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Das Wrack - Kurzgeschichte

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Zusammenfassung

Ein überlegener Feind. Ein scheinbar wehrloses Wrack. Und ein tödlicher Irrtum. Wir schrieben das Jahr 37.257. Für die gadianische Elite hätte es der einfachste Einsatz ihrer Karriere werden sollen: Ein schwer beschädigtes menschliches Schiff, umzingelt im All, bereit zur Enterung. Der Auftrag ist simpel – reingehen, aufräumen, die Brücke übernehmen. Doch als sich die Luftschleuse in der eiskalten Dunkelheit des Wracks öffnet, herrscht dort nur Totenstille.

Genre:
Scifi
Autor:
yves_the44
Status:
vor 3 Monaten
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Wir schrieben das Jahr 37.257. Der Einsatzwar eigentlichklar: Wir sollten das menschliche Schiff einfach nur noch entern, und säubern.

Wir hatten einen einigermaßen harten Raumkampf hinter uns. Wir hatten dieses einsame Schiff mit drei Kreuzern in ein Feld gelockt und es bis jetzt nahezu zerrissen. Es war eigentlich nur noch eine Sache von Aufwischen. So dachten wir es zumindest.

Aber gehen wir ein paar Stunden zurück.Einsatzbefehl 76/75. Einsatzparameter: Entern Sie das menschliche Schiff. Beseitigen Sie jegliche Gegenwehr und nehmen Sie die Kommandobrücke ein.

Ein Standardeinsatz für uns. Wir waren diegadianischeElite, Stoßtruppen. Ich und meine Männer hatten schon Dutzende solcher Einsätze hinter uns – manche davon weitaus länger und härter. Das hier war nahezu ein Freifahrtschein für einen entspannten Tag.

Mein Zugführer Jake hatte uns in drei Trupps aufgeteilt: Alpha, Beta, Gamma. Wir sollten simpel reingehen und aufräumen.Jake brüllte uns noch seine letzten Befehle durch das Getöse des Hangars zu, bevor wir die Helme aufsetzten und unsere Rüstungen versiegelten. Wir lachten, fluchten, zogen die Messer auf und luden die Gewehre durch. Wir waren die Gardianische Elite. Was sollte uns schon passieren?

Wir schauten noch aus dem Hangardirekt an die Boardingbrückeund das Schiff der Menschen,das jedochrauchteund SchwereEinschlags Kraterhatte. Vor uns stand AdmiralHularen, ein dekorierter, langgedienter Offizier, unter dem wir seit vier Jahren dienten. Harte vier Jahre – aber der Konflikt mit den Menschen hatte ja erst begonnen. Bis jetzt verlief er absolut nach Plan. Wir machten sie nieder. Und jetzt durften wir endlich auch mal rein gegen diese Affen.

Ich schaute zu meinem MG-Schützen Patreon rüber. Er nickte nur. Wir scherzten noch darüber, dass die Einsätze aufJackrunaFivesehr viel härter waren als das, was wir jetzt tun mussten. Der Dschungel dort war grauenvoll, heiß, bedrückend. Aber jetzt stand der Entereinsatz an.

Die Schleuse ging auf. Dunkelheit. Nichts.

Das Einzige, was beleuchtet wurde, war der Kegel unserer Lampen an den Sturmgewehren. Wir gingen in harter Formation voran. Ein Alarm brüllte durch die düsteren Gänge. Überall hingen Kabel und zerfetzte Metallplatten von der Decke. Wir fanden ein paar Leichen. Aber kein Leben. Es war seltsam. Wir hatten erwartet, dass sie uns entgegenkommen würden. Aber es war ruhig. Seltsam ruhig.

Ich gab die Befehle: „Alpha-Trupp, geht tiefer! Beta-Trupp, nach links in den Hangar! Gamma-Trupp, wir nehmen die Lagerräume und Quartierevor!“

Wir teilten uns auf. Lange Korridore, überall Trümmerteile, aber nirgends Menschen. Keiner dieser verdammten Affen hatte den Mut, sich dergadianischenElite entgegenzustellen. Wir gingen durch eine Schleuse in einen riesigen Lagerraum, vollgestellt mit Kisten und Regalen bis zur Decke.

