Proloug - Die erste Begegnung
Mia
Der kühle Nebel der die Gasse in ein milchiges gewaber tauchte, machte mir nicht halb so viel aus wie die Kälte, die ihn begleitete.
Die Frau die neben mir stand hielt sie am Arm gepackt und wartete auf jemanden. Auf wen sie wartete das wusste ich nicht. Aber ich fror erbärmlich, kein Wunder die Frau hatte mich nur dünn Angezogen und aufgedonnert als würde ich auf eine Modenschau oder in die Discothek gehen. Die Kälte kroch in jeden Winkel meines schlanken Körpers.
Ich hatte einige Zeit bei der Frau gelebt, so wie andere auch. Doch immer wenn ein Mädchen weg war kam ein neues, so war das eben. Auch über das was, in der Zeit in der ich bei ihr gewesen war es verboten, zu sprechen. Die Einwilligung hierzu hatte sie von mir erzwungen, auf eine Weise die dem Mädchen nur vor Augen geführt hatte, dass ich eh nicht über die Dinge sprechen konnte, die mir widerfahren waren. Am Ende der Gasse tauchte eine Gestalt auf, die zunächst nur als Schatten erkennbar war und mir Angst machte. Ich vermutete, dass es ein Mann war, denn die Gestalt war großgewachsen und hatte breite Schultern. Die Gestalt bewegte sich im Schatten der Häuser und so blieb mir das Gesicht verborgen.
„ Da bist du ja ich dachte schon du kommst nicht.“ sprach die Frau mit leiser und dennoch eisiger Stimme.
„ Wäre ich auch um ein Haar nicht die Polizei sucht immer noch nach den Mädchen die letzte Nacht verschwunden sind. Du weißt nicht zufällig etwas darüber oder?“ sprach die Gestalt der eine unverkennbar helle und klare Männer Stimme gehörte.
„ Tja für jeden Verlust ein neu Gewinn.“ Sagte die Frau und in der Dunkelheit verzog sich ihr Gesicht zu einen Grinsen, dass ebenso gut eine Fratze aus einem Horrorfilm hätte sein können.
Die Frau drehte sich zu mir um und flüsterte Ihr noch drohend ins Ohr: „Denk immer daran sollte ich herausfinden das du Es ihm erzählt. Bist du Tod.“
Mein Blut gefror mir unweigerlich das in den Adern. Die Frau drehte mich um und übergab mich gemeinsam mit einer Mappe dem großgewachsenen und breitschultrigen Mann.
Der Mann verbarg immer noch sein Gesicht, doch ich fühlte sich nicht mehr so bedroht wie zu Beginn. Der Mann trat an meine die Seite und sagte erst mal nichts. Er machte nur eine Geste die mir bedeute ihm zu folgen und ich tat wie mir geheißen, denn wenn ich eins im Letzten Jahr gelernt hatte dann, dass ich besser tat was man mir sagte. Die Frau war gegangen und darüber war ich froh. Ich meine, dass sie weg war. Der Mann lief mit mir zum Ende der Gasse und als er um die Ecke bog sah ich zum ersten Mal das Gesicht des Mannes.
Er kam mir bekannt vor aber ich wusste nicht woher. Ein Kombi stand an der Straße
„Steig ein.“ waren die ersten Worte die er zu mir sagte und das klang gar nicht so befehlend wie ich es von der Frau gewohnt war, sondern eher wie eine Bitte die von seinem warmen und freundlichen Lächeln untermalt wurde.
Im Auto merkte ich die Müdigkeit und hatte Schwierigkeiten mich wach zu halten. Was anfangs zwar noch gelang aber im Laufe der Fahrt fielen Mir die Augen zu und ich schlummerte tief und fest. Ich spürte wie ich sanft angehoben und ein Stück getragen wurde, bis sie etwas Warmes und weiches umgab. Daraufhin sank ich wieder tiefer in den Schlaf.
Ich erwachte nach einem langen und erholsamen Schlaf, den ich bitter nötig gehabt hatte, denn die Frau hatte mich in den letzten Tagen so gut wie gar nicht schlafen lassen.








