Neue Liste erstellen
Mit deinen Freunden teilen
Lesbarkeit anpassen

Josy

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Wie konnte ich hervorsehen können, was an diesem Tag mit mir passieren würde? Nichts hätte mich darauf vorbereiten können auf diese Hölle! Hätte es nicht gereicht eines Tages in dem Körper eines Mannes aufzuwachen?! Musste es dieser Junkie sein? Musste es in dieser Gegend sein?! Sehr schnell lernte ich, dass mein männlicher Körper und dessen Abhängigkeit mein kleinstes Problem war, denn in dieser Umgebung zu überleben würde meine größte Herausforderung sein.

Genre:
Thriller
Autor:
Rozione
Status:
vor 3 Stunden
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1


Gemütlich stapfte ich durch die Reihen der Supermarktregale. Wachsam suchte ich nach den gelben Schildchen, die mir verraten würden, ob das Produkt im Angebot war. Sicher war ich nicht gezwungen, günstig einzukaufen, aber ich wollte mir immer ein finanzielles Polster erhalten, weshalb ich immer auf Schnäppchenjagd ging. Ich griff nach den Nudeln und legte diese zu den anderen Sachen.

Zu dieser Zeit war wenig los, deshalb genoss ich es auch immer, einkaufen zu gehen. Diese Ruhe brauchte ich nach einem stressigen Arbeitstag. Mir klingelten immer noch die Ohren von den Schreien einer alten Dame, die bei dem heißen Wetter dehydriert war und dadurch in ein Delir geraten war. In ihrem Wahn hatte sie gedacht, dass sich Franzosen in ihrem Keller versteckt hatten und wir sie jetzt zu diesen bringen würden.

Ich schüttelte den Kopf. Aus solchen Gründen arbeitete ich nicht in der Psychiatrie. Aber jetzt hatte ich genug über die Arbeit nachgedacht, Zeit, um meine Schnäppchenjagd weiterzuführen. Ich fuhr mir durch die langen Haare. Halb auf dem Einkaufswagen liegend, schob ich mich weiter.

Eine Mutter mit Kind auf dem Arm kam mir entgegen. Sie hatte einen genervten Gesichtsausdruck und schien mit dem kleinen Jungen zu diskutieren. Dieser schien von ihren Worten nicht beeindruckt und guckte sie mit fast dem gleichen Gesichtsausdruck an. Ich musste innerlich schmunzeln. Es erinnerte mich an mich, als ich noch klein war. Ich war ebenfalls so bockig und stur. Meiner Mutter hatte ich genauso die Nerven geraubt. Es war schon Wochen her, dass ich sie zuletzt gesehen hatte. Ich musste sie unbedingt besuchen, bevor sie anfing, sich bei meinen Schwestern wegen meiner Abwesenheit auszuweinen. Wenn das passieren würde, dann würden meine Mutter und meine Schwestern gemeinsam beschließen, mich zu besuchen, und ich konnte mir durchaus Schöneres vorstellen, als ein ganzes Wochenende diese ganze Horde zu bewirten. Von den Fragen ganz abgesehen. >Wann werd ich dann endlich meinen Schwiegersohn kennenlernen?<, >Wann kommen meine Enkel?<, >Wenn du nicht immer so grimmig schauen würdest, dann würdest du auch einen abbekommen.<

Ja, darauf konnte ich verzichten. Jedes Mal hielten sie mir mein Leben vor, dabei war es doch MEIN Leben. Ich wollte einfach keine großen Dinge drehen. Keine großen Reisen machen, keine riesigen beruflichen Sprünge, und ich brauchte definitiv gerade keinen Mann, der mich mit seinen Problemen zuheulte, wie der Letzte. Zwar war ich mit ihm schon seit drei Jahren getrennt, aber dieses nervige Gejammer hatte mich für die nächsten Jahrzehnte von Männern abgeschreckt.

Also, damit ich diese nervigen Fragen mir nur ein paar Stunden anhören wollte und keine zwei Tage, sollte ich mich auf den Weg zu meinen Eltern machen. Im Kopf ging ich meinen Dienstplan durch. Vielleicht nächstes Wochenende? Wenn ich am Freitag nach dem Dienst fahren würde, könnte ich am Sonntag zur Spätschicht zurück sein. Jap, das war ein guter Plan. Ich ging zur Kasse, bezahlte, lud alles ins Auto und fuhr los mit meinem Kleinwagen.


