The Arrangement von Gianna McClaire bei Inkitt
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Der Pakt der Erben

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Zusammenfassung

Zwei mächtige Imperien. Ein eiserner Vertrag. Eine Million Wege, alles in Schutt und Asche zu legen. Serena Sinclair ist die perfekte Erbin, dazu bestimmt, aus Pflicht zu heiraten, nicht aus Liebe. Declan Ashford ist Londons skrupelloser, unantastbarer Milliardär und CEO. Er ist außerdem ihr Rivale aus Kindertagen – und nun ihr arrangierter Verlobter. Der Deal ist simpel: ein Einjahresvertrag, getrennte Leben und absolut keine komplizierten Gefühle. Doch Serena erkennt schnell, dass der „Eiskönig“ sich nicht an die Regeln hält. Declan beobachtet sie schon ein Leben lang, und er hat nicht die geringste Absicht, sie jemals wieder gehen zu lassen. Als ein blutroter Rubin an ihrem Finger funkelt und Serena das streng gehütete Geheimnis aufdeckt, das Declan vor der Welt verborgen hat, zerbricht die fragile Grenze zwischen Zweckbündnis und Obsession endgültig. Werden sie zulassen, dass die Pflicht ihr Leben bestimmt? Oder riskieren sie alles für eine Liebe, die es eigentlich niemals hätte geben dürfen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
45
Rating
5.0 4 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Rückblende – Grundschule, London

Der Regen bildete einen beständigen, silbrigen Schleier vor den hohen Fenstern und ließ den Pausenhof zu einem grauen Fleck voller Pfützen verschwimmen. Im Klassenzimmer herrschte geschäftiges Treiben – das Klopfen von Stiften, Kichern, das Rascheln von Heften – während sich die Kinder auf den Unterricht vorbereiteten. Die Luft roch schwach nach nassen Mänteln und gespitztem Graphit; das Stimmengewirr schwoll an und ab wie bei unruhigen Vögeln.

Serena Sinclair saß in der ersten Reihe. Ihre Zöpfe waren ordentlich mit den bunten Bändern zusammengebunden, wegen denen ihre Mutter an diesem Morgen ein solches Aufheben gemacht hatte. Sie hatte ihren Schreibtisch bereits vorbereitet: Die Stifte waren gespitzt, die Bücher ordentlich gestapelt, und auf der obersten Zeile ihres Heftes prangte ihre sauberste Handschrift. Sie mochte es ordentlich, diszipliniert und eindrucksvoll. Das tat sie nicht nur für die Lehrerin, sondern für sich selbst. Serena hatte schon vor langer Zeit beschlossen, dass sie immer aus der Masse herausstechen würde.

„Klasse, wir haben heute einen neuen Schüler“, kündigte die Lehrerin an und klatschte einmal in die Hände, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Bitte heißt Declan Ashford willkommen. Er kommt den weiten Weg aus den Staaten zu uns, also erwarte ich von euch allen, dass ihr ihm einen herzlichen Empfang bereitet.“

Serena blickte neugierig auf. Ein Amerikaner?

Ein Junge betrat den Raum. Er war größer als die meisten Jungen in seinem Alter, seine Uniform war perfekt gebügelt und seine Schuhe glänzten. Sein Haar war dunkel, fast schwarz, und fiel in weichen Wellen in seine Stirn. Doch es war nicht sein Aussehen, das Serenas Magen zusammenziehen ließ. Es war die Art, wie er auftrat.

Ruhig. Unerschütterlich.

Die meisten neuen Schüler wirkten nervös, lächelten zu breit und wollten unbedingt dazugehören – besonders die, die von weit her kamen. Er hingegen nickte nur kurz, sein Gesicht blieb gelassen und ausdruckslos. Serena fand, er wirkte, als hätte er schon längst für sich entschieden, dass er niemandes Anerkennung brauchte. Und irgendwie beunruhigte sie das mehr, als wenn er arrogant gewesen wäre.

Die Lehrerin ließ den Blick durch den Raum schweifen und deutete dann auf einen Platz. „Du setzt dich dort hin, neben Serena.“

Na klar. Serena hob das Kinn, als er auf ihren Schreibtisch zuging und sich mit der gleichen bewussten Ruhe bewegte. Als er sich setzte, warf er ihr keinen Blick zu. Nicht ein einziges Mal. Seine Augen blieben starr auf die Tafel gerichtet, seine Hände ordentlich auf dem Tisch gefaltet.

Nun ja, dachte sie und verengte die Augen. Er könnte wenigstens hallo sagen.

Bis zum Vormittag war Serena innerlich vor Wut fast explodiert. Jedes Mal, wenn die Lehrerin ihn aufrief, antwortete Declan mit leiser, gleichmäßiger Stimme. Kein Zögern. Keine Nervosität. Er las seinen Text fehlerfrei vor, löste seine Rechenaufgaben sauber und beantwortete Fragen, ohne ins Stocken zu geraten. Aber er meldete sich nie, bot sich nie freiwillig an und wirkte nie besonders eifrig. Er tat einfach, was von ihm verlangt wurde – perfekt und effizient – und verstummte dann wieder.

Serena hasste es. Nicht, weil er gut war, sondern weil ihm alles so leichtfiel, als würde es ihn keine Anstrengung kosten. Sie blühte durch Anstrengung auf. Sie zeigte gerne, wie hart sie arbeitete und wie viel ihr alles bedeutete. Er gab rein gar nichts von sich preis. Schlimmer noch – er ließ es so aussehen, als würde sie sich einfach zu sehr anstrengen.

