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The Assembly

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Zusammenfassung

Nach dem College beginnt für Noah, Evan und Bell ein neues Kapitel. Gemeinsam ziehen sie nach New York City in das The Assembly, eine Wohngemeinschaft für junge Menschen, die große Träume haben und in der Berufswelt Fuß fassen wollen. Zwischen Bewerbungsgesprächen, ersten Jobs, neuen Freundschaften und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens versuchen sie herauszufinden, wer sie sein wollen und welchen Platz sie in der Stadt einnehmen können. Doch New York verlangt ihnen mehr ab, als sie erwartet haben. In The Assembly treffen Träume auf Realität, Freundschaft auf Verantwortung und der Wunsch nach einem eigenen Leben auf die Frage, wie weit man gehen würde, um das Richtige zu tun.

Genre:
Drama
Autor:
Kaden Scott
Status:
In Arbeit
Kapitel:
9
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 - Noah

Noah schob beide Hände unter den Metallgriff an der Rückseite des Umzugswagens und zog die Ladefläche mit einem Ruck nach oben. Das Rolltor klemmte auf den letzten Zentimetern. Mit einem dumpfen Scheppern verschwand es schließlich unter dem Dach des Laderaums und gab den Blick auf das frei, was für die nächsten Monate, vielleicht Jahre, ihr gemeinsames Leben werden sollte.

Es war erstaunlich wenig.

Kartons standen bis etwa auf Brusthöhe übereinandergestapelt, dazwischen waren zwei Matratzen geklemmt, ein auseinandergebautes Bettgestell, drei Schreibtischstühle, ein viel zu schmaler Spiegel und mehrere Müllsäcke voller Kleidung, weil Evan am Abend zuvor irgendwann aufgehört hatte, Kartons zu kaufen. Bells Zimmerpflanze thronte leicht schief zwischen einem Bücherregal und einem zusammengerollten Teppich.

Noah stemmte eine Hand in die Hüfte und betrachtete das Chaos.

Ein Bus dröhnte hinter ihm durch die Straße. Der Motor war so laut, dass Noah den Fahrtwind noch spürte, nachdem das Fahrzeug bereits an der nächsten Kreuzung verschwunden war. Irgendwo hupte jemand. Von der gegenüberliegenden Straßenseite zog der Geruch von gebratenen Zwiebeln und Fleisch herüber. Ein Mann stand dort hinter einem silbernen Foodtruck und schob mit einer Zange irgendetwas über eine heiße Platte, während zwei Bauarbeiter in staubigen Arbeitsklamotten vor dem Wagen warteten.

Über Noah ragten fünf Stockwerke aus rotem Backstein in den Himmel. Feuerleitern zogen sich wie schwarze Metallgerippe über die Fassade, aus einem geöffneten Fenster im dritten Stock hing ein Handtuch, irgendwo weiter oben lief Musik, deren Bass selbst auf dem Gehweg noch zu hören war. Die Eingangstür ihres Gebäudes war mit mehreren Farbschichten überstrichen worden und klemmte jedes Mal, wenn man sie öffnen wollte. Direkt daneben standen zwei schwarze Müllsäcke, obwohl die Müllabfuhr laut der Vermieterin erst am nächsten Morgen kommen sollte.

Es war nicht schön. Zumindest nicht auf die Art schön, die auf den Hochglanzfotos existierte, die Bell ihnen während ihrer Wohnungssuche ständig geschickt hatte.

Dafür war die Miete trotzdem hoch genug, dass Noah bei der Vertragsunterzeichnung kurz geglaubt hatte, die Zahl müsse ein Tippfehler sein. War sie nicht gewesen.

„Willkommen in New York“, murmelte er.

Eine Frau mit Kopfhörern schob sich an ihm vorbei, ohne aufzusehen. Hinter ihr zog jemand einen kleinen Hund über den Gehweg, der unbedingt an einem Hydranten stehen bleiben wollte, während sein Besitzer offensichtlich andere Pläne hatte. Zwei Jugendliche fuhren auf Fahrrädern zwischen parkenden Autos hindurch, und von irgendwoher heulte eine Sirene auf, zunächst leise, dann immer näher, bis ein Krankenwagen an der Kreuzung vorbeischoss und sich das Geräusch zwischen den Häuserfassaden brach.

