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Rockstar in my Bed DE

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Summary

Mara liebt ihren Beruf als Journalistin und arbeitet für eine bekannte Musikzeitschrift in Düsseldorf. Der Auftrag, die irische Rockband Strayheart während ihrer Tour durch Deutschland zu begleiten und ein Tagebuch über die fünf Musiker zu schreiben, kommt ihr sehr gelegen, denn sie ist ein großer Fan der Band! Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit den hübschen Jungs aus Dublin, die sich großer Beliebtheit erfreuen und fast überall vor ausverkauften Hallen spielen. Sie werden ganz besonders von den weiblichen Fans umschwärmt, was nicht zuletzt an dem charmanten Leadsänger Samuel liegt, der mit seiner Superstimme die Herzen der Frauen zum Schmelzen bringt. So sehr sie auch dagegen ankämpft, erliegt Mara schon bald seinem unwiderstehlichem Charme, und Sam ist völlig fasziniert von der schönen Journalistin. Das Letzte, was sie in ihrem Leben braucht, ist eine heiße Lovestory mit einem Rockstar. Wenn da nicht die verdammte Anziehungskraft zwischen den Beiden wäre! So wird die Tour quer durch Deutschland zu einer Achterbahn der Gefühle für Mara und Sam mit dem Funken Hoffnung, dass nach der Tour doch nicht alles vorbei ist...

Status
Complete
Chapters
29
Rating
5.0 7 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1: Ein interessanter Auftrag

Die Maisonne schickte ihre warmen Strahlen durch die hohe Fensterfront, die fast die ganze linke Außenwand einnahm, in das Großraumbüro unserer Redaktion. Mein Schreibtisch stand direkt an der Glaswand, durch das gekippte Fenster fielen ein paar Sonnenstrahlen auf meine Hände und wärmten mich angenehm. Ich arbeitete an einem Artikel über die Entwicklung der deutschen Musikszene für unsere Zeitschrift „Music Lovers“ und las mir erneut den Text in meinem Computer durch, den ich bisher geschrieben hatte. Mit schwirrte der Kopf von den vielen Ideen, die ich noch in dem Artikel verarbeiten wollte, und ich lehnte mich aufatmend zurück.

Durch die Glastür an der anderen Seite des Großraumbüros konnte ich erkennen, dass die Chefredakteurin Claudia Lehmann aus ihrem Büro kam und auf den Kaffeeautomaten zusteuerte. Sie war eine hübsche Frau Mitte vierzig, schlank und sportlich und mit einer beneidenswerten Energie. Nicht umsonst hatte Claudia es zur Chefredakteurin gebracht! Nach Abschluss meines Studiums im letzten Jahr hatte ich mich bei der Redaktion von „Music Lovers“ beworben und ich hatte großes Glück, dass ich den Job bekam. Nicht nur, weil es mein Traumjob war, sondern auch, weil ich mich mit den Kollegen und der Chefin gut verstand.

Nachdem Claudia den Becher mit dem dampfenden Kaffee aus dem Automaten genommen hatte, dachte ich, sie würde damit in ihr Büro zurückkehren, doch stattdessen öffnete sie die Glastür und lief mit energischen Schritten den Gang zwischen unseren Schreibtischen entlang, bis sie vor meinem Schreibtisch stehenblieb. Ich blickte überrascht zu ihr auf und sie schenkte mir ein freundliches Lächeln.

„Kannst du bitte in mein Büro kommen, Mara? Ich habe große Neuigkeiten für dich!“, verkündete sie gutgelaunt.

„Klar doch, Claudia! Ich komme sofort.“, antwortete ich aufgeregt.

Ich speicherte den Artikel in meinem Computer vorsichtshalber noch einmal ab, bevor ich mich von meinem Stuhl erhob und der Chefin in ihr Büro folgte.

„Möchtest du auch einen Kaffee?“, fragte sie mich, als wir am Kaffeeautomaten vorbeigingen.

„Nein danke.“, erwiderte ich und betrat hinter ihr das Büro.

Ich hatte vorhin noch einen Kaffee getrunken und wollte nicht schon wieder einen trinken, denn ich war bereits nervös genug. Viel lieber wollte ich endlich erfahren, welche großen Neuigkeiten die Chefin für mich hatte!

