PROLOG
Für all jene, die das Dunkle nicht fürchten, sondern darin ihr Licht finden. Möge diese Geschichte dich an die Grenze führen, wo Leidenschaft und Schmerz sich treffen – und du den Mut findest, beide zu umarmen.
PROLOG

Die Nacht ist schwer und drückend, wie eine bleierne Decke, die die Stadt unter sich erstickt. Der Wind flüstert leise durch die leeren Straßen und trägt das Echo vergangener Schreie mit sich. Es gibt kaum Geräusche - keine Stimmen, kein Leben. Nur die schlafende Stadt, gefangen in einer Umarmung aus Dunkelheit und Angst.
Er bewegt sich durch die Schatten, unsichtbar, lautlos. Jeder seiner Schritte ist exakt berechnet. Er ist ein Teil der Dunkelheit, verschmolzen mit den Silhouetten der erloschenen Straßenlaternen und verlassenen Häuser. Er hat keine Eile. Die Zeit gehört ihm. Das Spiel hat erst begonnen.
Nur die Jagd treibt ihn an. Den Moment, in dem die Beute ihn spürt, diesen winzigen Hauch von Angst, darauf wartet er. Die Unsicherheit, die sich in ihren Augen spiegelt, das Flackern, wenn sie endlich begreifen, dass es kein Entkommen gibt. Dieser Moment der Erkenntnis, dass der Tod unmittelbar bevorsteht. Und dann... die Stille.
Er liebt die Stille.
“Hörst du das Flüstern in der Nacht?
Das Schweigen, das dein Leben bewacht.
Ich bin der Tod, den du nicht siehst,
der Schatten, vor dem du fliehst.”
Er weiß, dass sie ihn meinen. In den Gassen, in den Häusern. Man flüstert seinen Namen, aber niemand weiß wirklich, wer er ist. Sie nennen ihn Skull Head. Eine Legende, eine Schreckensgestalt. Aber er ist realer, als sie sich vorstellen können. Er ist mehr als eine Geschichte, die erzählt wird, um Kinder zu erschrecken. Er ist das Ende. Ihr Ende.
“Mein Name geistert durch jede Gasse,
Angst rinnt wie Blut durch die Straßen.
Skull Head, mein Name flüstert im Wind,
und bald bist du es, der verschwind’t.”
Er bleibt stehen, hebt leicht den Kopf und schaut zu einem Fenster hinauf. Das Licht ist aus, aber er weiß, dass dahinter Leben ist. Er kann es spüren, den schwachen Herzschlag der Angst, der von diesem einen Menschen ausgeht. Ein zartes Zittern in der Dunkelheit.
“Du kannst nicht laufen, du kannst nicht fliehen,
Denn deine Schreie hört man hier nicht zieh’n.
Die Nacht ist lang, der Tod so nah,
Bald komme ich, und du bist nicht mehr da.”
Er wartet, bis der erste Lichtstrahl des Morgens über die Dächer fällt, bevor er sich in die Schatten zurückzieht, lautlos wie zuvor. Die Jagd wird weitergehen, bis sie ihn bemerken. Bis sie ihn spüren.
Und dann wird es kein Entkommen mehr geben.