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Omega II - Ritual

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Zusammenfassung

Lan und seine Familie haben das Angebot vom Vampirkönig angenommen und ziehen ins Schloss. Aber als sie sich gerade im Schloss eingewöhnen und ihr neues Leben aufbauen wollen, zeigen Lans Tabletten von Tag zu Tag weniger Wirkung und seine Hitze droht durchzubrechen. Außerdem stellt es sich heraus, dass er vampirische Gene besitzt und das größte Manko eines gebundenen Vampirs bei ihm in Erscheinung tritt. Das Zeitlimit. Er kann keine Minuten mehr von seinem Gefährten dem Dark Servant getrennt bleiben und muss sich einem Ritual unterziehen, um seine drei Blutlinien im Einklang zu bringen.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
40
Rating
5.0 (9 Bewertungen)
Altersfreigabe
16+

~ Ich bin kein junger Herr! ~

Arc 2: Hitze


Lan ging den Flur entlang in die Richtung, in der es ziemlich laut war und blickte sich um. Doch lange musste er nicht gehen, denn eine Tür stand offen und er betrat das Zimmer ... Okay, nach einem Zimmer sieht es nicht aus, dachte er, als er sich umsah. Es sah aus, als ob ein Haus in einem Haus, in diesem Fall in einem Schloss gebaut wurde. Sicherlich war er bei der Besichtigung dabei und hatte sich ein Zimmer ausgesucht, aber so alles aufgenommen und verstanden hatte er nicht.

»Oh Lan, gut dass du da bist. Würdest du in dein Zimmer gehen und den Leuten sagen, wie du die Möbel haben willst!«, forderte seine Mutter ihn auf.

»Haa ... wo ist mein Zimmer?«, fragte er und schon trat ein gut aussehender junger Mann neben ihn. Es schien, als ob er kaum älter als Lan wäre, und er verbeugte sich kurz.

»Guten Abend junger Herr. Mein Name ist Loan, wenn Ihr mir folgen würdet.«

»Junger Herr?«, fragte sich Lan und fühlte sich überfordert.

»Wenn es geht Loan, dann seien Sie bitte nicht so förmlich. Lan reicht völlig. Ich brauche kein ›junger Herr‹ ...!«

»Nun, wie Ihr wünscht Lan!«, sagte dieser, ohne ihn anzusehen, und Lan hatte das Gefühl, das Loan zwar freundlich war, aber eine Art der Distanz ausstrahlte und irgendwie überhaupt nicht, mit seinem derzeitigen Job zufrieden war.

»Hoffentlich sind nicht alles so steif? Aber das kann mir ja egal sein ... die bleiben bestimmt nicht ständig hier ...«, dachte Lan sich und schon waren sie in seinem neuen Zimmer.

Es war mindestens, wenn nicht mehr, das Doppelte als sein Altes. Auch waren sämtliche Möbel schon aufgebaut, nur standen sie verstreut im ganzen Zimmer rum und was das Witzigste an der ganzen Sache war. Es war trotzdem noch genügend Platz und es fiel gar nicht auf, dass die Möbel nicht an ihrem richtigen Platz standen.

Lan schaute sich um und sah, dass da noch eine Wendeltreppe noch oben führte und er stieg sie rauf. Die zweite Etage war ungefähr die Hälfte, vom Erdgeschoss und es war offen. Eine ganze Fläche mit nur zwei Wänden und einem Fenster. Die andere Seite, wo sich die Treppe befand, war nur ein verziertes Geländer und er hatte einen Einfall. Warum machte man daraus kein offenes Schlafzimmer?

Schnell stieg er die Treppe wieder runter und sah, dass das Bett noch nicht aufgebaut wurde. Da er kein hilfloser kleiner Junge war, schnappte er sich ein Einzelteil und trug es nach oben. Schon lief Loan zu ihm und wollte ihm das Teil abnehmen.

»Junger Herr, bitte lasst uns das machen ...«

»Ich bin weder ein junger Herr, noch ein verwöhnter Adelshaschbabi, noch bin ich reich. Ich bin ein stinknormaler Normalo, der es gewohnt ist, viele Dinge selbst zu erledigen!«, sagte er. »Ich putze mir sogar, man soll es nicht glauben, den Hintern selbst ab!«, schimpfte er in Gedanken, denn die Situation überforderte ihn etwas. Die letzten Tage waren für ihn einfach zu viel gewesen und überhaupt, wie konnte er sich verwöhnen lassen, wenn sein Gefährte ein Sklave war? Loan starrte ihn überrascht an.

