Susi
Wie sie wieder schaut. Da wird mir ganz warm ums Herz und mein Schwanz wedelt, als wollte ich davonfliegen. Beate sagt etwas und ich laufe zu ihr hin, setze mich und schaue zu ihr hoch.
Ich verstehe nicht, was sie sagt. Aber sie lächelt. Sie heißt wahrscheinlich auch nicht Beate, aber irgendwie muss man sie ja nennen. Paul ist ihr Mann. Also, er wohnt auch hier, darf mit am Tisch sitzen und schläft bei ihr. Manchmal haben sie Sex. Dann schließen sie die Tür zu dem Zimmer, wo sie ihr Körbchen haben. Danach gehen sie gemeinsam Regen machen. Dabei geben sie so glucksende Geräusche von sich. Das bedeutet sicher, dass sie Spaß haben. Dann sind sie ganz nass und rubbeln sich gegenseitig trocken. Nackt sehen sie merkwürdig aus. Von hinten sind sie sich sehr ähnlich, aber von vorn ist es verwirrend. Ihre Milchdrüsen sind immer geschwollen. Dass die so weit oben sitzen ist sicher praktisch. Aber wie ist das, wenn sei auf dem Rücken liegt? Pauls Penis finde ich sehr unpraktisch. Der hängt so raus, das muss beim Laufen total stören. Wie das beim Rammeln funktionieren soll? Na, es geht mich nichts an. Aber, naja, egal.
Immerhin füttern sie mich gut und gesund.
Beate kommt mit der Leine. Endlich wieder raus, an allem rumschnüffeln und den anderen Hunden Nachrichten an die Bäume und Ecken spritzen. Das ist für mich das Größte. Ich hüpfe die Treppe runter. Sie ist so langsam. Ich kratze an der Tür. Ihre Hand an meinem Bauch. Ah, ist das schön. Auf dem Rücken liegen und gestreichelt werden. Das ist für mich das Größte.
An der Buche war ein fremder Hund. Ein Rüde. Ein großer Kerl. Das wäre jetzt sein Baum, hat er markiert. Pfff, ich markiere drüber. Die kleine Dackelin war auch da und hat ihm was Nettes gepieselt. Ich bin nicht eifersüchtig. Soll sie doch. Sie wird schon sehen.
Drei Bäume weiter muss ich erstmal kacken. Ah, tut das gut. Jetzt scharren und kratzen. Nachschauen. Alles schön sauber? Jetzt ein Häppchen. Sie hat immer so kleine Futterteile dabei. Jetzt sammelt sie meine Wurst ein. Was das soll? Na, egal, ich ziehe an der Leine. Da vorn duftet es nach meiner Freundin. Das weiß Beate natürlich nicht. Diese Menschen verstehen das nicht. Für die ist das einfach ein Spaziergang, damit ich kacken kann. Ich muss mich informieren. Will wissen, was in der Welt passiert. Oh, Susi ist schwanger. Susi ist eine feine Pudeldame. Sie war vor kurzem hier. Das Zeichen ist noch ganz frisch. Ich stelle mich auf die Hinterbeine. Da vorn ist sie. Ich ziehe wieder an der Leine. Toll! Beate war einen Moment unaufmerksam und lässt die Leine los. Ich stürme zu Susi. Etwas quietscht und gibt Laut. Ich achte nicht darauf. Susi tut heute besonders reserviert. Aber dann gibt sie es zu und schwärmt von dem prächtigen Königspudel, der sie besteigen durfte.
Beate ist ganz außer Atem. Wenn Menschen nur ein paar Schritte schnell laufen müssen, werden sie rot im Gesicht und hecheln. Sie schaut mich böse an. Was ist denn? Ich musste schnell zu Susi. Vorsichtshalber wedele ich ganz dolle mit dem Schwanz. Ein anderer Mensch kommt gelaufen. OO, der ist wütend. Was war denn? Er schreit Beate an und sie schaut traurig. Ich belle den Mann an. Was soll das? Lass Beate in Ruhe! Er wedelt mit den Vorderpfoten und geht.








