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Spiel, Satz und Sieg

Zusammenfassung

Kathryn findet etwas heraus, dass ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Doch genau das gibt ihr den nötigen Auftrieb für sich zu kämpfen, aber wer wird gewinnen? (Janeway/Chakotay im siebten Jahr) [Romantik, Erotik, Humor]

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
5
Rating
5.0 (1 Bewertung)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Charaktere gehören Paramount.

Captain Kathryn Janeway, Kommandantin der USS Voyager seit sieben Jahren verschollen im Deltaquadranten hatte das dringende Bedürfnis etwas zu zerschlagen oder auf irgendjemanden einzuprügeln. Sie war auf dem Weg zum Holodeck 1 um ein Kampftraining mit dem Bat’leth und den dazugehörigen Klingonen zu absolvieren. Gestern war es auf den Tag sieben Jahre her, dass sie die Crew dazu verdammt hatte einen Heimweg von 70.000 Lichtjahren zu bewältigen. Zwar hatten sie in den sieben Jahren bereits 40.000 Lichtjahre mehr oder weniger erfolgreich bewältigt, aber dennoch mussten zu viele dafür ihr Leben lassen. Zuletzt hatte es Joseph Carey getroffen und nun waren vor kurzem auch noch Chakotay und Seven auf einem Planeten abgestürzt und es sah zunächst danach aus, als hätten sie nicht überlebt. Völlig in ihre Gedanken versunken betrat sie das Holodeck und stand plötzlich mitten in einem Quartier. Auf der Couch sah sie Seven und Chakotay die sich engumschlungen hatten und sich leidenschaftlich küssten.

Sie fühlte wie ihr alle Farbe aus dem Gesicht entwich und ihre Beine drohten ihr den Dienst zu versagen. Ihre Wut war augenblicklich verpufft und pures Entsetzen machte sich in ihr breit. Ihre Ziehtochter und ihr Krieger, die zwei wichtigsten Menschen an Bord, das durfte nicht wahr sein, das konnte einfach nicht wahr sein. Sie musste sich an der Wand abstützen um nicht zu Boden zu sinken. Kathryn hatte nie daran gezweifelt, welche Gefühle Chakotay ihr gegenüber hatte, aber ihn nun mit Seven zu sehen, war, als würde ihr das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten. Sie keuchte laut auf um die Schmerzen ertragen zu können.

Sevens Kopf schnellte zu ihr herum, als sie das Keuchen vernahm. „Captain…“ sie hatte nicht mitbekommen, dass jemand das Holodeck betreten hatte. Zu sehr war sie von den neuen Emotionen, die in ihr wüteten eingenommen. Schnell registrierte sie, dass es dem Captain offensichtlich nicht gut ging. „Captain, ich werde den Doktor rufen, ihre physischen Parameter befinden sich nicht auf einem normalem Niveau“ Seven stand von der Couch auf und ihre Hand bewegte sich Richtung Kommunikator. „Nein… Seven, ist schon gut“ hauchte Kathryn ihr entgegen und sank nun doch auf den Boden. Seven zog ihre Augenbraue empor „Computer, Programm beenden.“ Kathryn saß mit geschlossenen Augen auf dem Boden und versuchte sich zu beruhigen und kontrolliert zu atmen. *Wieso sagt er nichts* Sie blickte auf und stellte fest, dass außer ihr nur noch Seven anwesend war. Ihr Herz machte einen Sprung und eine kleine Welle der Erleichterung durchfuhr sie. Es war ein Hologramm, er war nur ein Hologramm. Ihr rasendes Herz und ihre Atmung beruhigten sich zunehmend, dennoch musste sie ein ernstes Wort mit Seven wechseln. Hologramme von Crewmitgliedern waren die eine Sache, aber von Führungsoffizieren das durfte sie nicht zulassen, vor allem nicht wenn es dabei um das persönliche Vergnügen ging.

„Seven geben sie mir einen Moment, dann müssen wir uns unterhalten“ Sie schloss noch einmal die Augen atmete ein paar Mal tief durch und erhob sich dann wieder. Dennoch fragte Seven sich was der Grund für den Zustand des Captains war. „Seven, ich weiß, dass sie beim Doktor Sozialunterricht haben und ich bin begeistert welche Fortschritte sie bisher machen…“ Sie erhob sich und ging einen Schritt auf die ehemalige Borgdrohne zu „…dennoch gibt es gewisse Dinge, die nicht in Ordnung sind. Wenn sie an einem Crewmitglied interessiert sind und den Kontakt zu diesem ausbauen wollen, dann sollten sie diese Person nicht als Hologramm erstellen, sondern im echten Leben auf sie zugehen.“ Kathryn fuhr sich mit einer Hand über die Stirn und sah ihrem Gegenüber dann eindringlich in die Augen „Vor allem dann nicht, wenn es um intime Erfahrungen geht.“ Seven zog erneut ihr Okkularimplantat hoch. „Sie meinen also ich sollte den Commander umwerben?“ Der Captain schluckte hart, ihre Augen weiteten sich entsetzt, das hatte sie ganz sicher nicht gemeint. „Nun, wenn sie an ihm interessiert sind, sollten sie ihn um ein Date bitten“ erneut bekam sie dieses beklemmende Gefühl in der Brust, als würde sie ersticken. Sie wollte Chakotay nicht verlieren, nicht an den Tod, nicht an eine andere Frau und ganz besonders nicht an Seven. Das Bild der beiden hatte ihr einen gehörigen Schrecken eingejagt. „Seven, sie sollten sich jemanden suchen an dem sie Interesse haben und von dem sie glauben, dass auch er oder sie interessiert ist.“ Irgendwie musste sie Seven von Chakotay doch wegführen können. „Ich weiß zufällig, dass es einen gewissen Fähnrich an Bord gibt, der sehr starkes Interesse an ihnen hat und auch der Doktor ist, wie sie wissen, ihnen sehr zugetan.“ Seven neigte den Kopf und legte ihre Stirn in Falten. „Der Commander scheint seit unserem Absturz auf Ledos auch ein Interesse an mir zu haben.“ Kathryn wurde ungeduldig und wusste nicht mehr was sie noch tun konnte, sie musste wohl oder übel, um Seven zu unterstützen, nachgeben. „Dann sollten sie es versuchen“ gab sie schließlich tief seufzend nach. Sie drehte sich um und verließ das Holodeck um in ihr Quartier zu gehen. Vergessen war das Kampftraining, genauso wie die Wut, wohingegen sich die Selbstvorwürfe nur eine andere Grundlage suchten. Warum hatte sie ihn nur immer wieder zurückgewiesen und hatte er wirklich Interesse an Seven? Hatte sie ihn jetzt endgültig verloren?


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