In seiner Vorstellung war Noah der Subway gestiegen, hatte Kaffee in der Hand gehabt und war mit irgendeinem wichtigen Ziel zwischen hundert anderen Menschen durch die Straßen gelaufen. Er hatte sich vorgestellt, spät aus einem Büro zu kommen, irgendeinen Job zu haben, bei dem er Dinge entschied, die tatsächlich eine Rolle spielten. Er hatte sich Bars vorgestellt, Dachterrassen, spontane Nächte, Menschen, die überall hinwollten und deshalb nie stillstanden.

Niemand hatte ihm gesagt, dass sein erster richtiger Tag in dieser Stadt vor allem daraus bestehen würde, einen gemieteten Transporter vor Strafzetteln zu retten und Möbel fünf Stockwerke nach oben zu schleppen.

Er blickte auf die Anzeige des Parkautomaten. Er hatte noch siebenunddreißig Minuten.

„Perfekt.“

Sie hatten für den Wagen ohnehin schon ein kleines Vermögen bezahlt. Wenn jetzt noch ein Ticket dazukam, würde Noah vermutlich den Rest der Woche von Nudeln leben.

Er griff nach dem ersten Karton, der direkt an der Kante stand. Auf der Seite war mit schwarzem Filzstift in großen Buchstaben KLEIDUNG geschrieben.

Noah schloss für einen Augenblick die Augen.

Sie hatten eine einzige vernünftige Regel für diesen Umzug aufgestellt. Jeder sollte seinen Namen auf seine Kartons schreiben.

Das hatte offensichtlich nicht funktioniert.

Er drehte den Karton ein Stück, als könnte sich der Name vielleicht auf der anderen Seite verstecken, doch da war nichts.

„Natürlich.“

Noah hob ihn an. Er war leichter, als er erwartet hatte. Wenn er Pech hatte, gehörte er Evan. Wenn er Glück hatte, Bell. Der Gedanke, dass Evan später irgendeinen Karton öffnete und Bells Unterwäsche darin fand, verbesserte Noahs Laune zumindest geringfügig.

Er klemmte die Kiste gegen seine Brust und ging über den Gehweg zum Hauseingang. Die Luft war warm und schwer, obwohl der Nachmittag bereits langsam in den frühen Abend überging. Sein T-Shirt klebte ihm zwischen den Schulterblättern, und die Haare an seinem Nacken waren feucht. Aus irgendeinem Grund hatte er morgens geglaubt, es wäre eine gute Idee, eine Sweatshirtjacke mitzunehmen. Inzwischen hatte er sie sich um die Hüfte gebunden.

Noch bevor er die Eingangstür erreichte, wurde sie von innen aufgedrückt. Evan kam heraus und musste einen schnellen Schritt zur Seite machen, um nicht gegen Noah zu laufen.

„Hey.“

Noah reagierte nicht auf die Begrüßung. Er streckte ihm einfach den Karton entgegen.

Evan fing ihn automatisch auf. „Was soll ich damit?“

„Nach oben tragen.“

„Ach so. Ich dachte, das wäre ein Willkommensgeschenk.“

„Dann pack ihn später aus.“

Evan sah auf die Beschriftung. „Sind das meine Sachen?“

Noah hob eine Schulter. „Keine Ahnung.“

„Wie, keine Ahnung?“

„Ihr habt eure Namen nicht auf die Kartons geschrieben.“

Evan drehte die Kiste herum. „Da steht Kleidung.“

„Ja. Ich habe auch lesen gelernt.“

„Könnte also meiner sein.“

„Oder Bells.“, erwiderte Noah. „Wenn du ihre Unterwäsche findest, leg sie einfach wieder rein.“

„Warum gehst du automatisch davon aus, dass ich sie nicht behalten will?“

Noah sah ihn angewidert an und Evan grinste nur.

