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Summary

Nach seinem langjährigen Einsatz im Sudan kommt Hunter James wieder nach Hause. Über die ganzen Jahren hat ihn nur ein Gedanke am Leben erhalten. Der Gedanke, die Frau wieder in den Armen zu halten, die er zurückgelassen hat um in die U.S. Army beizutreten. Haylee Lane. Mit ihrer aufgeweckten und fröhlichen Art wickelt sie jeden um den Finger. Niemand bemerkt, dass die junge Frau unter ihren ganzen Schichten ein zerbrochenes Herz hat. Zwei gebrochene Seelen treffen aufeinander. Werden sie wieder zueinander finden können? Band Eins der „Battle" Reihe.

Genre
Romance/Drama
Author
AnyDii
Status
Complete
Chapters
49
Rating
5.0 4 reviews
Age Rating
18+

P R O L O G

Der Staub wirbelt um meine Füße und fliegt weiter nach oben, bis er mir die Sicht versperrt. Die Hitze strömt auf uns hinab, dass uns der Schweiß den Körper hinabfließt. Auch wenn ich bereits seit Jahren hier bin, konnte ich mich nie daran gewöhnen. Seit wir unsere neue Mission bekommen haben, verfluche ich mich jeden Tag aufs Neue. Ich kann es mir bis heute nicht erklären, wieso ich mein Zuhause verlassen habe, um diese Grausamkeit zu ertragen. 


Wie jeden Tag aufs Neue, gute Männer ihr Leben lassen und nie wieder Nachhause können. In diesen Zeiten habe ich einiges gelernt. Das Erste und Schlimmste, dass nichts ist, wie es scheint. Es wird auf niemanden Rücksicht genommen und man muss lernen, auf sich selbst aufzupassen. Denn niemand wird kommen und dich aus dieser Hölle befreien. Niemand wird einem helfen, wenn man am Boden liegt - in seiner eigenen Blutlache. Ich habe versucht, als Sergeant meiner Truppe, ihre Vorgehensweise zu beeinflussen. Es ist wichtig, dass wir als Team agieren und zusammenhalten. Es ist wichtig, nicht skrupellos zu sein und manchmal mit dem Herzen zu entscheiden. 


Etwas, das ich schon längst hätte tun sollen. 


Kugeln fliegen in der Luft umher und erzeugen ein Zischen. Ein Wunder, dass noch keiner meiner Männer getroffen wurde. Heath sitzt neben mir und blickt immer wieder über den Truck, um unsere Feinde zu sichten. Er ist einer meiner fähigsten Männer und mein bester Freund. Seit Anfang an, begleitet er mich durch alle Missionen, die ich bekommen habe. Hat bereits mehrere Male meinen Arsch gerettet und mich jeden Tag in den Wahnsinn getrieben.


„Ich sehe zehn Männer. Drei am Ostflügel und vier weitere im Westen. Zwei stehen vor uns und werden dabei von jemandem gedeckt. Seinen Standort kann ich nur erahnen, sehen tue ich ihn nicht. Wie lauten deine Befehle?" 


Nachdenklich blicke ich jedem meiner Jungs in die Augen. Ich kann verschiedene Emotionen in ihren Gesichtern lesen, aber eins sticht raus. Pure Entschlossenheit. Bei jedem Einzelnen und macht mich damit verdammt stolz. 


„Wir teilen uns auf. Johnson und West, ihr beide übernehmt den Ostflügel. Pierce und Callahan kümmern sich um den Westflügel. Wesley und ich übernehmen die Fronten und geben dabei Heath Rückendeckung, damit er den letzten Wichser erledigen kann. Achtet darauf, dass keine Zivilisten verletzt werden, verstanden?", brülle ich die Befehle und erhalte von allen die Zustimmung. 


„Dann los", belle ich weiter und setze zum Angriff an. 


Mein Maschinengewehr zielt gekonnt auf unsere Feinde. Der Staub wirbelt erneut um mich, aber durch meine Schutzbrille bleiben meine Augen verschont. Dieses grausame Gefühl des Ekels kommt in mir hoch und ich versuche, es standhaft zu unterdrücken. Dieser Zeitpunkt ist nicht ideal, um mich in meinen Schuldgefühlen zu suhlen. Das kann ich auch, nachdem wir diese Mauer durchbrochen haben. Jedes Geräusch überwältigt mich. Mein Mentor hatte mir immer gesagt, dass wir in diesem Moment nichts wahrnehmen und doch höre ich alles.


Die Schüsse.


Das Schreien. 


Das Weinen.


Und jedes Mal zieht sich meine Brust zusammen. Jede Nacht höre ich diese grausamen Geräusche und sehe all die Gesichter, die durch meine Hand gestorben sind. Diese Alpträume verschwinden nicht und meine Schuldgefühle zerreißen mich innerlich. 


Das war die dümmste Idee, die ich je hatte. Sobald wir hier durch sind, kann ich endlich wieder nach Hause, um in die wunderschönsten braunen Augen zu blicken, die es gibt. Denn genau diese Augen und das Foto in meiner Brieftasche geben mir die nötige Motivation, dass hier durchzustehen. 


Haylee Lane. 


Meine Haylee Lane.