlt es sich an, als hätte ich vollkommen die Orientierung verloren. Ein Knacken irgendwo hinter mir lässt mich zusammenzucken und innehalten. Gespannt lausche ich, während mein Atem hektisch meine Lungen verlässt und ich meine Augen schärfe, um die Gefahr erahnen zu können. Nur meine Atmung ist zu hören und behindert jedes Geräusch, das ihn ankündigen könnte.

Ich fahre herum, als ich ein weiteres Knacken höre. Nicht weit von mir erkenne ich den schwarzen, großen Umriss zwischen zwei Bäumen. Er ist so nah, dass ich ihn beinahe auf mir fühlen kann. Spielerisch legt er seinen Kopf schräg, um mir zu signalisieren, dass ich laufen soll. Seine Stimme schwirrt in meinem Kopf herum, so klar, als würde er direkt neben mir stehen.

»Lauf!«

Da ich ihn kenne und weiß, wie das Spiel läuft, drehe ich mich um und nehme erneut die Beine in die Hand. Aufregung und Angst zirkulieren gleichermaßen durch meinen Körper. Getrieben von Instinkten und dem harten Verlangen nach mehr werde ich immer schneller. Dennoch reicht es nicht, denn mit ein paar großen Schritten ist er bereits hinter mir. Seine Hand umfasst meine Taille und ringt mich nieder. Während ich in das Laub falle, entweicht meiner Kehle ein Schrei. Sofort ist er auf mir und legt seine Hand auf meinen Mund, um die Laute zu ersticken. Binnen Sekunden bringt er meine Hände über meinem Kopf zusammen und drückt sie in die Erde. Er trägt eine schwarze Maske, durch deren Schlitz man nur seine Augen sehen kann. Seine Iriden, die in der Dunkelheit noch viel schwärzer aussehen, als sie sind, halten mich gefangen und sagen mir stumm, dass ich nicht weiterkämpfen soll. Langsam nimmt er seine Hand von meinem Mund, um sie an seine Maske legen zu können. Er schiebt sie hoch auf seinen Kopf. Zum Vorschein kommt sein arrogantes und viel zu dunkles Lächeln. Und ich weiß: Er wird mich bestrafen und gleichzeitig so berühren, wie nur er es kann. Sein heißer Atem streift meine Wange, während er sein Gesicht dicht vor meines bringt.  

»Hab ich dich, kleines Lämmchen.«