Nessaja Hoffnung für Delian

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Summary

Fünf Völker, eine Welt. Eine Welt die unzufrieden ist. Eine Welt die sich zur Wehr zu setzen beginnt. Ein Dämonenfürst, der seinem Heer befahl, eines der Völker zu morden. In jener Nacht wurden zwei Kinder geboren. Zwei Kinder der Hoffnung für Delian? Bestialische Regeln wurden verfasst, um die Völker unter Kontrolle zu halten. Jedes Jahr zur Silber Monde Nacht, wird erneut eine Auswahl getroffen. Um die unwürdigen Riten zu wahren. Doch ist nun diese Auswahl die Richtige für den Dämonenfürst? Oder hat er somit sein Schicksal besiegelt?

Status
Ongoing
Chapters
44
Rating
5.0 2 reviews
Age Rating
18+

Delian

Einst waren die fünf Völker Delian's vereint und es herrschte Frieden im ganzen Land. Doch als der Dämonenfürst Astaroth an die Macht seines Volkes kam, veränderte sich allmählich alles. Er wollte der alleinige Herrscher Delian's sein. Somit versprach er seinem Volk Macht, Ruhm und Freiheit. Denn die Dämonen waren zwar ein Teil des ganzen, doch sie wurden durch die Kräfte der Nessaja im Zaum gehalten. Das Volk der Nessaja war das stärkste aller Völker. Sie waren die Wächter Delian's und hatten Gottesähnliche Kräfte. Niemand stellte sich ihnen in den Weg.



So plante der Dämonenfürst einen Hinterhalt.

Er fand in den Magiern einen starken Verbündeten, denen er das Land der Nessaja versprach, wenn sie ihn bei seinem Plan unterstützten.

Die Magier waren ein sehr gieriges Volk. Besessen von Gold und den Edelsteinen Delian's, die sich größten teils im Land der Nessaja erstreckten. Mit ihnen konnten sie starke Amulette herstellen und mächtige Flüche beschwören.

Es gab auch hilfsbereite Magier, doch diese hielten sich eher bedeckt. Sie waren bei ihrem eigenen Volk nicht gerne gesehen.


Das Volk der Menschen und das der Elben bekam von alldem nichts mit. Die Menschen waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Krankheit und Tod stahl Ihnen die Zeit um sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Sie nagten oft am Hungertod. Einige von ihnen dienten den Nessaja. Sie halfen Ihnen die Edelsteine abzubauen und ihre Kinder zur Welt zu bringen. Denn Ärzte gab es zu genügend unter den Menschen.


Das Volk der Elben lebte am äußersten Kreise Delian's. Dort wo die Natur noch jene war. Die Elben hassten das was die anderen Völker der Natur antaten. Sie rodeten die Wälder, nur um ihre Hütten zu bauen. Sie stahlen den Tieren ihr Zuhause. Sie vergifteten sich selbst. Da es in den inneren Kreisen kaum noch ein Fleckchen unberührtes Land gab. Keine Bäume, keine Tiere und somit auch wenig Nahrung. Einige der Elben halfen den Nessaja dennoch. Denn diese waren stark und mächtig genug, die Notbremse zu ziehen. Wenn es denn sein musste.


An für sich halfen sich die Völker untereinander. Doch keines war mit der Situation vollends zufrieden. Denn allmählich geriet Delian aus dem Gleichgewicht.

Delian wankte stark, wenn zu viele Bäume gerodet wurden. Es wankte stark wenn es wieder zu viele Tote gab. Und es bebte wenn die Völker unzufrieden waren. Und letzteres war schon länger der Fall.

Niemand der Völker wusste was sich auf der gegenüberliegenden Seite Delian's befand.

Ob es dort ebenfalls Leben gab. Oder was sich unterhalb dieser beiden Waagschalen befand.

Niemand hatte es je geschafft von dort wieder zurück zukehren. Und niemand ging wieder auf solch eine Reise. Astaroth glaubte, wenn er sich durchsetze, wenn er herrsche, dann würden die Waagschalen langsam zu Boden gleiten.

Dann könnten sie die Welt außerhalb Delian's erkunden. In alten Schriften fanden die Dämonen Hinweise auf eine solche Spekulation. So etwas sei schon einmal geschehen. Woher diese Schriften jedoch stammen, wusste niemand. Die Elben glaubten sie seien ein Hirngespinst Astaroth's. Er habe diese Schriften selbst verfasst. Denn wenn es so gewesen wäre, warum hingen die Schalen nun wieder in der Luft? Es gab keine plausible Erklärung. Auf Grund dessen lehnten es die anderen Völker ab, das es einen alleinigen Herrscher geben solle. Astaroth ließ sich davon jedoch nicht beirren. Es schürte seinen Hass mehr denn je, den anderen Völkern gegenüber.