Es war typisch für ihn, dass er nach einer vierstündigen Autofahrt, einem halben Umzug und mehreren Diskussionen mit der Vermieterin immer noch aussah, als wäre das Ganze ein halbwegs unterhaltsamer Ausflug. Sein graues Shirt war am Kragen dunkel geschwitzt, die Haare standen ihm in alle Richtungen, und trotzdem wirkte er weniger fertig als Noah.

Das war schon in der Highschool so gewesen. Evan konnte nachts drei Stunden schlafen und am nächsten Morgen aussehen, als hätte er acht gehabt. Noah hasste diese Eigenschaft an ihm seit Jahren.

„Bell wollte übrigens den Umzugswagen zurückbringen“, sagte Evan und machte einen Schritt in Richtung Tür.

Noah hielt sie mit einer Hand auf. „Bell wollte was?“

„Den Wagen zurückbringen.“

„Ich habe verstanden, was du gesagt hast.“, verdrehte Noah die Augen.

„Warum fragst du dann?“

„Weil ich davon nichts weiß.“

Evan verzog leicht das Gesicht, als würde er die Gefahrenzone erkennen, in die er sich gerade bewegte. „Vielleicht hat sie es vorhin erwähnt.“

„Hat sie nicht.“ Noah hielt ihm die Tür weiter auf. „Wo ist sie überhaupt?“

Evan verlagerte den Karton in seinen Armen. „Sie wollte noch irgendwas mit der Vermieterin klären.“

Noah sah an ihm vorbei in das Treppenhaus. „Ich bin seit sechs Uhr morgens wach, habe ungefähr fünfhundert Dollar für einen Transporter bezahlt, den wir in zwei Stunden zurückgeben müssen, und kann meine Unterarme kaum noch bewegen. Wäre gut wenn sie helfen würde.“

„Wir schaffen das.“, grinste Evan.

Noah schob ihn durch die Tür.

Das Treppenhaus war schmaler, als es ihm bei der Besichtigung vor drei Wochen vorgekommen war. Die Stufen bestanden aus dunklem Holz, das an den Kanten so stark abgetreten war, dass an einigen Stellen hellere Schichten darunter sichtbar wurden. Das Geländer war schwarz lackiert, allerdings fehlte die Farbe an den Stellen, an denen vermutlich seit Jahrzehnten Hände darüberglitten. Auf jeder Etage gab es ein kleines Fenster zum Hinterhof, doch keines davon war groß genug, um wirklich Licht hereinzulassen. Stattdessen hing in regelmäßigen Abständen eine gelbliche Lampe an der Wand.

„Der Fahrstuhl geht wirklich immer noch nicht?“, fragte Noah.

Evan drehte sich auf der Treppe halb zu ihm um. „Nein.“

„Hat sie gesagt, wann er repariert wird?“

„Bald.“

Noah lachte trocken auf. „Bald.“

„Vielleicht ist kaputter Fahrstuhl Teil des authentischen New-York-Erlebnisses.“, scherzte Evan.

„Dann möchte ich mein authentisches New-York-Erlebnis zurückgeben.“

Evan ging weiter nach oben.

Noah blieb noch einen Moment im Eingangsbereich stehen und sah durch die Glastür nach draußen zum Transporter.

Es war seltsam. Gestern hatte er noch in seinem alten Zimmer auf dem College geschlafen und jetzt war er hier.

Noah ging wieder hinaus.

Beim zweiten Karton bemerkte er, dass die Sonne inzwischen tiefer stand. Die oberen Stockwerke der gegenüberliegenden Häuser waren noch hell, während die Straße selbst bereits im Schatten lag. Das Licht spiegelte sich in einigen Fenstern und ließ sie für Sekunden golden aussehen. Weiter hinten ragten Glasfassaden zwischen älteren Gebäuden hervor.

Noah hob den nächsten Karton hoch. Dieses Mal stand BÜCHER darauf.

Er schaffte die ersten beiden Etagen ohne Pause.