»Wie soll ich das glauben? Der König ... unser Befehl lautet ... sehr zuvorkommend zu der Familie zu sein und jetzt das ... der Bengel ist nie und nimmer ein normaler Mensch ...«, dachte er und fand ziemlich schnell zu seiner Gelassenheit wieder zurück. »Dann, wenn Ihr gestattet, lasst mich zur Hand gehen!«

»Nicht nötig. Aber wenn Sie unbedingt helfen wollen, dann tragen Sie mein Bett und den Schrank mit hoch. Dann könnt ihr gehen. Die restlichen Möbel kann ich morgen auch noch zusammenschrauben!«, sagte er und Loan starrte ihn wieder an.

»Aber die Möbel sollen heute noch stehen ...«

»Das mag schon sein, aber ich habe morgen wieder Schule und will langsam ins Bett. Im Gegensatz zu euch Vampiren, bin ich tagsüber wach und schlafe nachts!«, sagte Lan schroff und Loan so unmöglich, wie es klang, fing an, Lan als jemanden anderen zu sehen, als anfänglich gedacht.

Loan lächelte kurz nickend und drehte sich zu den anderen um. »Okay, der junge Herr will seine Nachtruhe. Bitte geht, ich werde es mit dem Truppenführer besprechen. Vielen Dank!«, sagte er knapp und dann ging er die Treppe runter, schnappte sich ein Teil von Lans Bett und trug es rauf. Mitten auf der Treppe liefen sie gegeneinander vorbei und keiner würdigte den Blick des anderen. Kurz darauf kam wieder diese Begegnung und Lan hielt mitten auf der Treppe an.

»Ich dachte, ihr geht alle? Was machen Sie noch hier?«, fragte Lan und Loan lächelte leicht verlegen.

»Es tut mir sehr leid, junger ...« Loan hielt inne, als er Lans Blick sah. »Ähm Lan«, verbesserte er. »Ich möchte Euch ... Ähm ... Ihnen noch helfen, das Bett aufzustellen«, sagte er verlegen.

»So? Danke!« War alles, was Lan sagte, und die beiden trugen weiter die Teile, was für ein Bett nicht viel war, in die zweite Etage. Auch schraubten sie das Bett zusammen und kamen ins Gespräch. Im Laufe der Unterhaltung bot Lan Loan das Du an und Loan erzählte, dass er ein Anwärter für die Bruderschaft war und das auch nur, weil Hauptmann Nightheart ihn empfohlen hatte. Lan konnte sich unter der Bruderschaft nichts vorstellen, und Loan erklärte, das es die Kampfeinheit war, die wirklich die beste unter den Besten war, die direkt unter dem König stand. Und dann erinnerte Lan sich daran, wie Cavon einmal davon erzählt hatte, dass er eines Tages mal dazugehören wollte.

»Ah jetzt, sorry ... das ich es nicht gleich gerafft habe«, entschuldigte sich Lan und Loan belächelte es nur. »Aber es ist so, dass ich erst einmal meinen Abschluss schaffen will, bevor ich mir weiter Gedanken mache, was ich machen oder werden will«, sagte Lan und zog die letzte Schraube fürs Bett fest. »Ich bin nicht wie mein großer Bruder Cavon, der sein Weg schon vorgeplant hat, oder wie Beverly die schon mitten im Leben steht. Ich bin ich und mein ich ist unschlüssig und deshalb will ich erst einmal auf die Akademie gehen, um herauszufinden, was ich wirklich will. Wenn die Akademie ... juhu das Bett steht ... nichts für mich ist, muss ich anderweitig schauen, und sagen wir mal ... Handwerk steht mir, oder? Das Bett steht, nur noch Matratze und mein Kissen Yeah ...! Mein Schlaf kann kommen! ... Loan danke für deine Hilfe, aber du kannst jetzt wirklich gehen, den Rest schaffe ich auch ...«

»Bitte ... hier Ihre Matratze ...«

»Loan ... ich habe dir doch das DU angeboten, also ...«, sagte Lan und hievte die Matratze ins Bett. »Mein Schlaf ich komme ...!«, sagte Lan und war schon wieder auf dem Weg nach unten, doch er wurde, aufgehalten.

»Bitte, ich habe mir die Freiheit genommen um Euch ... Ähm dir, dein Kissen und deine Decke zu ...«

»Ohh ... das ist ... ja ... Mein Schlaf ich komme ... Danke Loan ... Ich wünsche dir eine gute Nacht ... Ähm wo ist das Bad?«, fragte Lan und erinnerte sich an die Aufteilung seines Zimmers. Kurz schaute er sich um und Bingo!

