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The Other Slytherin Girl

Zusammenfassung

Wales, 1944 - Amy Owens hat mehr als genug Sorgen: Ihre Mutter ist schwer krank, ihr Vater hat die Familie verlassen, als sie neun Jahre alt war und zu allem Übel tobt der Zweite Weltkireg. Doch als eines Abends zwei Männer vor ihrem Haus auftauchten und behaupten, dass eine Frau, die fast genauso aussehen soll wie sie, unter ihrem Namen sieben Jahre lang eine Zaubererschule namens Hogwarts besucht hat, sollte sich Amys Leben komplett verändern. Denn auch sie ist eine Hexe. Das zumindest behaupten die beiden Männer und der Beweis dafür soll ein Hund mit einer gegabelten Rute sein.

Status:
vor 7 Monaten
Kapitel:
26
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

//GEMEIME GESCHÄFTE//

15. August 1944 – Hogsmeade

»EIN HÜHNEREI UND eine Kröte?«, fragte der lumpig gekleidete Mann mit dem großen, prall gefüllten Rucksack. Die junge Frau vor ihm, die ihr Gesicht hinter einer hellbraunen Haarsträhne verbarg, nickte ihm ungeduldig zu. »Was willst du denn mit so was, ähm, Gewöhnlichem? Ich könnte dir alles beschaffen, fast jedes magische Tierwesen, das es gibt und für deinen kleinen Freund da oben ...«, er deutete mit einer Kopfbewegung in Richtung Schloss, »... alle möglichen Artefakte und Trophäen für seine Sammlung. Und du willst Hühnereier und Kröten, Imo-«

»Psst!«, ermahnte ihn die junge Frau, die gebeugt neben dem Gauner in einer dunklen, menschenleeren Gasse unweit des Eberkopfes stand. »Sei nicht so laut. Ich will kurz vor dem Ende nicht doch noch erwischt werden.«

»Denkst du vielleicht, ich?«, protestierte der Mann heiser. »Wie du weißt, bekommen meine Frau und ich bald Nachwuchs. Da will ich nicht in Azkaban oder sonst wo landen. Wenn es ein Bursche wird ...«, fügte er mit einem stolzen Lächeln hinzu, »... wird er meinen Namen tragen. Mundungus Fletcher Junior.«

»Bei Merlins Bart!«, stieß die junge Frau gepresst aus und fasste theatralisch sich an die Stirn. »Glaube mir, nicht jeder Sohn ist glücklich darüber, nach seinem Vater benannt zu werden.«

»Das geht dich nichts an, Fräulein«, grummelte der Tagedieb namens Barney Mundungus Fletcher, der den meisten seiner zwielichtigen Kunden schlicht als Mundus bekannt war. »Darf ich dennoch wissen, was du mit Hühnereiern und Kröten willst?«

»Das ist doch offensichtlich! Man hätte dich nach einem deiner Vorfahren benennen sollen«, grunzte die Frau und zog die Stirn kraus. »Phineas Fletcher hat es seinerzeit wenigstens geschafft, einen Hintertück zu züchten. Wohingegen du keinen blassen Schimmer hast, woher man gefährliche Tierwesen bekommt, ohne sie irgendwo zu stehlen.«

»Das war reiner Zufall damals! Er hat nicht gewusst, dass ein Demiguise und ein Ghul –«

»Ruhe!«, unterbrach die Frau ihren Geschäftspartner erneut. »Ich hab's begriffen, ihr Fletchers seid alle unfähig auf diesem Gebiet.«

»Ist gut, ist gut«, wimmerte Mundus Fletcher und blickte sich suchend um, ob auch wirklich niemand in der Nähe war. »Ich bin immer so neugierig, weißt du?«, fing er wieder an zu flüstern. »Sind die Eier und Kröten für einen Zaubertrank? Was bewirkt der? Wollt ihr Hogwarts endlich gänzlich einnehmen? Alle verzaubern? Vergiften?« Fletcher rieb sich erwartungsvoll die Hände.

»Schhhht!«, ermahnte ihn die Frau ein weiteres Mal zur Ruhe. »Hast du mir überhaupt zugehört? Ach, egal. Es geht dich sowieso nichts an, Freundchen. Du bekommst dein Geld wie immer nach Auslieferung der Waren.«

Fletcher hob beschwichtigend die Hände. »Ich hab nichts gesagt und werde kein Wort mehr darüber verlieren. Gleicher Treffpunkt wie immer?«, fügte er hinzu und erwartete ein Nicken seiner Geschäftspartnerin.

»Nein«, antwortete diese überraschend und rückte näher, um ihn etwas ins Ohr zu flüstern. »Ich komme nicht mehr nach Hogsmeade und erst recht nicht nach Hogwarts zurück. Bislang habe ich keine Ahnung, wo ich sein werde, aber ich schicke dir eine Eule, sobald ich einen geeigneten Platz gefunden habe.«

»Aber, oh –«, begann Fletcher zu stottern. »Ich dachte, solange der junge Nott weiterhin hier zur Schule geht und vor allem Mr Riddle –«

»Hör einfach auf zu denken, Fletcher«, ließ ihn die Frau nicht ausreden und ging ein paar Schritte von ihm weg. »Das wäre besser für uns alle«, sagte sie und disapparierte.

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Gutes Schreiben

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