Auf der dritten begann der Karton unangenehm gegen seinen Unterarm zu drücken. Auf der vierten brannten seine Schultern. Irgendjemand öffnete eine Wohnungstür, und für einen Augenblick drang der Geruch nach Tomatensoße in den Flur. Eine ältere Frau sah Noah kurz an, dann den Karton, dann wieder ihn.

„Ganz oben?“

Noah nickte keuchend.

Sie verzog das Gesicht. „Viel Spaß.“ Dann schloss sie die Tür.

„Danke“, murmelte Noah.

Er erreichte gerade den nächsten Treppenabsatz, als schnelle Schritte von oben kamen.

Noah konnte wegen des Kartons kaum etwas sehen. Er drehte den Kopf zur Seite und erkannte einen Jungen, der zwei Stufen auf einmal nahm. Vielleicht elf oder zwölf Jahre alt. Schwarzer Hoodie, obwohl es draußen warm war, dunkle Jeans und Turnschuhe. Kurze schwarze Haare, Kopfhörer um den Hals.

Der Junge sah Noah erst im letzten Moment.

„Hey!“, rief Noah.

Seine Schulter streifte Noahs Arm und der Karton kippte. Für einen kurzen, schrecklichen Augenblick verlor Noah den Griff. Er fing die Kiste mit dem Knie gegen das Geländer, schlug sich dabei die Fingerknöchel am Holz und fluchte.

„Pass doch auf, Kleiner!“

Der Junge war bereits eine halbe Etage weiter unten.

„Lass ihn.“, hörte Noah von oben.

Evan stand oben am Absatz.

„Mir wäre fast der Karton runtergefallen.“, sagte Noah genervt. Er nahm die letzten Stufen und drückte ihm den Karton in die Arme.

Evan musste das Gewicht auffangen. „Jesus. Was ist da drin?“

„Bücher.“, keuchte Noah.

„Wessen?“, fragte Evan nach.

„Keine Ahnung.“

„Vielleicht sollten wir wirklich Namen auf die Kartons schreiben.“, zwinkerte Evan.

Noah starrte ihn an. Evan hob entschuldigend beide Brauen. „Schlechter Zeitpunkt.“

„Glaubst du?“

Noah und Evan gehen in die Wohnung. Auf der Haustür stand THE ASSEMBLY. Es ist eine Wohngemeinschaft mit noch anderen. Noah kannte sie noch nicht.

„Hast du Bell gesehen?“, fragte Noah.

Evan stellte den Karton ab und holte einen Schlüssel raus und machte die Wohnung auf. „Sie war vorhin in ihrem Zimmer.“

Noah wollte gerade etwas erwidern, als Bell aus der Wohnung kam. Er brauchte eine Sekunde, um zu verstehen, was ihn störte. Dann fiel es ihm auf. Sie hatte sich umgezogen.

Die Jeans und das alte Shirt, die sie während der Fahrt getragen hatte, waren verschwunden. Stattdessen trug sie eine schwarze Hose und einen dunklen Blazer über einem hellen Top. Ihre schwarzen Locken hatte sie zu einem hohen Zopf gebunden. Sie hatte sogar ihre Ohrringe gewechselt.

Noah sah sie an. Dann an ihr hinunter. Dann wieder hoch.

Bell blieb stehen. „Was?“

„Hast du dich umgezogen?“, fragt Noah.

Sie sah kurz an sich herunter. „Offensichtlich.“

„Warum?“

„Weil ich gleich wegmuss.“

Es dauerte einen Moment. Dann glaubte Noah tatsächlich, sich verhört zu haben. „Du musst weg.“, widerholte er.

„Ja.“

Hinter Noah stellte Evan den Karton endgültig ab.

Noah bemerkte aus dem Augenwinkel, dass er sehr plötzlich damit beschäftigt war, das Klebeband an einer Ecke zu untersuchen.

„Wir ziehen gerade um.“

Bell sah ihn an. „Das ist mir aufgefallen.“

„Deine Sachen stehen noch unten.“ Noah atmete durch die Nase ein. Er wollte keinen Streit. Wirklich nicht. Das hatte er sich für diesen Tag vorgenommen. Das war der Plan gewesen. Nur hatte Bell bisher vielleicht zwei Taschen getragen und war anschließend für fast eine Stunde verschwunden.

