The Last Year

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Summary

{LESEPROBE} Belle hatte schon in Ihrer Kindheit mit ihrem Übergewicht zu kämpfen. Voller Hoffnung blickt Sie dem Umzug zum neuen Partner Ihrer Mutter entgegen. Weg aus Chicago, weg von dieser Highshool mit der Belle keine guten Erinnerungen teilt. Doch schon an Ihrem ersten Tag muss Belle veststellen, dass auch diese Schule keine schöne Zeit mit sich bringt. Football Liebling Alex hat sie im Visier, dass aber nicht auf positive Art… oder vielleicht doch ?

Status
Complete
Chapters
21
Rating
4.9 19 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1 - Belle

Widmung

Für die leisen Stimmen, die zu oft geschwiegen haben. Für alle, die sich kleiner gemacht haben, um reinzupassen.

Für jede, die dachte, sie sei nicht schön genug, nicht stark genug, nicht wichtig genug.

Dieses Buch ist für dich.

Für dein gebrochenes Herz.

Für deinen Mut, weiterzugehen. Und für all die Momente, in denen du dich selbst nicht gesehen hast – aber trotzdem weitergekämpft hast.

Du bist kein Biest.

Du bist verdammt nochmal Magie.🪄✨




„Belle, Liebling – aufstehen. Du willst doch nicht gleich zu spät kommen an deinem ersten Tag.“

Moms Stimme klang wie ein süßes, rosarotes Wecksignal – das man am liebsten gegen die Wand schleudern würde. Sie lugte durch den Türspalt, als würde sie mich dabei beobachten wollen, wie ich auferstehe wie Jesus höchstpersönlich.

„Noch zehn Minuten, Mom! Ich schwöre!“

Ich murmelte es in mein Kissen, halb verschluckt vom Stoff, halb verschluckt von meinem inneren Trotz.

Natürlich meinte sie es nur gut. Sie meinte es immer gut. Das ist ja das Problem.

Ich rollte mich zur Seite und starrte die Wand an, während ich innerlich ein stilles Beerdigungslied auf mein altes Leben in Chicago summte. Willkommen in Pennsylvania, wo alles neu war. Neue Schule. Neue Gesichter. Neue Chancen, sich wieder komplett unauffällig zum Schulgespenst zu mausern.

Mom dagegen? Die lebte den Neuanfang deluxe.

Ich meine, sie war vierzig, sah aber aus wie ein Insta-Filter in Dauerschleife. Ihre blonden, perfekt geföhnten Haare tanzten jeden Tag um ihre Schultern, als würde ein unsichtbarer Wind ihr folgen. Ihre blauen Rehaugen? Disney hätte sie verklagt, wenn sie nicht so nett gewesen wäre.

Und dann war da natürlich Darek.

Der Typ sah aus, als wäre er einem teuren Scheidungsanwalt-Katalog entsprungen. Drei-Tage-Bart, weiche braune Augen, Sportkörper um fünf Uhr morgens – wer macht sowas freiwillig?

Ich? Ich schnaufte schon, wenn ich den Laptop aufklappte. Aber hey, Props an ihn.

Immerhin: Er war kein Vergleich zu Phil, Moms Ex – oder wie ich ihn nannte: Neandertaler mit Midlifecrisis und Pimmelsteuerung. Der Typ hatte seine Praktikantin gebumst wie im schlechten Softporno. Mom hatte ihn auf frischer Tat ertappt, die Beziehung beendet und einen Koffer voller Würde gepackt. Go Mom!

Tja – und jetzt? Jetzt lebten wir im Vorstadtidyll mit Rasenmähergeruch und „Guten Morgen, Nachbar“-Vibes. Und ich? Ich war…

Nun ja.

Ich heiße Belle. Aber statt Disney-Vibes strahle ich eher „Beastmode mit Frizz“ aus. Meine Haare? Braun. Kraus. Eine Mischung aus Dschungelbuch und Stromausfall. Mein Körper? Kurvig. Sehr kurvig. So „Ich-brauch-3-Gürtel-in-der-Bahn“-kurvig.

Immerhin hatte ich meine blauen Augen geerbt – kristallklar, wie meine Hoffnung auf einen Freund: nicht existent, aber hübsch.

Grandpa sagte immer:

„Du bist klug und wunderschön, du musst es nur selbst sehen.“

Aber Grandpa lebte 1000 Meilen entfernt. Und ich lebte mit meinem Spiegelbild. Spoiler: Wir hatten Beef.

Freunde?

Na ja – Maggie. Die war keine Freundin, die war Titanium mit Titten.

Sie beschützte mich seit sieben Jahren wie ein Bodyguard mit PMS. Wenn jemand einen Spruch über mein Gewicht riss, stand sie auf wie Hulk in Hotpants. Ich? Ich stand daneben und spielte innerlich Titanic – mit mir als sinkendem Schiff.

Maggie war laut, wild, sexuell aktiv – und ich?

Ich war das Gegenteil.

Meine heißen Fantasien spielten sich nicht im Bett, sondern auf meinem Laptop ab. Ich schrieb unter Pseudonym die heißesten Storys der Stadt. Erotik pur. So heiß, dass sogar eine Lokalzeitung darüber schrieb.

Aber niemand wusste, dass ich dahintersteckte. Außer Maggie. Und sie schwor, es nie auszuplaudern. “Geheimnis auf Lebenszeit.” Unser Deal.

Ich war keine Partyqueen, kein Schulschwarm, kein TikTok-Girl. Ich war Belle –

die dicke Autorin mit dem bissigen Humor, den keiner live erleben durfte.

Und heute?

Heute war mein erster Schultag im letzten Highschooljahr.

Ich atmete tief durch, schwang die Beine aus dem Bett und murmelte:

„Let the social massacre begin.“