Kapitel 1
In meinem Zimmer ist es nach wie vor Dunkel während draußen schon längst die Sonne scheint. Mein Zimmer, isoliert von Licht und den Stimmen die draußen zu vernehmen sind, hier verbringe ich 90% meiner Zeit.
Ich, Hwang Hyunjin, bin momentan 17 und emotional nicht so richtig standhaft. Das ich selbst das einsehe, ist selten.
Meine Eltern die ständig nur streiten und mein Onkel der in Amerika chillt. Das ist meine einzige Familie.
Meine Augen liegen Müde auf der Decke und verweilen dort die Zeit,die ich sowieso nicht besser zu verwenden wüsste.
Ich habe letzte Nacht nicht geschlafen, auch wenn dies doch eigendlich, meine liebste Beschäftigung ist.
Gestern gingen die beiden viel zu weit.
Ich drehe mich zur Wand und seufze sanft, ich bin es tatsächlich immer noch nicht gewohnt. Wie soll man sich auch an erhobene Stimmen und Sachen, die fliegen, gewöhnen? Als Einzelkind ist es die Hölle auf Erden.
Deshalb ist es umso besser dass mein Erzeuger wegen der Arbeit ein weiteres Mal eine Woche in Mexiko ist.
Ich schloss meine Augen, wir haben Wochenende, ich kann weiter schlafen.
Das ist Vorteilhaft.
Jedoch kann ich nicht lange weiter so liegen, die Stimme meiner Mutter ist von unten zu vernehmen.
„HWANG HYUNJIN!", ruft diese und lässt mich ein wenig zusammen zucken,: „FRÜHSTÜCK!"
Mein Blick wandert langsam zur Tür, ihre Worte sind selbst dadurch noch lauter als nötig zu vernehmen.
Langsam stehe ich auf und strecke mich bevor sich einen kurzen Seufzer raus lasse und die Treppe nach unten verwende.
Das Haus liegt seit Heute morgen um 4 in Kompletter Stille, die gerade eben gebrochen wurde.
Meine Mutter hat anscheinend alles aufgeräumt was gestern kaputt gegangen war, denn es ist wieder sauber.
Sie sitzt still am Tisch mit zwei Tellern Rührei und Speck, für uns.
Ich geselle mich neben sie mit meinem üblichem nichts-sagenden Gesicht und gucke auf den Tisch, Augenkontakt vermeidend.
Es ist zwischen uns still als ich mir meinen Teller nehme und apetitlos im Essen rumstocherte.
Hunger habe ich sowieso nicht, außerdem weiß man nie ob diese Hexe es vergiftet hat.
Ich merke ihren genervten Blick auf mir und gucke vorsichtig zu ihrem Gesicht auf.
„Ist dir gar nichts aufgefallen?", fragt sie, ihr Blick kalt und durchdringend.
Ich schlucke kurz bevor paar Wörter meinen Mund verlassen: „Du hast aufgeräumt?", frage ich mit unsicherer leiser Stimme.
Sie nickt und schluckt eine weitere Gabel mit Rührei: „Richtig. Immer muss ich alles alleine machen. Ihr seit alle zu nichts zu gebrauchen, das weißt du auch hoffentlich.", meint sie und fährt fort,: „Dein Vater am meisten. Immer muss er so fucking viel Alkohol trinken und dann gebt ihr mir die Schuld das wir streiten."
Ich gucke nur auf den Tisch, unsicher ob ich jetzt etwas sagen sollte. Jedoch halte ich meinen Mund und lasse sie reden, so wie ich es gewohnt bin.
"Gestern meinte er er will sich endlich Trennen. Gott, das wäre so schön, zu schade das wir noch warten müssen bis du aus diesem Haus raus bist.", seufzt sie und nimmt sich noch etwas nach.
Fragend gucke ich auf, zwar sie nicht stellend, jedoch versteht die alte mich.
"Weil du mir alleine zu viel Geld kostest.", meint sie, als wäre es das normalste der Welt und isst weiter.
Immer geht's ihr nur ums Geld.
Apetitlos schiebe ich mir eine Gabel rein, wenn es vergiftet wäre, wäre mir das egal.
Jedoch muss ich etwas essen wenn ich es schon in der Schule nicht mache.
Antworten auf ihre Aussage tat ich nicht, mir reicht es wenn ich darüber nachdenke.
Sie interessiert es sowieso nicht, für das, was ich gesagt hätte.
Nach dem Essen ging ich so schnell wie möglich in mein Zimmer.
Natürlich erst, nachdem ich meinen, sowie ihren, Teller spülte.
Als erstes setzte ich mich ans Fenster und machte den Rolladen hoch.
Sofort kam mir verdammt grelles Licht entgegen.
Ich hasse dieses Licht aber mein kleiner Kaktus braucht Licht.
Mein kleiner Kaktus Blaze. Er bedeutet mir mein Leben.
Ich pflege Blaze schon Recht lange, und er sieht recht gesund aus.