„Alpha-Trupp kommen. Jako, kommen!“, funkte ich. Nur statisches Rauschen. „Jake, versuch du mal Alpha anzufunken. Irgendwas stimmt mit meinem Funkgerät nicht.““Ja Sir” und er griffzu seinem LangstreckenFunkgerät.„Alpha-Trupp? Kann mich irgendwer hören? Sir, ich kriege auch keine Verbindung. Irgendwas stört die Kommunikation.“ „Unmöglich. Die Affen haben sowas nicht. Wer soll da noch übrig sein, um was zu stören?“

Auf einmal ein Knall. Irgendwas fiel um. Wir rissen die Gewehre hoch. „Jako, Malcolm – nachsehen!“Sie gingen auf die Geräuschquelle zu.

Dann brach die Hölle los.

Hinter einem Stapel Kisten brannte uns Dauerfeuer entgegen. Die beiden Vordersten wurden sofort zerrissen.Ein Geräusch, das ich noch nie gehört hatte. Kein sauberes Zischen unserer Plasmagewehre. Es war ein einziges, ohrenbetäubendes Hämmern. Ein metallisches Brüllen. Wir kannten solche Waffen nicht. Ich sah nur, wie der Schusshagel die Panzerung von Jako und Malcolm einfach... zerfetzte. Es gab keine sauberen Brandlöcher. Es riss sie buchstäblich in Stücke.

Im selben Moment sprang mich ein Mensch an. Er hatte kein Gewehr – er hatte ein verdammtes Messer! Ich rang mit ihm, versuchte ihn loszuwerden,Er brüllte, Ich verstand kein Wort. Bis sich ein Schuss aus meiner Waffe löste und seinen Torso zerriss.

„Gottverdammte Scheiße! Erwidertdas Feuer!“

Nach einigen langen Feuerstößenschaltetenwirden Schützen aus, aber er hinterließvier Tote und zwei Schwerverletzte. Was waren das für Barbaren?

Wir rückten weiter vor in den nächsten Raum. Wir hatten noch keinen Fuß reingesetzt, da ertönte ein ohrenbetäubender Knall. Ein improvisierter Sprengsatz zerriss die nächsten zwei Männer. Wir hatten fast die Hälfte unseres Trupps eingebüßt und waren kaumvorangekommen!

Wirzogen uns auf den Gang zurück. Kaum schloss sich die Tür, eröffnete ein Maschinengewehr vom Ende des Korridors das Feuer. Vier Mann tot. Ich wurde umgerissen, lag auf dem Boden und hörte nur diese markdurchdringenden Schreie. Mein MG-Schütze blutete vor meinen Augen aus. Ichsprang hinter die nächsteKiste und fand Deckung.

Ich muss hier weg. Ich muss hier sofort weg!

Ich stand auf und rannte. Ich hörte überall im Schiff Knalle, Schüsse und Schreie. Es war ein reines Blutbad. Ich rannte so schnell mich meine Füße trugen zurück zur Luftschleuse auf unseren Kreuzer.

Die Wachen an der Schleuse begrüßten mich noch lachend: „Na, die Affen abgeschlachtet?“ Aber ihr Lachen verging schlagartig, als sie das viele Blut und die tiefen Einschläge auf meiner Rüstung sahen.

Admiral Hularen trat vor mich: „Habt ihr die Ratten ausgeräuchert?“ Ich schüttelte nur panisch den Kopf: „Sir...das war ein Blutbad. Die haben uns aufgelauert. Mein ganzer Trupp wurdeabgeschlachtet!“ „Du verdammter Feigling! Bist du beim ersten Schuss geflohen?!“brüllte er„Nein! Das sind Tiere... das sind verdammte Tiere!“

Ein Knall hinter uns. Schritte im Entertunnel. Die Wachen richteten die Waffen auf die Schleuse. Ein weiterer Soldat von uns taumelte ins Licht. Ihm fehlte ein Arm. Der Torso war durchlöchert.

Er stammelte nur noch:„Es sind Tiere... sie schlachten uns ab wie Tiere...“Dann brach er vor dem Admiral zusammen und blutete ihm die Hose voll.

Der Admiral starrte auf die Leiche. Dann zu mir.“Gottverdammte Scheiße.”Wir sprengten die Verbindung zum Schiff und torpedierten das Wrack, bisnichts mehr übrig war. Aber die Erinnerung daran, wie drei Elitetrupps in Minutenabgeschlachtet wurden... diese Schreie werde ich nie wieder vergessen.

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