So ließ Astaroth in der Nacht der silbernen Monde sein Heer der Dämonen und das der Magier gegen die Nessaja ziehen. In jener Nacht wurden zwei Kinder geboren. Ein Junge der den Namen Kayden Silver trug. Ein wahres Kind der Nessaja. Maria, eine Frau vom Volk der Menschen brachte den Jungen zur Welt. Sie war die beste Ärztin, die die Menschen vorzuweisen hatten. Sie nahm den kleinen Jungen und brachte ihn zum Fluss. Dort wusch sie ihn sauber. Maria war so verzückt von dem kleinen Burschen, das sie den Angriff auf die Nessaja erst sah, als die Hälfte aller Hütten brannte. Voller Entsetzen stand sie da. Ihr Herz hämmerte hart gegen ihre Brust. Was solle sie nun tun? Wenn sie zurück geht wird sie sterben. So nahm sie Kayden fest an ihr hämmerndes Herz und rannte so schnell sie ihre Füße trugen. Maria drehte sich nicht um als die Schreie lauter wurden. Sie rannte einfach weiter, zurück zu ihrem Mann. Sie hoffte das ihr Volk noch lebte.

Sie wusste das jetzt alles anders werden würde. So beschloss Maria Kayden als ihren Sohn groß zuziehen. Niemand solle vorerst erfahren das er der letzte Nessaja ist. Als ihr Dorf in Sichtweite kam, war sie erleichtert.

Es brannten keine Hütten. Es schrie auch niemand. Sie wusste das alle wohl auf sind. Maria riss die Tür auf und stürmte in ihr Schlafgemach. Peter erschrak und lief sofort auf seine Frau zu. Die viel zu Weis war. Ihre Augen waren geweitet und sie hielt etwas in ihren schwitzigen Händen. Etwas das sich bewegte. Er nahm ihr den kleinen Jungen aus den Armen und versuchte sie zu beruhigen. Unter Tränen erzählte Maria ihrem Mann was geschehen war.

***

Nicht weit entfernt, von dort wo Maria flüchtete erblickte ein weiteres Kind die Welt Delian's.

***


Fay, vom Volk der Elben half der jungen Nessaja ein Mädchen zur Welt zu bringen. Ebenfalls ein wahres Kind der Nessaja. Sie trug den Namen Hailey Jade. Fay spürte viel zu spät das Gefahr drohte. Sie war so auf die Geburt fixiert. Neues Leben erfüllte die Elben mit Freude. Ein junger Mann stürmte zu den beiden Frauen in die Hütte. Er schrie Fay an, sie solle das Mädchen mitnehmen. Er flehte sie an, Hailey zu verstecken. Fay war nie die Frau der großen Worte gewesen, so nickte sie dem Mann zu. Sie riss das Mädchen aus den Armen der jungen kreischenden Mutter und rannte um ihr Leben.

Noch lange konnte Fay die Schreie der Nessaja hören. Schmerzen durchliefen ihren Körper und Geist. Sie spürte den Schmerz der den Nessaja widerfahren ist. Das Mädchen lag friedlich in ihren Armen und schlief. Etwas feuchtes kullerte ihre Wange hinab und fiel auf die Stirn des Kindes. Fay erschrak. Noch nie hatte sie geweint. Aber sie wusste auch das dies der richtige Augenblick dafür war.

Denn ein Volk wurde gemeuchelt. Es wurde feige ausgelöscht. Sie spürte es. Doch sie hielt die Hoffnung fest in ihren Händen und sie spürte das Hailey nicht die einzige Hoffnung für Delian war. Als Fey endlich ihre Trauerweide erreichte, fiel ihr ein Stein vom Herzen. Sie wird über Hailey wachen. Sie zu einer wundervollen Frau erziehen. Eine Frau die Delian retten wird. Da war sich Fay ganz sicher.


Als der Morgen anbrach und die Schreie verstummten, verkündete Astaroth die Botschaft in ganz Delian.

Doch er war erbost. Die Waagschalen blieben an Ort und Stelle. Das Land schwankte und bebte zwar vor sich hin. Mehr geschah jedoch nicht.

Er las die Schriften Abertausend Male, doch er fand keinen Hinweis auf sein scheitern.

Trotz allem traute sich niemand, ihm die Stirn zu bieten. So war fortan Astaroth der alleinige Herrscher Delian's.

Er bezog mit seinem Volk den innersten Kreis und verbannte die Menschen in den nächsten. Denn sie gaben den Dämonen was sie zum Leben benötigten. Ihre Angst und ihr Blut.


Jedes Volk musste mit ihren Tributen zahlen.

So dienten die Menschen als Nahrung und halfen bei Krankheiten. Die Magier schufen mächtige Schmuckstücke, so wurden die Dämonen noch stärker. Die Elben hielten die Wälder und Tiere am Leben und schufen so Nahrung für die Menschen und Magier. Wer sich Astaroth widersetzte, wurde ohne zu zögern getötet. Jedes Jahr zur Silber Monde Nacht, ließ er je ein Kind jedes Volkes zu sich bringen.

Diese Kinder mussten um ihr Leben Kämpfen.

Sie wurden trainiert und zum töten ausgebildet.

Es war bestialisch, doch nur so hielt er die Völker allesamt in Schach.


Sechzehn Jahre sind seit jener Nacht verstrichen. Die Silber Monde Nacht steht unmittelbar bevor. Niemand konnte auch nur erahnen, das es dieses Mal ganz anders werden würde. Es bestand noch Hoffnung für Delian. Eine Chance für ein besseres Leben, im Einklang mit sich selbst.