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Die Professorin- Das Machtspiel

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Zusammenfassung

Für Ella war das Studium ein Traum, der sich jedoch schnell zum Albtraum wandelte. Alles begann harmlos mit der Teilnahme an den Vorlesungen, bis Professorin Dr. Mona Black diese übernahm. Als eine Affäre zwischen Ella und Mona entbrennt, verwandelt sich diese in ein beängstigendes Spiel aus Kontrolle und Macht. 'Als ich keine Anstalten machte, meine Sachen zu packen, brüllte sie „Raus hier! Sofort!" Die Worte hallten durch den Raum und ließen mich und die anderen zusammenzucken. Ihre Stimme war so unbarmherzig und eiskalt, dass ich den Eindruck hatte, in der Antarktis gelandet zu sein.'

Genre:
Drama
Autor:
Marie
Status:
vor einem Jahr
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Chapter 1

> TW: Diese Geschichte enthält Themen wie selbstverletzendes Verhalten, sexuelle Übergriffe, Gewalt sowie Tod.

Wer sich mit solchen Inhalten unwohl fühlt, sollte von der Lektüre absehen.

Allen anderen wünsche ich eine eindringliche, vielleicht bewegende, aber auf jeden Fall intensive Leseerfahrung.

....

„Sie soll ein echtes Monster sein.“

Dieser Satz, so beiläufig von Lisa ausgesprochen, nagte sich tief in meine Gedanken. Ich hatte mich eigentlich auf die Vorlesung gefreut – ein neues Semester, neue Dozenten, neue Chancen – aber nun, nach diesen Worten, spürte ich, wie meine anfängliche Motivation in sich zusammenfiel wie ein Kartenhaus im Sturm.

Müde ließ ich mich auf den unbequemen Hörsaalstuhl fallen, die Bücher landeten dumpf auf der Tischplatte. Mein Kopf pochte, meine Augen brannten. Die Nacht hatte mir keinen Schlaf gegönnt – Gedanken, Sorgen, Erinnerungen, Ängste – sie alle hielten mich wach, ließen mich nicht los.

Der Saal war überfüllt. Zu Semesterbeginn war das immer so: voller Enthusiasmus, der sich meistens schon nach der ersten Woche verflüchtigte. Ich war erstaunt, dass wir überhaupt noch einen Platz erwischt hatten und dankbar, nicht ganz vorne zu sitzen – dort, wo die Blicke der Professoren wie Scheinwerfer auf einen niederbrannten. Aber ganz oben zu sitzen war auch keine Option, nicht bei der miserablen Akustik.

„Ich bin gespannt, wie sie ist“, sagte Lisa leise neben mir.

Bislang war keine der Horrorgeschichten über Professoren eingetroffen. Vielleicht war auch Mona Black einfach nur... streng. Vielleicht ein wenig einschüchternd. Aber ein Monster?

Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen. Der Raum wurde schlagartig still. Nur das dumpfe Zuschlagen der schweren Tür hallte nach. Dann war da das rhythmische, messerscharfe Klacken von Absätzen, das durch den Saal schnitt wie durch Seide. Mein Blick wanderte unwillkürlich zur Treppe, wo eine Frau in einem pechschwarzen Kostüm langsam nach unten schritt.

Ihr Auftritt war wie aus einem Film. Ihre schwarzen, leicht gelockten Haare fielen ihr elegant über die Schultern und als sie sich leicht drehte, blitzten darunter hellere Strähnen hervor – ein Kontrast, der ihren mystischen Eindruck nur noch verstärkte. Sie war... atemberaubend.

Als sie ihren Blazer öffnete, offenbarte sich ein eng anliegendes Shirt, das ihre Silhouette betonte. Selbstbewusst stellte sie sich ans Pult.

„Entschuldigen Sie die Verspätung. Es gab einen Notfall in der Klinik.“

Ihre Stimme war rau, fast kratzig, aber sie hatte etwas Fesselndes. Jede Silbe war klar, bestimmt, und sie sprach mit der Autorität einer Frau, die wusste, was sie tat – und was sie auslöste.

„Mein Name ist Professor Dr. Mona Black. Willkommen zur ersten Vorlesung in Medizin und Psychologie.“

Ihr Blick glitt durch den Raum – und blieb an mir hängen.

Ein Sekundenbruchteil vielleicht, aber in dieser Zeit schien alles in mir stillzustehen. Ihre braunen Augen bohrten sich in meine, mit einer Intensität, die mir das Atmen erschwerte. Mein Herz stolperte, mein Magen krampfte sich zusammen.

Diese Frau hatte eine Präsenz, die Angst machte. Nicht die platte Art von Angst – nicht das Erschrecken –, sondern eine tiefsitzende, ehrfürchtige Furcht. Die Art, die dich klein fühlen lässt.

Vielleicht war Lisa mit dem „Monster“ gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt.

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