„Bitte setz dich, Mara!“, forderte sie mich auf und deutete auf den bequemen Stuhl vor ihrem Schreibtisch.

„Danke Claudia.“, murmelte ich und setzte mich gehorsam hin.

Claudia beugte sich über den Schreibtisch zu mir und sah mich nachdenklich an. Mein Herz klopfte so laut, dass ich befürchtete, sie könnte es hören, und ich hielt unwillkürlich den Atem an. Meine Chefin nahm kein Blatt vor den Mund und sagte die Dinge gerade heraus, doch vorher machte sie es gern ein bisschen spannend.

„Also Mara, ich habe einen sehr interessanten Auftrag für dich. Vorher möchte ich aber wissen, ob du schon von der Rockband Strayheart gehört hast.“, sagte sie schmunzelnd.

In ihren graugrünen Augen blitzte der Schalk und mir war sofort klar, dass sie mich ein wenig aufziehen wollte! Natürlich kannte ich die irische Rockband, die mit ihrem neusten Album die Charts in ganz Europa stürmte und immer mehr Fans, weit über die europäischen Grenzen hinaus, mit ihrer Indie-Rockmusik begeistern konnte.

„Klar doch! Ich liebe Indie-Rock und Strayheart hat auf dem neuen Album nur Supersongs herausgebracht. Und der Sänger der Band, dieser Sam Nelson, hat eine Wahnsinnsstimme.”, meinte ich begeistert und geriet ins Schwärmen.

„Warte mal, sie sind doch gerade auf Europa-Tour und kommen in den nächsten Tagen nach Deutschland. So viel ich weiß, wollen sie in mehreren deutschen Städten auftreten.“

Ich sah meine Chefin fragend an und sie nickte eifrig zur Bestätigung.

„Ganz genau! Die Band will quer durch unser Land touren und in mindestens zehn Städten Konzerte geben. Der Manager hat sich vor ein paar Tagen bei unserer Redaktion gemeldet und gefragt, ob wir ein Tagebuch über die Tour durch Deutschland schreiben können.“, berichtete sie mir strahlend.

„Es ist eine einmalige Gelegenheit, das Tour-Tagebuch von Strayheart in unserer Zeitschrift zu veröffentlichen, und wird uns sicherlich viele neue Leser einbringen! Ich brauche eine Journalistin, die bereit ist, die fünf Musiker quer durch unser Land zu begleiten, und die die nötige Begeisterung für den Job mitbringt. Du bist ungefähr im gleichen Alter wie die Jungs, Mara, und das macht die Zusammenarbeit mit ihnen um vieles leichter. Also, nimmst du den Auftrag an?“

„Oh mein Gott! Ich soll meine Lieblingsband auf ihrer Tour durch Deutschland begleiten und ein Tagebuch darüber schreiben. Wie geil ist das denn?“, schoss es mir durch den Kopf.

Die Chefin hatte die Arme vor der Brust verschränkt und beobachtete mich schmunzelnd, während sie auf meine Antwort wartete.

„Ja, natürlich nehme ich den Auftrag an! Vielen Dank, dass du mir diesen wichtigen Job anvertraust, Claudia. Wann soll es denn losgehen?“, fragte ich aufgeregt.

„Die Band kommt übermorgen mit dem Tourbus von Belgien nach Deutschland. Sie geben das erste Konzert am gleichen Abend in der Westfalenhalle in Dortmund.“, erklärte sie mir.

„Du sollst dich übermorgen um drei Uhr nachmittags vor dem Mercure Hotel in Dortmund einfinden und die Musiker dort in Empfang nehmen. Ich werde gleich ein Zimmer für dich im Mercure buchen, denn du brauchst nach dem Konzert nachts nicht mehr nach Düsseldorf zurückfahren. Am nächsten Morgen fährst du mit den Jungs im Tourbus weiter nach Köln zum nächsten Konzert. Falls du noch Fragen hast, kannst du jederzeit zu mir kommen, Mara!“

Claudia reichte mir die Hand und ich drückte sie ein bisschen zu fest, weil ich schrecklich nervös war.

„Nochmals vielen Dank, Claudia! Ich gehe mal lieber zurück an die Arbeit, damit ich bis morgen Abend meine Artikel fertigstelle.“, sagte ich mit einem tiefen Seufzer.

