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Splitter

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Zusammenfassung

Ein Splitter ist klein. Klein und unbedeutend. Möchte man meinen. Aber dabei darf man das Gesamtbild nie aus den Augen verlieren. Olivia bekommt einen neuen Mitbewohner. Etwas an ihm ist anders, als an allen anderen Menschen, die ihr bisher begegnet sind. Er ist neu in der Stadt und sie zeigt ihm nicht nur ihre größte Leidenschaft, das Schlittschuhlaufen, sondern sie verbringen so viel Zeit gemeinsam, dass Olivia nicht merkt, wie sie sich immer weiter von ihrer Umwelt abschottet. So lange, bis es zu spät ist. Oder ist all das nur der Anfang von etwas viel Größerem? *** Diese Geschichte ist Teil des Lihambra Kosmos‘, in dem alle Erzählungen mehr oder weniger zusammenhängen Welche meiner Geschichten noch dazugehören? - Die Melodie der Drachen - Versteckte Ketten

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
17
Rating
4.8 (4 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Prolog

Sie sah sich selbst im Spiegel an. Sie war es eindeutig und doch war es nichts weiter als eine Abbildung ihrer Selbst. Ein Spiegelbild eben. Ihr Spiegel – Ich imitierte alle ihre Bewegungen. Aber sie kam nicht um die Frage herum, ob dieses Spiegelbild auch genauso gehandelt hätte wie sie. Wenn es Entscheidungen für sich selbst treffen konnte, wären es dieselben gewesen? War ihr Spiegel – Ich in dieser anderen Welt am Ende die bessere Variante ihrer Selbst? Jemand, der sich an ihre eigenen Vorsätze hielt, im Gegensatz zu ihr?

Oder nicht? War es wirklich nur eine andere Variante ihrer Selbst und existierte nur so lange, wie sie es selbst tat?

Das waren ihre eigenen Gedanken, die sie quälten. Wenn sie es auch wispernd taten, hörte sie sie. Sie hörte sie, aber verstand sie nicht. Es ergab keinen Sinn.

Ihr Verstand wurde ausgefüllt von dem Wissen, dass sie dieses Messer bräuchte. Erst wenn sie es getan hätte, könnte sie wirklich wieder sie sein. Sie war selbst wie ihr Spiegelbild, gefangen und nur existierend, so lange es diejenige gab, dessen Abbild sie war. Das wusste sie.

Und es gab nur einen Weg, dem zu entkommen. Wie sie frei sein konnte. Wie sie eine Freiheit erfahren würde, in die er sie führen könnte. Erst dort wäre sie ganz.

Sie hob das Messer an ihre Kehle, wandte den Blick dabei nicht von ihrem Spiegelbild ab.

Ein Teil von ihr wollte das nicht tun. Der kleine Teil, der wusste, dass das hier der Anfang vom Ende war. Der winzige Teil, der schon einmal kurz zu ihr gesprochen hatte. Kurz, aber intensiv. Sie hatte es verdrängt. Bis jetzt. Sie wollte es verhindern, mit aller Kraft. Ihr Arm, der die tödliche Waffe führte, zitterte. Als würde sie gegen eine andere, unsichtbare Kraft kämpfen, die ihren Arm unweigerlich auf ihre Kehle zuführte.

Aber da war niemand. Nur sie allein.


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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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