Es dämmerte bereits und es würde wahrscheinlich, bevor ich daheim ankam, dunkel sein. Auf der Straße war nichts los. Auf dem Land war es sowieso immer ruhig. Ich fuhr vorbei an den Wiesen und Äckern meiner vertrauten Heimat. Es war eine wunderschöne Gegend und ich liebte diese ländliche Aussicht. Gerade jetzt im orangenen Licht der untergehenden Sonne war es fast atemberaubend. Es verschaffte mir ein wohliges Gefühl und ließ mich alle Anstrengungen der Tage vergessen.

Gerade fuhr ich den kleinen Hügel hinauf. Hinter diesem würde ich in das Dorf kommen, in dem ich eine kleine Wohnung hatte.

Wenn ich bei meinen Eltern war, konnte ich auch meine alten Freundinnen besuchen. Ja, das würde ich machen, beschloss ich. Zu lange hatte ich sie nicht gesehen. Sicher hatten wir wieder viel zu erzählen. Innerlich musste ich schmunzeln, wenn ich daran dachte, wie wir lästernd zusammen saßen. Wir sollten brunchen gehen in diesem kleinen Café. Schon öfters saßen wir dort früher zusammen und haben gelacht. Wie hieß es denn noch gleich? Zum Bahnhof? Irgendwas mit Zügen? Zugstation? Nein, nicht ganz.

Ich war gerade kurz davor, die Spitze des Hügels zu erreichen. Ah, jetzt wusste ich es wieder.

Das Café hieß Endstation.

Zur Endstation. In diesem Moment sah ich Lichtkegel hinter dem Hügel auf mich zukommen. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Voller Schock drückte ich die Bremsen durch. Ich merkte die Anspannung durch meinen Körper ziehen. Mein Kopf war wie leergefegt. Die Reifen quietschten und dann war alles weg. Das Licht, der Lärm, die Anspannung meiner Muskeln, die mich krampfhaft das Lenkrad festhalten ließen. Ja, plötzlich war alles weg. Mein letzter Gedanke war, dass ich jetzt an der Endstation war. Jetzt ist alles vorbei.

Lass Rozione wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
Ich liebe es

0

Ich liebe es

Lustig

0

Lustig

Pikant

0

Pikant

Spannend

0

Spannend

Emotional

0

Emotional

Tiefgründig

0

Tiefgründig

Herzerwärmend

0

Herzerwärmend

Schockierend

0

Schockierend

Gutes Schreiben

0

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

0

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

0

Toller Charakter

Starker Dialog

0

Starker Dialog

Weitere Empfehlungen

The Terms of Trust

KisaPrz: Eine wirklich großartige Story! Es hat super Spaß gemacht diese zu lesen. Der Schreibstil nimmt einen mut, die Charaktere toll dargestellt! Vielen Dank dafür!

Jetzt lesen
Rarely Women

Juliane: Lässt sich gut lesen

Jetzt lesen
Das Los der Ewigkeit

karina: Ich liebe es und kann einfach nicht aufhören zu lesen. So schön geschrieben und man wird total süchtig nach mehr.

Jetzt lesen
HUNTER - Wenn die Liebe zur Gefahr wird

Kenia2024: Spannende Geschichte, die mir so gut gefällt, da sie verschiedene Blickwinkel und Ansichten beschreibt. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Es ist nicht absehbar, was passieren wird. Also definitiv kein 0815Plot! Ich hoffe nur, dass es bald weitergeht!

Jetzt lesen
Broken Bastards

themesslmarion: Wow. Bis jetzt in einem durchgelesen. Mega spannend. Super geschrieben!

Jetzt lesen
Don´t give up my heart and soul

Lisa: Ein sehr spannendes Buch. Ich konnte kaum aufhören zu lesen😊

Jetzt lesen
Entführt - Heiß wie der Wüstenwind Teil 1

Chrizy: Die Handlung ist mitreißend und spannend, mit einem sehr angenehmen Schreibstil.Man fiebert mit der sehr jungen Protagonistin mit, die es hier wirklich nicht leicht hat.Ich freue mich, dass es hier mehrere Bücher von dieser Reihe gibt und bin auf die weitere Entwicklung, insbesondere von Khalid, ges...

Jetzt lesen
Im Schatten geboren- Band 1 verwundet

kuesterinfo: Wirklich eine sehr spannende und packende geschichte, bin gespannt wie es weiter geht!!!

Jetzt lesen
Das Herz des Schlächters

Amy: Eine gute Kurzgeschichte. Für die Kürze der Story konnte man die beiden Hauptfiguren gut kennen lernen, hat definitiv Potenzial richtig gut zu sein.

Jetzt lesen