Ich habe ihn schon oft gezeichnet, die Bilder stehen bei den anderen ihm Schrank, da wo sie keiner sieht.
Ich zeichne super gerne, zeichnen ist auch einer meiner Leidenschaften.
Und ich würde sagen ich bin verdammt gut darin.
Mit das einzigste worin ich gut bin.
Ich setzte mich an meinen Schreibtischstuhl, da wo ich rausgucken kann. Im Garten der Nachbarn ist das Nachbarkind mit seinen Freunden.
Jisung, der Extrovertierteste der in dieser kleinen Nachbarschaft von Seoul existiert.
Seine Freunde, Felix, Minho, Jeongin und Bangchan chillen immerzu bei ihm- fast schon nervig wie laut sie manchmal sind.
Manchmal sehe ich sie zufällig.
Ja, das ist zufällig.
Außerhalb der Schule wo ich sie sowieso immer sehe.
Selber Mathe sowie Geschichts Kurs mit einigen von ihnen, bis auf Chan und Minho welche eine Stufe über uns sind.
Ich hab, so wie mit jedem, noch nie mit ihnen geredet.
Müde guckte ich auf meinen Tisch, ich hab noch Hausaufgaben welche ich erledigen muss.
Besser spät als nie.
Erzähler Pov:
„Ey Lix hilf auch mal mit. Du kannst nicht den ganzen Tag nur da sitzen.", ruft Chan durch den halben Garten.
Felix seufzt und steht genervt auf: „Ich hab gestern aber nicht so fett gefeiert das alles aufgeräumt werden muss bevor Jisungs Eltern kommen."
Chan guckt Felix einfach nur an, eigendlich am überlegen was er sagen sollte.
„Ja okay ich helfe ja schon.", gibt Felix nach bevor der älteste der Freundesgruppe den Mund nochmal aufmacht.
Chan lächelt und gibt ihm den Besen wärend er sich an die Küche macht und dort aufräumt.
Jisung wollte unbedingt eine Feier haben, und er lud absolut jeden den er kennt ein.
Nun hatte er aber komplett vergessen das seine Eltern aus dem Urlaub wieder kommen, und das in genau 2 Stunden.
„Leute ich hab uns Smoothie gemacht.", meint Minho und stellte das Tablett mit roten Smoothies auf den Tisch.
Jeongin guckt ihn an, riecht an einem und guckte zu wieder zu Minho: „Vergiftet?", fragt er bevor er es überhaubt probiert.
„Was denkst du von mir, du Spast?Trink es bevor ich's mir anders überlege."
Jeongin guckt ihn komisch an, aber entschließt sich schlussendlich, nachdem Chan versicherte es wäre nicht vergiftet, es zu trinken.
Jisung nimmt sich auch einen: „Du hast echt Vertrauensprobleme, was?", fragte dieser und trank einen Schluck.
Felix gesellte sich zu ihnen und setzte sich hin,: „Lass ihn lieber, sowas ist nicht lustig."
Jeongin hob eine Augenbraue: „Kann mich auch selbst verteidigen.", sagte er zu Felix.
Chan seufzt genervt: „Jeongin. Hast du deine Hausaufgaben schon gemacht?"
Angesprochener guckte zu Chan, und guckte diesen mehr als nur verunsichert an.
"Woher kommt das jetzt auf einmal mh? Ich bin kein Baby mehr!", ruft er und stellt sein Glas etwas lauter auf dem Tisch ab.
Chan lässt sich nicht provozieren und antwortet scharf: „Scheint aber so. Und bei deinen Noten bist du bald eine Klasse unter Jisung und Felix."
Jeongin lacht sarkastisch und meint,: "Du klingst wie mein Vater."
Jisung guckte währendessen zu Minho,: "Werden die beiden nie damit aufhören?", fragt er.
Minho schüttelt grinsend den Kopf,: "Wieso auch? Das ist Kino aus erster Reihe."
Felix guckt aufs Handy und steht wieder auf,: „Wir sollten so langsam mal weiter machen wenn Jisung keinen Anschiss will."
Jisung nickt und springt auf,: "Besser wenn nicht.", ruft er und rennt nach draußen.
Wie sie an einem Sonntag so laut sein können, nach einer Party so viel Energie haben, oder aus einem kleinem Thema eine Diskussion heraus bekommen, weiß keiner so Recht.
Aber laut Minho ist es Amüsant anzusehen, vielleicht kann sich Hyunjin deshalb auch nicht auf die Aufgaben konzentrieren, und schaut öfters hoch und aus dem Fenster raus.
Manche Menschen sind Interessant, manche nicht.
Und für Hyunjin macht die Ausstrahlung einiges aus.
Selbst wenn er keine Freunde hat, kann er den Charakter allein am Verhalten in den ersten Sekunden wenn er sie sieht, erkennen.
Etwas was nicht viele können, würde sein Onkel sagen.







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