„Wohin musst du?“, hakte Noah nach.

„Ich muss noch etwas zur Post bringen.“

Noah starrte sie an.

„Zur Post.“

„Ja.“

„Jetzt?“

„Ja.“

„Kannst du das nicht später machen?“

Bell zog den Riemen ihrer Tasche über die Schulter. „Nein.“

„Warum nicht?“

„Weil es heute raus muss.“

Noah sah zum Fenster am Ende des Flurs. Dann wieder zu ihr. „Okay. Dann machst du das, wenn du den Umzugswagen zurückbringst.“

Bell hielt inne. Nur ganz kurz. „Ich?“

„Ja.“

„Warum ich?“

„Weil du sowieso zur Post willst.“

„Das war nicht abgesprochen.“

„Dass du jetzt verschwindest, war auch nicht abgesprochen.“

Hinter ihnen räusperte Evan sich. „Ich kann den Wagen zurückbringen.“

Noah wandte den Blick nicht von Bell ab.

Bell hingegen verschränkte die Arme. „Worum geht es?“

Das war die Frage, die Noah eigentlich nicht beantworten wollte, weil er wusste, wie kleinlich die Antwort klingen würde.

„Es geht darum, dass wir hier alle einziehen“, sagte Noah schließlich. „Zusammen.“

Bell hob die Augenbrauen. „Und?“

„Und dann wäre es schön, wenn wir das auch zusammen machen.“

„Ich mache mit.“, erwiderte sie.

Noah sah auf ihren Blazer.

Bell folgte seinem Blick. „Oh, bitte.“

„Was?“

„Sag einfach, was du sagen willst.“

„Du hast noch keinen einzigen Karton hochgetragen.“

„Ich habe mit der Vermieterin geredet, weil jemand klären musste, warum unser Fahrstuhl nicht funktioniert.“

„Der immer noch nicht funktioniert.“

„Soll ich ihn selbst reparieren?“, fragte Bell in einem lauten Ton.

„Nein, darum geht es auch nicht.“

Bell schnaubte leise. „Du hast gerade gesagt, darum geht es nicht, nachdem du mir erklärt hast, worum es geht.“

Noah spürte, wie die Müdigkeit langsam seine Geduld fraß. „Wir haben noch einen kompletten Wagen unten und der muss leer werden, bevor wir ihn zurückbringen.“

„Ich bin nicht blöd.“

Für einen Moment sagte niemand etwas.

Durch das offene Fenster am Ende des Flurs drang Verkehrslärm nach oben. Jemand hupte mehrmals hintereinander. Aus einer anderen Wohnung hörte Noah einen Fernseher, danach Gelächter. Draußen heulte erneut eine Sirene auf.

Evan stand zwischen ihnen und sah aus, als würde er ernsthaft überlegen, ob er einfach rückwärts in sein Zimmer verschwinden konnte.

„Ich möchte einfach nicht“, sagte Noah langsamer, „dass es schon am ersten Tag damit anfängt, dass einer alles macht und jemand anderes verschwindet.“

Bell sah ihn einen Moment lang schweigend an. „Glaubst du ernsthaft, dass ich das machen würde?“

Evan schob beide Hände in die Hosentaschen. „Vielleicht“, begann er vorsichtig, „tragen wir jetzt einfach noch ein paar Sachen hoch und hassen uns später.“

Bell zog ihre Tasche wieder von der Schulter. „Na schön.“ Sie stellte sie mit etwas mehr Kraft auf den Boden als nötig. „Ich trage die Kartons.“

Noah sagte nichts.

„Ihr nehmt die schweren Möbel“, fuhr sie fort. „Danach fahre ich mit dem Umzugswagen zur Post und bringe ihn anschließend zurück.“

Noah wusste, wenn er jetzt noch was sagt, wird die ganze Situation eskalieren, also schwieg er und ließ das so stehen. Mehr wollte er auch nicht. Jeder sollte seinen Teil dazu beitragen und fertig.

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