„Ich habe dir zu danken, Mara!“, rief sie mir nach, als ich das Büro verließ.

Ich konnte es kaum fassen, dass ich die Band Strayheart durch Deutschland begleiten würde, um ein Tour-Tagebuch zu schreiben. Mit so einem interessanten Auftrag hatte ich wirklich nicht gerechnet! Vielleicht war ich mit meinen sechsundzwanzig Jahren ein wenig zu alt, um ein Fangirl zu sein, doch ich konnte mich trotzdem für die tolle Rockmusik der Band begeistern. Ich freute mich darauf, die hübschen Musiker aus Dublin kennenzulernen, die bei den weiblichen Fans sehr beliebt waren. Am meisten war ich auf den heißen Leadsänger mit der wunderschönen Stimme gespannt. Okay, ich mag kein Fangirl sein, doch Samuel Nelson hat es mir irgendwie angetan!

Meine Kolleginnen wollten sofort wissen, welche Neuigkeiten die Chefin für mich hatte, und als ich ihnen mitteilte, dass ich ein Tour-Tagebuch über die Band Strayheart schreiben sollte, wurden sie blass vor Neid.

„Wirklich jetzt? Du wirst vier Wochen lang mit den heißen Typen von Strayheart rund um die Uhr zusammen sein? Du hast wirklich Glück, dass die Chefin dir den Auftrag gegeben hat, Mara.“, sagte die dunkelhaarige Leni und seufzte tief.

„Wenn du wieder zurück in die Redaktion kommst, musst du uns alle Einzelheiten von der Tour berichten, Mara! Ich weiß gar nicht, wenn ich heißer finde, Sam oder Danny... Vergiss bloß nicht, von allen Jungs Autogramme mitzubringen, für jede von uns.“, rief die hübsche Franziska mit den goldbraunen Augen.

Nachdem ich meinen Kolleginnen versprochen hatte, Autogrammkarten von den irischen Musikern mitzubringen, konnte ich mich endlich an meinen Schreibtisch setzen und weiter an meinem Artikel schreiben. Ich schaffte es, den Artikel bis halb sechs fertigzustellen, und konnte pünktlich Feierabend machen. Als ich an diesem Abend in mein Apartment zurückkehrte, das in einer hübschen Wohngegend im Stadtteil Carlstadt liegt, war ich viel zu aufgedreht, um zur Ruhe zu kommen.

Nach dem Abendessen wollte ich mit dem Kofferpacken anfangen. Ich war so euphorisch, dass ich zum ersten Mal nach langer Zeit nicht an Emilio dachte und mir das Herz dabei so verdammt wehtat. Emilio war mein Ex-Freund, mit dem ich fast drei Jahre lang zusammen war, bis er mir vor sechs Monaten gestand, dass er sich in eine andere verliebt hatte, in meine beste Freundin Charlotte! Es stellte sich heraus, dass Charlotte seine Gefühle erwiderte und die Beiden hinter meinem Rücken eine Beziehung hatten...

Ich wünsche wirklich keinem, so etwas zu erleben! In dieser schweren Zeit war ich zum Glück nicht allein, denn meine Familie und meine Freunde haben mir zur Seite gestanden, mich getröstet und unterstützt, wo sie nur konnten. Obwohl ich mich am liebsten für immer unter der Bettdecke verkrochen hätte, habe ich mich dazu überwunden, morgens aufzustehen und mich für die Arbeit fertigzumachen. Meinen Job in der Redaktion wollte ich nicht auch noch verlieren!

Und siehe da, dank meines Jobs habe ich nun die Gelegenheit bekommen, meine Lieblingsband kennenzulernen und sie auf ihrer Tour durch Deutschland zu begleiten. Ich war schon ganz gespannt darauf, viele aufregende Momente mit den fünf Musikern aus Dublin zu erleben. Bei der ganzen Euphorie würde ich mich jedoch nicht von meiner Arbeit ablenken lassen und alle Eindrücke eifrig notieren, um ein perfektes Tagebuch zu erstellen. Wie hätte ich auch ahnen sollen, dass ich dem unwiderstehlichen Charme des Leadsängers verfallen würde, obwohl ich mich nie wieder verlieben wollte?!



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