»Ihr ... Ähm du hast ein eigenes Bad in deiner Suite ...« Doch weiter kam er nicht ...

»Habs gefunden und Loan danke für alles ... so ... in welchen Karton ist meine Zahnbürste ...?«

»Ähm!«, räusperte sich Loan: »Mit Verlaub, ich glaube, deine Zahnbürste wurde in den Kartons für ›Bad‹ mit verpackt ...« Lan suchte den Karton, fand ihn aber nicht. War ja klar, dass dieser Karton nicht in sein ›Zimmer‹ stand. Er könnte dann nur bei seinen Eltern sein, denn sie hatten nicht wie hier, jeder sein eigens Bad, sondern es war ein Gemeinschaftsbad im Haus und er ging aus seinem Zimmer.

»Mama!«, rief er und schon kamen wieder ein paar Leute aus der Bruderschaft ihm entgegen. Die sich respektvoll vor ihm verbeugten und weitergingen. »Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen«, dachte er. »Mama weißt du, wo meine Zahnbürste ist?«, rief er, in der Hoffnung seine Mutter mal zu finden, und schon lugte ihr Kopf durch eine Tür. Er ging auf sie zu und betrat wohl das Wohnzimmer. Nein es war wieder eine abgeschlossene Wohnung und er schaute sich um. Diese war sogar noch größer als sein Zimmer und hatte wohl auch zwei Stockwerke. Aber das interessierte ihm im Moment nicht, er wollte einfach seine Zahnbürste, sich etwas abwaschen und dann ins Bett.

»Ja, oben im Bad ist der Karton noch!«, antwortete seine Mutter und er stieg die Treppe rauf. Oben angekommen sah er, dass es noch eine Treppe gab, die nach oben führte. Drei Etagen, keine zwei? Er schüttelte nur den Kopf und suchte das Bad, was er auch gleich fand und dort stand auch noch der Karton. Er öffnete ihn und holte sein ganzes Waschzeug heraus. War ja nicht viel. Eine Zahnbürste und Duschgel. Allerdings und er war seiner Mutter dankbar, dass sie immer zwei oder drei Tuben Zahnpaste auf Vorrat kaufte und da nahm er sich eine. Da er ja ein eigenes Badezimmer besaß, fiel ihm ein, dass er auch noch ein Handtuch brauchte. Mit allem behaftet ging er zu seinen Eltern und sagte: »Gute Nacht.«

~ Ω Ω Ω ~

»Loan, bist du da?« Wurde Loan gerufen und er erkannte die Stimme. Sofort rannte er die Treppe runter und stand wie einen eins vor dem Mann.

»Hauptmann Nightheart Ihr seid zurück?« Kam es unverhofft aus Loans Mund.

»Ja, mein Urlaub ist vorbei. Ich wollte nur nach dem Rechten sehen und sehe, dass niemand außer dir hier ist, warum?«, fragte Kendrick und Loan schluckte schwer.

»Ich bitte vielmals um Verzeihung Hauptmann Nightheart ... der junge Herr Phelan Talfon hat alle weggeschickt.«

»Wirklich und die Männer haben das so befolgt?« Wieder schluckte Loan.

»Nein Sir! Ich habe sie weggeschickt, auf Wunsch vom jungen Herrn.«

»Verstehe, gut gemacht!«, lobte ihn der Hauptmann und Loan war sprachlos. »Mach weiter so! Phelan untersteht ab jetzt deiner Obhut!«, befahl er und Loan, wenn er nicht schon blass war, wurde fahl.

»Aber ... Sir ... ich ... ich kann so eine Verantwortung nicht ...!« Er stockte, als er sah, wie sein Hauptmann immer näher kam.

»Enttäusche mich nicht!«, sagte er noch, bevor er sich umdrehte und gehen wollte.

»Wie soll ich das machen? Sir? Lan ist ein Mensch und ich bin ein Vampir ...«

»Dem ich das Ritual beigebracht habe. Verwende es und du hast genau eine Woche Zeit, um es zu beherrschen, denn du gehst ab nächsten Monat in die Schule!«

»ÄÄHHHHH!!!!!«, rief er und sank auf die Knie. Wie sollte er das denn bewerkstelligen? Er war im Gegensatz zu den älteren Vampiren, die diese Technik beherrschten, noch ziemlich jung, er war ein Jungvampir und seine mentale Stärke ließ auch zu wünschen übrig. Sein Hauptmann verlangte einfach zu viel.

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

3

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Starker Dialog

2

Starker Dialog

author

Es ist fertig 👍❤️🥰 ich freu mich so .... bin gespannt was weiter passiert 👀

2 Jahre

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