In der Pause fand sie ihn am Rand des Hofes. Er lehnte an der Wand, während die anderen Jungen über den nassen Asphalt rannten und einem Fußball hinterherjagten. Seine Hände steckten in den Taschen, seine Augen folgten dem Spiel, aber sein Körper blieb starr und distanziert, wie ein Junge, der nicht zum Lärm dazugehörte.

Sie marschierte auf ihn zu und blieb direkt vor ihm stehen, wobei ihre Stiefel in einer flachen Pfütze spritzten.

„Warum sagst du eigentlich nie ein Wort?“, verlangte sie zu wissen.

Er hob den Blick zu ihr – und zum ersten Mal sah sie die Farbe seiner Augen. Sie waren nicht dunkel wie sein Haar, sondern in einem blassen, auffälligen Silbergrau, wie Splitter aus Wintereis. Fest. Ungehetzt.

Einen langen Moment betrachtete er sie nur, und sie spürte ein seltsames Unbehagen unter seinem durchdringenden Blick. Es war, als könnte er direkt durch ihre perfekten Schleifen hindurch bis zu den chaotischen Gedanken in ihrem Kopf sehen. Dann endlich sprach er.

„Weil ich es nicht muss.“

Seine Stimme war ruhig und leise, geprägt von einem weichen amerikanischen Akzent, der unter den scharfen britischen Vokalen ihrer Mitschüler völlig fremd klang.

Ihr blieb der Mund offen stehen. Noch nie hatte sie jemand so abserviert. Sie presste den Kiefer zusammen und sträubte sich. „Na, du wirst nie Freunde finden, wenn du dich weiter so aufführst, als wärst du etwas Besseres als alle anderen.“

An seinen Mundwinkeln zuckte etwas. Kein echtes Lächeln – eher der Schatten davon, ein schwacher Hauch von Belustigung. Dann glitt sein Blick an ihr vorbei zurück zum Spiel, als hätte sie schon mehr als genug gesagt.

Serena stampfte wütend davon. Doch sie konnte nicht umhin zu bemerken, dass ihr Puls sich beschleunigt hatte.

Die Wochen vergingen, und Declan blieb unverändert – ruhig, gefasst, undurchschaubar. Serena schien ihn einfach nicht in Ruhe lassen zu können. Sie forderte ihn zu Buchstabierwettbewerben heraus, stritt mit ihm über Matheaufgaben und versuchte, ihn beim Sportfest im Tennis zu schlagen. Und wenn er sie besiegte, triumphierte er nie. Er begegnete ihrer Wut nur mit Schweigen, was irgendwie noch schlimmer war.

Und wenn sie gewann? Wenn sie schneller einen Text las oder ihre Rechenaufgaben eher fertig hatte als er? Der Sieg hätte süß schmecken sollen. Stattdessen fühlte er sich leer an, weil er ihr nicht die Befriedigung einer Niederlage gönnte – kein Stöhnen, kein verärgertes Gesicht. Nichts als diese nervtötende Ruhe. Als ob ihr Sieg ganz allein ihr gehörte und ihn überhaupt nicht berührte.

Alle anderen hielten ihn für schüchtern. Serena wusste es besser. Sein Schweigen war keine Schüchternheit. Es war … Kontrolle. Sieh dir an, wie er seinen Stift hielt – der Griff war fest, vollkommen starr, er machte nie einen überflüssigen Strich. Sie hasste es. Und sie musste diese Fassade durchbrechen.

An einem Nachmittag, kurz vor Ende des Trimesters, rutschte Serenas Stift vom Schreibtisch und rollte unter den Stuhl. Sie beugte sich schnell hinunter, doch eine andere Hand war schneller – blasse Finger hoben den Stift auf und legten ihn in die Mitte ihres offenen Notizbuchs.

Sie sah auf. Declans silbergraue Augen trafen ihre, fest wie immer, aber diesmal wandte er sich nicht sofort ab. Für den kürzesten Moment glaubte sie, etwas anderes darin zu sehen – ein stilles Erkennen, als würde er sie sehen, wirklich sehen, jenseits der Schleifen und des Feuers in ihren Worten. Die Luft zwischen ihnen schien zu vibrieren, so laut wie der Regen gegen das Glas.

Dann war der Moment vorüber. Er sah auf seine eigene Arbeit hinunter, so stumm wie eh und je.

Serena presste die Lippen zusammen, beunruhigt. Sie war schon immer die lauteste Stimme im Raum gewesen, diejenige, die die Leute bemerkten. Aber wenn Declan sie ansah – ohne ein Wort, ohne jede Anstrengung – fühlte es sich an, als würde er in ihre Brust greifen und sie zudrücken. Es war ein Gefühl, für das sie noch keinen Namen hatte.

Ihre Welten waren gleich – Familien mit Macht, Namen, die in diesem Alter selbst im Flüsterton Gewicht hatten. Und doch waren sie so verschieden. Serenas Familie war erfüllt von Wärme, Leidenschaft und Geschichte; sie war dazu erzogen worden, ihre Meinung zu sagen, zu strahlen. Sein Schweigen, seine Zurückhaltung, stammten aus einer Welt, die sie noch nicht verstand – einer Welt, in der Kontrolle alles war.

Sie würde noch Jahre brauchen, um diesen Moment zu vergessen: den Stift, der wortlos zurückgegeben wurde. Keine Freundlichkeit. Kein Wettbewerb. Etwas Komplizierteres.

Etwas, für das damals noch keiner von beiden Worte hatte.

Sie hätte es wissen müssen. Declan Ashford war nicht nur irgendein weiterer Junge in ihrer Klasse. Er war der eine Kampf, dem sie niemals aus dem Weg gehen konnte.

Es war erst der Anfang.

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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Starker Dialog

author

👏

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